Outside the rain fell dark and slow

Ich habe keineswegs vor, das immer zu machen, aber da mein neues Blogkind (Die Regensucherin) erst ein paar Tage alt ist, seht es mir bitte nach, ja?
Abgesehen davon: Ist das ein großartiges Lied oder ist das ein großartiges Lied? Na also! :-D

 

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Die Regensucherin

Meine Begeisterung für Regen, zumindest für literarischen, dürfte ja dem einen oder anderen von euch schon aufgefallen sein, speziell, wenn ihr meine Montagsgedichte verfolgt. Und weil das Thema eigentlich ziemlich hübsch und ziemlich endlos raumgreifend ist und ich es vertiefen will, habe ich beschlossen, ihm einen Blog zu widmen: Irgendwas ist immer bekommt ein Blogkind: Die Regensucherin!

Die Regensucherin ist ein Blog für Regengedichte, Regensongs, Regentexte und Regenbilder. Was ich an Regeninfos dazupacke, weiß ich noch nicht, ich habe von der meteorologischen Seite keine Ahnung, vielleicht ändert sich das ja noch.

Ja, ich nehme gern Tipps entgegen (hier oder drüben), das Ergebnis einer Google-Anfrage zum Thema „Songs mit Regen im Titel“ interessiert mich dabei aber weniger, es kommt mir nicht auf die Masse an.
Mich interessiert alles, in dem Regen eine prominente Rolle spielt, vor allem momentan Gedichte oder Gedichtzusammenstellungen mit Schwerpunkt „Regen“, auch wenn sie unter das Urheberrecht fallen, ich will sie ja gar nicht unbedingt zitieren, ich will sie nur kennenlernen  :-)

Ach, und was für Bücher kennt ihr, in denen Regen eine tragende Rolle spielt? Im Bücherregal meiner Mutter stand ein Roman namens „Der große Regen“ von Louis Bromfield, wenn ich den wiederfinde, bekommt die Regensucherin vielleicht eine Kategorie „Regenrezensionen“ … Jaha, der wurde auch verfilmt …

Habt Spaß, ich hab ihn bereits! Falls ihr nicht über den Reader lest: Schon mein neues Header-Bild gesehen?  ;-)

Ich zieh mir jetzt die Gummistiefel an und springe in eine Pfütze. Oder später. Oder so.

 

Die Regensucherin | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst @sp-studio.de

 

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Regen weit und breit

Da draußen regnet es weit und breit.
Es regnet graugraue Verlassenheit.
Es plaudern tausend flüsternde Zungen.
Es regnet tausend Erinnerungen.
Der Regen Geschichten ums Fenster rauscht.
Die Seele gern dem Regen lauscht.

Der Regen hält dich im Haus gefangen.
Die Seele ist hinter ihm hergegangen.
Die Insichgekehrte ist still erwacht,
Im Regen sie weiteste Wege macht.
Du sitzt mit stummem Gesicht am Fenster,
Empfängst den Besuch der Regengespenster.

(Max Dauthendey, Regen weit und breit, aus: Gesammelte Werke, Bd. 2 „Aus fernen Ländern“, S. 588/589, Albert Langen, München 1925)

 

Was habe ich euch die Ohren vollgeheult mit „meinem“ Regengedicht des Herrn Maximilian (Max) Dauthendey und dessen online nicht vorhandener Quelle! Gut, ich habe dadurch einen Dichter für mich entdeckt, und zwar wesentlich tiefer, als ich es sonst getan hätte, das gebe ich gern zu und darüber bin ich froh. Um so mehr freut es mich jetzt, dass mir gestern Bernd (redskiesoverparadise.wordpress.com, der wohl einfach klüger gesucht hat als ich) den Tipp zukommen ließ, wo es steht: in den Gesammelten Werken (was ich annahm/hoffte), in den Tagebüchern (was ich inzwischen, nachdem ich den Gedichtband durchgeschaut hatte, ebenfalls annahm/hoffte, aber nicht wusste, wie die hießen, geschweige denn, dass selbige online als Text zu finden gewesen wären, nein, so einfach ist das mit dem Dauthendey dann doch wieder nicht).

Gesagt, getan, ich bat also meine großartige Freundin, die in einer Universitätsbibliothek arbeitet, die eine Ausgabe der „Gesammelten Werke“ besitzt, um Mithilfe, und schon nachmittags hatte ich einen Scan der fraglichen Seiten in der Mail. Yes! Strike!

 

Dauthendey Regen weit und breit | 365tageasatzadayDas Zusammenschnipseln habe ich besorgt, das Gedicht geht tatsächlich über einen Seitenumbruch. Hach, ich bin so glücklich! Vielen, vielen Dank euch beiden!!!

Und da der Herr Max Dauthendey so einige bemerkenswert schöne Regengedichte verfasst hat (wie ich finde), und da er HEUTE seinen 150. Geburtstag feiern würde (hier ist ein sehr lesenswerter Link zu seinem Wikipedia-Eintrag) und es hier (und wohl auch bei einigen von euch) regnet, hier ein weiteres Regengedicht.

 

Der Regen wandert über den Fluß

Der Regen wandert über den Fluß
Und Wasser durchs Wasser waten muß.
Es ist als schwimmen die Ufer fort,
So triefend stehen die Berge dort.
Und Regen und Fluß durchs Land hingehen
Und können ihr eigenes Ende nicht sehen.
So wanderten Sehnsucht und Blut oft zusammen
Und alle Ufer überschwammen.

(Max Dauthendey, Der Regen wandert über den Fluß, aus: Insichversunkene Lieder im Laub, Quelle)

 

Quelle: ichmeinerselbstvollStolz

 

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Ich hab’s so satt.

Irgendwie erinnert mich das Wetter an den alten Witz: „Woran erkennt man, dass in Hamburg Sommer ist?“ „Der Regen wird wärmer.“
Es IST über Nacht wärmer geworden. Ein bisschen, wir schreiben gerade stolze 19 °C. Aber wenn ich Bilder aus dem sonnigen und warmen Süden der Republik sehe, dann bekomme ich einen Anfall.
(Los. Bedauer mich mal wer. ;-))

Dagegen hilft vortrefflich Herr Ringelnatz:

Der Regen rauscht. Der Regen
Rauscht schon seit Tagen immerzu.

Und Käferchen ertrinken
Im Schlammrinn an den Wegen. – –
Der Wald hat Ruh.
Gelabte Blätter blinken.

Im Regenrauschen schweigen
Alle Vögel und zeigen
Sich nicht.

Es rauscht urewige Musik.

Und dennoch sucht mein Blick
Ein Streifchen helles Licht.
Fast schäm ich mich, zu sagen:
Ich sehne mich nach etwas Staub.

Ich kann das schwere, kalte Laub
Nicht länger mehr ertragen.

(Joachim Ringelnatz, Landregen, Quelle)

 

Quelle: Ichmeinerselbst. Nein, nicht mein Garten, leider. Ja, mein Fellträger.

 

Ein Regen ist kalt durch den Tag gegangen

Viel Wolken halten den Abend umfangen,
Viel dunkle Falten vom Himmel hangen.
Ein Regen ist kalt durch den Tag gegangen,
Und Stille macht Halt ernst ohne Bewegen.

Der Abend will sich gern niederlegen,
Die Berge reichen den Rücken hin,
Und jeder Stein will dem Dunkel sich bücken
Dem Abend und seinem geheimen Sinn.

(Max Dauthendey, Quelle)

 

Ein Tag für ein schwarzes Ach. Dennoch pluviophil, dennoch mit guten Nachrichten. Wünsche euch Besseres!

 

Regenfenster – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Pluviodingsda Nachschlag

Obwohl es heute trocken und grau und recht mild ist, ein pluviophiler Nachschlag. Gestern überreichte mir in den Kommentaren die überaus geschätzte Frau Knobloch ein Zitat: „Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus.“ Urheber: Enno Bunger. Ich warf es schnellentschlossen in die Suchmaschine und erfuhr nicht nur, wer Enno Bunger ist, sondern auch, dass das Zitat aus dem überaus erfolgreichen Stück „Regen“ stammt.

Kein fröhliches Liedlein, zugegeben, es kommt sanft daher, geht tief und entführt (mich) in beklemmende Gedankenräume … aber so wunderbar besungen und instrumentiert. Wer es kennt, wird nicken, dem Rest sei es empfohlen. „Welche Farbe hat dein Frosch im Hals?“ …

Und nein, ich habe keinen Blues wegen Liebeskummer. Ich finds nur gut.

 

 

Ein Stück Himmel

… oder die Sache mit den Zitaten.

Da schenkt mir der Herr autopict ein toll trauriges Zitat über Regen. Pluviodingsda, ihr erinnert euch. „I always like walking in the rain, so no one can see me crying.“ (Charlie Chaplin) Das Problem dabei ist die Urheberangabe: Chaplin. Es ist nämlich nirgendwo belegt, wo/ob er das gesagt hat, wir haben das Thema in den Kommentaren beackert. Sollte sich also unter meinen Lesern ein Chaplin- oder sonstiger Zitatexperte befinden, wäre ich für Hilfe oder gar Aufklärung dankbar.

Da es inzwischen in Hamburg nicht mehr regnet, finde ich gerade auch andere Zitate gut. Das nächste, das mich begeisterte, war (danke, Karin):

Versuche stets, ein Stückchen Himmel über deinem Leben freizuhalten. (Marcel Proust)

Mein Detektor sprang an. Hört sich das wie Proust an? Hmhm. Weiß ich genug über Proust, um das beurteilen zu können? Hmmmmmmmmmnein. Also ging ich in die Forschung per Suchmaschine. Das deutsche Zitat wird ohne Quellenangabe überall Proust zugeschrieben. Das hat eine Aussagekraft von knapp über Null. Die deutsche und die englische Wikiquote führen es nicht. Verdammt. Also habe ich mich auf die französische Seite begeben. Da mein Schulfranzösisch de facto nicht mehr vorhanden ist, ein echtes Wagnis. Et voilà, da war was: Tâchez de garder toujours un morceau de ciel au-dessus de votre vie, (…)  MIT Quellenangabe. Nun war ich mir unsicher, ob das Zitat zu der Übersetzung passte und fragte die wertgeschätzte Frau Myriade, die mir schnell kundig Auskunft gab: ja, aber keine gute Übersetzung.

Ich hatte unterdessen schon bei den Bücherhallen gestoppt und auf Verdacht die angegebene Quelle, nämlich den ersten Band von „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ausgeliehen.

Und siehe da:

Versuchen Sie immer, ein Stückchen Himmel über Ihrem Leben zu bewahren.

(Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Bd. 1 „Auf dem Weg zu Swann“, Reclam 2013 (in der Übersetzung von Bernd-Jürgen Fischer), S. 99)

Ich bin glücklich. Schnell noch ein Bild dazu gebastelt (ja, das ist eine Montage, falls sich wer an das Bullauge erinnert) und mich gefreut, dass ich die Zugvögel kürzlich erwischt habe. Ein Stückchen Himmel, ein freier Platz zum Atmen, wo die Winde wehen und die Gedanken unbelastet ziehen.
Jetzt warte ich auf blauen Himmel, aber ich muss zugeben, es sieht auch heute nicht danach aus.

 

Bullauge mit Zugvögeln – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | Klick macht groß

 

Pluviodingsda

Pluviophil. Regenliebend. Egal, ob es das Wort nun gibt oder nicht. Hamburg, Sonntagnachmittag, es regnet leicht vor sich hin. Und da ich seit ein paar Tagen ständig über Kafka stolpere, habe ich hier ein pluviophiles (naja, eins mit Regen drin) Zitat von ihm. (Katzenliebend heißt übrigens ailurophil, nur weil wir es davon hatten. Ja, echt, bescheuert. Finde ich auch.)

 

Starker Regenguß. Stelle dich dem Regen entgegen, laß die eisernen Strahlen dich durchdringen, gleite in dem Wasser, das dich fortschwemmen will, aber bleibe doch, erwarte so aufrecht die plötzlich und endlos einströmende Sonne.

(Franz Kafka, Tagebücher, 27. Mai 1914 (Quelle, wenn man an den Anfang des Jahres scrollt, sieht man, dass es 1914 ist.)

 

Also lese ich jetzt meine Kafka-Biographie (von Reiner Stach) weiter, die ich ansonsten gern empfehlen möchte, denn vorher habe ich zu Kafka keinerlei Zugang gefunden.

 

Regendach – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | Klick macht groß

 

Regen in der Dämmerung

Der wandernde Wind auf den Wegen
War angefüllt mit süßem Laut,
Der dämmernde rieselnde Regen
War mit Verlangen feucht betaut.

Das rinnende rauschende Wasser
Berauschte verwirrend die Stimmen
Der Träume, die blasser und blasser
Im schwebenden Nebel verschwimmen.

Der Wind in den wehenden Weiden,
Am Wasser der wandernde Wind
Berauschte die sehnenden Leiden,
Die in der Dämmerung sind.

Der Weg im dämmernden Wehen,
Er führte zu keinem Ziel,
Doch war er gut zu gehen
Im Regen, der rieselnd fiel.

(Hugo von Hofmannsthal, Regen in der Dämmerung, Quelle)

 

Bin bisschen fiebrig, kränklich, kopfwehig und fühle mich reichlich weltabgewandt und in Bett und Buch vergraben. Wenn mir aber ein so schönes pluviophiles Gedicht über den Weg läuft, dann kann ich einfach nicht widerstehen …

 

Blick auf den Wald – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | Klick macht groß

 

Auf Wörterjagd

Ich habe ein neues Wort gelernt: ich bin pluviophil, also jemand, der Regen liebt. Wobei ich, also ich persönlich, das für mich einschränken muss, da ich nicht gern nass werde, was angeblich dazugehört. (Vermutlich eine Verwandtschaft zwischen dem Fellträger und mir.)

Sucht man das Wort allerdings im Netz, wird man hauptsächlich im englischen Sprachraum fündig, und ich weiß eigentlich nicht warum, aber es macht mich misstrauisch (Deutsch, die Sprache der Dichter und Denker, richtig, mit ihren ganzen Lehnwörtern). Es ist eine lateinisch-griechische Zusammensetzung (wie der Urban Dictionary bemängelt, der das Wort anscheinend für nicht sehr seriös hält): pluvia = Regen, -phil = liebend. Pluviophilie = Liebe zu Regen. Und wo es -phil gibt, müsste es auch -phob geben, also jemand, der keinen Regen mag, jemand, der es hasst, nass zu werden.
Möglicherweise also einfach nur ein Spaßwort, eine eigenwillige Wortbildung, die Kreise zieht, weil sie sich so schön „wissenschaftlich“ anhört? Keine Ahnung, ich wüsste es gern. Auf jeden Fall regnet es heute hier, und mir macht der Gedanke Spaß, dass zu dem entspannten Gefühl, das mir der fallende Regen vermittelt, so ein schönes Wort gehören könnte.

Kommt gut durch den Tag!

 

Klammern bei Regen auf der Leine – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | Klick macht groß

 

Kinderlied

Regen, Regen,
Himmelssegen!
Bring‘ uns Kühle, lösch‘ den Staub
Und erquicke Halm und Laub!

Regen, Regen,
Himmelssegen!
Labe meine Blümelein,
Laß sie blüh’n im Sonnenschein!

Regen, Regen,
Himmelssegen!
Nimm dich auch des Bächleins an,
Daß es wieder rauschen kann!

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Regen, Regen (Quelle))

 

Es regnet. Es regnet nicht nur, es schüttet. Lang und ergiebig. Da es zum Glück nicht kalt ist, ist es nur überall nass und klamm. Der Fellträger genießt das Rauschen am liebsten trocken und am Rande des Geschehens, und wenn es ihm nachts gar zu bunt wird, weckt er mich. Tja. Ich habs mir so ausgesucht.

Bei uns hat der Regen nicht so dringend gefehlt wie anderswo, meine Frankfurter Freundin, die mich übers Wochenende besucht hat, sagte, so ab Hannover seien die Bäume deutlich sichtbar grüner geworden. Daher möge man mir außerhalb des Nordens verzeihen, wenn ich der Meinung bin, ein paar schöne, warme, trockene Tage wären jetzt auch mal wieder fein.

Kommt gut (und je nach Wunsch nass oder trocken) durch den Tag!

 

Klammern bei Regen auf der Leine – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Regenfrust

Es regnet und stürmt. Es ist kühl, die Temperaturen liegen aktuell bei 13 °C und sollen heute wohl nicht über 15 °C klettern. So ein Wetter kenn ich auch von Weihnachten :-/ Eine andere Bloggerin hat gestern Rumtopf angesetzt.

Was regst du dich eigentlich auf, frage ich mich, hast du irgendwas durch das Wetter auszustehen, außer dass der Fellträger missgelaunt mit nassen Füßen reinkommt? Nein, habe ich nicht, zugegeben, aber es ist doch SOMMER! 30. Juli! Ich brauche wirklich keine 35 °C, um mich wohlzufühlen, aber ich möchte vor die Tür gehen und oh, schön warm heute sagen!

Na schön. Ich habe einen offenen Brief an Petrus erwogen, aber mein Draht dorthin ist nicht der Beste, und wer weiß, was bei den ganzen Poststreiks so liegenbleibt. Dann habe ich mal geschaut, warum Petrus eigentlich für das Wetter zuständig ist (Urlaubsvertretung, falls Petrus überhaupt Urlaub hat, man muss sich ja informieren), und habe entdeckt, dass sich das eigentlich nur auf dieses Bibelwort gründet, dass Petrus die Schlüssel des Himmels übergeben wurden und er von daher entschied, was/wer reinkam und wer rausging, was man offensichtlich auch aufs Wetter bezog.

Ich finde das jetzt nicht so logisch, aber okay, das Christentum gab es nicht immer, hat man Petrus den Job also von irgendwelchen Göttern, die verdrängt wurden, untergeschoben? In der Tat, das besäße eine gewisse Logik, mensch möchte doch nicht auf seine Ansprechpartner für die alltäglichen Sorgen verzichten.

Bei den Germanen hatte Thor den Job des Wettermachens inne (wobei er, der klassische Donnergott, wohl mehr mit Gewitter/Regen assoziiert wurde, und obwohl wir davon gerade auch genug haben, geht es mir eigentlich nicht darum), die Römer, die in diesem Zusammenhang auch immer wieder genannt werden, hatten Janus. Das ist nun allerdings ein höchst interessanter Geselle, war er doch ein Gott allen Ursprungs, der Gott der Türen und Tore, des Anfangs und des Endes. Daher der Januskopf, er schaut in beide Richtungen, ein Gott der Dualität. „Auf […] Bildern hatte er in der Rechten einen Stab, in der Linken einen oder mehrere Schlüssel, als Symbol der Gewalt des Wächters der Himmelspforte, des Bewegers der Angeln des Weltalls, des Aufschließers und Zuschließers des Himmels, der Wolken, des Landes und des Meeres“ (Quelle: Wikipedia).
Wenn man nun also davon ausgeht, dass das Christentum mit seinen Vorstellungen im römisch geprägten Reich entstand, dann erscheint mir die teilweise Übertragung von Janus auf Petrus als ziemlich plausibel.

Also bitte ich den Öffner der Wege um ein wenig mehr sommerliche Wärme, wenn es denn ins große Wettergefüge passen möge. Über Sonne würde ich mich auch freuen.

Und weil es bei jedem Wetter gute Laune macht: Nehmt dies hier und freut euch mit dem verliebten Gene Kelly!