Stay tuned | abc.etüden

Es war notwendig, das RICHTIGE zu tun, damit sie ihn erkannten, wenn sie kamen, und das beschäftigte ihn Tag und Nacht.

Den Gedanken, sich FRB 121102 auf den Kopf zu tätowieren, hatte er verworfen, schließlich war dies ein menschgemachter Name und er wusste noch nicht, wie die Fuhrmänner kommunizierten. Zwar glaubte er nicht daran, dass der Körper, den er kannte, nach dem Start der Raumschiffe noch von Nutzen sein würde, dennoch wollte er das unvollkommene Vehikel, das seinem Geist hier zur Verfügung stand, nicht unnütz beschädigen.

Irgendwann explodierte schließlich eine Gewissheit in ihm und bescherte seinem Geist quasi als Supernovaüberrest die Antwort: Blut.

Sofort begann er damit, sein Blut bestrahlen zu lassen. Nachts, wenn er die Augen schloss, sah er das angereicherte Blut ultraviolett leuchtend durch das Netz seiner Adern pulsieren und fühlte, wie es ihn für die höheren Frequenzen empfänglicher machte.

Das Blut war der Schlüssel.

Immer hatte er auf den Ruf gewartet, sein kleines, bedeutungsloses Leben aufzugeben, nun rauschte er in seinem Innersten und seine Stimme wurde jeden Tag verständlicher.

HALTE DICH BEREIT! WIR SIND NAH!

 

2018_03_1_lz | 365tageasatzadayVisuals: ludwigzeidler.de

 

Für die abc.etüden, Woche 03.2018: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von Ludwig Zeidler und lauten: FRB 121102, ultraviolett, Supernovaüberrest.

Falls jetzt jemandem unbehaglich wird und sich wer fragt, ob der Typ (oder ich) vielleicht einen klitzekleinen Schatten hat: Das ist beabsichtigt. Und nein, sag mir keiner, dass das mit dem „Blut bestrahlen“ Schwachsinn ist. Es gibt eine (ähnliche) Methode der Eigenbluttherapie, die hat allerdings nicht diesen Effekt.  ;-)

Den Vorläufer gibt es hier. Den Nachfolger hier. Wer alle drei nicht kennt, sollte mit der ersten anfangen, sie steigern sich.

 

Schreibeinladung für die Textwoche 03.18 | Wortspende von Ludwig Zeidler

Vor einem knappen Jahr, liebe Etüdenfans, -schreiber/innen und -leser/innen, erschien auf dem inzwischen eingestellten Blog von Ludwig der erste Aufruf zu seinem neuen Projekt, den abc.etüden. Der Rest ist längst Geschichte (aber nicht vergessen), einige von euch schreiben seit damals schon mit, ich auch, aus reiner Nostalgie verlinke ich hier mal meine erste Etüde, die ich immer noch sehr mag, weil sie einige (damals aktuelle) Buchtitel listete. Danke, Ludwig, mein letztes Blogjahr war eindeutig ein Etüdenjahr, ich ziehe immer noch wirklich viel für mich da raus.

Ich schwöre, ich habs nicht speziell geplant, aber zu diesem Jubiläum hat Ludwig nicht nur wieder die Illustrationen gestaltet (4! Alles oder nichts!), sondern er  ist heute auch wieder mit seiner Wortspende am Start, so wie wir beide jeweils immer eine neue Wortspendenrunde mit unseren Wörtern eröffnen. Und da er sich um Konventionen nur sehr ungern schert, fallen seine Wörter aus allen meinen Vorgaben und entführen uns für die Textwoche 03.18 in den Weltraum (ja, ich musste sie auch nachschlagen): abc.etüden go space!

FRB 121102 (FRB = Fast Radio Burst, hier speziell zu FRB 121102 nachlesen)
ultraviolett
Supernovaüberrest.

Wie ihr wisst, gilt es, diese 3 Wörter in maximal! 10! Sätzen unterzubringen. Euren Beitrag verlinkt ihr dann bitte hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von Ludwig und mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

(Musik auf eigene Gefahr.)

 

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Lyrics und mehr (Englisch)

 

Beitrag zur Qualitätszertifizierung | abc.etüden

Eigentlich geplant: einvernehmlicher Bürosex. Definitiv ungeplant: Schwangerschaft!!!

„Kann man wegmachen“, sagte er also, ganz der korrekte Sesselfurzer, „ich zahle.“
„Bist du bescheuert“, antwortete sie nicht ohne Entrüstung, „du bist zwar leider nicht sehr entgegenkommend, so privat so, aber ob mit dir oder ohne dich, das ist vielleicht meine letzte Chance auf eine eigene kleine Familie, ich werde schließlich nicht jünger. Du übrigens auch nicht.“

Auf seiner Habenseite standen bereits Abteilungsleitersessel, Doppelhaushälfte und Golfrasen, aber zu mehr Verbindlichkeit war er bisher nie bereit gewesen. Schließlich las er immer die Gebrauchsanweisung und das Kleingedruckte: Trau, schau, wem!
Tief in seinem Herzen hatte er nie wegen schnöder irdischer Güter und, äh, körperlichen Ergüssen an doch eher unpersönlichen Orten gewählt werden wollen. Aber nach einigem Nachdenken hing er reichlich schicksalsergeben an einer der ältesten Angeln der Welt: Frau genommen, Kind bekommen.

Er hoffte im Stillen, dass eine höhere Instanz das alles wenigstens als Beitrag zur Qualitätszertifizierung für seine nächsten Lebensjahre anerkannte.

 

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Für die abc.etüden, Woche 20.17: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von Ludwig Zeidler (poesiegarage) und lauten: Golfrasen, Gebrauchsanweisung, Bürosex.

 

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Träumt weiter, Jungs | abc.etüden

Ihr Name war Fräulein Meyer, Meyer mit Ypsilon. Vor ihr blieb in der Firma wenig verborgen, speziell was ihre männlichen Kollegen betraf.

„Und wirft der Arsch auch Falten, wir bleiben doch die Alten.“ Fräulein Meyer schnaubte bei dem Liedtext und wechselte den Sender. Als ob jemand auf runzlige Ärsche stehen würde! Reinfälle diesbezüglich ließen sich allerdings leider nicht ganz vermeiden, spätestens der Bürosex im Kopierraum (sowieso als Location total überbewertet, das Licht dort immer unvorteilhaft und wirklicher Genuss nicht planbar) konfrontierte sie mit teils unerfreulichen nackten Tatsachen.

Anderes war dagegen fast unbezahlbar: Auf den Firmenpartys geriet der Smalltalk der Herren über Urlaubsreisen, Food-Trends und Golfrasen bei ihrem wissenden Lächeln und ihrem tiefen Blick ins Stocken. Sie provozierte, was man(n) über sie dachte, und nutzte ihr Wissen schamlos.

Träumt weiter, Jungs. Dem Leben liegt nun mal keine Gebrauchsanweisung bei.

 

lz abc.etueden schreibeinladung 1ludwig zeidler 20.17 | 365tageasatzadayVisuals: ludwigzeidler

 

Für die abc.etüden, Woche 20.17: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von Ludwig Zeidler (poesiegarage) und lauten: Golfrasen, Gebrauchsanweisung, Bürosex.

Oh nein, ich höre keine Ballermann-Musik, nicht mal aus Versehen. Das mit dem Falten werfenden Allerwertesten wurde in meiner Familie schon zu Zeiten zitiert, als Malle noch ein Tipp für Eingeweihte war. Keine Ahnung, woher es stammt.

Einen tatsächlichen Textbezug gibt es aber hierhin (Achtung, Ohrwurmalarm): Westernhagen – Willenlos

 

 

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Schreibeinladung für die Textwoche 20.17 | Wortspende von Ludwig Zeidler

Zäsur. Die erste große Runde mit allen Wortspenden, die Ludwig zu Beginn der Etüden eingesammelt hatte, ist durch. Nun ist es dringend an der Zeit, dass er selbst mal ins Rampenlicht tritt und uns lässig ein paar Brosamen zum Spielen hinschleudert, oder? Hier sind sie also, seine Wörter für die Woche 20.17, im typischen Style à la lz.:

Golfrasen
Gebrauchsanweisung
Bürosex

HEEE! NICHT in die Kaffeetasse prusten! Und viel Spaß beim Schreiben!

Wie immer weise ich gern darauf hin, dass es darum geht, diese 3 Wörter in einer Kürzestgeschichte unterzubringen, die maximal 10 Sätze umfasst. Die Reihenfolge der Wörter ist wie immer egal, wie immer (ja, ich weiß, dass ich ständig „wie immer“ schreibe) dürft ihr auch öfter als einmal pro Woche.

Das obligatorische Kleingedruckte:

  1. Bitte verlinkt diesen Beitrag unbedingt bei euren Etüden, wenn ihr sie veröffentlicht, damit es hier in den Kommentaren pingt, und/oder schreibt mir einen Link zu euren Etüden in die Kommentare, Pings kommen öfter mal nicht durch. Sowohl der/die Wortspender/in als auch ich wüssten so gern, was ihr daraus macht, und wir folgen einfach nicht jeder oder jedem. Solltet ihr eure Etüde in die Kommentare schreiben wollen, weil sie aus irgendwelchen Gründen nicht in das Konzept eures Blogs passt, ihr einfach mal probieren wollt oder ihr gar keinen habt: herzlich gern!
  2. Die Illustrationen stammen wie immer von lz – Ludwig Zeidler – (Website: ludwigzeidler.de, Blog: poesiegarage.wordpress.com). Sie können/dürfen als Beitragsbilder benutzt werden, dafür sind sie gedacht; ihr müsst aber selbstverständlich nicht.

 

Auch diesen Sonntag bin ich vermutlich erst abends im Internet, geduldet euch also bitte, was Pings und Antworten etc. angeht.

 

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