Sonntag, 31. August 2014

Draußen schmeißt meine Walnuss im Spätsommerwind die ersten gelben Blätter und die ersten Nüsse. Werden sowieso nicht viele dieses Jahr, es gab kaum Blüten im Frühling. Ich begrüße jeden Tag begeistert meine/n Nüsseklauer (ich hab keine Ahnung, ob es nur einer ist, vermutlich eher nicht). Wenn draußen Alarm ist, weiß ich, dass Feind Nummer eins, mein Kater, gesichtet wurde. Er kann der Verlockung nicht widerstehen, dann mal schnell aufzuentern („Irgendwann krieg ich ihn!“), und ich kann der Verlockung nicht widerstehen, zur Kamera zu greifen. Meiner Meinung nach hat er nicht die geringste Chance, und das beruhigt mich um der fleißigen und ach so süüüüüüüüßen (‚Tschuldigung) Nüssesammler Willen.

 

Eichhorn im Baum – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Und eins noch zum Thema Nüsse – oder auch nicht ;-)

„Mein Kind, es sind allhier die Dinge, // Gleichwohl, ob große, ob geringe, // Im wesentlichen so verpackt, // Dass man sie nicht wie Nüsse knackt. // Wie wolltest du dich unterwinden, // Kurzweg die Menschen zu ergründen. // Du kennst sie nur von außenwärts. // Du siehst die Weste, nicht das Herz.“
Wilhelm Busch: Schein und Sein (Bd. 4, Historisch-kritische Gesamtausgabe, herausgegeben von Friedrich Bohne. 4 Bände, Wiesbaden und Berlin, 1960)