Sommerstreifen

*prust* Nein, ich meine jetzt nicht die Spuren, die ein Bikini an meinem sonst selbstverständlich makellos geformten und gut gebräunten Körper hinterließe *IronieAUS*. Noch weniger würde ich die vorzeigen, selbst wenn ich einen Bikini besäße.

Aber da die Wettervorhersage hartnäckig behauptet, ab Dienstag bekämen wir hier Temperaturen jenseits der 25 °C-Grenze, möchte ich mich sozusagen bildlich schon mal vorfreuen. Ich nenne diese Kunstform „Streifenbilder“, ich mache sie horizontal und vertikal. Beides schult das Sehen, sowohl das Fotografieren als auch das Bearbeiten macht mir unter diesem Aspekt zusätzlichen Spaß.
Das sind übrigens alles Bilder aus dem Stadtgebiet, und auch wenn sie zugegebenerweise nicht aus der Innenstadt sind, so könnten sie es dennoch sein, denn Hamburg ist, auch in der City, grün und wasserreich.

Am faszinierendsten finde ich den Kirchturm auf dem obersten Streifen, der in der flirrenden Hitze über dem Feld verschwimmt (Bild anklicken macht groß, wirklich!). Der Reiher mausert sich inzwischen zu einem festen Gast auf meiner Teichrunde (ich habe mit einer Dame gesprochen, die behauptete, es gäbe DREI am Teich, bei zweien ginge ich ja noch mit), und mein Schwanengedöns kennt ihr ja inzwischen zu Genüge – es sind immer noch sieben Jungschwäne.

Euch ein schönes Wochenende, sonnig oder nicht!

 

Sommerstreifen – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS!

 

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Gänse im Marsch oder so

Ich stelle fest, dass es schwieriger als erwartet ist, aus einer (Blog-) Pause wieder auszusteigen, seien die Gründe für die Pause auch noch so ehrenwert gewesen. Wenn man die Prioritäten erst mal verschoben hat, sind sie anders. Zurück an die gleiche Stelle? Unmöglich.
Und dann zeigt es sich: Woran hängt das Herz, blogtechnisch gesehen? Darüber muss ich für die Zukunft nachdenken, denn natürlich will ich meinen Blog nicht aufgeben.

Nicht gerade um mich selbst zu überlisten (was den Anreiz für einen Blogbeitrag angeht), aber nach gefühlt ewiger Zeit mal wieder um meinen Lieblingsteich gelaufen. Und am nächsten Tag gleich nochmal, denn dann musste die Kamera mit, denn … jawollja, die Schwäne mit den diesjährigen Küken, ihr erinnert euch. (Ich warne jetzt schon mal: Das geht so weiter. Auch nächstes Jahr vermutlich.) Nun, erst waren es zehn, dann waren es acht, und jetzt sind es immer noch sieben. SIEBEN! Und alle sehr entspannt beim Gründeln. Köpfchen in das Wasser …
Ein Fotograf, den ich traf, erzählte mir, dass die im letzten Herbst plötzlich verschwundenen Jungschwäne wohl von unserem „Schwanenvater“ einkassiert und zum Alsterschwan befördert worden seien. Auffrischung des Genmaterials und so. Bitteschön, mir soll es recht sein.

Ansonsten gehört zu dem Inventar des Teichs, nach dem ich mir immer den Hals verrenke, auch der Fischreiher. Zu meiner Irritation und unendlichen Freude scheint der Teich zwei davon zu haben, denn die beiden waren nicht an derselben Stelle, wobei es theoretisch natürlich durchaus möglich wäre, dass er den Ort gewechselt hat und gleich zweimal fotografiert werden wollte …

Manchmal ist eine Auszeit mit Kamera eben einfach das Richtige. Noch dazu, wenn die Sonne scheint, wozu man sie dieser Tage deutlich auffordern muss, von den Temperaturen reden wir gar nicht … es war Weihnachten schon ähnlich warm.
Nichtsdestotrotz, kommt gut ins Wochenende!

 

Quelle: ichmeinerselbst

 

Aus 10 mach 8!

Wenn wir das Leben lieben, sollten wir den Tod nicht fürchten, denn er kommt aus derselben Hand.
(Michelangelo Buonarroti, ich habe keine Ahnung, wie glaubwürdig die Quelle ist: Duden – Passende Worte im Trauerfall)

Wer ein bisschen bei mir liest, weiß um meine Begeisterung für die Schwäne auf meinem Lieblingsteich. Gestern war ich wieder dort und hatte Gelegenheit, zu bewundern und zu zählen: Von den 10 Küken von Mitte Mai (hier Bild) sind noch 8 übrig! Acht! (Und soooo grooooß sind sie geworden! ;-)) Auch eine stolze Anzahl, und letztes Jahr hat das Elternpaar sechs Kleine großbekommen. Man darf also hoffen.

Bin aus den bekannten und anderen Gründen gerade nicht viel online. Habt eine gute Zeit!

 

Schwäne mit Küken – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Frühlingsfotos und: Rilke geht immer

Eigentlich, ja, eigentlich wollte ich nur ein paar Bilder vom (hoffentlich nur) kurz abwesenden Frühling zeigen. Dann stolperte ich über Herrn Rilke und beschloss, dass sein Gedicht hervorragend zu dem gerade herrschenden Aprilwetter passt.

Ihr erinnert euch vielleicht an mein Schwanengedöns vom letzten Jahr? Nun, dasselbe Schwanenpaar hat diesen Frühling 10!, in Worten ZEHN Küken. Die Bilder sind vom letzten Freitag, und natürlich glaube ich nicht, dass alle überleben, denn neben den Menschen gibt es ja auch noch natürliche Feinde, aber der/die eine oder andere wird sich ja vielleicht auch noch an meine Schwanenwächtergeschichte erinnern *hexhex* :-)

Ach, und das andere Kleine, das da herumwackelt (derdiedas Mini mit dem roten Schnabel, das gerade gefüttert wird), ist ein Teichhuhn, auch/besser bekannt als Teichralle. Und die Mama von den beiden anderen Zwergen ist eine Kanadagans. Kleine Enten habe ich dagegen noch nicht gesehen.

 

Aus einem April

 

Wieder duftet der Wald.

Es heben die schwebenden Lerchen

mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;

zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war, –

aber nach langen, regnenden Nachmittagen

kommen die goldübersonnten

neueren Stunden,

vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten

alle die wunden

Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.

 

Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser

über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.

Alle Geräusche ducken sich ganz

in die glänzenden Knospen der Reiser.

 

(Rainer Maria Rilke, Aus einem April, aus: Das Buch der Bilder, Erster Teil, Quelle)

 

Quelle: ichmeinerselbst, was habt ihr denn gedacht

 

Tragischer Unfall am Weiher

„Tine! Um Himmels Willen, was ist passiert? Hattest du einen Unfall? Soll ich die Polizei rufen?“
Die Stimme störte. Sie kam nur langsam zu sich. Ihre ganze rechte Seite tat furchtbar weh. Wo war sie? Sie spürte sengenden, ungezügelten Zorn in sich aufsteigen, schreckte hoch und riss die Augen auf. Das Gesicht vor ihr zuckte zurück.
„Tine! Ich bins doch!“

Birte, die Nachbarin von unten. Sie saß auf einer Treppenstufe in ihrem vertrauten Treppenhaus, wie sie erleichtert feststellte. Langsam wich ein roter Nebel aus ihrem Kopf. Irgendwas war mit ihren Augen nicht okay. Warum erwartete sie, eine … Schnauze … zu sehen? Warum fühlte sie sich mit ihren 50 Kilo … massig? Und sie hatte hämmernde Kopfschmerzen. Vorsichtig lehnte sie den zerbrechlichen Kopf an das Geländer.
„Hallo, Birte“, krächzte sie mühsam, „was ist los?“ Warum tat ihr Hals so weh? Sie war doch nicht erkältet.
„Das frage ich dich gerade! Deine Hose ist total zerrissen! Bist du überfallen worden?“
Sie sah an sich herunter. Das rechte Bein ihrer Jogginghose war bis übers Knie aufgerissen, das linke sogar ziemlich zerfetzt und schmutzig. Joggen, richtig. Sie war am frühen Abend joggen gewesen. Ihre übliche Strecke um den Weiher. Sie erinnerte sich nicht an die komplette Runde, nur an eine wahnsinnige Wut. Als sie ihre Hände betrachtete, sah sie dunkle Ränder unter den Nägeln und eine Spur auf einem Handrücken. Sie widerstand der Versuchung, daran zu lecken, war aber plötzlich überzeugt, dass es Blut war. Ihr Blut? Wessen Blut? Oh! Verdammt, warum wusste sie nicht, was passiert war? Eins war zum Glück sicher, sie war nicht vergewaltigt worden.
„Weiß nicht. Glaub nicht. Keine Ahnung. Muss irgendwie hingeknallt sein.“

Sie stand stöhnend auf und wäre beinahe umgeknickt, so sehr schmerzte ihr Knöchel. An ihrem rechten Handgelenk baumelte am gewohnten Band ihr Wohnungsschlüssel … falsch. Der Schlüsselgriff. Ihr Schlüssel war abgebrochen! Sie betrachtete den Überrest fassungslos. Langsam wurde ihr unheimlich.
„Birte, ich brauche wohl meinen Schlüssel von dir zurück. Und hilfst du mir nach oben? Ich glaube, ich will als erstes in die Badewanne.“

Zwei Stunden später lag Tine im Bett. Ihre ganze rechte Körperhälfte war übersät mit Prellungen, der Fußknöchel ziemlich geschwollen und zwei Finger der rechten Hand taten auch übel weh. Sie fiel trotzdem fast sofort in einen tiefen Schlaf.

***

Im Traum lief sie noch mal am Weiher entlang. Sie liebte diese Strecke, die größtenteils durch ein Naturschutzgebiet führte. Es waren wenig Leute unterwegs, vermutlich war es den meisten bereits zu dunkel. Sie hatte keine Angst, sie kannte jeden Abschnitt des Weges, begrüßte die Möwen, ihre alte Lieblingseiche, die Blässhühner, Enten und Teichhühner, sah weiter hinten den Reiher an seinem gewohnten Platz stehen und die Wasserfläche beobachten. Dort schwamm ein Schwan, wo mochte sein Partner sein? Ach da vorn, am Ufer vor den Bäumen, ganz allein. Komisch. Ob er wohl brütete?

Stimmen störten ihren Traum. Stimmen, die den Schwan auf dem Trockenen aufscheuchten und ihm Angst machten. Junge Stimmen. Dumme Stimmen.
„Ey, komm schon, ist doch nur ein Vogel, ist doch lustig.“
Sie waren zu zweit, der flügelschlagende Schwan würde keine Chance haben, sein Nest zu verteidigen.

Als sie sogar im Traum erneut von dem roten Nebel überschattet wurde, bekam sie nur noch mit, dass sie schreiend durch Unterholz rannte, dass sie sich auf ein anderes Wesen warf und voller Inbrunst auf ihm herumtrampelte und dass jemand wieder und wieder verzweifelt versuchte, ihr in die Seite zu treten …

***

Als Tine am nächsten Tag erwachte, war es Mittag und sie fühlte sich erschöpft, aber gut. Keine Spur von einem roten Nebel. Keine Alpträume. Sie beschloss zu versuchen, den Unfall zu vergessen. War ja nichts passiert. Die Prellungen hatten sich in Blutergüsse verwandelt, gebrochen schien nichts zu sein, die Schmerzen waren erträglich. Die Sonne schien. Morgen würde sie wieder im Büro sitzen können. Und in den nächsten Wochen war halt Studiotraining statt Laufen angesagt.

Sie entdeckte die Meldung am Wochenende im Wochenblatt.

Tragischer Unfall am Weiher. Bei einem tragischen Unfall am Weiher sind am vergangenen Dienstag zwei Jugendliche zum Teil schwer verletzt worden. Alexander F. (14) und Kevin K. (16) waren abseits des Weges am Ufer unterwegs, als sie von einem großen Wildschwein angegriffen und überrannt wurden. Kevin K. erlitt einen mehrfachen Schenkelbruch und Fleischwunden, Alexander F. wurde bei dem Versuch, das Tier abzulenken, ebenfalls zum Ziel und konnte sich mit einem gebrochenen Unterarm nur durch einen Sprung in den Weiher retten. Spaziergänger hörten Hilferufe und riefen den Notarzt. Es wird angenommen, dass das Wildschwein Junge führte und von den Jugendlichen aufgeschreckt wurde. Von den Tieren fehlt jede Spur.  

Das Wochenblatt wusste nichts von einem Schlüsselbart, der operativ aus dem Oberschenkel von Kevin K. entfernt werden musste. Das Schwanenpaar brütete in diesem Jahr immerhin zwei Junge aus.

 

Wildschwein – 365tageasatzdayQuelle: Pixabay

 

Ich fürchte, das ist nicht die „Treppenhaus“-Geschichte, die Jutta sich in ihrem letzten Geschichtengenerator-Aufruf vorgestellt hat, aber irgendwie hat die Treppenhaus-Szene diesmal bei mir nicht gezündet und ich musste warten, bis eine Idee vorbeikam, die zumindest einen Aufenthalt im Treppenhaus abwarf. Betonen möchte ich, dass vor/während der Erstellung dieser Geschichte weder Menschen noch Tiere zu Schaden kamen … man weiß ja nie. ;-)

 

Schwanengedöns

Hamburg hat, wie ich schon mal erwähnt habe, eine besondere Beziehung zu Schwänen, da sie als Hamburgs lebende Wahrzeichen gelten. In Finnland dagegen zählen Singschwäne zu den nationalen Natursymbolen und haben es sogar auf die Rückseite der 1-Euro-Münze geschafft. Schwäne stehen für Schönheit, Anmut und Stolz sowie Reinheit und Transformation. Erzählungen, in denen Menschen in Schwäne verwandelt wurden/werden, bereichern die Literatur. Götter werden von Schwänen begleitet und besonders in der keltischen und nordischen Mythologie und Sagenwelt kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu. Ich schweige zu Lohengrin, aber ich möchte Friedrich von Logau zitieren, der offensichtlich nicht so recht an die Sage vom vor seinem Tod singenden Schwan glauben mag:

 

Gläubstu, daß für ihrem Tode, wie man schreibt, die Schwanen singen?
Ja, wo du mir einen möchtest, der es selbst gehöret, bringen.

(Friedrich von Logau, Der singende Schwan, Quelle)

 

Last but not least hat es den Schwan in den Himmel geschafft: Nachts im Sommer ist über unseren Köpfen das Sternbild Cygnus („Schwan“) zu bewundern, auch „Kreuz des Nordens“ genannt. Sein Hauptstern, Deneb, bildet mit den Sternen Wega (Leier) und Altair (Adler) das Sommerdreieck.

Meine Beziehung zu ihnen ist eher normal und sentimental: Meine Lieblingsrunde führt mich um ein Gewässer, wo auch dieses Jahr wieder ein (Höcker-) Schwanenpaar gebrütet hat. Ich halte immer nach ihnen Ausschau. Sage und schreibe sechs Küken haben sie über den Sommer bekommen, das ist nicht gerade wenig. Und während sie im Mai noch winzig waren

Schwanenfamilie im Mai 2015 – 365tageasatzadayQuelle: meine allerliebste Freundin E. aus F. | KLICKEN MACHT GROSS

 

sind sie jetzt schon richtig groß und stehen den Alten, außer in der Gefiederfärbung, nicht mehr viel nach, zumindest in der Größe. (Ja, das sind sechs junge Schwäne, immer noch.)

Schwanenfamilie im September 2015 – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICKEN MACHT GROSS

 

Gestern war ich mit der Kamera unterwegs und traf sie an Land, wo gerade eine überaus ausgedehnte Putzrunde stattfand. Wieder was fürs Vogelbuch! ;-) Vermutlich irritierte das Piepen des Autofokus oder der Spiegelschlag einen der Altvögel, auf jeden Fall machte er ein paar Schritte zur Seite, baute sich auf und begann, kräftig mit den Flügeln zu schlagen. Da ich mich nicht weiter beeindruckt zeigte, hörte er dann auch wieder damit auf und gab sich erneut der Gefiederpflege hin. Was für schöne, majestätische Vögel!

Quelle: ichmeinerselbst | KLICKEN MACHT GROSS

 

Frauenzeiten

Freundschaft ist eine Blüte des Augenblicks und die Frucht der Zeit.

(August von Kotzebue)

Eine meiner ältesten und liebsten Freundinnen ist bei mir und verschönert meine Tage. Wir reden über Gott und die Welt, über Großes und Kleines, lachen, weinen, erinnern uns, schauen in die Zukunft, planen und genießen, durchstreifen die Stadt und enden abends an der Elbe bei einem Kaltgetränk …. :-)

Ich bin also, und das will ich (auch) damit sagen, aus guten Gründen gerade wenig online. Seht es mir nach.
Aus meinem häuslichen Mikrokosmos möchte ich ferner berichten, dass der Fellträger wieder vierbeinig ist und so tut, als ob nie was war, dass wir gestern (für das Vogelbuch) in meiner Walnuss einen Distelfink (ich finde das Wort so viel schöner als „Stieglitz“) gesehen haben (leider hatte ich die Kamera nicht griffbereit), und dass es an der Außenmühle eine Schwanenfamilie gibt, die uns gestern beim Spaziergang vor unsere entzückten Augen paddelte. Angeblich sollen es sieben Kleine sein, wir haben nur sechs gesichtet. Aber zählt selbst!

 

Schwäne Außenmühle Harburg – 365tageasatzadayQuelle: meine allerliebste Freundin E. aus F.

 

Die Schwäne sind zurück!

Frühling, endlich und unwiderruflich, ist, wenn die Alsterschwäne wieder draußen sind. Hamburg hat, das wissen viele, nicht nur die Elbe, sondern auch diesen großen Teich in seiner Mitte, Hamburgs geliebte „gute Stube“: die Alster. Die Alster entspringt nördlich von Hamburg, verläuft durch das Hamburger Stadtgebiet und mündet dort in die Elbe. Seit 1190 ist in der Nähe des Rathauses der Flusslauf der Alster aufgestaut, er ist durch eine Brücke in in „Binnen-“ und „Außen“-alster unterteilt, der Fußweg um die weitaus größere Außenalster ist 7,4 km lang, gespickt mit Einkehrmöglichkeiten und beliebt bei Spaziergängern, Joggern und Gassigehern.

Die Schwäne sind in Hamburg eine amtliche Sache, gelten die Schwäne doch als Hamburgs lebende Wahrzeichen. Hamburg übernahm bei seiner Stadtwerdung auch das Privileg des eigenständigen Schwanenwesens und dokumentierte damit Freiheit und Unabhängigkeit. Noch heute heißt es, dass Hamburg den Status als Freie und Hansestadt nur so lange hält, wie es Schwäne auf der Alster gibt.

„Eine Abrechnung aus den Jahren 1591/1592 belegt, dass bereits seit mehr als 400 Jahren die Höckerschwäne auf der Alster auf öffentliche Kosten mit Getreidefutter versorgt wurden. 1664 stellte der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg die Vögel unter besonderen Schutz: es ist bei Strafe verboten, sie zu beleidigen, zu verletzen oder zu töten“ (Quelle: Wikipedia). Seit 1674 dokumentiert ist die Anstellung einer Person zur Betreuung der Schwäne, der sogenannte „Schwanenvater“. Spannender Job? Ja. Mehr ist nachzulesen auf der Webseite: alsterschwaene.de

Die Medien rücken meist im Herbst an, wenn die etwa 120 Schwäne eingefangen und in ihr Winterquartier im Eppendorfer Mühlenteich gebracht werden, oder eben im Frühling, wenn das Geschwader wieder die Alster bevölkern und im Alsterfleet Touristen glücklich machen darf. Und genau das ist Anfang der Woche passiert: Die Schwäne sind zurück. Jetzt kann das Jahr loslegen!

 

640px-Schwäne_auf_der_kleinen_Alster_in_HamburgQuelle: Wikipedia