Adventüden 2020 15-12 | 365tageasatzaday

15.12. – Hartzig-holprige Kata-Strophen zum Lichterfest | Adventüden

 

Bitte meine Anmerkung zu Kommentaren (unten) beachten!

 

Weg mit dem Etikett!
Bei Geschenken ist’s nicht nett
Den Preis zu verraten.
Außer beim Gänsebraten.
(»Was kostet heuer die Gans?«,
Fragt Sabine den Franz.
»Hat sie Platz in unserm Budget?
Ach, Franzl, sagst immer nur nee?!«)

Das Rüschenblüschen und die bunte Kuscheldecke,
Märchenbuch, Vorschulranzen und der kecke
Wichtel mit Bart und dem Ruprechtbesen
War’n billig zu haben beim netten Chinesen …
Müssen’s ja nicht wissen, die Beschenkten,
Wären dann vielleicht gar die Gekränkten,
Dass es das Lebkuchenherz und die Flasche mit Gin
Im Angebot gab, tut mir leid, mehr war nicht drin.
Hartz halt – nicht das Gebirge mit funkelndem Schnee
Und Schlittenfahrt, nee-nee, ist schon lange ade.
Bleibt das Lichtermeer in der Stadt, das ist auch nett
Für Leute wie uns, kostet ja nix, macht vieles wett.

Klein-Susi ist froh, denn der Ranzen ist schick
Den lässt sie den Abend nicht mehr aus dem Blick
Der Franzl ist lustig und ein bisschen beschickert
Vom Gin, klare Sache, schön heiß das reinsickert,
Im Rüschenblüschen Sabinchen, nimmt ihren Franz
Und auf geht’s zum schwankenden Lichtermeertanz.

Autor*in: Gerda     Blog: Gerda Kazakou

 

Copyright Gerda Kazakou für die Adventüden 2020, vielen Dank!

 

Adventüden 2020 15-12 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Ich bin ein großer Fan von „agree to disagree“ – jedem seine Meinung; und ich finde, diese Adventüde bietet durchaus Stoff für, äh, Meinungsvielfalt. Aber ich bin nicht daran interessiert, speziell im Rahmen der Adventüden Diskussionen über Sinn und Unsinn von Maßnahmen und Gesetzen der Bundesregierung zu führen, besonders nicht vor dem Hintergrund eines Gesprächsklimas, das gerade in den letzten Wochen dazu neigt, dem jeweils Andersdenkenden den Verstand abzusprechen und verbal aufeinander einzudreschen. Ich denke, ihr wisst alle, was ich meine, und nein, ich erkläre das nicht 😉
Nicht, dass ich erwarte, dass es notwendig ist, schließlich haben wir auch letztes Jahr die Trigger-Debatte geschaukelt, aber sollte ich bemerken, dass die Diskussion gewisse Grenzen überschreitet, möchte ich vorsorglich ankündigen, dass ich mir vorbehalte, Kommentare entsprechend zu moderieren.
Ich gehe davon aus, dass Gerda ihre Adventüde ebenfalls online stellt, und überlasse es ihr, ob sie bei sich für eventuell weitergehende Diskussionen offen ist.

 

Zum Thema Inhaltshinweise/CN/Triggerwarnungen in den Adventüden bitte hier lesen.

Nachdem viele Teilnehmer*innen und Leser*innen das Fetten der vorgegebenen Wörter als störend empfunden haben, wurde darauf verzichtet. In einem Text, der maximal 300 Wörter umfassen durfte, waren (mindestens) drei der folgenden fünfzehn Begriffe zu verwenden:

Etikett, Gin, Käsekuchen, Kuscheldecke, Lebkuchen, Lichtermeer, Märchenbuch, Minnesang, Nebelschwaden, Schlittenfahrt, Semmelknödel, Streicheleinheiten, Wichtel, Wunschpunsch, Zugvogel

Dieser Text erschien zuerst im Rahmen der Adventüden 2020, einem Projekt von »Irgendwas ist immer«.