Sunshine Blogger Award

 

In diesen Tagen, wo Sonne, Regen und Sturm sich abwechseln und die Corona-Viren einen gefühlt immer enger umkreisen, erreichte mich ein fetter Sonnenstrahl mit einer großen Portion Licht und Freude. Alice von ihrem Blog Make a Choice Alice hat mich für den Sunshine Blogger Award nominiert, herzlichen Dank!
Ich erwische mich nämlich doch dabei, dass ich wie das Kaninchen vor der Schlange auf die Corona-Nachrichten starre/höre und mich öfter ein klein wenig unbehaglich fühle. Wie angenehm, mir stattdessen für einen Award Antworten (und Fragen) ausdenken zu dürfen!

 

Die Regeln:

  1. Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog bei (check ✔).
  2. Beantworte die 11 an dich gestellten Fragen (kommt sofort – check ✔).
  3. Nominiere 11 weitere Blogger für den Award und stelle ihnen ebenfalls 11 Fragen (ähm, ja, dazu später).
  4. Füge die Regeln und das Logo des Sunshine Blogger Award in deinem Beitrag ein (Logo folgt am Ende, check ✔).

 

Die Antworten:

1/ Wie stehst du zu Tieren? Hattest oder hast du ein Haustier?

Aber ja, klar, den Fellträger, der schönste und beste Kater aller Zeiten (nach eigener Einschätzung selbstverständlich, Katzen haben da weniger Probleme als Menschen).

Als Kind war ich gut Freund mit allem (Hund und Katz) aus meiner näheren Umgebung. Konsequenterweise wollte ich einen Hund, und zwar unbedingt einen Collie – vermutlich lief damals Lassie im Fernsehen. Okay, ich hätte auch ein Geschwister genommen, ich erinnere mich, ich fühlte mich trotz Freunden*Freundinnen ziemlich allein. Jedenfalls bekam ich beides nicht; bis wir ein paar Jahre später drei verlassene, circa vier bis sechs Wochen alte Katzenwelpen unter einem Holzstapel fanden. Einer davon zog nach ausführlichem Gebettel und riesig vielen Versprechungen meinerseits bei uns ein: die erste (und einzige) Familienkatze. Seitdem bin ich mit Unterbrechungen fest in kätzischer Hand.

 

2/ Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du dann? Würden die Menschen, die du kennst, deine Einschätzung teilen?

Hmmm. Eine Katze? Es wäre auf jeden Fall die logische Wahl. Ich mag die kätzische Unabhängigkeit, den naturgegebenen Dickkopf, die Cleverness, wenn er oder sie etwas erreichen möchte, die Art der Kommunikation … ich liebe Katzen. Katzen sind wunderbar. Und ich glaube, keinen um mich herum würde das wundern, um die Frage zu beantworten.

Aber ich verrate euch was: Meine innere Katze denkt, sie sei ein Drache. Jawohl, so ein mythisches/mystisches Dingsda. Als Drache würde ich Schätze (welcher Art auch immer) hüten, wäre geheimnisvoll, ungeheuer klug (und weise) und könnte fliegen. Vermutlich wäre ich eher nett, aber nicht immer und jedenfalls NICHT zu jedem. Und nein, ich glaube, das denkt keine*r von mir.

 

3/ Was brauchst du, um dich so richtig zu entspannen?

Innere und äußere Ruhe. VIEL Zeit haben (und damit die Abwesenheit von Stress und Verpflichtungen) gehört auch dazu. Ein seltenes Gut.

 

4/ Familienmensch oder Eremit?

8 von 10 Punkten für den Eremiten. Solange es in meiner (Wohlstands-)Klause funktionierendes Internet und genug Futter für den Fellträger gibt, kann ich es gut aushalten.

 

5/ Würdest du, wenn du es könntest, deine Fehlentscheidungen rückgängig machen? (Sofern du welche gemacht hast, natürlich)?

Meine Entscheidungen haben mich zu der gemacht, die ich jetzt bin, und ich bin eher der Typ, der denkt, dass man verschüttetes Wasser nicht auffangen kann. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass ich mich das eine oder andere Mal anders entschieden hätte, gerade als ich noch jünger war und es nicht besser wusste.

 

6/ Wie hältst du es mit den leidigen Pflichten? Aufschieben oder ganz oben auf die To-do-Liste, damit sie weg sind?

Da möchte ich mich nicht festlegen. Manche Sachen mache ich diszipliniert und zackig, weil es halt sein muss, andere schiebe ich bis zur letztmöglichen Minute auf. Und nein, das sind nicht immer die gleichen, da spielt auch die Tagesform eine große Rolle.

 

7/ Welches Lied lockt dich zuverlässig auf die Tanzfläche oder bringt dich sogar im Supermarkt zum Tanzen?

Zuverlässig? Keins (mehr). Kann sich wieder ändern, aber momentan wirklich eher keins. Aber natürlich gibt es Songs, in diesem Fall Filmausschnitte, die mich zuverlässig äußerst fröhlich machen: Hugh Grant (und ich stehe sonst nicht sonderlich auf Anzugtypen) als tanzender Premierminister (Link zu YT) und die Elefantenpatrouille aus dem Dschungelbuch (Videos hier ansehen).

 

8/ Wenn du ein Talent/eine Begabung geschenkt bekämest (die du noch nicht besitzt), welche würdest du wählen?

Zeichnen. Mein Kopf scheitert an der Übersetzung von dreidimensionalem Sehen auf ein zweidimensionales Medium. Mit der Kamera hab ich den Bogen raus, mit der Hand leider nicht.

 

9/ Welches Sternzeichen hast du? Passt es zu dir oder hältst du das alles für Humbug?

Zwilling mit Jungfrau-Aszendent. Das ist nicht immer ein harmonisches Zusammenleben, denn der Zwilling will alles und sofort und die Jungfrau ist gern genau. Ich beschreibe das gern so: Stell dir vor, da ist plötzlich ein großes Loch im Boden. Unbekannter Herkunft, unbekannter Natur, unbekannter Tiefe. Während der Zwilling die Kunde darüber multimedial in die Welt hinausträgt und auf Pressekonferenzen glänzt, organisiert die Jungfrau die Sicherheitsabsperrungen drumherum, damit kein Neugieriger reinfällt und zu Schaden kommt, und koordiniert die Basics, die für einen reibungslosen Ablauf so anfallen …

Astrologie ist ein altes Analogiesystem. Richtig behandelt kann man mit ihr etwas über sich herausfinden (die klassische „Erkenne dich selbst“-Aufforderung), wobei, wie ich betone, Astrologie Lebensthemen aufzeigt, also Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, aber nichts erzwingt. Eine Aussage wie: „Ich wurde zum Mörder, weil ich eine Mars-Pluto-Konjunktion auf dem Aszendenten habe“, ist kompletter Schwachsinn. Möglich ist, dass eine Mars-Pluto-Konjunktion auf dem Aszendenten die Wahrscheinlichkeit gewalttätigen Erlebens begünstigt – aber auch dann ist z. B. die Frage, in welchem Zeichen der Aszendent liegt und welche Einflüsse gleichzeitig dort noch einwirken. Das ist höchst individuell und komplex und kann von Zeitungs- und Zeitschriften-Astrologie etc. nicht mal ansatzweise abgedeckt werden. Letztere halte ich selten für mehr als Partygags.

 

10/ Bei welchem Rechtschreibfehler, den du siehst, stehen dir die Haare zu Berge?

Seufz. Bei so unglaublich vielen, dass ich eigentlich die ganze Zeit aussehen müsste wie der Struwwelpeter. Mein Favorit der letzten Zeit ist ein Fall von Deppenapostroph (ja, eine polemische, aber weit verbreitete Bezeichnung, siehe Wikipedia): nicht’s. War mir vorher noch nie begegnet.

 

11/ Was ist, deiner Ansicht nach, das wertvollste, was du zu verschenken hast?

Zeit. Freundschaft, vielleicht Liebe. Ich bin nicht der Ansicht, dass man sich das „verdienen muss“ (ich mag das Herrschaftsgefälle nicht), allerdings verschenke ich nicht alles an jede*n.

 

Die Fragen:

1/ Hast du in deinem Leben etwas gemacht, womit keiner gerechnet hat? (Magst du sagen, was?) Bist du zufrieden mit dem, was es dir gebracht hat?

2/ Schon klar, dass das einem ständigen Wandel unterliegt, aber was ist in deinem Leben gerade das beherrschende Thema (außer Corona *augenroll* – oder ist es das tatsächlich?)?

3/ „Essen ist die neue Religion“, hört man immer wieder. Wie stehst du dazu? Wie ernährst du dich? Bist du z. B. aus Überzeugung vegan, lebst du vegetarisch, kaufst und kochst du nur bio, regional, saisonal, schwörst du auf mediterrane Ernährung, machst du Low Carb, Kohlsuppendiät, 7 Wochen ohne (ich weiß, das ist was anderes), Weight Watchers, bist du eingeschränkt aufgrund von Unverträglichkeiten, lässt du liefern oder nimmst du dir am liebsten hier oder dort mal was mit, weil du eigentlich nie kochst oder, oder, oder – oder interessiert dich das alles so gar nicht und du verstehst nicht, was der Hype soll? Erzähl mal, das soll keine Ja-Nein-Frage sein.

4/ Bist du irgendwo ehrenamtlich engagiert? Patenschaft, Tafel, Tierschutz, Kirche, NABU, Arbeit mit Geflüchteten, was ganz anderes … magst du Erfahrungen teilen und/oder erzählen, warum gerade das?

5/ Morgens (wann) gibt es bei dir eher Kaffee (wie viel), Tee (welchen) oder etwas ganz anderes? Bist du eher eine Lerche, eine Eule oder ein Mischtyp (die gibt es auch, jawohl)?

 

Ja, das sind nur fünf. Ich nominiere nicht. Ich freue mich, wenn sich jemand von den Fragen angesprochen fühlt und sie beantworten mag. Auch in den Kommentaren hier, klar, wenn ihr die Fragen / das Stöckchen nicht auf euren Blog schleppen und dort verbuddeln/beantworten wollt.

 

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