Stille Geschichten

Es war seine Stimme, die mir als Erstes an ihm auffiel. Er sprach sanft, behutsam, als wolle er beim Sprechen achtgeben, nicht zu fest aufzutreten, die Stille nicht zu verscheuchen mit einem zu lauten Wort.
(Ulrike Schäfer, Nachts, weit von hier, aus: Reparaturen)

Dinge, Geschehnisse, Gefühle aufzuschreiben ist das eine, und das ist manchmal schon schwer genug. Und missverständlich, wenn man nicht aufpasst. Je dichter man dran ist usw.
Was ganz anderes ist die Frage nach dem WIE. Wie schildert man das, was ziemlich unsagbar ist, wie schildert man Zwischentöne, in welche Bilder fasst man Gefühltes? Ich bin einer Leseempfehlung von Birgit auf Sätze&Schätze gefolgt, die von den Erzählungen von Ulrike Schäfer „Nachts, weit von hier“ schwärmte und kann mich ihr nur anschließen: ach, wie schön. Ach, wie klug, wie leicht, wie eindringlich, wie atmosphärisch dicht, wie nachhallend. Dieses Buch werde ich ganz sicher nicht nur einmal lesen.

Hier ist die Webseite der Autorin, hier ist die Seite ihres Buches beim Verlag.

Wer gern etwas Musik möchte, dem sei völlig subjektiv dies hier empfohlen. Ich behaupte nicht, dass es zur Lektüre passt, aber mir ist gerade danach.

Habt einen guten Tag!

 

Sonnenaufgang – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

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Kommt gut

… durch die Nacht und in den neuen Tag.

Weil mir gerade so ist.

 

 

Sonntag, 7. September

Enjoy the silence!

(Depeche Mode)

 

sagt mein Radio, als ich es einschalte (soll ich wieder ausmachen?). Aha. Sowieso habe ich, trotz Dusche und Kaffee und überhaupt, heute den Eindruck, als passiere alles nur … in … Zeit…lu..pe …

Draußen ist es trüb und bedeckt, allerdings nicht kalt. Sogar die Katze hat sich heute Morgen zum Zuhause-Schlafen entschlossen, was eigentlich verlässlich darauf hinweist, dass mit (mehr) Regen zu rechnen ist. Ich glaube, heute wird ein Tag jenseits aller Verpflichtungen. So ein Wohlfühl-Kuschel-Tag nur für mich. Ich habe klassische Musik in den CD-Player geworfen und bin dann mal weg.