Schwimmendes Hochhaus

Bilder meiner Stadt: Hamburg gibt an. Gestern war mal wieder Halsrecken angesagt: Der bislang größte Kreuzfahrer, den Hamburg je gesehen hat, kam für letzte Arbeiten vor der offiziellen Übergabe ins Dock Elbe 17. 326 Meter lang, Platz für 4.200 Passagiere, ein Schiff der Breakaway-Plus-Klasse. Ein schwimmender Superlativ, ein Hotelhochhaus, das sich nach seiner feierlichen Taufe in Miami in der östlichen Karibik herumtreiben soll, wie man lesen konnte.

Nun finde ich die meisten Kreuzfahrer hässlich, und sie hier ist keine Ausnahme. Spannend ist jedoch immer, die Dinger beim Rangieren auf der Elbe zu beobachten, frei nach dem Motto: Kann ich anlegen, kann ich auch drehen … es ist (Zenti-) Meterarbeit und erfordert ziemlich viel Logistik, die großen Pötte in das Schwimmdock zu bekommen. Und nicht vergessen: Das ist das Hauptfahrwasser, und auch, wenn die ganz großen Containerriesen nicht an den Landungsbrücken vorbeimüssen, herrscht im Hafen an Betrieb dennoch kein Mangel. Das Dock steht nicht für die Touristen mal so eben vor den Landungsbrücken rum.

Dementsprechend waren die Landungsbrücken und die umliegenden Hänge gut gesäumt mit Schaulustigen mit und ohne Kameras. Ich war auf dem Nachhauseweg und musst natürlich anhalten und mein Handy zücken …

Für Ortsfremde: Der Torbogen ist an den Landungsbrücken, es ist einer der Durchgänge nach unten. Die Landungsbrücken sind eine riesige Pontonanlage, da Hamburg ein Tidehafen ist, steigt und fällt sie mit den Gezeiten … und ein Schiff, das so groß ist, dass es den ganzen Bogen ausfüllt, das ist schon fett! Danach bin ich nach weiter unten gegangen. Schon beeindruckend.