Ein Lied, im Dunkeln zu singen

Ich kannte „im Dunkeln singen“ als Redewendung in der Bedeutung „sich in einer als bedrohlich angesehenen Situation Mut machen“. (Wenns sonst schon keiner tut.) Die Suchmaschine patzt da erstaunlicherweise, bringt mich aber über Umwege zu dem Wikipedia-Eintrag zu „Pfeifen im Walde„, der mich mit der Erkenntnis erfreut, dass man nicht nur im dunklen Wald pfeift (oder singt), um sich Mut zu machen, sondern auch, um irgendwelche böse Tiere auf Distanz zu halten und somit einen Revieranspruch geltend zu machen. Jawohl! (Hrm.)
Was mir dagegen sehr gefallen hat, ist die Theorie, dass Musik die Tätigkeit der Amygdala hemmt, unserem „Angstzentrum“ des Gehirns.

Das „böse Menschen keine Lieder“ haben, ist ja nun leider gründlich widerlegt, dennoch wird es schon seinen Grund haben, dass Soldaten singend in die Schlacht ziehen. (Ob man dahingehend einen Bogen schlagen kann, dass so viele mit Stöpseln im Ohr durch ihren Alltag laufen?)

Eigentlich egal. Jeder hat seine Gründe, sich Mut zu machen. Wer will da richten?
Mein aktuelles Lied für das Dunkel stammt von Rea Garvey: It’s a good life.

 

Text läuft im Video mit, deutsche Übersetzung gibt es hier.

 

Tag des Ohrwurms: Oh my love

And oh my love am I loud enough | Can you hear me where you are?

(Oh mein Liebling, bin ich laut genug, kannst du mich dort hören, wo du bist?)

(Rea Garvey, aus: Oh my love, deutsche Übersetzung hier)

 

Dass ich ein Faible für Rea Garvey habe, hatte ich ja schon bereits zugegeben. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass sich eines seiner Lieder bei mir zu einem Ohrwurm entwickeln würde. Nein, nicht das aus der Talkshow, obwohl ich das auch toll finde. Ausgerechnet das über die entfernte Liebe … „Oh my Love“. Was natürlich auch heißt, dass mir die Unstimmigkeiten in den herumgeisternden Lyrics/Übersetzungen auffallen, weshalb ich weiter unten die offizielle (?) Lyrics-Version verlinkt habe. (Ich finde die oben verlinkte deutsche Übersetzung nicht falsch, aber bisschen wenig aussagekräftig, vielleicht mache ich noch eine bessere.)

Die Frau ist Reas jüngste Schwester Margarita (nicht seine Frau) … Wichtig (für mich) ist auf jeden Fall, dass ihre auch meine Stimmlage ist, was den Ohrwurm-Status nur noch befördert, weil ich dadurch ständig quasi automatisch mitsinge. 🙂

Wie auch immer, kommt gut durch den Montag!

 

 

 

Ein echter Mann

„Ich habe immer gesagt, dass echte Männer können auch pinke Harleys fahren.“

(Rea Garvey in der NDR-Talk Show, 16.01.2015)

 

Reamonn hat mich nie so wirklich interessiert. Schön, als Radiohörer hatte ich sie im Ohr. Von daher wusste ich, wen man da eingekauft hatte, als ich mich auf die neue Staffel von TVoG (The Voice of Germany) freute, die ich zugegebenerweise hauptsächlich wegen Samu Haber (Sunrise Avenue) sehen wollte. Was mich aber dann wirklich umgehauen hat, war die tiefe Menschlichkeit und große Herzlichkeit (neben dem professionellen Wissen) dieses doch eher unspektakulären Sängers, seine Präsenz, seine Lebendigkeit, seine Wärme. Und, natürlich, der Unsinn, den Samu und er vor laufenden Kameras angestellt haben.

Von daher war ich gestern Abend entzückt, Rea Garvey in der von mir sowieso sehr geschätzten NDR-Talk Show zu sehen und zu hören. Ich wurde nicht enttäuscht. Ein Mann plaudert über das Leben. Deutlich mehr als eine Promo-Tour für CD und Tournee. Solche Männer sind nicht so häufig, ich bin sehr beeindruckt.

 

 

(Und, weil es so viel Spaß macht: Samu Haber bei besagter Talk Show Ende März 2014. Sehr witzig.)