Blind Date | abc.etüden

Sie starrten beide auf die lange Reihe kleiner grünlich-gelb-weißer Würfelchen, die er akribisch auf der Serviette aufgereiht hatte.

»Du kannst es nicht wissen, weil wir uns noch nicht so lange kennen«, sagte er, und seine Stimme klang trügerisch sanft, »aber ich verabscheue dieses Zeug. Wenn du mir einen Gefallen tun willst, dann tu das bitte nie wieder in einen Kuchen, den ich essen soll.«

Sie dachte kurz darüber nach, ob da vielleicht ein »Sonst …« mitschwang. War da nicht überhaupt ein komischer Unterton?

»Es gehörte zum Rezept für Königskuchen«, stellte sie sachlich fest. »Sukkade, auch als Zitronat bekannt. Ein Rezept meiner Mutter aus einem alten Familienbackbuch. Eigentlich mag das doch jeder, nein?«

»Ich bin aber nicht jeder!« Seine Stimme schwoll leicht an. »Und wenn wir uns erst besser kennenlernen – und das wollen wir doch, nicht wahr? –, dann wirst du auch verstehen, wie wichtig es ist, individuelle Eigenheiten zu respektieren.«

Wollen wir das? Wieso lief es ihr gerade so merkwürdig kalt den Rücken herunter?

Hatte sie nicht überhaupt von Schmetterlingen im Bauch geträumt? Hier saß sie mit ihrem durchaus attraktiven Blind Date an einem belebten Bootsanleger in der Innenstadt, hatte drei- oder viermal mit ihm über das Online-Portal gechattet und ihm einen Kuchen gebacken, fühlte sich definitiv unwohl und war froh, dass er nichts Konkretes über sie wusste.
Was war denn mit ihr los?

»Tut mir leid. Dann lass uns halt den restlichen Kuchen an die Enten verfüttern«, schlug sie vor und begann sofort damit. Das war knapp, dachte sie und wunderte sich über sich selbst.

Später ging sie allein nach Hause. Abends löschte sie ihren Account bei dem Datingportal und beschloss, in den nächsten Jahren den Anleger sicherheitshalber zu meiden.
Es war die beste Entscheidung ihres Lebens, aber wie so vieles andere würde sie auch das nie erfahren.

 

abc.etüden 2022 16+17 | 365tageasatzaday

Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 16/17.2022: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Ludwig Zeidler, dem Etüdenerfinder, der nicht mehr bloggt. Sie lautet: Königskuchen, akribisch, träumen.

Komplett fiktiv, die Etüde, bis auf den Bootsanleger 😉, der ein bisschen dem Hamburger Jungfernstieg (sehr weit weg von mir) ähneln soll, und der Tatsache, dass ich eigentlich auch kein Fan von Zitronat bin, speziell nicht von diesem gekauften Zeugs, was für mich am ehesten in Weihnachtsplätzchen und Stollen gehört (wo ich es dann auch gern esse). Und oh, das Backbuch: »Backen macht Freude« von Dr. Oetker, 26. Auflage von 1963. Meine Mutter hat viel damit gemacht, ich greife meist auf ihre Rezeptsammlung zurück.

Aber hattet ihr schon mal das Gefühl, gerade so davongekommen zu sein, wisst aber eigentlich nicht, wieso? 😉

 

Schreibeinladung für die Textwochen 16.17.22 | Wortspende von Ludwig Zeidler

Frohe Feiertage, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, ich wünsche euch entspannte und fröhliche Tage im Kreise lieber Menschen, auch wenn die allgemeine Großwetterlage mich eher nicht optimistisch stimmt. Dennoch ist erstens etwas unerwartet Schönes passiert und zweitens möchte ich euch etwas fragen.

Ich fange mit dem Schönen an: Letztes Mal habe ich erwähnt, dass die Schweizer Lehrerin Gabriella Rauber für ihre Schüler*innen die Etüden als mögliche Schreibanregung/-aufgabe für das zweite Semester aufgeführt hat. Und voilà: Es sind die ersten Schüler*innen-Etüden eingetrudelt, um genau zu sein, 15(!!!) an der Zahl. Ihr findet sie unten als letzten Punkt in der Liste – der „Schreibenblog“, genau. Wer ein gutes Werk tun möchte, kann gerne dorthin einen Ausflug unternehmen, lesen, liken und vielleicht auch kommentieren, ich habe bei meinen Streifzügen Likes von Myriade und Kommentare von Werner (vielen herzlichen Dank!) dort gesehen, und Gabriella hat mir zurückgemeldet, dass die SuS sehr aufgeregt über die Tatsache waren, dass überhaupt jemand von außen kommentiert hatte (in diesem Fall ich).
Die folgenden beiden Wochen sind Frühjahrsferien, da rechne ich eher nicht mit Beiträgen, aber dann – ich bin gespannt.

Meine Frage an euch ist eine Bitte: Könnten bitte alle mal kommentieren, die überhaupt in Zukunft Wörter spenden möchten? Ich möchte meine „Datenbank“ aktualisieren und diejenigen nicht mehr ziehen/ansprechen, die kein Interesse haben. Mir geht es darum, dass ich generell alle Interessierte erfasst habe, sowohl die „alten Hasen“, aber zum Beispiel gerade die, die einigermaßen neu sind und die sich noch nie gefragt gefühlt haben, oder die Wiederkommer mit ernsthaften Absichten: ja, ihr, jetzt, bitte. 😉

Die Statistik verzeichnet, dass von 33 teilnehmenden Blogs insgesamt 54 Etüden eingereicht wurden, ein deutlicher Sprung nach oben (hurra!), dazu kommen 15 Etüden vom (mitgezählten) Schreibenblog, sodass die Liste insgesamt 69 Etüden umfasst!
Den Spitzenplatz der Liste der Einzelschreiber*innen halten Maren und Gerda mit jeweils 5 Etüden, darauf folgt Heidi mit 4 sowie Ulrike, Werner und Kain mit jeweils 3 Etüden.
Ferner haben wir eine neue Mitschreiberin: Charis mit ihrem Blog Charis {ma}: Nochmals herzlich willkommen in der Runde!

Vielen Dank wie immer an alle, die Lust hatten, mitzuschreiben und/oder mitzulesen, die gelikt und kommentiert haben! Vielen Dank an Katha, die Wortspenderin, die mit mir durch die Blogs gezogen ist und kommentiert hat, und meinen Extradank an jede*n, den*die ich in den teilnehmenden Blogs getroffen habe und der*die dort kommentiert/mitdiskutiert hat (danke, Werner, auch hier), das hilft sehr. 😀👍

Wie immer bitte ich euch, die Liste zu kontrollieren, ob jede eurer Etüden dort verzeichnet ist oder ob euch sonst was komisch vorkommt.
Ich trage gerne nach, wenn irgendwas nicht stimmt, ihr wisst, es ist keine böse Absicht.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Osterkaffee ☕ und Osterkeks 🍪🍪 parat? Hier kommt die Liste!

Barbara von der Kulturbowle in meinen Kommentaren: hier
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: hier, hier, hier und hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier und hier
Ulrike auf Blaupause7: hier, hier und hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier, hier, hier, hier und hier
Stefan auf Gelassen ausgebremst: hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier, hier und hier
Sofie auf Sofies viele Welten: hier
Maren auf Ich lache mich gesund: hier, hier, hier, hier und hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier und hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Judith auf Mutiger leben: hier und hier
Puzzleblume auf Puzzle❀: hier
Torsten auf Wortman: hier
Tanja auf Stachelbeermond: hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier und hier
Charis auf Charis {ma}: hier
Monika auf Allerlei Gedanken: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Ellen auf nellindreams: hier und hier
Rika auf Rika liest: hier und hier
Petra auf Wesentlich werden: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier
Verena auf Flying Thoughts: hier
Steffi auf Steflei Fotografie: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Anja auf Annuschkas Northern Star: hier
Christian auf Wortverdreher: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier

Gabriella Rauber auf Schreibenblog: hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier


Die Wortspende für die Textwochen 16/17 des Jahres 2022 stammt von Etüdenerfinder Ludwig Zeidler, von dem ich vor gut 5 Jahren, nämlich am 9. April 2017 die Oberhoheit übernommen habe (zum Nachlesen: hier). Sie lautet:

Königskuchen
akribisch
träumen.

Ich habe nachgefragt: Für ihn ist ein Königskuchen das, was Wikipedia unter „Dreikönigskuchen“ aufführt, aber ich bin schon gespannt, ob eure Königskuchen vielleicht ganz anders aussehen …


Wie immer, ihr kennt das, möchte ich euch den öden, blöden Etüden-Disclaimer ans Herz legen: Die Headline für die Etüden heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.

Eventuelle Inhaltshinweise (Triggerwarnungen) und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright und dürfen für die Etüden verwendet werden. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 1. Mai 2022. Euch weiterhin ein gutes Wochenende und trotz allem Freude am Schreiben!

 

abc.etüden 2022 16+17 | 365tageasatzaday

Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

abc.etüden 2022 16+17 | 365tageasatzaday

Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

abc.etüden 2022 16+17 | 365tageasatzaday

Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Der Trick | abc.etüden

Hab ich dir schon mal gesagt, dass du ziemlich merkwürdig bist?«

»Merkwürdig oder bemerkenswert?« Sie kam zu ihm ins Wohnzimmer. »Gib acht, was du sagst, und keine unverzeihlichen Flüche bitte, darauf steht Askaban, du weißt! Was meinst du überhaupt … oh!« Sie brach ab. »Ihr habt zu Hause nicht gepuzzelt, was?«

»Nie.« Ihr Freund starrte auf die sieben Holzteile auf dem Tisch. Zwei große, ein mittleres und zwei kleine Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm. »Und was ist das jetzt? Eigentlich sind wir für Holzspielzeug doch zu alt?«

»Tangram. Ich liebe es.«

Sein zärtlicher Blick streifte sie. »Und das ist?«

»Chinesisches Legespiel, jahrhundertealt, ›Siebenschlau‹ genannt. Man muss vorgegebene Figuren nachlegen, wobei alle sieben Teile verwendet werden müssen und keine Teile übereinander liegen dürfen. Stärkt das räumliche Vorstellungsvermögen, heißt es. Angeblich sind Männer darin besser als Frauen.«

Er biss an. SO typisch!

»Was für Figuren?«

»Menschen, Tiere, Gegenstände, geometrische Figuren. Dazu gibt es Spielbücher, such ich dir raus. Fang doch damit an, ein Quadrat zu legen. Oder ein Rechteck.«

Während sie sich um den Kaffeenachschub kümmerte, sah sie ihm amüsiert zu, wie er stirnrunzelnd, aber unverdrossen die Teile hin und her schob und aneinanderfügte. Für einen Anfänger war er gar nicht schlecht.

»Das Parallelogramm musst du kippen«, verriet sie ihm noch, »das ist das einzige Teil, wo sich dadurch signifikant was ändert.«

»Geht klar«, antwortete er geistesabwesend. Er vertiefte sich in das Spiel, und sie konnte seine Gehirnwindungen förmlich knistern hören. Längst hatte sie ihn auf die ersten Spielvorlagen für Tiere angesetzt, die meisten fand sie deutlich leichter zu durchdringen als die kompakten geometrischen Figuren.

»Eigentlich ganz einfach«, stellte er irgendwann fest und sah auf. »Der Trick dabei ist, dass man die Teile in die Figuren hineinprojizieren und das dann nachlegen muss. Und jetzt? Hast du rein zufällig ein zweites Set, damit wir gegeneinander auf Zeit spielen können?«

Hatte sie, aber sie schmollte. »Geschwindigkeit ist das, worin ich nicht gut bin.«

»Meine Chance«, nickte er, »gönn mir doch auch was.«

Hatte sie da etwa einen Hoffnungsschimmer in seinen Augen gesehen? Okay, bitte, wenn er wollte, sie war ja großzügig. »Um was spielen wir?«

»Drei Runden? Der Verlierer kocht UND wäscht ab?«

»Deal.«

Sie gewann. Natürlich. Eigentlich war es unfair, denn sie war nun mal sehr viel erfahrener. Sie gewann so deutlich, dass sie sich fast schämte – und dann misstrauisch wurde. War das eine Falle? Führte der was im Schilde?

Misstrauisch beobachtete sie ihn, als er zum Handy griff. »Ich nehme mal an, für dich eine Pizza Diavolo extrascharf und eine doppelte Portion Wackelpudding grün?«, grinste er. »Bist du mir sehr böse, wenn ich dir gestehe, dass ich überhaupt keine Lust auf den Erbseneintopf von vorgestern habe, den du uns sonst aufgetischt hättest?«

Sie griff sich ein Kissen und zog es ihm über den Kopf. Lachend ließ sie sich neben ihn auf die Couch fallen. »Ich hätte von Anfang an wissen müssen, dass ich dir nicht trauen kann!«
Er legte den Arm um sie. Einträchtig warteten sie auf das Eintreffen des Lieferdienstes.

 

Extraetüden 05.22 | 365tageasatzaday

Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden (Extraetüden), Woche 05.2022: 5 Begriffe, maximal 500 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Ludwig Zeidler und Tanja (Stachelbeermond). Die möglichen Wörter lauten: Hoffnungsschimmer, unverzeihlich, nähen, Wackelpudding, unverdrossen, knistern, und ich habe mir die Freiheit genommen, »nähen« nicht unterzubringen.


Ihr habt es gerade gelesen: Ich habe zurzeit null Lust auf Tiefgang oder Stress, heile Welt, bitte bei mir klingeln!

Da das nicht so einfach ist, habe ich mehr oder weniger zufällig eine alte Liebe reaktiviert: Tangram. Ihr habt Glück, ihr kommt um die lange Erklärung herum, bis auf den Verweis auf die Wikipedia (deutsch) (englisch, ist besser) und den Hinweis, dass die Tangram-Teile mathematischen Vorgaben folgen, was die Abmessungen angeht, und dass sich daraus interessante Probleme ergeben. Schaut mal hier auf diese (sehr alte) Seite der Uni Bielefeld, wenn euch derartige Fragen interessieren, und bitte: Verstehen tue ich davon nichts, Rückfragen diesbezüglich also nicht an mich!

 

Ausschnitt Tangram-Spielbuch | 365tageasatzaday

Quelle: Joost Elffers: Tangram – Das alte chinesische Formenspiel, dumont 1976, Ausschnitt S. 24/25

 

Ich habe über die Jahre immer wieder Ausschau nach einer gescheiten Tangram-App für Smartphones gehalten, vor gut 2 Wochen habe ich eine gefunden (nur für Android) und spiele mich mit Feuereifer durch die Vorlagen. Tatsächlich bekomme ich aber im »Experten«-Modus Schwierigkeiten, weil mir das nachzulegende Bild zu klein ist, also ziehe ich es groß und lege es erst mal händisch mit meinen »Bordmitteln«, um es dann im Smartphone nachzubilden. Das sieht dann aus wie folgt:

 

Screenshot Tangram-App | 365tageasatzaday

Quelle: Screenshot Tangram-App

 

Mein geliebtestes Tangram ist das ziemlich unverwüstliche aus Ahornholz, das ihr hier seht, und das ich meiner Erinnerung nach gekauft habe, als ich entweder noch zu Hause oder an der Uni war … es ist also schon bisschen her. Klar habe ich noch mehr, aber die sind alle aus Kunststoff, und wenn sich mit denen auch gut spielen lässt – Holz ist Holz.

 

Tangram-Rechteck aus Ahornholz | 365tageasatzaday

Quelle: ichmeinerselbst, wer denn sonst

 

Schreibeinladung für die Textwoche 05.22 | Extraetüden

Dies sind die fetten Wochen, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, die Zeit, wo viele schon unruhig werden und den Frühling herbeisehnen, obwohl hier bei uns zumindest noch gar kein Winter stattfand … die Zeit, wo es noch keine Gartenarbeit gibt und/oder fast nichts blüht: Dies ist die Zeit, wo es oft Etüden hagelt, und das ist auch gut so. 😀

Heute möchte ich die ersten Extraetüden des Jahres anzukündigen. Extraetüden gibt es immer dann, wenn ein Monat 5 Sonntage hat, was etwa alle Vierteljahre vorkommt, zum Beispiel ist heute so einer. Da ich die Schreibeinladungen am 1. und am 3. Sonntag veröffentliche, muss am 5. Sonntag ja eigentlich auch was kommen, oder? 😉 Also habe ich die sogenannten Extraetüden ins Leben gerufen: 1 Woche Laufzeit, 500 Wörter Maximum, und statt der gewohnten 3 Begriffe müssen stattdessen 5 aus den Wortspenden des ablaufenden Monats eingebaut werden. Mehr dazu unten.

Aber jetzt geht es erst mal mit der Statistik los. 37 Blogmenschen haben 68 Etüden eingereicht. Alles über 60 ist richtig gut, da weiß man (ich, also Tanja und ich in diesem Fall) doch, wofür man lesen geht!
Die zweite Liste des Jahres führt Gerhard mit 7 Etüden an, gefolgt von Ulrike mit 5 Etüden, gefolgt von Werner mit 4 Etüden und so einigen Schreiber*innen mit jeweils 3 Etüden! Vielen herzlichen Dank!

Wie immer geht mein Dank an euch, die ihr mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert habt! Vielen Dank an jede*n, die*der mit durch die teilnehmenden Blogs gegangen ist und kommentiert/diskutiert/gelikt hat.
Schaut bitte nach: Fehlt irgendwas, habe ich was übersehen, ist ein Link kaputt? Sagt Bescheid, es ist keine böse Absicht, ihr wisst das.

Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt – und ich freue mich sehr, dass es teilweise auch wirklich geschieht.

Kaffee ☕ und Keks 🍪🍪 parat? Dann kommt jetzt die Liste!

Barbara von der Kulturbowle in meinen Kommentaren: hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier und hier
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: hier, hier und hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Maren auf Ich lache mich gesund: hier und hier
autopict auf autopict: hier
Olpo auf olpo run: hier und hier
Bruni auf Wortbehagen: hier
Ulrike auf Blaupause7: hier, hier, hier, hier und hier
Tanja auf Stachelbeermond: hier, hier und hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Steffi auf Steflei Fotografie: hier
Rina auf Geschichtszauberei: hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier, hier und hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier, hier und hier
Sabine auf Verbalkanone: hier
tedthethief auf Orderly Creative Creations: hier
Torsten auf Wortman: hier
Puzzleblume auf Puzzle❀: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier, hier und hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier (6 Etüden in einem Beitrag) und hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier, hier und hier
Judith auf Mutiger leben: hier und hier
Anna-Lena auf Meine literarische Visitenkarte: hier und hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
René auf Berlin. Autor. BerlinAutor: hier
Anja auf Annuschkas Northern Star: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Ellen auf nellindreams: hier und hier
Christian auf Wortverdreher: hier und hier
Stefan auf Gelassen ausgebremst: hier
Monika auf Allerlei Gedanken: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Lene auf HerzPoeten: hier
Sonja auf Das andere Mädchen: hier
Doro auf DORO|ART: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier

Ihr wisst/erinnert euch, wie das mit den Extraetüden geht?! Ihr nehmt die Begriffe des abgelaufenen Monats, das sind sechs, sucht euch davon fünf aus und verpackt die in einen Text von maximal 500 Wörtern. Zeit: eine Woche!
Den Rest kennt ihr.

Die Wörter im Monat Januar spendeten Ludwig Zeidler und Tanja mit ihrem Blog Stachelbeermond. Sie lauteten:

Hoffnungsschimmer, unverzeihlich, nähen,
Wackelpudding, unverdrossen, knistern.

 

Dieses Mal greift folgerichtig wieder die Abwandlung des öden, blöden Etüden-Disclaimers: Die Headline für die Extraetüden heißt: 5 Begriffe in maximal 500 Wörtern.
Eventuelle Inhaltshinweise (Triggerwarnungen) und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright und dürfen für die Etüden verwendet werden. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es schon nächsten Sonntag, nämlich am 6. Februar 2022.
Euch weiterhin ein gutes Wochenende und Freude am Schreiben!

 

Extraetüden 05.22 | 365tageasatzaday

Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Extraetüden 05.22 | 365tageasatzaday

Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Die Seele auslüften | abc.etüden

Heute Nachmittag trieb mich meine innere Stimme raus. Sie liegt mir schon länger nachdrücklich im Blut. Es sei gerade noch okay, ein paar Wochen lang keine Lust zu haben, vor die Tür zu gehen, ich hatte genügend gute Gründe, räumt sie ein, aber allmählich schlüge der Zeiger meiner Bewegungsverweigerung in Richtung »unverzeihlich« aus, mahnt sie. Nicht dass nicht sowieso jede*r Gassigeher*in, der*die seinen Job ernst nimmt, mehr läuft als ich, aber das nur nebenbei.

Ich landete also an der Elbe zum Deichtreten, wie immer, wenn ich nicht weiß, wohin, und geriet in eine ganz einzigartige Stimmung. Es war ziemlich genau zur Nachmittagshochwasserzeit, die Elbtaschen waren mit Enten und Gänsen übersät, einzelne Frachtschiffe kamen vom Zollenspieker hoch, Angler säumten das Elbufer, wenige Paare mit Kind und/oder Hund waren unterwegs. Und über allem lag eine große, entspannte Ruhe. Den Vormittag war es noch nebelverhangen gewesen, aber nun wölbte sich der Himmel in festlichst-grauer Wolkenwattekissenmanier, und an den Rändern, dort, wo die Kissen nicht so fest zu einer grauen Decke zusammengenäht waren, blitzten blaue Himmelsstückchen durch. Norddeutscher Irgendwie-auch-Winter in Flussgrau.

»Noch nicht zurück«, quengelte meine innere Stimme, als ich eingedenk des nahenden Sonnenuntergangs auf die Uhr sah, »es ist so schööööööön!« Und das war es: windstill, nicht kalt, die Elbe plätscherte sacht und selbst die Hunde schwiegen. Irgendwann stand ich auf dem Deich und überblickte die Elbe – buntatmen mit den Winden in der großen Luft* – und fühlte mich ganz bemerkenswert mit mir im Reinen und sehr zufrieden. Definiere »Hoffnungsschimmer«: so.
Über mir riefen Zugvögel, ich riss mein Handy über den Kopf und knipste in Richtung des Geräuschs. »Das war jetzt bestimmt ein sentimentaler Anfall?«, erkundigte sich die innere Stimme, und ich atmete tief durch. »Halt die Klappe«, antwortete ich ihr, »es wird dunkel, jetzt geht es heim, ich brauche dringend einen Kaffee.«

 

abc.etüden 2022 01+02 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 01/02.2022: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Ludwig Zeidler, dem Etüdenerfinder. Sie lautet: Hoffnungsschimmer, unverzeihlich, nähen.

* Zitat aus: Else Lasker-Schüler, Ein Lied (hier klicken)

Ich darf auch mal spät sein. So! 😉 Etüde und Fotos sind dafür ganz frisch.


Wer sich dort auskennt: Das ist Fliegenberg (jedenfalls in der einen Richtung, die andere ist Richtung Zollenspieker), und man sieht nur deshalb den alten Krabbenkutter nicht, weil er nicht da liegt. Der war letztes Jahr im Winter auch weg, wie ich festgestellt habe, ich bin nicht weit genug gelaufen, um nachsehen zu können, ob er da wieder ist, wo er letzten Winter auch war. Ich wollte bei Dunkelheit am Auto sein; als ich aufschloss, ging gerade die Straßenbeleuchtung an.

Weiß jemand, warum Wanderschuhe quietschen (beide, schon länger)?


Quelle: ichmeinerselbst, Anklicken macht groß und hübscher

 

Die Essensfrage | abc.etüden

Hör mal, wir müssen wohl wirklich noch etwas besprechen, du und ich. Das kann doch nicht sein, dass ich DAS DA essen soll, was du mir gerade vor die Nase gestellt hast? Ich überlege krampfhaft, wie viele Jahre wir uns jetzt schon kennen und was das bedeutet, dass du so wenig auf meine Bedürfnisse eingehst. Ich habe nun echt keinen komplizierten Geschmack! Ja, ich weiß das zu schätzen, dass du um Abwechslung bemüht bist, durchaus, aber gut gemeint ist eben nicht gut. Gar nicht gut! Du könntest es wirklich besser wissen, ach, was sage ich: Das da ist so nahe dran an unverzeihlich, dass ich gar nicht weiß, wie ich mich wieder beruhigen soll, und du allein bist schuld!
Oder wie deine komische Schwester neulich gesagt hat: Da kannst du dir einen Knopf an die Backe nähen und solange daran drehen, bis du Radio Luxemburg reinbekommst, bevor ich so einen Fraß anrühre! Da hast du noch gelacht, ich verstehe das jetzt gar nicht?
O ja, ich habe die Blicke gesehen, die du mit der Ärztin gewechselt hast, als sie mit uns über mein Gewicht gesprochen hat, plus Stichwort »Alter« und »nierenschonend«. Aber mal im Ernst, das da soll die Alternative sein? Bilde dir bitte nichts darauf ein, dass ich doch ein Häppchen probiert habe, das war nur zur Sicherheit.
Weißt du, was ein Hoffnungsschimmer ist?
Nein, nicht das, was sich auf meinem Teller befindet.
Ich werde dir jetzt mal was verraten. Ich kenne deine Internet-Passwörter!!! Und wie das mit der Onlinebestellung funktioniert, habe ich auch schon raus.
Mein Kumpel Fritz, den du nicht leiden kannst, hat mir neulich eine Maus zugeschoben, als wir nachts unterwegs waren. Falls ich Hunger hätte. Selbst gefangenes Frischfleisch hat der nämlich nicht mehr nötig, der wird gebarft. Voll krass.
Die erste Lieferung kommt übrigens morgen.

 

abc.etüden 2022 01+02 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 01/02.2022: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Ludwig Zeidler, dem Etüdenerfinder. Sie lautet: Hoffnungsschimmer, unverzeihlich, nähen.

Wer sich jetzt fragt, was um Himmels willen »barfen« ist: Hier spricht eine Katze, ihr habt soeben meine erste Kattitüde des neuen Jahres gelesen. BARF ist eine amerikanische Abkürzung, die deutsche Übersetzung bedeutet: »Biologisches Artgerechtes Rohes Futter«. Barfen ist eigentlich mehr ein Trend bei der Hundefütterung, es ist zudem nicht ganz unumstritten, aber auch Katzen werden zunehmend gebarft. Wer etwas darüber nachlesen will, den verweise ich auf Wikipedia (hier) und den Info-Artikel eines Herstellers (hier).

Nein, mein heißgeliebter Fellträger wird nicht gebarft und würde nie so mit mir sprechen *hüstel* – aber vermutlich kennen alle Dosenöffner diesen Blick, wenn sie ihrem Liebling etwas VÖLLIG UNAKZEPTABLES (wie konnte mensch nur) vorgesetzt haben. Gerade Katzen sind groß darin, sich vorher halb umzubringen und dann einmal über das Futter drüberzuriechen, mensch mit zutiefst enttäuschtem Blick zu mustern, daraufhin beleidigt den Rückzug anzutreten und mit Hungerstreik zu drohen.

Ich habe niemals behauptet, dass Katzen nicht auch hinterlistig sein können. 😉

Meine Passwörter sind übrigens verschlüsselt. 😎😉

 

Karin hat mir gerade dazu ein topaktuelles Foto geschickt. So sieht das nämlich dann aus:

 

Schreibeinladung für die Textwochen 01.02.22 | Wortspende von Ludwig Zeidler

Da wären wir also wieder, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, und willkommen im neuen Jahr 2022! Wem ich es bisher noch nicht gewünscht habe: Möge es ein gutes neues Jahr werden, möge es sich uns gewogen zeigen – es gibt genug, was zu tun (und zu lassen) wäre 😉

Wie im letzten Jahr möchte ich mit einem kurzen Fazit zu den Adventüden 2021 beginnen, dazu gehört vor allem die Statistik – jetzt nach dem dritten Mal finde ich sie langsam interessant. Die Top-5-Etüden mit den meisten Aufrufen waren:


11.12. Monster-Weihnachten

02.12. Ein ganz besonderes Lachen

16.12. Stille Nacht

13.12. Ein unerwartetes Treffen im Park

03.12. Die unergründliche Welt der Mathematik


Screenshot Statistik Adventüden2021 | 365tageasatzaday
Quelle: Blogstatistik, 01.01.2022, 10:23 Uhr

Herzlichen Glückwunsch, Myriade, Maren, Kain, Judith und Doro! 😀
Ich freue mich, dass zwei der ernsteren Etüden es fast bis ganz nach vorn geschafft haben. Ich freue mich über die zwei heiteren Etüden, die so weit nach vorn gekommen sind. Ich freue mich über die eine Etüde mit dem magisch-mystischen Einschlag unter den Top 5.

Oh, und ich freue mich, dass Fräulein Honigohr nicht nur die Weihnachtsfeier gut überstanden hat (hier lesen), sondern auch einem lebendigen Schneemann eine neue Heimat beschert hat (hier lesen). 😉

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch auf meinen Senf zu den Adventüden aus den letzten Jahren verweisen (2021, 2020), wo ich mir noch ausführlicher zu diesem und jenem um die Adventüden Gedanken gemacht habe. Ich bin immer noch knochenerweichend müde (neulich las ich in einem Kommentar: „mentales Delirium“, aber echt, so muss sich das anfühlen, das KANN nicht nur das Wetter sein), für mich hätte die Zeit zwischen den Jahren gerne noch eine Woche länger sein dürfen.

Okay, ready? Ready. Wie fast immer zu Anfang einer neuen „Saison“ stammen die Wörter aus der Feder des Etüdenerfinders, der oft genug verblüffende Wörter und irritierende Kombinationen vorschlägt, die erst mal mich zu neuen Illustrationen animieren müssen und euch dann hoffentlich begeistern … Ich habe übrigens noch keine neuen Wortspender gezogen und angeschrieben, das passiert die kommende Woche.

Die Wörter für die Textwochen 01/02 des Jahres 2022 stiftete Ludwig Zeidler. Sie lauten:

Hoffnungsschimmer
unverzeihlich
nähen.

 

Zum ersten Mal in diesem neuen Jahr darf ich euch den öden, blöden Etüden-Disclaimer ans Herz legen: Die Headline für die Etüden heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Eventuelle Inhaltshinweise (Triggerwarnungen) und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright und dürfen für die Etüden verwendet werden. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 16. Januar 2022. Habt weiterhin einen guten Start ins neue Jahr und ergiebige Einfälle!

 

abc.etüden 2022 01+02 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

abc.etüden 2022 01+02 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

abc.etüden 2022 01+02 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Gedankenkarussell | abc.etüden

Sie war zutiefst traurig. Sie haderte mit sich. Sie war überzeugt, alles falsch gemacht zu haben, und gleichzeitig hätte sie nicht gewusst, wie sie anders hätte handeln sollen. Wieder mal.
Warum hatte sie eigentlich immer das schlechte Gewissen und die Schuldgefühle?
Warum putzten sich die anderen den Ärger und den Streit einfach von der Backe und taten so, als ob alles easy wäre?
Bluteten die nicht innerlich?
WAREN die einfach so abgebrüht?
Sie war hier falsch. Ihr ganzes Leben schon.
Gute Miene zum bösen Spiel, ha, voll ihr Ding, sich tot zu stellen. Emotional tot.
Sie hasste alle.
Wie oft konnte ein Herz eigentlich brechen?
Nur ein nettes Mädchen ist ein gutes Mädchen, und nett ist … na? Eben.

Sie stapfte blind vorwärts. Sie durchquerte den schönsten grünen Wald, die Sonne schien, die Vögel riefen ihren Namen, Spaziergänger grüßten freundlich.

Sie blieb steinern. Sie sah nichts, hörte nichts und verabscheute jeden. Sie hatte zugleich Angst vor allem, weil das irgendwie dazugehörte, denn wer würde sie schon lieben, wenn sie doch alle hasste? Bestimmt niemand! Niemals!

Sie stolperte, konnte sich gerade noch abfangen und saß plötzlich auf dem Waldboden. Neben ihr stand ein Fliegenpilz. Sie musterte ihn verdutzt. Ominös. War das das Zeichen, dass sie sich besser gleich umbringen sollte?

»Sei nicht so bescheuert«, flüsterte eine Stimme in ihrem Kopf.

Ihr Knöchel schmerzte wie Hölle. Das hatte jetzt gerade noch gefehlt!

»Darf ich mich vorstellen: dein Orientierungssinn.« Die Stimme seufzte. »Ich hätte ja gern früher eingegriffen, aber dieser Schlick, den du Gedanken nennst, war zu zäh. Du bist schon zweimal falsch abgebogen. Und jetzt musst du da vorne rechts, ohne Widerrede, sonst kannst du das Auto vergessen, und das findet dein Knöchel garantiert nicht so lustig!«

Sie humpelte los, sich innerlich verfluchend, und bis auf Weiteres vollständig im Hier und Jetzt.

 

abc.etüden 2021 36+37 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 36/37.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Wortspende stammt dieses Mal von Ludwig Zeidler. Die Wörter lauten: Schlick, ominös, putzen.

Nein, das ist nicht sehr autobiografisch. Ich meine, natürlich kenne ich Gedankenkarusselle, wer nicht, aber meine sehen anders aus. Tatsache ist dagegen, dass ich mich am Sonntag bei bestem Wetter im Wald wirklich zweimal verlaufen und (nicht nur) einen Fliegenpilz gesehen habe – allerdings ohne die erwähnte Assoziation. Und da angekommen, wo ich hingewollt habe (ohne Stolpern), bin ich schließlich auch, wobei ich der Meinung bin, dass der Weg eklatant schlecht ausgeschildert ist/war. Aber hübsch. Sehr hübsch. Ich beabsichtige zu berichten.

 

Schreibeinladung für die Textwochen 36.37.21 | Wortspende von Ludwig Zeidler

Willkommen zurück bei den Etüden nach der Sommerpause, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen! Ich hoffe, euer Sommer war angenehm und erholsam, ihr habt Kräfte sammeln können und mögt jetzt wieder bestens gelaunt in das alltägliche Etüdengeschäft einsteigen. Habt ihr Kaffee und Keks am Start? Es kommen ein paar Vorbemerkungen.

Diese Saison endet am 1. Advent (dann beginnt der Adventskalender), und dieses Mal gibt es eine Besonderheit. Damit jede Runde eine Laufzeit von zwei Wochen hat, gibt es erstmalig am 5. Oktobersonntag keine Woche Extraetüden, sondern neue Wörter. Damit verschiebt sich im November der Termin für die neue Runde vom 1. auf den 2. Sonntag, und am 4. Novembersonntag setzen die Adventüden mit dem Weihnachtscountdown ein. Ich sags nur jetzt schon mal.
Adventüden: Es fehlen noch 3 von der Liste, und wenn alle eintreffen, gibt es wieder eine Doppelbelegung.

Wer von euch ist seit Anfang des Jahres neu dazugekommen und möchte in den Topf der Wortspender aufgenommen werden? Bitte einmal explizit in den Kommentaren nicken, auch wenn ihr denkt, ihr habt schon! Das ist wichtig, denn sonst darf ich laut DSGVO (danke schön) eure Mail-Adresse nicht speichern und euch nicht automatisch vereinnahmen und ziehen und ggf. anschreiben. Und nein, das hat nichts mit einer eventuellen Teilnahme am Intermezzo oder den Adventüden zu tun! Ich möchte möglichst bald ziehen und euch dann zügig anschreiben.

Ein paar von euch haben meine Überlegungen zum Thema Etüdenzukunft mitbekommen (hier nachlesen) und sich dazu geäußert. Danke euch allen! Ich bin immer noch nicht weiter, aber ich bin wohl generell bisschen müde. Ich habe wieder mehr Lust auf Couch und Buch bzw. darauf, draußen herumzustapfen und Rechner Rechner sein zu lassen, und ich finde das gut … Hm.
Als Konsequenz davon werde ich ausprobieren, meinen Blog etwas weniger hoch zu hängen, offline geht vor online. Ich werde (möglicherweise) langsamer reagieren, wenn ihr Etüden postet, wobei ich Pings immer noch von Hand freischalten muss und natürlich auch eure Kommentare sehe; und generell weniger und/oder später lesen. Wenn ich das hinbekomme, neugierig, wie ich bin. 😉 (Ein Grund für das Spätervorbeikommen sonntags ist übrigens, dass ich gern mit einer Freundin durch die Gegend laufe, und die kann, wenn überhaupt, nur dann. Und wenn ich draußen bin, interessiert mich der Blog eher, äh, weniger.)
Am meisten gefreut habe ich mich darüber, dass so vielen von euch die Etüden so wichtig sind. Am charmantesten hat das meiner Meinung nach Christian (Wortverdreher) auf den Punkt gebracht (hier nachlesen). Schon klar, seit ich das abc.etüden-Projekt des Etüdenerfinders übernommen habe, hat sich einiges getan. Ich kann mich einfach nur bei allen bedanken.

Etüdensommerpausenintermezzo „7 aus 12“. Es hat diesen Sommer nur ein Intermezzo gegeben, dafür fiel die Beteiligung sehr erfreulich aus, wie ich fand. Die Liste hatte ich upgedatet und unter die Illustrationen gehängt, da mir aber klar ist, dass nicht alle sie verfolgt haben werden, kommt sie hier noch mal. Sorry für den doppelten Ping!

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt. (Endlich mal wieder der Disclaimer.)

Olpo auf Olpo Olponator: Urlaub ahoi!, Charly
Judith auf Mutiger leben: Sonnenuntergang am Bodensee, Abends
Ulrike auf Blaupause7: Still ruht der See, Ab in den Norden, Die ideale Abwehr, Summer in the city
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: Sommertag am See
Maren auf Ich lache mich gesund: Sommerurlaub, Evolution, Freiheit, Willkür
Bernd auf Red Skies over Paradise: Grundlsee., Deutschlandfunk. 9 Uhr. Die Nachrichten.
Alice auf Make a Choice Alice: Urlaub, Irgendwo in Afrika, Sex on the Beach
Puzzleblume auf Puzzle❀: Nicht allzu weit weg
Werner Kastens auf Mit Worten Gedanken horten: Hafenrundfahrt
Kain Schreiber auf Gedankenflut: Luisa, Wellengang
Gerda von GERDA KAZAKOU: „Geh aus, mein Herz“. Bebilderte Kata-Strophen, Hundstage, Der Junge mit der Fliegenklatsche
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: Sommerintermezzo 7 von 12
Katharina auf Katha kritzelt: Friedrich
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: Latschen durch die Seeveniederung 😉
Gerhard auf Kopf und Gestalt: Übers fotografische Schauen, Mitteilungen der Erde
Christian auf Wortverdreher: Die Willkür der Stadt, Aufgestaut, Herr der Mücken, Klein gegen groß, Die Challenge-List, Rette sich wer kann
Lene auf Herzpoeten: Sich am Rhein finden
Melina auf Innen-Reise-Wege: David und Goliath
Tanja auf Stachelbeermond: Sommerloch
Ellen auf nellindreams: Sommerloch
Natalie im Fundevogelnest: Pfützen
Nina vom Bodenlosz-Archiv: Unter dem Gletscher
Doro auf DORO|ART: Durch den Monsun

 

Nach guter Tradition werden die ersten Wörter nach dem Break immer von dem Etüdenerfinder (oder von mir) gespendet. Für die Textwochen 36/37 des Schreibjahres 2021 stammt die Wortspende von Ludwig Zeidler (bloggt nicht mehr). Sie lautet:

Schlick
ominös
putzen.

Ja, es ist immer wieder erstaunlich, was wir alles noch nicht hatten.
Wenn ihr also alle den ominösen Schlick weggeputzt habt, gilt wieder der obligatorische Etüden-Disclaimer. Die Headline für die Etüden heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Eventuelle Inhaltshinweise (Triggerwarnungen) und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt (höchstwahrscheinlich) nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst ja.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 19. September 2021.

Habt weiterhin ein schönes Wochenende und lasst euch von der Muse küssen – und genießt die schönen Tage (wenn ihr sie habt) nach Kräften!

 

abc.etüden 2021 36+37 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

abc.etüden 2021 36+37 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Computerprobleme | abc.etüden

TELEFONGESPRÄCH. ZWEI FREUNDINNEN.

Huhu, meine Liebe, wie geht es dir, ist bei dir alles gut? Hör mal, was ich dir sagen wollte, ich hab da ein Problem mit der Textdatei, die du mir geschickt hast.

Was ist denn los?

Na ja, ich habe sie aufgemacht und gelesen, was du geschrieben hast, hast du ganz toll gemacht, wirklich, danke und so, aber dann wollte ich noch ein paar Kleinigkeiten ändern, und da ging das nicht.

Kann nicht sein.

Wenn ich es dir doch sage! War ganz komisch, ich bin überhaupt nicht richtig mit dem Cursor reingekommen! Ich hab mir doch jetzt erst das neue Update geholt, glaubst du, dass der dann deine Dateien nicht mehr lesen kann?

Eigentlich nicht. Inzwischen sind Textprogramme so gut, dass unterschiedliche Betriebssysteme und Versionen egal sein sollten. Dateiformate sind standardisiert, und ich hab alles wie immer gemacht. Kriegst du denn irgendwelche Meldungen?

Ja, kriege ich.

Dann lies doch mal vor.

Kann ich nicht, ich seh das so schlecht, das reflektiert so, die Schrift ist so klein. Ich sitze hier hübsch gemütlich in der Sonne mit Sonnenhut und einem Drink auf der Terrasse und warte auf die Fußpflege, du weißt doch, heute ist wieder Pediküre und Massieren angesagt. Und da dachte ich, ich erledige das mal eben vorher. Du kannst gerne rüberkommen, wenn du magst, dann machen wir uns einen lustigen Abend.

Neee, Schatzi, lieber nicht, ich muss morgen fit sein. Jetzt sag mal: Du sitzt also mit deinem Laptop auf der Terrasse und machst die Datei auf. Und wenn du was verändern willst oder speichern, kommt eine Meldung?

Laptop, wieso Laptop? Ich bin auf dem Handy!

Äh … Dir ist schon klar, dass du dein Schreibprogramm auf dem Laptop hast? Nur da?

 

KLACK. AUFGELEGT.

Bestimmt die Fußpflege.

Sie lehnt sich zurück und beginnt, haltlos zu lachen.

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 14/15.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Ludwig Zeidler und von mir mit meinem Blog Irgendwas ist immer. Sie lauten: Sonnenhut, haltlos, massieren.

Nein, auch wenn man es vielleicht annehmen könnte, ich war NICHT die eine Frau. Ich hab die Geschichte erzählt bekommen und die Gegebenheiten den Etüdenwörtern angepasst 😉

 

Elbspaziergang im Frühling (mit Fotos) | abc.etüden

Sie stand auf dem Deich und sah sich in alle Richtungen um. Blühende Landschaft? Na ja. Wenig mehr als haltlose Wünsche, bei aller Liebe. Okay, die Vorgärten, okay, in geschützten Ecken hatten wagemutige Magnolien tatsächlich schon Knospen angesetzt und die Forsythien blühten auch. Trotzdem: Die Hunde trugen zwar keine Mäntel mehr, Herrchen und Frauchen aber sehr wohl noch ihre Winterjacken, die Temperaturen hielten sich hartnäckig im einstelligen Bereich. Später sollte es regnen, der Wind schob jetzt schon graue Wolken heran, also war es höchste Zeit, jetzt loszustapfen. Wenn überhaupt.

Sie überlegte, ob es vielleicht ein bisschen zu viel verlangt war, sich zu wünschen, man würde im April schon einen Sonnenhut brauchen. Ganz sicher hätte es dann jemanden gegeben, der wegen eventueller Trockenheit gemeckert hätte.

Der alte Fischkutter lag wieder an seinem üblichen Platz vor Anker, sehr schön. Sie hielt die Nase in den Wind. Es war fast Flut, schätzte sie, selbst hier vor dem Hafen gab es noch mehrere Meter Tidenhub. Ha, Elbluft, dieser charakteristische Geruch, ihr Herz wurde weit. Wellen leckten an der Uferbefestigung, vor ihren Füßen blühte Huflattich, und drüben auf der anderen Flussseite, der weiße Fleck, das war mit Chance ein brütender Schwan. Fast ein Wunder, dass der durch die passierenden Radfahrer, von denen es dort bestimmt öfter welche gab, nicht gestört wurde. Sie folgte den vorbeifliegenden Gänsen – den Schreien nach waren es Graugänse gewesen – mit dem Blick stromaufwärts und sah die Fähre den Fluss überqueren. Der Anleger war ein Ort, wo sich Biker aller Couleur massiert trafen, auch weil die dort angesiedelten Imbissbuden inzwischen garantiert wieder geöffnet hatten.

Sie setzte sich Richtung Fähre in Bewegung. Wenn sie wieder an ihrem Auto eintreffen würde, hatte sie sich das Stück Torte aus dem Hofladen, das sie auf der Rückfahrt zu kaufen gedachte, redlich verdient. Sie lächelte zufrieden.

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 14/15.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Ludwig Zeidler und von mir mit meinem Blog Irgendwas ist immer. Sie lauten: Sonnenhut, haltlos, massieren.

Das ist momentan so was wie meine Standardrunde, wenn ich zum Deichtreten gehe. Meistens bin ich dann dort irgendwo unterwegs, schätzungsweise zwischen Elbkilometer 599 und 604 😉

 

Quelle: ichmeinerselbst | Anklicken macht groß!

 

Schreibeinladung für die Textwochen 14.15.21 | Wortspende von Ludwig Zeidler und Irgendwas ist immer

Willkommen zu einer neuen Runde Etüden, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen. Ich hoffe, euer Ostern ist oder war eierreich, fröhlich, friedlich und freundlich, und ihr habt Lust (und Zeit), euch mehr oder weniger fröhliche, friedliche und freundliche Geschichten zu der neuen Wortspende auszudenken.

Ich brauche wieder neue Wortspender, daher meine Frage an die neu Mitschreibenden, die mehr als eine Etüde in den letzten drei Monaten geschrieben haben: Möchtet ihr in den Topf, aus dem ich die Wortspender ziehe? Falls ja, dann hinterlasst mir bitte möglichst zügig einen entsprechenden Kommentar. Entschuldigung für den Umstand, aber erstens wollen nicht alle spenden und zweitens hat das Datenschutzgründe: Dann, und nur dann, darf ich mir eure Mailadressen wegspeichern und euch anschreiben, falls ihr ausgelost worden seid.

Interessanterweise waren es in den letzten beiden Wochen NICHT signifikant mehr Mitschreibende/Etüden als in den beiden Wochen vorher, die „Klassenkeile“ (hallo, René) kann es also scheinbar doch nicht gewesen sein. Allerdings ist meine Laune nicht viel besser geworden und mein Reader hatte gefühlt nach wie vor weniger Beiträge als sonst – wie geht es euch?
Weiß inzwischen jede*r, die*der möchte, wie sie*er den alten/klassischen Editor und die Verwaltungsfunktionen im Blog zurückbekommt?

Zu Statistik und Liste: Ich verzeichne diesmal 53 Etüden von 32 Blogs, und mein Dank gebührt den Männern, denen scheinbar einfach mehr einfällt – ich weiß nicht, ob mich das frustriert oder nicht. 😉 Und ich erhoffe mir mehr Ping-Pong-Etüden, was Myriade und Werner begonnen hatten (Stichwort „Alex“ bei Myriade), bevor sie sich um anderes kümmern musste. 😀
Die Liste führen jedenfalls sehr souverän Gerhard mit 6 und Christian mit 5 Etüden an. Danke euch sehr! ❤

Vielen Dank wie immer an alle, die mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert haben! Mein herzliches Danke schön an Puzzleblume, die ebenfalls kommentierend durch die mitschreibenden Blogs gezogen ist, und an jede*n, den ich in den teilnehmenden Blogs getroffen habe und der*die dort kommentiert/mitdiskutiert hat.

Wie immer bitte ich euch, die Liste zu kontrollieren, ob jede eurer Etüden dort verzeichnet ist oder ob euch sonst was komisch vorkommt. Ich trage gerne nach, wenn irgendwas nicht stimmt, ihr wisst, es ist keine böse Absicht, manchmal habe ich einfach Tomaten auf den Augen und manchmal geht auch was mit den Pings/Verlinkungen schief …
Kaffee und Keks Osterei zur Hand? Hier kommt die Liste.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Anja auf Annuschkas Northern Star: hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier
Heidi auf heidimariaskleinewelt: hier
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier, hier, hier, hier, hier und hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Ellen auf nellindreams: hier
Puzzleblume auf Puzzle❀: hier, hier und hier
Melina auf Innen-Reise-Wege: hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier, hier und hier
Ulrike auf Blaupause7: hier und hier
Christian auf Wortverdreher: hier, hier, hier, hier und hier
Resi Stenz auf Gschichtldruckerei Resi Stenz: hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier
Maren auf Ich lache mich gesund: hier
Judith auf Mutiger leben: hier und hier
Lea auf Kommunikatz: hier
Bernd von Red Skies over Paradise: hier, hier und hier
Torsten auf Wortman: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier und hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Emma auf Emma Escamilla: hier
Donka auf onlybatscanhang: hier
Yvonne auf umgeBUCHt: hier
Monika auf Allerlei Gedanken: hier
Doro auf DORO|ART: hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier

Nach guter Tradition werden die Wörter im Break immer von dem Etüdenerfinder oder von mir gespendet. Für die Textwochen 14/15 des Schreibjahres 2021 haben wir uns zusammengetan. Die Wörter stammen also von Ludwig Zeidler (bloggt nicht mehr), und Irgendwas ist immer. Sie lauten:

Sonnenhut (ist übrigens auch eine (Heil-)pflanze, Echinacea)
haltlos
massieren.

Wie immer an dieser Stelle der Verweis auf den Etüden-Disclaimer. Die Headline für die Etüden heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Eventuelle Inhaltshinweise (Triggerwarnungen) und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der zugehörigen Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt (höchstwahrscheinlich) nicht auf die nächste Liste bzw. muss meckern, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig. Wer sich die Illustrationen herunterladen möchte, sollte sie vorher großklicken, danach kann man sie in der Regel downloaden und bei sich wieder hochladen.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 18. April 2021.
Habt weiterhin ein schönes Wochenende und gute Einfälle – und genießt, was es zu genießen gibt!

Ja, es gibt 3 Illustrationen, ich konnte mich nicht entscheiden.

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

abc.etüden 2021 14+15 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir