Vogel die nächste

Gesichtet, aber leider nicht fotografieren können (in meiner Walnuss): ein Stieglitz und ein Kleiber. Über diverse Meisen und Amseln erzähle ich gar nicht mehr. Auch nicht, dass hier Finken schlagen, dass es eine wahre Freude ist, nur dass ich nicht weiß, ob es ein Buchfink oder der oben erwähnte Stieglitz (auch Distelfink genannt) ist. Könnten gut beide sein.

Der Fellträger scheint (zu meiner Erleichterung) akzeptiert zu haben, dass er sie eh nicht bekommt (bei Amseln haut er eher ab), was ihn aber nicht hindert, in die Bäume zu rasen, vierfüßig, wie er wieder ist.

Ach, und letzte Woche erhielt ich ein Vogelbestimmungsbuch geschenkt: sososososososo toll! Dankedankedanke! Es hat nämlich eingebaute Vogelstimmen, und es ist ein echter Spaß, das durchzuhören und durchzuschauen, egal ob allein oder mit mehreren. Es heißt:  Vogelstimmen: Unsere Vögel und ihr Gesang und stammt von den Herren Jan Pedersen, Lars Svensson und Einhard Bezzel, und ich kann sagen, dass der Preis sich lohnt.

Last but not least habe ich auf die Frage „Was flattert denn da?“ eine interessante Hilfe gefunden: einen „Online-Vogelführer“ vom NABU, den es auch als App gibt. Man gibt ein paar Merkmale ein und bekommt eine Handvoll Vögel vorgeschlagen. Sehr praktisch, wenn man unterwegs ist und (wie ich) bis zu Hause das meiste eh wieder vergessen hätte. Ich bin nicht der Typ dafür, mir hunderttausend Apps aufs Handy zu laden, aber diese habe ich installiert und werde sie testen (und berichten). Hier ist jedenfalls die NABU-Seite dazu.

 

Stieglitz – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Vogelgedöns

Wer wie ich jetzt den „Wer singt denn da“-Trip kennt und noch dazu eine Kamera mit Tele besitzt, wird es völlig naheliegend finden, dass die bei mir momentan offen herumliegt und ich auf Beute warte. Amseln finde ich, bei allem Respekt für ihren Gesang, unspektakulär. Das andere kleine Volk ist ziemlich fix, und das große (Krähen, Eichelhäher, Elstern, Tauben (in meinem direkten Umkreis lebt ein Taubenpaar, danke, DIE dürfen meinen Garten gern meiden) und zweimal bisher ein wunderschöner Buntspecht) kommt nicht in meinen Baum bzw. ist ganz fix wieder weg. Fluchtdistanz oder so, die fliegen auf, wenn sich was bewegt. Auch hinter dem Fenster 😦

Futter hänge ich nicht auf wegen dem Fellträger, und überhaupt ist das mit den Vögeln ja so eine Sache, immerhin ist er Freigänger, und immerhin erwischt er auch mal einen Vogel; die einzigen Gelegenheiten, bei denen er nicht gelobt wird. Katzen im Frühling draußen ist ja sowieso ein Thema. Da war es mir ganz recht, dass ich gestern über einen Artikel auf der NABU-Seite dazu gestolpert bin: Bedroht die Hauskatze die Artenvielfalt?

Um es abzukürzen, nein, der Mensch und seine Landschaftsveränderungen richten da mehr an als jegliche Katzenpopulation. „Nur im menschlichen Siedlungsbereich sind Katzen ein ernstzunehmender Faktor, der partiell zu einem Rückgang von Vogelpopulationen führen kann. Tatsächlich steigen die Vogelbestände dort aber eher an, während sie vor allem in der Agrarlandschaft, aber auch im Wald eher abnehmen. Diese Rückgänge den Katzen anlasten zu wollen, wäre daher viel zu einfach. Die größte Bedrohung für die Artenvielfalt ist und bleibt die fortschreitende Verschlechterung von Lebensräumen durch den Menschen.

Ist das Problem damit vom Tisch? Nein! Was empfiehlt also Vogel-Experte Lars Lachmann, der Herr vom NABU? „Ein optimales Ergebnis würde man mit umfassenden Programmen zur Kastration bzw. Sterilisation aller verwilderten Hauskatzen kombiniert mit einer entsprechenden Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Hauskatzen mit Freigang erzielen. Dies würde dazu führen, dass der Bestand verwilderter Katzen in kurzer Zeit deutlich abnehmen würde, und es gäbe auch keinen „Nachschub“ mehr durch Freigänger, die mit den verwilderten Katzen Nachkommen zeugen. Kastrierte Katzen zeigen übrigens auch deutlich weniger „Jagdfieber“.“ Frage also: Ist der Fellträger kastriert und gechippt? Jawohl, ist er. Was noch? „Wenn Katzenbesitzer konsequent dafür sorgen würden, dass sich ihre Katze von Mitte Mai bis Mitte Juli in den Morgenstunden nicht im Freien aufhält, wäre den Vögeln schon sehr geholfen, denn dann sind die meisten gerade flüggen Jungvögel unterwegs!

Also weiterhin: frühmorgens aufstehen und den nachtaktiven Fellträger hereinbitten. Das wird vermutlich wirklich schwierig, wenn besagte Jungvögel herumflattern sollten, weil er dann nur noch JagenJagenJagen in seinem kleinen wunderhübschen Tigerkopf hat. Dann ist auch HungerHungerHunger egal.

Zu dem Bild: ist das nicht ein Prachtfoto? Ja, links, das Verschwommene IST ein Katerohr, der dann von einem Spurt in die Höhe absah … sicher nur, weil ich da war. 😉 Dieses Vögelchen sehe ich hier öfter, meiner Meinung nach ist es ein Gartenbaumläufer. Korrigiert mich, falls ihr es besser wisst.

Ich glaube, ich bin reif für ein Vogelbestimmungsbuch 🙂

 

Gartenbaumläufer – 365tageasatzadayQuelle: Ichmeinerselbst

 

Wer singt denn da, Teil 2

Dieses ganze Gezwitscher und Gesinge kann einen schon verfolgen, wenn man sich damit beschäftigt 🙂 So viel war ich schon lange nicht mehr am Fenster …. Der Fellträger war jedenfalls echt irritiert, als aus meinem Rechner Vogelgeräusche erklangen. Zumindest zum Teil müssen die gut sein, bzw. die Vögel hier in meiner Umgebung auch auftauchen.

Ich würde mal sagen, von den 40, die der NABU hier beschreibt (nochmal danke, Marion), erkenne ich gut die Hälfte beim Sehen, aber vermutlich längst nicht alle beim Hören. Hm.

Üben kann man übrigens hier online, und, wie gesagt, sie wurden vom Fellträger für gut genug befunden, und wenn ihr eure Punkte in die Kommentare schreiben möchtet … nur zu! 🙂
Wie gut dieses Quiz für die Praxis taugt, werde ich bei Gelegenheit gern berichten.

NABU_VogelstimmenquizAuf alle Fälle hier nochmal der Link zum NABU-Vogelstimmenquiz im Klartext:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/vogelkunde/voegel-bestimmen/13701.html

 

Ich bin übrigens Quizduell-Spieler, ich bin daher das Raten gewohnt …