Awesome was? – Der Awesome Blogger Award

Innerhalb von vier Tagen ereilten mich zwei Nominierungen für den Awesome Blogger Award. Beide von Blogs, die ich außerordentlich gerne lese, wobei ich mir verblüffenderweise zwei unterschiedliche Begründungen sparen kann: Vielen Dank, liebe Tanja Stachelbeermond und liebe Natalie aus dem Fundevogelnest, ohne eure poetischen, fröhlichen, traurigen, mystischen, verspielten, bitteren, lebensklugen, herzlichen … ach, wunderschönen, das Leben feiernden Geschichten wäre meine Bloglandschaft so, so viel ärmer. Ich bin so froh, euch gefunden zu haben, und natürlich auch, dass ihr Etüden schreibt 😉 … Danke, wirklich.
Und wenn ich, liebe Natalie, wirklich mit den Etüden der Anlass gewesen bin, dass du einen Blog hast … dann freu ich mich doppelt.

Ich bin kein großer Fragenausdenker, daher endet diese Kette bei mir. Ich werde dementsprechend auch nicht die Regeln herunterbeten – bedankt habe ich mich, hashtaggen mit #awesomebloggeraward will ich gern.

Hier kommen meine Antworten. Holt euch am besten noch einen Kaffee, es wird länger.

 

Tanja will wissen:

 

  1. Warum schreibst du?
    Weil es Spaß macht. Weil es mich jedes Mal, wenn es mir einigermaßen gut geht, packt, eine Geschichte zu erzählen, zumindest anzureißen, Menschen und ihre Lebensumstände zu erfinden, sei die Handlung groß, klein, ambitioniert oder platt, menschlich oder tierisch, heiter oder traurig, von dieser Welt oder mehrdimensional. Mit (m)einer Geschichte zufrieden zu sein macht mich glücklich.
  2. Wie viel Zeit verbringst du mit deinem Blog? Zu wenig? Zu viel?
    Manchmal gefühlt zu wenig, manchmal gefühlt zu viel. Ein Projekt wie die Etüden macht eine Menge kontinuierliche Arbeit im Hintergrund, und es ist nicht so, dass ich das nicht öfter schon verflucht hätte. Andererseits habe ich auch daran Spaß, ohne das ginge es sicher nicht. Aber natürlich sehne ich mich auch manchmal nach den Prä-Etüden-Zeiten zurück, wo ich viel mehr nur nach Lust und Laune gebloggt habe. Im Moment bin ich da viel strukturierter.
  3. Welche Literaturform magst du am liebsten? Warum?
    Roman, lang, kann „hohe“ Literatur, schnöde Belletristik oder noch was anderes sein. Ich bin einstmals dem Lesen mit Karl May, Alexandre Dumas und Tolkien verfallen. Für die Tage, wo ich eine Auszeit von der Realität brauche oder sie durch einen anderen Filter, andere Augen sehen will.
    Kurzgeschichten lese ich (wie Lyrik) viel distanzierter.
  4. Socken mit Motiven oder ohne?
    Ohne!
  5. Wie beginnst du deinen Tag?
    Ich falle die Stiege (nicht) hinunter, öffne dem Fellträger die Tür und füttere ihn, setze Kaffee auf und verschwinde im Bad. Dann mache ich den Computer wach, schaue nach Mails, trinke meinen ersten Kaffee (mit viel Milch) und laufe die erste Runde durch die Blogs.
  6. Welche Getränke begleiten dich durch deinen Tag?
    Kein Morgen ohne Kaffee mit viel Milch, daran scheitert bei mir jegliches Intervallfasten. Später kommt es darauf an: Ist es kalt, sind die Getränke heiß, ist es heiß, sind die Getränke kalt. Viel Wasser ist immer dabei, entweder als Getränk oder in den Getränken. Gelegentlich ein Nachmittagskaffee, gelegentlich Cola. Abends gern mal (Rot-)Wein, den im Sommer auch als Schorle.
  7. Wenn du vor die Haustür trittst und dich nach rechts wendest – was siehst du?
    Eine Bank, auf der bevorzugt der Fellträger Zeit verbringt, sommers wie winters, sommers auch ich zum Beispiel mit besagtem Kaffee. WLAN reicht bis dort. Einen schlichten Plattenweg, überschattet und aufgeworfen von einer großen Weide. Da die Öffentlichkeit dort nicht längstrampelt, erhalte ich den Status quo mit Freude.
  8. Lebst du gern in dem Haus, in dem du wohnst? Gibt es eine Geschichte dazu?
    Ja, sehr gern, möge es noch lange so bleiben, in der Nähe soll groß gebaut werden. Es war die Wohnung eines Bekannten, der, als er auszog, mich fragte, ob sie was für mich wäre. Und ich hörte mich zu meiner eigenen Überraschung sagen, dass ich darüber nachdächte. Ich habe es nie bereut, über die Elbe in den Hamburger Süden gezogen zu sein, was für mich davor unvorstellbar war, hat sich als genau die richtige Entscheidung herausgestellt. Ich bin hier zu Hause, mehr, als ich es vorher drüben war.
  9. Wenn du dich für eine andere Wandfarbe als weiß entscheiden müsstest, welche wäre das?
    Eine rote Wand fände ich toll, aber bitte nur eine als Blickfang, ansonsten vielleicht orange oder ein ganz zartes Grün. Aber eigentlich ist Weiß völlig okay.
  10. Eine Weisheit aus deinem Leben, rückblickend gesehen – welche wäre das?
    Hinterher ist man immer schlauer 😉

 

Natalie fragt:

 

  1. Wie kam dein Blog zu seinem Namen?
    Mein Blog begann als 365-Tage-Projekt. Der Name war Programm: Jeden Tag ein Gedanke, ein Zitat oder ein Bild – und mein Senf dazu, kürzer oder länger. Das war mehr eine Herausforderung an mich selbst, ob ich das durchhalten würde, jeden Tag etwas zu posten, und es schaffen würde, mich in Bloghausen heimisch zu fühlen. Nach den 365 Tagen war mir klar, dass der Zug an dieser Stelle nicht enden würde, und ich wechselte erleichtert den Blognamen und in einen entspannteren Modus. Irgendwas ist schließlich immer.
  2. Hast du schon Menschen „leibhaftig“, durch das Bloggen kennengelernt? Würdest du das gerne oder warum lieber nicht?
    O ja! Es ist ja so, dass sich durch das Bloggen eine Art Vertrautheit aufbaut, ein Zu-Kennen-Meinen, ein Kennenlernen-Wollen, schlichtweg Neugier und/oder ein Mögen. Dann finde ich es völlig normal und wunderbar, bei einem Kaffee oder so zu überprüfen, ob die Realität dem Online-Eindruck standhält. Ich habe schon einer Bloggerin meine Couch angeboten, bei einer anderen Bloggerin übernachtet und für eine dritte die Stadtführerin (und nicht nur Stadt-) gemacht und bei Nr. vier und fünf eine großartige Hinterhofparty mit Livemusik besucht – alles waren absolute Highlights. Und natürlich auch die „Nur Kaffee“-Begegnungen: Ich würde sie jederzeit wiederholen wollen, ich habe aus jeder viel mitgenommen.
    Bis auf eine waren meine Blog-Begegnungen durchweg positiv und erfreulich – und bei jener einen war nach drei Sätzen klar, dass die Chemie einfach nicht stimmt. Das kann passieren, ich war darauf vorbereitet. Alles gut.
    Also: Ja. Ich würde es immer wieder machen. Aber ich verstehe, dass andere das anders sehen.
  3. Hat sich durch das Bloggen der Blick auf deinen Alltag geändert?
    Ja, speziell im ersten Jahr, als ich jeden Tag „Content“ produzieren wollte und daher meinen Alltag ständig auf Blogbeitragstauglichkeit abgeklopft habe. Ich fand’s nervig (meine Freunde auch), aber zugleich auch spannend. Irgendwie war ich so ein bisschen Lokalreporter im eigenen Leben. Mit den Etüden ist es zwar ähnlich, aber durchaus entspannter. Aber ich habe auch schon Geschichten, die mir andere erzählt haben, in die Etüden eingebaut … 😉
  4. Und durch das Lesen anderer Blogs?
    Unbedingt, das Lesen anderer Blogs erweitert den Horizont. Ich folge einer (hoffentlich) gesunden Mischung aus Schreib-, Tagebuch- und Rezensionsblogs, ein paar Foto- und Künstlerblogs sind dabei und ein bisschen Politik fehlt auch nicht. Ich finde, mein Tellerrand ist wirklich schön bunt. Und ich unterhalte mich gern.
  5. Wie bist du durch die „Corona-Monate“ gekommen? Entschleunigt? Erschöpft? Verarmt? Verängstigt? Mit neuen Erkenntnissen? Hoffentlich gesund!
    Gesund, ja. Ansonsten von allem etwas. Ich hätte NIE geglaubt, dass so viele Leute so leicht Verschwörungstheorien aufsitzen – und sich so erbittert darüber streiten, wer „recht“ hat. Krisen offenbaren viel vom Charakter eines Menschen … und das war und ist interessant.
    Genervt vom Auf und Ab, auch finanziell, würde ich sagen. Und irgendwann habe ich einfach beschlossen, mir den täglichen Aufreger nicht mehr zu geben, und mich stattdessen um Lohnenderes gekümmert.
  6. Wie hältst du es mit den Krabbeltieren, Insekten, Spinnen und Co.? Kreischanfall? Staubsauger? Glas und Postkarte? Insektenhotel? Mehlwurmburger? (Frau Pflanzwas hat diese Frage schon durch ihren Blog beantwortet ;))
    Alles, was man mit Glas und Postkarte von drinnen nach draußen befördern kann, verlässt auf diesem Weg meine Wohnung. Mit manchen (Weberknechte, Schnaken) kann es sein, dass ich mich auf „Bleib du in deiner Ecke, dann bleib ich in meiner“ einige. Lediglich Stechmücken überleben nicht, wenn ich sie mitbekomme, ich bin empfindlich bei Insektenbissen, aber normalerweise bei Wespen, Bienen, Hummeln und Co. absolut tiefenentspannt. Mit Ameisen habe ich noch keine Probleme gehabt.
  7. „Musst“ du im Sommer wegfahren? Weit weg gar? Oder ist es um dich herum auch ganz schön?
    Muss ich nicht, weit weg schon mal gar nicht (ab wann ist weit weit?). Hamburg und die Küsten sind doch gefragte Urlaubsgebiete! Ich bin ein begeisterter Tages- und Wochenendausflügler und mag Städtereisen, Kultur, Essen, Land und Leute und so. Allerdings hätte ich doch schon manchmal Gelüste nach ganz woanders, aber das ist vermutlich auch der aktuellen Situation geschuldet.
  8. Lernst du manchmal Gedichte oder auch andere Texte, die dir gefallen, auswendig?
    Früher Gedichte (aktiv gelernt), heute sind es vermutlich eher Songtexte, die ich so oft höre, dass ich sie mitsingen kann.
  9. Findest du es sehr schlimm, wenn mir keine Frage mehr einfällt?
    Ich finde jede*n bewundernswürdig, dem überhaupt SO VIELE Fragen einfallen, die keine Lala-Fragen sind, vor allem, weil man sich ja auch nicht wiederholen will, die Award-Welle schwappt ja gerade so richtig in alle Ecken. Alles gut.
    Darf ich zurückfragen? Welche von deinen Fragen würdest du gern selbst beantworten? 😉

 

Awesome Blogger Award | 365tageasatzaday

 

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VBA – Kann man das essen?

Nein, kann man nicht, und es ist auch nicht die Programmiersprache gemeint. Ich wurde Anfang des Jahres von Sabine hinter Wortgeflumselkritzelkram für den – tadaaaa – Versatile Blogger Award nominiert. Danke schön!  😉

versatile blogger awardBei diesem Award verrät man sieben zufällig ausgewählte Fakten über sich selbst und nominiert (und benachrichtigt) fünfzehn weitere Blogger, dies auch zu tun. 15 Blogger!?!? Wo der Schneeball doch schon längst durch meinen Teil der Blogosphäre durchgerast ist? Neee, das lasse ich lieber bleiben. Von daher: Ich schmeiße das Stöckchen in die Luft, wer es fangen mag und sich auf mich beziehen will, der darf gern!

Los? Also, die versprochenen Fakten:

  1. „Versatile“ – was’n das? Ich schlage nach. Ich schlage alles nach. Das Internet ist primär für mich ein Ort, wo ich das nachschlage, was ich nicht weiß und mal auf die Schnelle wissen will. Ich hänge also eigentlich gefühlt ständig im Netz, denn ich bin neugierig wissensdurstig.
    In meinem früheren Leben war ich bestimmt Buchwurm. Oder Bibliothekar. (Und liebte Bananen.) Und „versatile“ bedeutet „vielseitig“.
  2. Wer es noch nicht mitbekommen haben sollte (unwahrscheinlich, ich weiß): Seit dem 25. Januar verziert ein Tattoo meinen Arm. Ein Lööööööwe. Zurzeit juckt er.
  3. Ich like gern. „Like“ bedeutet für mich: Hab ich gelesen, finde ich gut, fällt mir jetzt gerade nichts Kluges/Passendes/Witziges dazu ein (was nicht schon ein anderer geschrieben hat). Klar bekomme und schreibe ich lieber Kommentare, aber ich akzeptiere auch bei anderen, dass das manchmal einfach nicht drin ist. Bisweilen habe ich/hat man einfach nicht die Zeit und/oder die Lust, und ich bin schließlich nicht der einzige Fisch im Teich.
  4. Der Klassiker: Ich beantworte eigentlich gern Fragen, denke mir aber ungern welche aus.
  5. Ich mag nicht nur kein Eis und keine Schokolade mit Minze, ich mag Minze auch nicht in Falafel-Soße, besonders nicht, wenn die Soße primär nur nach Minze schmeckt. Letztes Wochenende wieder probiert, ziemlich grausam.
  6. Ich mag auch kein Malzbier, wenn wir schon dabei sind.
  7. Mein allerliebstes neu gelerntes Fremdwort (neben pluviophil) hat auch mit Regen zu tun: Petrichor, der Geruch von Regen auf trockener Erde (Wikipedia). Scheint ein Substantiv zu sein, was mich total irritiert. Aber sei’s drum.

Und ihr so?  😉

 

Hände. Pflanze. Regen. | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

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Bart, Musik und Freiheit

Der werte Herr Textstaub hat auf seinem Blog die Welt zur Beantwortung von „Elf Fragen zur Denkerweiterung“ aufgerufen. Elf sehr minimalistisch gestellte Fragen, wenn ich das mal anmerken darf. Soll vermutlich das Denken noch zusätzlich erweitern, wenn man sich erst mal fragen muss, wie das nun wieder gemeint ist. Nun denn. Ich habe beschlossen, die Fragen als Stichworte zu begreifen. „Sag mal, was dir einfällt zu …“

Das Problem ist, wenn man mich so fragt, bekommt man entweder einen oder zwei knappe Sätze oder eine Suada (tolles Wort, oder?). Ich bemühe mich, dazwischen zu bleiben und nicht zu sehr an den Rändern auszufransen. Aber: you have been warned! Und, ach, ich habe die Reihenfolge der Stichworte/Fragen verändert.

 

1/ Was schafft Musik?

Musik schafft das Gefühl von Einigkeit und Einheit, von Verstehen, von Verstandenwerden, von Gemeinsamkeit, von Nicht-Alleinsein. In einer „Crowd“ zu sein (und mitzugrölen … äh … -singen) ist Gruppendynamik pur. Musik erhebt mich, lässt mich lachen, tanzen und singen und weinen, motiviert mich, aktiviert mich, schläfert mich ein … trägt mich, zieht mich nach innen, bildet den Hintergrund für tiefe Gedanken, für alltägliche und weniger alltägliche, lustvolle und weniger lustvolle Tätigkeiten.
Musik ist ein Schritt über das schnöde Alltägliche hinaus, ein liebevoller, spöttischer, bissiger oder sogar hasserfüllter Kommentar, aber dadurch, dass wir uns auf sie einlassen, bewegt sie uns, eine/unsere Situation (zumindest) bis zu einem bestimmten Punkt zu reflektieren.
Musik ist also gesungener Text? Ja und nein, sie ist viel viel mehr, aber auf dieser Argumentationslinie verstehe ich, warum der Literaturnobelpreis an Bob Dylan gehen konnte.

Ohne Musik geht also nichts? Genau. Jedenfalls nicht für lange.

 

2/ Buch 2016?

Passe. Also, was MEIN Buch des Jahres angeht. Keins, von dem ich sagen würde, das ist DAS Buch 2016. Ich würde es mal so sagen, mein Jahr war zu voll von anderem, dies war kein Lesejahr.

 

3/ Wo mag die Freiheit liegen?

Normalerweise wird mir allein bei dem Wort „die Freiheit“ (gibt es nur eine?) schon mal prophylaktisch schlecht. Meist folgt eine in irgendeiner Hinsicht politische Diskussion, und wer mit Forderungen nach Freiheit in eine Diskussion einsteigt, hat meinem Gefühl nach meist einen „Ismus“ am Laufen, was Gespräche im Sinne von Austausch in der Regel nicht fördert. Ich habe einen ausgesprochenen Widerwillen dagegen, diesen meinen Staat zu verteidigen, der immer weniger den Bedürfnissen seiner Menschen Rechnung trägt, und mag andererseits das System nicht verteufeln, das mir/uns jetzt schon seit mehreren Generationen ein recht komfortables Auskommen bietet (Grundrechte etc., man erinnere sich daran, dass vieles, was für uns selbstverständlich ist, eben weltweit gesehen nicht ist).

Stattdessen lamentiere ich mit Freuden über das Hamsterrad, in dem wir alle stecken, die Einschränkungen, die wir uns selbst auferlegen, indem wir bestimmte Ansprüche/Zwänge/Strukturen verinnerlichen, die an uns von außen (Gesellschaft, Massenmedien) oder von innen (Erziehung, Freunde, Familie) herangetragen werden. Dort seinen Platz zu finden, sich da herauszuwinden, herauszufinden, weiterzuentwickeln und bei allem das Herz nicht zu verlieren, ist bittere Arbeit.

Wenn du mich also fragst, wo noch „Freiheit“ liegen mag, dann sage ich dir: zuallererst im Kopf. Zum Beispiel darin, dass wir uns dessen, was uns bereichert, hält oder hemmt bewusst werden und es wertschätzen bzw. gegebenenfalls ändern. Du als Kreativer hast da nochmals andere Möglichkeiten.

Interessanterweise (für mich) war die erste Assoziation, die mir durch den Kopf spukte, etwas mit dem „Ausgang“ aus „selbstverschuldeter Unmündigkeit“. Wie ich dann unamüsiert (ich nun wieder) feststellte, ist das Kants Definition der Aufklärung, die ich kurz zitieren möchte:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. (Quelle: Wikipedia)

Zusammengefasst: Wenn mensch den Arsch nicht hochbekommt und sein Hirn anschmeißt (so mensch eins hat) und selbst denkt, ist mensch selbst schuld. Und darin, das zu tun, selbst zu denken und daraus Konsequenzen zu ziehen, darin liegt (für mich) Freiheit. Aber ein sanftes Ruhekissen ist das nicht.

 

4/ Was beeindruckt?

Ähem? Stichwort. Was beeindruckt mich?

Generell: Mich beeindruckt Mut. Mut als Vorwärtsgehen, etwas zu wagen, was aus der eigenen Angst herausführt. Auch, in bestimmten Situationen, Gefahren jeglicher Art auf sich zu nehmen, indem man zum Beispiel (in einer sozialen Gruppe) nicht mit dem Strom schwimmt, sondern sich für sein eigenes Ding entscheidet und die Konsequenzen trägt. Tollkühnheit sozusagen als das äußerste Ende von Mut beeindruckt mich durchaus (z. B. Extremsportarten wie Wingsuit-Fliegen (guckst du hier), aber in der Regel finde ich das dann doch eher bescheuert. Oh, und Tapferkeit beeindruckt mich, definiert als Durchhaltevermögen in schlimmen Situationen, beispielsweise bei Krankheiten.

(Konkretes Beispiel gefällig? Standing Rock, wo offensichtlich Dinge passieren, von denen mensch lieber glauben möchte, dass sie böswillig erfunden wurden. Informiert euch selbst.)

 

5/ Bart oder Rasur?

Männer, lasst euch mal was im Vertrauen sagen. Nicht jedem Mann steht ein Bart. Ernsthaft. Das ändert auch die Tatsache nicht, dass es Mode ist. Ein rundes Gesicht ist auch mit einem Bart ein Mondgesicht, dann halt mit Fransen. Fand jemand Leo di Caprio mit Bart wirklich sexy? Bittet doch mal die Dame(n) eures Vertrauens um ihre ehrliche Meinung zu eurem Bart, selbst wenn das eure Mutter sein sollte.
Es ist ja okay, dass ihr es gefühlt fast alle mal ausprobieren musstet, aber nachdem man(n) mit einem üppig wuchernden Bart inzwischen doch eher Gefahr läuft, in eine fundamentalistische Gesinnungsecke gesteckt zu werden, könnt ihr das mit dem Samson-Verschnitt doch so langsam wieder lassen, oder? Sogar bei Sting ist der Bart (zum Glück) wieder ab! Von Haaren im Mund und Frühstücksei & Co. im Bart ganz zu schweigen. Ich mag das nicht mal sehen, geschweige denn küssen! Oder habt ihr jetzt plötzlich alle ein Faible für Körperpflege? Männer, bei aller Liebe, das glaube ich euch nicht.

 

So, das ist die erste Fast-Hälfte. More to come, ich weiß bloß noch nicht, wann …

 

Mann mit Bart :-) | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

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Der Fellträger ist schuld!

Der Fellträger hat das Stöckchen weggeschleppt … verbuddelt … totgespielt! Jawohl! Ihr glaubt mir das doch? Nein? NEIN?
Dann eben nicht, phhh. Liebes Blumenmädchen, hier kommen etwas verspätet und etwas eilig die Antworten auf deine Fragen von neulich  😀

  1. DAS Filmzitat, welches dich in die Knie zwingt?
    Gibt es nicht. Blumenmädchen, ich bin ein totaler Versager, wenn es um das Unterhalten in Filmzitaten geht. Ich finde das in der Regel nicht mal witzig. Was ich für dich ausgesucht habe, ist aber ein Zitat aus dem Film, der mich regelmäßig vor den Fernseher holt, und das seit Jahren und Jahren und Jahren. Ja, bald ist Weihnachten. 

    „Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht … ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht … ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht, mein holder Herr.“
     
  2. Wie verlief dein schönster Geburtstag?
    Ich würde „schön“ gern streichen und durch „nicht ganz gewöhnlich“ ersetzen.
    Ein Sektempfang am Kaispeicher A. Genau, da steht heute die Elbphilharmonie, aber früher war das ein reichlich spärlich bebauter Platz, wo man unkompliziert am Wasser sein konnte. Wir waren nicht viele, es gab auch mehr als Sekt, und das Wetter spielte mit.  An der Überseebrücke lag eine Fregatte, von der erklang irgendwann Blasmusik(!), wir sahen den Strom hinunter Richtung Sonnenuntergang.
    Ich feiere meine Geburtstage schon ganz lange hauptsächlich dadurch, dass ich an diesem Tag etwas Besonderes mache. Keine Party schmeißen zu müssen, ist sehr befreiend.
     
  3. Wie erlebst du Raum?
    Das klingt jetzt zwar bescheuert, aber ich versteh die Frage nicht, glaube ich.
    Meine erste Assoziation mit „Raum“ ist nicht Zimmer, sondern Weltraum. Und den erlebe ich, wenn ich nachts vor die Tür gehe und mir den Hals nach Sternen verdrehe. Andächtig und demütig (weil ich so sandkornklein vor der Ewigkeit bin), versteht sich.
     
  4. Buchstaben sind eigenwillige kleine Dinger in Büchern, was treiben die so beim Lesen?
    Äh … krabbeln mir ins Ohr und schaukeln am Ohrläppchen, bis es kitzelt und ich lache? Springen mir ins Auge, bis es tränt? Huschen von vorne nach hinten und stellen sich in Formation und verlängern das Buch? Tanzen um mich herum Ringelreihen? Ärgern die Katze und kommen ängstlich angerast, wenn die sich dann streckt und tief gähnt?
    Äh … bitte, was?
     
  5. Was darf bei Freundschaft ausgeklammert werden?
    Alles außer Ehrlichkeit, Humor und Respekt. Ohne das ist es keine Freundschaft, sondern bestenfalls eine Zweckgemeinschaft. Auch nicht zu verachten, aber nicht deine Frage.
     
  6. Wenn Humor eine Waffe wäre, welche würdest du wählen?
    Phhh. Kommt auf die Situation an. Ich würde mir ja wünschen, dass ich von mir behaupten könnte, dass mein Humor ein scharf geschliffenes Florett oder so was wäre, aber hin und wieder nehme ich auch die Nadel, die Fliegenklatsche oder falle brachial mit der Tür ins Haus. Und ab und an finde ich was auch immer einfach nicht witzig, dann bin ich störrisch, komplett nervenaufreibend sauertöpfisch und/oder behaupte, dass ich zum Lachen in den Keller gehe. Oder so.
     
  7. Wir schreiben ja nur meist im Netz, fehlt da nicht etwas Elementares von einem Menschen, was ist dir wichtig?
    Ja. Mir fehlt speziell die Stimme. Ich würde zumindest einige Bloggerfreund_innen gerne mal hören und manche auch sehr gern persönlich kennenlernen. Solltest du, liebes Blumenmädchen, also mal zu einem Bloggertreffen in deinem Lieblingspark aufrufen, kann ich jetzt schon sagen, dass ich sehr interessiert bin.
     
  8. Kennst du das Phänomen des Tastenstreichelns, wenn du einen Kommentar besonders gerne beantwortest?
    Nein, aber ich kenne selig-breites-dämliches-verzücktes Vor-mich-hin-Grinsen beim Tippen, zählt das auch?
     
  9. Absolutes, jetziges Tagesform-Lieblingslied … Links werden erbeten!!!
    Ich schaue/höre Sting jetzt schon mehr Jahre als ich zugeben will beim Älterwerden zu. Jetzt kommt die neue CD, trotzdem habe ich immer dies hier im Ohr …
    Fragile mit einem sehr jungen Sting
     
  10. Es gibt Nomaden und Sesshafte, wozu gehörst du?
    Sesshaft. Manchmal denke ich, viel zu sehr, dann aber wiederum freue ich mich, dass es endlich einen Ort gibt, an den ich wirklich gern zurückkehre
     

liebster-award-marguerite | 365tageasatzaday

Quelle: Pixabay und das Liebster-Award-Logo von werweißwoher

 

Ich beantworte gern Fragen. Normalerweise. Ich denke mir aber ungern welche aus. Normalerweise. Also keine Fragen für euch und auch keine Nominierungen.

 

The one and only?

Ich glaube, dass jede Katze gerne denkt, sie sei die einzige Katze auf der Welt.

(Colette, Sieben Tierdialoge, Quelle: Literarischer Katzenkalender 4.-10. April 2016)

Ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Herr Fellträger so tickt. Nun ist er ein Kater, ein Einzelgänger, andere Artgenossen werden nur äußerst angespannt wahrgenommen, soweit ich das mitbekomme. Ich vermute, die einzige andere Katze, die gerade noch so geht, bin ich.

Gestern wurde ich von Campogeno mit dem „Fair zu Pfoten“-Award überrascht. Verglichen mit der Radikalität, mit der er lebt, bin ich freilich ein furchtbar kleines Licht. Eine simple Katzenvernarrte halt.

Trotzdem möchte ich seine Fragen beantworten:

1/ was für tiere leben bei dir, oder um welche tiere kümmerst du dich?

Ich lebe mit einem Fellträger, Katze genannt. Nur einer? Ja, nur einer. Das hat vor allem was mit ihm zu tun: Wenn er eines Tages mit einer anderen Katze vor meiner Tür stünde und mir erklären würde, das sei jetzt die/der, mit der/dem er sein Essen teilen möchte, dann wäre ich die letzte, die sagen würde: Kenn ich nicht, fütter ich nicht. Aber nachdem ich verschiedentlich mitbekommen habe, dass er bei allen anderen Katzen eigentlich eher sehr in der Defensive ist, habe ich gesagt, okay, your home is your castle, meinen Schoß musst du nicht teilen und auf der Couch liegt es sich auch besser, wenn nur ein Mensch und eine Katze drauf liegen. Wir teilen uns das Leben, und das darf auch gern so bleiben.

2/ wie hast du die tiere bekommen, oder woher kommen die tiere?

Er kam eines schönen Abends laut rufend den Platten- (Garten-) weg entlang an meine Tür: „Hallo, ist hier wer, ich habe nämlich Hunger, ich suche einen Platz zum Bleiben.“ Ich machte die Tür auf, sah ihn an, er sah mich an, ich nahm ihn auf den Arm, mein Herz floss über: Liebe auf den ersten Blick. Er entschloss sich zum Bleiben (Freigänger), ich suchte die Bäume und Laternenpfähle in der Umgebung nach Suchmeldungen ab und rief die zuständigen Stellen an: Keiner vermisste diese Katze, etwa einjährig (laut Auskunft Tierarzt), kastriert, sozialisiert (man stellt sich an den Kühlschrank und benutzt ein Katzenklo) und vom ersten Tag an ungeheuer menschbezogen.

3/ bist du veganer oder vegetarier?

Nein, ich bin bestenfalls ein Immer-weniger-Fleischesser, versuche aber, gerade was Fleisch angeht, sehr bewusst zu konsumieren. Auch möchte ich nicht auf Milchprodukte und Käse verzichten.

 

Die Katze und der Arm – 365tageasatzaday„Nicht den Arm wegnehmen, schläft sich gerade so gut!“
Quelle: ichmeinerselbst mit dem Handy und dem Fellträger meines Herzens

 

 

Sechs Fragen über Sex

Der wertgeschätzte Herr ©lz. erhält einen Award für Dichter und Denker und bewirft im Gegenzug unter anderen mich prompt mit sechs Sex-Fragen. (Danke!) Ich ertappe mich bei der spontanen Reaktion: Wie schön, das nenne ich mal eine radikale Umdeutung! Und dann, ertappt: Ja nee, ich nun wieder, typisch das hochgeschlossene Blümchen, die Trennung zwischen Hirn und Rest. Also steige ich doch gleich mal mit der passenden zweiten Frage in die Antworten ein:

 

2/ Geht Geist und Sex zusammen?
Ich war immer der Meinung, dass eine gewisse Menge an Geist mindestens vorhanden sein muss, um jemanden ins Bett zu kriegen, bei dem es sich lohnt. Andersherum: Ich finde Geist sexy – bitte nicht mit einem Uniabschluss verwechseln!

3/ Wenn Sex die schönste Nebensache der Welt ist, was könnte dann die Hauptsache sein?
Oh, alles. Leben. Liebe? Ich finde den Spruch mit der Nebensache eigentlich ziemlich bescheuert.

4/ Was bewirkt das Lesen dieser 3 Buchstaben in Ihnen?
Nichts. Überdruss. Das Gefühl von Schalheit.
Mit Assoziation zu etwas oder jemand Konkretem/Konkretes alles von begeisterten Aufwallungen körperlicher und geistiger Natur bis hin zu Würgeanfällen und Fluchtreflexen.

5/ Nennen Sie drei Klischees?
„Es kommt nicht auf die Länge an.“
„Blondes have more fun.“
I did not have sexual relations with that woman.

6/ Was hat Schreiben mit Sex zu tun?
Hingabe. Einfühlungsvermögen. Geduld. Freude! Oh, und durchaus auch Arbeit. 😉

 

Und meine Lieblingsfrage zum Schluss:
1/ Welche Alternative bietet schlechter Sex / wobei: was könnte das sein?

Diese Frage gibt mir die willkommene Gelegenheit, den neulich im ZEIT MAGAZIN entdeckten Artikel zu verlinken: „Wie wichtig ist die Penisgröße für die Frau?“ (jaha, die ZEIT), in dem es sehr viel um den weiblichen Orgasmus geht und dem ich folgenden Witz entnommen habe: „Da liegen zwei – offenbar nach dem Sex – nackt im Bett und er sagt: ‚War‘s gut?‘, woraufhin sie antwortet: ‚Deiner Frage entnehme ich, dass das eben Sex war.'“

Ich nehme das jetzt mal als Definition für schlechten Sex.

Alternativen dazu. Hm.
Kein Sex (mit diesem Partner).
Demzufolge Fremdgehen oder Trennung und neue Suche, letzteres unterbleibt bei zunehmendem Alter aus eher praktischen Gründen eher öfter, schätze ich. Daher dann doch Sex (schlechter).
Alkohol, Drogen, Essen.
Für den Job oder das Hobby leben (ich hab schon häufiger gedacht, dass bei manchen Frauen und Männern deshalb ab einem gewissen Alter der Koch- und Backfimmel einsetzt, Frauen entdecken dann öfter mal eine esoterische Ader und die Witze nach dem Motto: „Spielen Sie schon Golf oder haben Sie noch Sex?“ sind auch schon legendär, sprich alt, wenn sogar ich sie kenne.)
Ja, die Spezies derer, die das Dilemma angeht, gibt es auch.

Ich möchte diese genannten Alternativen nicht als Wertung verstanden wissen (sondern bestenfalls als Beobachtung), denn hey, bin ich in den Schuhen der Leute gegangen? Mitnichten. Letzten Endes läuft das alles auf die Frage hinaus: Welchen Stellenwert hat Sex jetzt für mich in meinem Leben? Was brauche ich dabei zum Glücklichsein, was brauche ich nicht, was tue ich für meinen Herzensmensch, damit der glücklich ist? Darüber lohnt sich mit Sicherheit (auch) das Nachdenken.

 

Last but not least ein einzigartiger Kommentar zum Thema von den Ärzten.

 

 

Aus dem Text:

Sie liegen schon mittags in den Büschen | nachts kann man kaum noch durch den Stadtpark gehen | romantische Schwärmer nennen es Liebe | ich würde sagen: | hier kann man Hormone bei der Arbeit sehen.

(Die Ärzte, M&F, Quelle)

 

Blogger Recognition Award

Das ist mit Abstand die schlimmste Bezeichnung, die ich kenne. Ein Award zur Anerkennung meiner Verdienste als Blogger. Ich nehme dann doch lieber das Jodeldiplom, hallo, geht das noch? Okay, egal …. Ansonsten ist das ein ziemlich kuscheliger Award, mit dem Gacela und Cuervo von TwoNovelists mich beehrt haben, danke, Mädels! Die Idee ist ja auch nett, nur das Wort … *seufz*

 

Hier sind die Regeln:

1/ Bedanke dich für die Nominierung, beschreibe deinen Weg zum Blogger und gib neuen Bloggern ein paar (hilfreiche) Tipps!

2/ Nominiere 15 Blogger (ihr könnt auch weniger nominieren oder einfach nur so am Award teilnehmen – fühlt euch frei zu tun und zu lassen, was ihr wollt).

3/ Lass die Nominierten wissen, dass sie getaggt wurden!

4/ Verlinke Eve’s ursprünglichen Post (damit jeder das Original sehen kann und damit nichts verfälscht wird)!

 

Beschreibe deinen Weg zum Blogger.

Es war einmal ein kleines Mädchen, das wollte Schriftstellerin werden. (UND Wanderschäferin.) Und es schrieb und schrieb und schrieb und alle bewunderten es. Es wurde älter und bemerkte irgendwann, dass das, was es schrieb, kompletter Kitsch war und mit „dem Leben“ (dachte es) nichts zu tun hatte. Außerdem hatte es inzwischen genug gelesen um festzustellen, dass andere das konnten: aus dem Leben schreiben, wo ihm seiner Meinung nach nichts einfiel, was Substanz hatte. Es machte sich also auf den sattsam bekannten „Weg zu sich selbst“ und hörte auf zu schreiben. SCHNITT.

Die Frage einfach mit „Sublimierung des Bewegungsdrangs“ zu beantworten, ist bisschen unfair, oder? SCHNITT.

Wie so viele bin ich der Typ, der dazu neigt, Zitate, Sinnsprüche und Gedichte zu sammeln, sie (nächster Schritt) mit eigenen Fotos anzureichern und beglückt anzuhimmeln. Gefährliches Hobby (für andere). Klar sind die schön. Klar bin ich Mitglied einer Fotoplattform. Aber irgendwann nervt auch das. SCHNITT.

Ich habe neulich schon erwähnt, dass ich keineswegs ohne Erfahrung bin, mich öffentlich zu etwas zu äußern. Aber wie jede Fertigkeit bedarf auch die der Pflege. Wo also schreiben, wenn ich mich mit Menschen über etwas austauschen will? Foren … hatte ich schon. Ich finde Facebook toll, um mit weit entfernt lebenden Menschen, mit denen ich nicht regelmäßig telefoniere oder maile, Kontakt zu halten und manchmal zu chatten, damit erschöpft sich meine Begeisterung aber auch. Schreiben speziell für Facebook? Nie nicht.

Über Links im Netz entdeckte ich das weite Feld der Themenblogs und fand es höchst interessant. Selbst machen? Hm. Was hätte ich einer wie auch immer gearteten Community denn anzubieten? Ein Themenblog wurde versucht, geriet dann aber ins Stocken, vor allem, da ich keine Lust hatte, das Rad neu zu erfinden und mir sehr schnell klar wurde, dass das mehr ein Notiz-Blog werden würde. Ein „richtiger“ Blog musste her, aber noch fehlte die Idee.
Das änderte sich an jenem Tag Ende August letzten Jahres, als ich auf die 365-Tage-Projekte stieß. Genau mein Ding: eine Herausforderung mit begrenzter Laufzeit, die mich veranlassen würde, jeden Tag etwas zu schreiben. Etwas. Verdammt egal, was. Gab es was zu verlieren? Höchstens Zeit, aber es galt neue Welten zu gewinnen. WordPress als System war mir vertraut, das war keine schwierige Entscheidung, ich zerbrach mir den Kopf über Blognamen und Optik … und fing (ich glaube, zwei Tage später) einfach an. Über den mir selbst auferlegten Zwang habe ich seitdem oft geflucht, tatsächlich bereut habe ich es nie. Wirklich.
Mein Blog feierte seinen ersten Geburtstag vor ein paar Tagen, Namen und Schlagzeile habe ich geändert, den Rest gelassen. Auch ein gutes Fazit.
Ich freue mich auf das nächste Jahr. SCHNITT.

Katzen regieren das Internet, was jeder weiß, der mit einem Mitglied der Schnurr-Mafia zu tun hat. Ihr habt mir also bis jetzt ernsthaft abgenommen, der Fellträger wäre am Zustandekommen und an der Existenz der Blogartikel völlig unbeteiligt? Schön, dann tut das bitte auch weiter. 😉

 

Tipps für neue Blogger.

  • Leute finden dich nicht, weil du fleißig Blogeinträge postest, sondern weil andere dich in ihrer Blogroll haben oder weil du dort einen oder mehrere Kommentare geschrieben hast, die ihnen gefielen. Also nicht nur liken. Kommentare ziehen Neugierige an wie Fliegen. Humor schadet auch ausnehmend selten.
  • Nimm dir Zeit für deinen Blog. Gern auch viel Zeit. Mindestens genauso wichtig wie deine Beiträge ist, dass du denen, die bei dir kommentieren, antwortest. Oder freust du dich nicht, wenn du eine persönliche Antwort bekommst? Siehste.
  • Trag in dein Gravatarprofil die Webadresse deiner Seite ein, damit du leichter gefunden wirst. (Es ist erstaunlich, wie viele altgediente Blogger das übersehen.) Wenn du nicht weißt, wie, frag. Die meisten Blogger, die ich kennenlernen durfte, sind extrem hilfsbereit.

 

Nominierungen.

Die meisten, bei denen ich mich ständig herumdrücke, bloggen länger als ich. Also möchte ich euch eigentlich alle freudig grinsend mit diesem Award bewerfen und das auch so verstanden wissen.

Da ich aber weiß, dass alle gern so tun, als ob sie nicht gemeint wären, mach ich mal eine kleine Liste. Euch meine ich ganz sicher, und jede/r andere, der/die dies liest, darf auch gern! 🙂

Der Herr Ickemich. Der Herr Finbar. Der Herr Bernd. Selbstverständlich der Herr ©lz. Der Herr Tristan Rosenkranz. Der Herr Matthias. Der Herr Erich.
Die Frau Arabella. Die Frau Marga. Die Frau Karin. Die Frau Ulrike. Die wertgeschätzte Frau Käthe. Frau Bruni. Die Frau Myriade.

Für alle gilt: Macht was draus, oder lasst es. Wenn euch Stöckchen nicht in eure Bloglandschaft passen, verewigt euch gern in den Kommentaren. Wenn ihr nicht mitspielen wollt: Ich werde euch ganz sicher auch weiterhin lesen. Aber vielleicht habt ihr ja Spaß dran.

Blogaward – 365tageasatzadayQuelle: diverse Fotos von Pixabay

 

Und jetzt: Kommt gut in die Woche!

 

Vom Leben nach dem Tod (mit Bonus-Lollis)

Mein Name fiel bei einem „Liebster Award“. Über Sinn oder Unsinn dieses Awards mache ich mir keine Illusionen, auf jeden Fall mag ich Fragen. Okay, meistens. Am interessantesten fand ich allerdings fast, dass Matthias von der Beat Company, der mich nominiert hat, in seine Antworten einen hebräischen Begriff einflocht (und hebräisch schrieb): Du machst sehr effektvoll auf dich neugierig, mein Lieber! 🙂

Drei ungewöhnliche Fragen hat er in die Runde geworfen, und mein Technikproblem verschaffte mir Zeit zum Nachdenken …

 

1/ Was machst Du im Leben nach dem Tod?

Wenn es genauso weitergeht wie hier, fotografieren und schreiben. Siehst du doch.

Glaubst du denn, dass es so weitergeht wie hier?

Nein. Das ist etwas, was mir immer komplett hirnrissig erschien: die „Auferstehung im Fleisch“, ob nun physisch im berühmten Kreis der Lieben oder mit Biervulkan und Stripperinnen.

Glaubst du denn, dass es überhaupt weitergeht?

Ja. Einfach so. Ja. Ich bin mir völlig unklar über das „wie“ (und ich weiß, dass es viele, viele Theorien gibt, auch gute). Aber da es heißt „Nichts geht verloren, nichts wird geschaffen, alles verwandelt sich“ (Antoine Laurent de Lavoisier), bin ich zuversichtlich. Die Asche meines hiesigen Körpers darf gern einen hiesigen Baum düngen. Mein Geist, meine Seele … sie wird schon ihren jenseitigen Platz finden. Ich glaube gern an eine andere Seite, an ein liebevolles großes Ganzes, und dass ich dort mehr verstehe, was das alles soll, als hier.
Es beginnt ein neues Leben. Eine Art von. Dort. Vielleicht auch wieder hier.

 

2/ Wen siehst Du, wenn Du morgens in den Spiegel schaust?

Den Teil von mir, der wieder ins Bett möchte. Fast egal, wann. Frag mich nichts vor dem ersten Kaffee, es ist besser für uns beide, ja?
Dieses sprichwörtliche „Ich kenn dich nicht, aber ich wasch dich doch“-Ding habe ich nicht. Ich erkenne mich immer. Manchmal allerdings überrascht mich die, die ich da sehe, weil ihre inneren Zustände so klar von ihrem Gesicht ablesbar sind, und ich sie mir bisher vielleicht gar nicht so eingestanden habe. Manchmal sehe ich Angst gespiegelt, manchmal Freude, manchmal Schmerz. Wie könnte es anders sein?

Ich bin nicht medial in dem Sinne, dass ich meine Aura sehen würde oder irgendwas sonst um mich herum. Aber manchmal habe ich schon das Gefühl, dass die, die da zurückguckt, deutlich mehr ist als mein Alltagsbewusstsein. Mich erfüllt das mit tiefer Zufriedenheit.

 

3/ Wahrheit oder Pflicht? (Best of Flaschendrehen)

Wenn ich mich recht erinnere, durfte der, der vorher dran war, die Frage/Aufgabe auswählen. Ich habe mich also danach entschieden, wer das war. Heute finde ich Fragen zu beantworten spannender, aber ich würde immer entscheiden, wo ich die Grenze ziehe. Und wer nicht respektiert, dass ich nicht jedem alles beantworte, mit dem spiele ich nicht. 😉
Falls das heißt, dass du jetzt mit noch einer Frage um die Ecke kommst: bitteschön, nur zu.

 

Meine Fragen

1/ Wie erträgst du Stille? Ist Knopf-im-Ohr eine Option?

2/ Spielt Spiritualität (ich meine damit nicht ausschließlich die etablierten Religionen) für dich in deinem Leben eine Rolle, falls ja, welche?
Bonus-Lolli-Frage: Was ist „Spiritualität“ für dich?

3/ Was hast du in deinem Leben gemacht, womit keiner gerechnet hat?
Bonus-Lolli-Frage: Bist du zufrieden mit dem, was es dir gebracht hat?

 

Ich nominiere nicht. Ich freue mich, wenn sich jemand von den Fragen angesprochen fühlt und sie beantworten mag. Auch in den Kommentaren, klar.

So oder so, habt einen schönen Sonntag! Ist das übrigens nicht ein ziemlich geiler Kaugummiautomat? Hach, Erinnerungen (auch wenn ich ihn nicht geknipst habe) …

 

Kaugummiautomat – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

 

Liebster Award, die Antworten

Es ist Frühling, die Stöckchen fliegen tief 🙂 Diesmal knallte mir das rosafarbige an den Schädel, ein „LIEBSTER Award“, geworfen im wilden Süden von Carmen aus der wortwabe, vielen Dank! Vom Schwung von den Füßen gerissen, beschließe ich, es häppchenweise zu verarbeiten.

Erster Teil: die Antworten auf Carmens Fragen.

1. Was war deine Motivation für deinen Blog?

Ich wollte wissen, ob ich es wirklich schaffe, jeden Tag (siehe Blog-Titel) etwas zu schreiben, was z. B. über das Posten eines Musiktitels hinausgeht. Bis jetzt gewinne ich, aber die Bloggerei nimmt erheblich mehr Zeit in Anspruch als erwartet.

2. Kannst du dir heute ein Leben ohne die Möglichkeiten des Internets noch vorstellen?

Können schon, schließlich bin ich alt genug. WOLLEN tu ich nicht mehr.

3. Glaubst du an Seelenwanderung?

Ich bin davon überzeugt, dass es nach dem Tod weitergeht, und denke gern auch in Richtung Reinkarnation. Aber je konkreter jemand es ausformuliert, desto suspekter wird es mir.

4. Welchen Traum willst du unbedingt verwirklichen?

Mit dem Märchenprinzen glücklich gemeinsam alt werden.

5. Lebst du in der Stadt oder auf dem Land?

Stadtrand. Bisschen was von zwei Welten. Also eher doch Stadt.

6. Wie stellst du dir dein Leben mit 70 vor?

Gar nicht.

7. Wenn du auf Reisen gehst: lieber ins Hotel oder zum Camping oder Ferienwohnung/Haus?

Ferienwohnung/Haus, evtl. auch Pension. Nicht so weit weg vom Leben wie im Hotel und nicht so abgeschieden wie beim Campen.

8. Was ist dein Lieblingsbuch?

Hab keins. Zu unterschiedlichen Zeiten in meinem Leben konnte ich unterschiedliche Bücher (gefühlt) fast auswendig. Heute würde man mich, wenn ich zu einem meiner Lieblingsbücher greife, um mich in die Sonne zu setzen, vermutlich mit einem von Patricia McKillip erwischen. Aber sicher ist da nichts …

9. Wenn du dich mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Neugierig, nachdenklich, nett. Und die, die „nett für die kleine Schwester von Scheiße“ halten, die können mich mal.

10. Wovon würdest du dich ungern trennen (bezogen auf Sachen)?

Ein T-Shirt von 2001, das ich auf einem Sting-Konzert im Stadtpark gekauft habe, und das jetzt unausweichlich auseinanderfällt. Mein Lieblingskaffeebecher aus einer Bamberger Töpferei. Meine erste Ausgabe vom „Herrn der Ringe“ (grün, Schuber, die alte Übersetzung; ich bin heute noch sauer auf die Mitschülerin, die sie mir rundgelesen wiedergab), deren Rücken inzwischen auch immer weniger halten.

11. Hast du eine schräge Angewohnheit?

Definiere „schräg“? Ich würde eher sagen, dass ich zu guten Zeiten eine harmonisch schräge Gesamtausgabe bin ….

 

Die Regeln:

Danke dem Blogger, der Dich nominiert hat (check ✔).
Verlinke den Blogger, der Dich nominiert hat (check ✔).
Füge einen der LIEBSTER-Blog-Award-Buttons in Deinen Post ein (check ✔).
Beantworte die Dir gestellten Fragen (check ✔).
Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die Du nominierst (demnääääächst).
Nominiere 5-11 Blogs, die weniger als 300 Follower haben (demnääääächst).
Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass Du sie nominiert hast (demnääääächst).

 

Liebster Award – 365tageasatzaday

 

Sieben gar nicht geheime Geständnisse

Die liebe Marion von FindeSatz hat mich herausgefordert, der Blogwelt „7 Geständnisse“ zu machen und mich dafür mit dem One Lovely Blog Award beehrt.
Ich musste nicht lange überlegen, ob ich mitmache, aber 7 Punkte zusammenzubekommen, hat dann doch gedauert.

  1. Ich bin drei Monate ohne TÜV gefahren und habe Anfang des Monats endlich mein Auto wieder „legalisiert“. (Ja, lieber Staatsschutz, ihr wisst das schon, ihr hattet mich nämlich aufgeschrieben.)
  2. Ich spiele (immer noch) Quizduell. Das tun in Deutschland inzwischen fast 21 Millionen, jedenfalls wenn man sich die Download-Zahlen anschaut, es ist also nicht wirklich ungewöhnlich. Ich habe es langsam mit Geduld und Spucke in die oberen 0,05 Prozent geschafft und suche idealerweise ähnlich platzierte Mitspieler. Wobei ich sagen muss: Ich cheate nicht, habe weder Zeit noch Lust, Top-100-Spieler zu werden, mag das Spiel aber immer noch, spiele hauptsächlich, um Spaß zu haben und möchte ganz gern meinen Rang halten.
  3. Ich kann mir schlecht Zahlen merken. Ja, okay, mein Geburtstag, meine Telefonnummer, meine PINs, meine Postleitzahl. Klappt bei Lieblingsmenschen auch noch. Danach wirds schwieriger. Bei Geburtstagen von Bekannten merke ich mir deren Sternzeichen und hoffe, dass ich mir das Datum aufgeschrieben habe. Aber … Lichtgeschwindigkeit? Das Datum der Mondlandung? Passwörter? Vergiss es. Ich weiß, wo’s steht.
  4. Ich bin aus unterschiedlichen Gründen inzwischen sehr zurückhaltend bei Wurst, aber ich kann Fleisch roh essen. Gern und mehr als einen Bissen und durchaus nicht (nur) fein beim Italiener. Und ich kenne eine Menge Leute, die das eigentlich ziemlich eklig finden. Habe mich immer gefragt, ob die mich dann für einen Kannibalen halten.
  5. Ich habe ein gut gepflegtes Regal mit Büchern, die am ehesten als religiös/spiri/esoterisch bezeichnet werden können. Das geht auch nicht mehr weg. Chronisch sozusagen.
  6. Ein echtes Geständnis: Ich habe vor vielen Jahren mal Geld zum Geburtstag für einen bestimmten Zweck geschenkt bekommen. Die Einlösung wurde aus guten Gründen aufgeschoben, das Geld … verflog *hrmhrm*, die Schenker waren irgendwann (zu Recht) sauer, das schlechte Gewissen (und den guten Vorsatz) habe ich immer noch. Konsequenterweise (siehe oben) habe ich vergessen, wann das war. 🙂
  7. Ich möchte nie mehr nicht AM Wasser wohnen. Aber INS Wasser bekommen mich die berühmten zehn Pferde nur, wenn ich noch drin stehen kann. Das kann ich sogar lang und breit hochtrabend psychologisch begründen, möchte es aber lassen.

 

Mitzuliefernde Spielregeln

  • Verlinke die Person, die dich nominiert hat
  • Liste die Spielregeln auf
  • Nenne 7 Fakten/“Geständnisse“ über dich
  • Nominiere 7 weitere Blogs

 

Ich nominiere von den üblichen Verdächtigen einige, die zum Glück noch nicht auf Marions Liste standen:

Auch hier gilt wieder: Nichts muss, alles kann. Wenn ihr keinen Bock habt, lasst es. Wenn ihr mitmachen wollt, aber nicht auf der Liste seid, seid willkommen!

 

onelovelyblogaward

 

Willste ein Schwirrholz?

Mit einem satten PLOPP! schlug der LIEBSTER Award von Silvia Tuepflischiesserin vor meinen Füßen auf. Ich schleppte ihn in meine Schreibhöhle, begutachtete ihn, polierte ihn, versah ihn mit Antworten und neuen Fragen, binde ihn an eine Schnur (Schwirrholz halt) und lasse ihn jetzt aufs Neue kreisen und brummen …

Ich habs mir lange überlegt, ob ich wen nominieren soll. Die Schwierigkeit ist, dass ich eigentlich von jeder und jedem, bei der/dem ich lese und kommentiere, entzückt wäre, wenn sie/er sich über meine Fragen hermachen würde. Egal, wieviele Follower ihr habt. Egal, ob ihr gerade erst mit einem Stöckchen durch seid. Kann ich das erbitten? Klar. Kann ich das verlangen? Natürlich nicht.

Sollte euch also beim Lesen der Verdacht kommen: Meint sie mich? Ja, ziemlich sicher tut sie das. Also, ein Aufruf in alle Schreibstuben und Elfenbeintürme zu Lande, zu Wasser, in der Luft und unterm Dach juchhe – ich würde mich sehr freuen, wenn ihr was draus macht. Und an alle anderen, die ich noch nicht so gut kenne: mögt ihr meinen Satz Fragen? Dann schnappt ihn euch und macht was draus! Ich fühle mich geehrt! 🙂

 

Also los.

Silvias Fragen, meine Antworten.

  1. Welche Nahrungsmittel befinden sich derzeit in Deinem Kühlschrank? Nur der Standard: Milch, Käse, Joghurt, Quark, Eier, Fischkram. Schokolade. Bier. Zwei Sorten Senf. Saucen/Ketchup. Tomatenmark. Zurzeit ein angefangenes Glas Senfgurken, sauer eingelegte Gemüse im Glas, Kräuterbaguette zum Aufbacken. Keine Wurst. Genau.
  2. Welche ist Deine liebste Jahreszeit? Herbst. Aber so was von eindeutig.
  3. Wovor hattest/hast Du richtig Angst? Zahnarzt. Bis kurz vor Panikanfall. Und wäre das nicht inzwischen erheblich besser, würde ich die Frage verweigern.
  4. Deine Lieblingsfarbe? Jaaaaaa … das ist richtig schwierig. Ich mag eigentlich keine Farbe nicht. Also, anders: Wenn mir jemand einen Farbfächer vor die Nase hält und mich bittet, mir eine auszusuchen, ist die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus dem rot-orange-gelb-gold-Spektrum. Und wenn nicht, dann ist sie dunkelnachtblau. Oder flaschengrün. Oder … ach, vergiss es.
  5. Was kannst Du besonders gut? Einparken. Sagen andere. Und ich werde nie verstehen, wo da das Problem ist. Ich habs doch auch gelernt.
  6. Beherrschst Du ein Kunststück (z. B. Jonglieren)? Glaub nicht … Ich kann kleine quadratische Schächtelchen falten, zählt das?
  7. Dein Sternzeichen? Zwilling.
  8. Woran glaubst Du? Ich könnte natürlich einfach „an Wunder“ antworten, es würde stimmen. Aber wenn ich die Frage eng fasse, dann stelle ich fest, dass sich die Menschen in zwei Lager teilen: in die, die glauben, und die, die es nicht tun. Das halte ich für eine wichtige Unterscheidung. Ich gehöre zu den Glaubenden.
  9. Was möchtest Du unbedingt mal tun? Paragliden. Gern auch nur als Tandemflug zum Antesten. Ich hoffe, ich stelle dann nicht fest, dass ich doch nicht mehr schwindelfrei bin.
  10. Dein Lieblingsbaum? Vor meiner Haustür steht eine alte Walnuss. Ist angeblich so um die Mitte der 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts gepflanzt worden. Bevölkert von Unmengen Vögeln aller Größen, Eichhörnchen, eventuell durchreisenden Besucherkatzen und dem Tiger meines Herzens. Walnüsse produziert sie ab und an auch noch. Und Blätter. Viele! Und schmeißt im Sturm mit Ästen.
  11. Erzählst Du uns einen Witz? Steht ein Mann unter einem Baum und klatscht regelmäßig in die Hände. Kommt ein anderer vorbei und fragt ihn, was er da tue. „Ich verscheuche die Elefanten aus dem Baum.“ „Aber in dem Baum sind doch gar keine Elefanten!“ „Sehen Sie, es funktioniert!“

 

Meine Fragen an die geneigte Runde.

  1. Jeder hat seine eigenen heiß geliebten und verteidigten Ecken und Kanten. Denkst du, dass man leicht mit dir klarkommt (bisschen guter Wille vorausgesetzt)?
  2. Gute Laune von knapp über null auf ganz hoch. Was ist dein Rezept?
  3. Wie viel Zeit verbringst du täglich/wöchentlich mit Aktivitäten rund ums Bloggen (Schreiben, Lesen, Kommentieren)?
  4. Bist du eine Lerche oder eine Eule, soll heißen, würdest du aus Gründen X nicht aufstehen müssen, wann würdest du aufstehen und wann schlafen gehen?
  5. Schon klar, dass das einem ständigen Wandel unterliegt, aber was ist in deinem Leben gerade wichtig?
  6. Lebst du mit Tier(en)? (Und wenn ja, mit welchen?)
  7. Ein Lieblingslied bitte. Nur eins. Bitte!
  8. Auf welche Annehmlichkeit würdest du im Alltag nicht verzichten wollen?
  9. Was macht einen Lieblingsmenschen zu einem Lieblingsmenschen?
  10. Wir sind verabredet und haben uns noch nie gesehen: Woran würde ich dich in einer Menge Leute erkennen können?
  11. Stell dir vor, der WordPress-Server macht die Grätsche, und das Blogiversum wäre plötzlich platt. Wie schlimm wäre das für dich?

 

Die offiziellen Regeln.

  1. Verlinkt die Person, die euch nominiert hat.
  2. Beantwortet die 11 Fragen, die die Person euch gestellt hat.
  3. Sucht euch 5-11 Blogger, die unter 200 Follower haben und nominiert sie.
  4. Überlegt euch selbst 11 Fragen für eure 11 Nominierten.
  5. Gebt den nominierten Bloggern Bescheid.

 

Ich bin so gespannt auf eure Reaktionen. 🙂

 

Liebster Award – 365tageasatzaday

 

Award im Anflug – Donnerstag, 16. Oktober 2014

LIEBSTER Award – 365tageasatzadayAua! Es hat mich erwischt! Ich wurde von einem tieffliegenden „LIEBSTER Award“ getroffen! Und da es mein erster ist, hab ich mich nicht geduckt und bin abgehauen, sondern biete dem Werfer, dem geschätzten ickemich, die Stirn.

Die Regeln:

  1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat
  2. Beantworte die gestellten Fragen
  3. Stelle weitere 11 von dir ausgedachte Fragen an die Nominierten
  4. Nominiere weitere 11 Blogger
  5. Sag den Nominierten Bescheid, dass sie wissen, dass sie von dir nominiert wurden

 

1.  Wertgeschätzter ickemich, danke mit Knicks für die Nominierung 🙂

2.  Beantworte die Fragen. Oha. Nun denn, du hast es so gewollt.

1. Notierst Du eher analog oder digital?

Wenn ich unterwegs bin, analog. Ansonsten alles, was länger als ein Einkaufszettel oder eine Adresse ist, digital. Ich weiß schließlich nie, was noch dazukommt.

2. Nenne uns doch bitte Deinen meistlaufenden Radiosender und verklickere uns, warum der dauernd läuft.

Radio hat für mich hauptsächlich die Funktion, mich mit Nachrichten, Wetter und Verkehr aus meiner Stadt (Hamburg) auf dem Laufenden zu halten. Ich MUSS die Musik mögen und das Gequassel darf nicht zu sehr nerven (Moderatoren, die ständig einen Clown verschluckt haben, kann ich nicht ausstehen). Ich höre die meiste Zeit alsterradio 106!8 rock ‘n pop und teste zurzeit HH ZWEI an.

3. Warum steht nicht einfach „32“ auf den 8×4 Produkten?

Weil außer „42“ eh nichts Sinn macht. 🙂 (Ha, ohne diese Frage hätte ich das nie gegoogelt und herausgefunden, dass es tatsächlich eine Antwort gibt!)

Staffelberg – 365tageasatzaday4. Wo oder was ist Dein Lieblingsort?  Ort! Nicht Sport!

Hast du nur einen? Ich nicht. Einer ist hier: 50° 5′ 32″ N, 11° 1′ 29″ O, und zwar tatsächlich ganz vorn an der Kante (siehe Bild).
Ein anderer ist auf dem Deich gegenüber dem Leuchtturm Westerhever mit Blick in den Sonnenuntergang, den Ort könnte der eine oder die andere kennen …

5. Welche Dinge rettest Du aus Deinem brennenden Haus/Deiner brennenden Wohnung (Menschen und Tiere retten sich schon selbst), und wie willst Du das alles transportieren?

Das ist eine derartige Albtraumfrage, dass ich nicht im Detail darüber nachdenke. Etwas extrem Wichtiges könnte ich eh nicht transportieren: direkt vor meiner Tür steht ein ca. 90jähriger Walnussbaum. Um den würde ich weinen.

6. Wieviel Meter Displaydiagonale befinden sich in Deinem Haushalt/privatem Umfeld?
(Nur die Diagonalen summieren, nix kompliziertes rechnen)

Ein Meter? Anderthalb? Nicht viel, wirklich nicht. Interessiert mich nicht.

7. Könntest Du Dir ernsthaft vorstellen, vom Bloggen zu leben?

Ich denke nicht so weit. Mein Blog ist noch keine zwei Monate alt, ich bin also noch voll in der Ich-kotze-mein-Herz-möglichst-kunstvoll-ins-Internet-Phase. (Okay, bisschen ernster ist es schon. Sieht man ja.)

8. War nun zuerst die Henne da, oder doch das Ei?

Ich spar mir den nüchternen Hinweis auf die Mutation im Ei (aus der das erste Huhn entstand).
Viel spannender finde ich deine Frage, wenn ich sie als eine von diesen philosophisch-müßigen Wie-viele-Engel-können-auf-einer-Nadelspitze-tanzen-Fragen betrachte, wobei nicht geklärt ist, ob der Humanismus der Scholastik diese Frage nicht bloß untergeschoben hat (Quelle, Punkt 6). Es gibt dazu übrigens eine (moderne naturwissenschaftliche) Antwort (hier nachzulesen), und mir wurde von kundiger Stelle versichert, dass die Beweisführung kein kompletter Schwachsinn sei. Ansonsten halte ich es damit, dass die Welt auf den Rücken von vier Elefanten ruht, die wiederum auf dem Rücken der Sternen-Schildkröte Groß-A’Tuin stehen oder verweise auf das fliegende Spaghettimonster.

9. Morgens gibt es bei Dir eher Kaffee (wieviel), Tee (welchen) oder etwas ganz anderes?

Kaffee! Kaffee ist mein Freund. Mein großer Lieblingsbecher mit viel Milch und viel Kaffee, handgeklöppelt von meinem prähistorischen Krups T8. Essen muss ich erst später was, aber mit dem ersten Kaffee beginnt der Tag.

10. Wieviel kW/h verbraucht Deine Waschmaschine im Jahr? (Das ist jetzt erst die Rechenaufgabe!)

Das ist keine. Immer die gleiche Menge Kilowatt pro Stunde, und das im ganzen Jahr. 🙂

11. Angenommen, Geld spielt keine Rolle mehr. Was würde für Dich diese Rolle dann einnehmen?

Ich kann mir eine Welt ohne Geld in irgendeiner Form (bunte Scheine, Goldstücke, Kaurimuscheln) nicht vorstellen. Ich würde mir wünschen, dass Geld wieder mehr an Verantwortung gekoppelt wird und wir nicht alle nach dem Nach-mir-die-Sintflut-Prinzip leben (müssen). Stichwort Nachhaltigkeit, unter anderen. Würde ich mir aber vorstellen, dass Geld diese dominierende Rolle verliert, würde ich gern Zeit austauschen. Ich mach Computerkram für dich, du mähst meinen Rasen … oder so.

 

3.  Meine 11 Fragen an die Nominierten

  1. Wofür lohnt es sich, jeden Tag aufzustehen?
  2. Wenn du für ein, zwei Tage ein Tier sein könntest, was für eines wärst du gern?
  3. Hast du einen Traum, den du dir noch unbedingt erfüllen willst? Wenn ja, welchen?
  4. Wovon besitzt du am meisten? Bücher, Musik oder Filme?
  5. Hat sich durch deinen Blog etwas in deinem Leben verändert?
  6. Was findet sich immer bei dir im Kühlschrank?
  7. Schlag das nächste Buch in Reichweite auf Seite 37 auf und poste den dritten Satz. (Und sag bitte, was das für ein Buch ist.)
  8. Gibt es für dich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens?
  9. Wer ist deine Lieblings-Filmfigur (ODER -Buchfigur) und warum?
  10. Was isst du NICHT?
  11. Wofür hättest du gern mehr Zeit?

 

4.  Die Nominierten. And the (whatever) goes to … Erlaubt mir eine Vorbemerkung. Mir ist klar, dass derartige Awards eigentlich hauptsächlich dazu dienen, relativ kleine Blogs besser untereinander zu vernetzen. Das ist mir wurscht, ich folge euch schon. Also betrachtet meine Fragen bitte als die pure Neugierde, die sie ist, gerichtet auf den/die Menschen hinter den Blogs. Gerade weil ich die meisten von euch jetzt schon ein paar Tage lese, wäre ich bei jeder/jedem von euch auf eure Antworten gespannt und habe mich auch nicht darum gekümmert, ob ihr schon mal mit dem Award beworfen worden seid.
Heißt auch, wenn ihr prinzipiell auf diese Award-/Blogstöckchen-Dinger keine Lust habt, springe ich nicht heulend aus dem Kellerfenster (ich hab keins), und komme trotzdem weiter zu euch lesen. Freuen würde ich mich über Reaktionen natürlich trotzdem.

Also. Ich erbitte Antworten von:

FindeSatz

Inerlime

Red Skies over Paradise

Ruhrköpfe

Reflexion – Melanie Coupar

zolaski

Hundstrüffel

finbarsgift

Ein Jahr, 365 Tage in Gelb

Twonovelists

Ringelnatzereien

 

5. Alle benachrichtigen. Wah. Ich bin (wenn ihr das lest, hoffentlich damit) fertig …