Grüner Ring: Fazit

Zum Einstieg noch mal die Etappen, damit das Nachlesen nicht so umständlich ist ;-).

Etappe 1: Harburger Stadtpark, Heimfeld, Meyers Park, Moorburg
Etappe 2: Altes Land, Neuenfelde, Süderelbe, Airbus, Finkenwerder
Etappe 3: Teufelsbrück, Flottbek, Botanischer Garten, DESY, Volkspark, Stellingen
Etappe 4: Sola-Bona-Park, Stellinger Deckel, Kollauwanderweg, Niendorfer Gehege, Airport Fuhlsbüttel
Etappe 5: Alsterwanderweg, Friedhof Ohlsdorf, Bramfelder See, Osterbek, Trabrennbahn
Etappe 6: Trabrennbahn Farmsen, Tonndorf, Jenfeld, Öjendorfer Park mit Öjendorfer See, Billstedt
Etappe 7: Billstedt, Boberger Niederung mit Boberger See, Mittlerer Landweg, Eichbaumsee
Etappe 8: Eichbaumsee, Dove Elbe, Holzhafen, Kaltehofe, Entenwerder, Elbbrücken
Etappe 9: Elbbrücken, Veddel, Wilhelmsburger Dove Elbe, Windmühle Johanna, Moorwerder
Etappe 10: Moorwerder, Neuland, Neuländer See, Harburg

Achtung, viel Text im Anmarsch, holt euch besser vorher den Kaffee ;-).


Quelle: Pixabay

Was war die schönste Etappe?

Das fragen alle, und ich habe keine Antwort. Mir hat jede gefallen, ich habe auf jeder etwas gesehen, was ich so noch nicht kannte und so nicht erwartet hätte. Hamburg ist schön!
Welche Etappe ich jemandem empfehlen würde? Nummer 8, die erste der beiden Wasser-Etappen vom Eichbaumsee zu den Elbbrücken, wenn der*diejenige wasseraffin ist. Sonst die durchs Alte Land (2), sogar mit dem großen Umweg, ich fand sie toll. Beide Etappen auch wegen der Einkehrmöglichkeit am Ende (Entenwerder und die Finkenwerder Eisdiele!). Ich würde jede Etappe ein zweites Mal gehen, aber okay, es gab spektakulärere und unspektakulärere Etappen.


Grüner Ring Hamburg 2022, meine Etappe 2 | 365tageasatzaday
Foto: Süderelbe Nähe Airbus, Etappe 2

Würdest du so eine Tour in Etappen noch mal machen?

Der Hamburger Grüne Ring war mein erstes Experiment in Richtung Etappen-Tour, vorher bin ich meist Rundwege gelaufen. Meine Headline war, ihn in Etappen von circa zehn Kilometer Länge einzuteilen, was gut geklappt hat, wenn auch die Erreichbarkeit der Bushaltestellen mit den Öffis nicht optimal ist. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich ursprünglich davon ausgegangen bin, allein zu laufen (meine Mitwanderin ist zwei oder drei Tage vor Start aufgesprungen), und dann wäre ich auch samstags unterwegs gewesen, was gerade für Busfahrpläne viel bedeutet. Und ja, ohne das 9-Euro-Ticket hätte ich die Idee nicht angepackt, denn Hamburg liegt bei den Öffi-Preisen sehr weit vorn. Heißt also, praktisch werde ich wohl nicht mehr so bald ein Etappen-Experiment angehen können – oder ich muss es auf völlig andere Füße stellen. Fernwanderwege interessieren mich schon.

Grundsätzlich sind solche Touren ja alles andere als kreativ, und das stört mich, da ist ein Kompromiss einzugehen. Es sind zwei grundlegend unterschiedliche Dinge, allein durch die Pampa zu streifen oder eine Route zu verfolgen. Aber das Ding ist ja nicht, dass ich das Abenteuer nicht zu schätzen wüsste, einfach vom Weg abzukommen und dort zu bleiben und zu schauen, wie ich zurechtkomme und wo ich rauskomme. Da bin ich entspannt. Die Realität ist, dass ich schlecht beurteilen kann, wie belastbar ich bin, und es mir, krass gesagt, nicht leisten kann, ein paar Tage auszufallen, nur weil ich mich überschätzt und mir eine Verletzung zugezogen habe, weil mein Fitnesslevel nicht doll ist. Soll heißen, mal eben fünf oder mehr nicht kalkulierte Kilometer mehr oder weniger sind zum Beispiel bei mir ein Problem für die Füße, und ich bin nicht überzeugt, dass da mehr Übung auch mehr hilft. Ja, das klingt nicht sehr cool. Ist es auch nicht. Aber so ist das mit Theorie und Praxis, die ist für alle bisschen unterschiedlich, und für mich bedeutet das, dass ich, speziell wenn ich allein unterwegs bin, zum Beispiel erst dann einfach drauflos laufe, wenn ich die Gegend einigermaßen kenne. Also wird man mich vorerst wohl überwiegend weiterhin auf geplanten/gebahnten Wegen antreffen, es sei denn, ich gehe zum Deichtreten.


Grüner Ring Hamburg 2022, meine Etappe 4 | 365tageasatzaday
Foto: Im Niendorfer Gehege, Etappe 4

Was war gut, was war schlecht, was sollte man anders angehen?

Ich kann detailversessen sein, was Vorbereitung angeht, und hierbei habe ich es ziemlich auf die Spitze getrieben, auch wenn mich mein Fehler mit Etappe 2 immer noch fuchst. Ich hatte das Netz nach Berichten durchsucht, da ich gedacht hatte, dass es Blogger geben MUSS, die den Ring komplett gelaufen sind und darüber auch berichtet haben: Nein, nicht in so epischer Breite wie ich (ich habe den Verdacht, dass sich viele stark an den Stichworten auf hamburg.de, äh, orientiert haben), aber es gibt Radfahrer, die dazu was ins Netz gestellt haben. Ich hatte mir passable Karten auf dem Handy gespeichert, wenn ich kein Netz haben sollte, und habe mich ansonsten auf den Track konzentriert, den ich mir in Gugl Maps geladen hatte. Außerdem hatten wir die heruntergeladenen Karten auch als Kartensatz dabei. Gugl Maps konnte mich tatsächlich das eine oder andere Mal nicht/schlecht lokalisieren, aber es war nie ein ernsthaftes Problem – das mit Etappe 2 war ein Fehler in der Downloaddatei, mein Fehler bestand darin, diesen Track nicht gegen die anderen Materialien gecheckt zu haben und vor Ort zu unflexibel gewesen zu sein, der Beschilderung zu folgen. Tja. Mit einem Wort, man hätte es vermeiden können ;-). Auf der anderen Seite waren/sind wir stolz wie die Schneekönige, diese Strecke (bei bester Laune) geschafft zu haben, und ich habe meine Belastungsgrenzen damit deutlich verschoben, auch wenn ich die ganze Woche danach noch meine Beine/Füße gemerkt habe.

Was vorher unbekannt war, war die allgemeine Qualität der Beschilderung der Route, und die war mit wenigen Ausnahmen sehr gut, ganz anders als auf herkömmlichen Wanderwegen. Die weiße 11 auf grünem Grund klebte in hoher Frequenz an fast allem, von Mülleimern in Parks bis an Straßenschildern, und ich habe sehr viel seltener Gugl zu Hilfe gerufen, als ich erwartet habe.

Ach so: Ja, man läuft durch Stadtgebiet, aber das heißt nicht, dass auf jeder Etappe sozusagen das Catering gewährleistet ist. Klar, an Bahnstationen gibt es Kaffee und Keks, aber auf dem Weg ist es eher Glückssache, speziell sonntags. Auf einer schlauen Outdoor-Seite habe ich gelesen, dass man für zehn Kilometer Weg einen Liter Wasser einrechnen solle, und da es noch dazu nicht eben kühl war, habe ich mich sehr daran gehalten, ebenso wie an meine Erkenntnis, immer was zu essen und ein paar schnelle Kohlenhydrate (Zucker) dabeizuhaben.

Alles easy also? Ja, organisatorisch ja, ich wusste, dass ich einiges eher vernachlässigen konnte, das Einzige, was Stress verursacht hat, waren die Unwägbarkeiten der Öffis, aber irgendwas ist ja immer.


Neue Elbbrücken | Grüner Ring Hamburg 2022, meine Etappe 9 | 365tageasatzaday
Foto: Neue Elbbrücken Richtung stadtauswärts, Etappe 9

Worin liegt für dich der Reiz des Wanderns/Gehens? Was motiviert dich?

Wenn ich diese Frage ehrlich beantworten will, muss ich etwas einräumen, womit man in Social-Media-Kreisen eher keine Punkte macht. Ich bin relativ unsportlich, ich habe einen Job, bei dem ich den ganzen Tag sitze, noch dazu im Homeoffice, ich esse gern und ich bin nicht mehr jung. Ist das gesund? Nicht in der Kombination, nicht wirklich. Muss ich was tun, rein körperlich gesehen? Dringend. Ich hasse Joggen und jegliche Form von Turnübungen auf dem Wohnzimmerboden wie die Pest (egal, wie schick der*die Coachperson im Video aussieht), aber als Kind/Jugendliche bin ich stundenlang begeistert über die Felder gewandert (und gerannt), auf Bäume geklettert, habe Drachen steigen lassen, Unterstände im Wald gebaut und in Wiesen Frösche gefangen … diese Dinge. Ob ich mir nun heute sage, dass ich vernünftig sein und mich mehr bewegen muss oder in China der berühmte Sack Reis umfällt, bleibt sich ziemlich gleich, ihr werdet das kennen. Aber dieses leichtfüßige, magere Kind, das sich draußen freier als sonst wo fühlte, das stundenlang in sich versunken schaukeln und sich draußen vergessen konnte, das sitzt mir auf der Schulter und flüstert mir ins Ohr.

Also ist meine Antwort, dass ich versuche, mir Terrain zurückzuerobern, das ich im Laufe der Jahre aufgegeben habe, und zwar mit jedem verdammten Schritt, mit dem alles anfängt. Auch ich bin längst nicht mehr frei von gesundheitlichen Problemen und die Coronazeit hat mir nicht nur Hüftspeck beschert. Der Rest ist Ausprobieren, wie man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann, denn wenn ich den ganzen Tag ein Display angestarrt habe, will ich mich eigentlich bewegen, so weit bin ich inzwischen, auch wenn ich es nicht jeden Tag hinkriege.


Wilhelmsburger Dove-Elbe | Grüner Ring Hamburg 2022, meine Etappe 9 | 365tageasatzaday
Foto: Wilhelmsburger Dove Elbe, Etappe 9

Allein oder nicht?

Es hat beides Vorteile und hängt auch davon ab, was für ein Typ man selbst ist. Zu mehreren ist man weniger allein, um es mal auf diesen simplen Nenner zu bringen, was gut ist, wenn man sich z. B. über den einzuschlagenden Weg etc. unsicher ist, weil man eh keine Orientierung hat, oder wenn man sichergehen will, dass einer da ist, falls was passiert, siehe oben. Wer mit Freunden unterwegs ist, weiß auch, ob das Dampfplauderer sind, die alles kommentieren müssen (und ob man sie an dem Tag dafür lieber erwürgen möchte), und kann seine Begleitung danach auswählen. Das weiß man bei einer fremden Gruppe nicht. Und natürlich kann man sich auch wunderbar und tief unterhalten, denn Natur macht was mit einem, wenn man sich berühren lässt.

Allein zu wandern bedeutet, dass man im Schweigen unterwegs ist und idealerweise auch Stille erlebt, wenn man nicht ständig jemandem begegnet. Natürlich erlebt man damit alles ganz anders als in einer Gruppe, kann sich alles nach den eigenen Wünschen gestalten und einteilen (Route, Gehtempo, Pausen), ist mit sich und seinen Gedanken allein, kann sich für die umgebende Natur inklusive Menschen öffnen oder einfach nur blind daherstapfen und Probleme wälzen, kann viel mehr dem Herzen folgen. Allein zu gehen ist eine höchst individuelle Sache, immer, und auch da liegen Himmel und Hölle eng beieinander. Und ja, das geht auch in der Stadt, auf derartigen Wegen wie dem Grünen Ring.

Naturbegegnungen sind eine Frage der persönlichen Aufmerksamkeit und Einstellung und des individuellen Tempos. Ich werde in den Grünzonen der Großstadt nicht die gleiche »Natur« vorfinden wie in meinen geliebten Harburger Bergen, es gibt Unterschiede zwischen Stadtlandschaft und Kulturlandschaften und Naturlandschaft, wobei man sich fragen kann, wo die Landschaft wirklich noch vom Menschen unberührt ist. Praktisch halte ich das für eine Frage der Ansprüche und was davon realisierbar ist. Wer »unberührte Natur« erleben will, ist auf dem Grünen Ring sicher falsch. Wer bereit ist, sich an dem zu erfreuen und sich auf das einzulassen, was sich zeigt, kann immer Schätze mit nach Hause nehmen.


Kaltehofe | Grüner Ring Hamburg 2022, meine Etappe 8 | 365tageasatzaday
Foto: Schieberhäuschen auf der Kaltehofe, Kraftwerk Tiefstack, Etappe 8

Ressourcen

Wer sich selbst auf den Grünen Ring begeben möchte, ist bei hamburg.de gut aufgehoben, was Materialien angeht. Man findet hinter diesem Link auf hamburg.de die Karten zum Downloaden – nach unten scrollen zu »Tourenvorschläge als PDF«, die enthalten die Karten. Übrigens gibt es den Kartensatz kostenlos zum Mitnehmen in den Öffentlichen Bücherhallen.

Noch weiter unten auf derselben Seite steht der Link zur Gesamtkarte als PDF.

Und schließlich gibt es auf dieser Seite bei hamburg.de die Möglichkeit, sich die digitalen Daten für den Grünen Ring für Navigationsgeräte herunterzuladen: Hier klicken. Wer wissen möchte, wie man diese Daten zum Beispiel in Gugl Maps bekommt, ist mit diesem Artikel auf draussenlust.de gut bedient: GPX-Datei in Google Maps importieren, da habe ich es her.

Richtig klasse finde ich die »Zweiter Grüner Ring«-Seite von veloroute.hamburg (hier klicken), da ist jemand 2021 mit einer Helmkamera den gesamten Grünen Ring abgefahren und hat das ins Netz gestellt. Danke dafür! Nach Etappe 2 habe ich doch häufiger dort vorbeigeschaut, um bösen Überraschungen vorzubeugen 😉

Was die leidigen Etappenan- und -heimfahrten betrifft, bin ich (für die 9-Euro-Ticket-Monate) signifikant öfter als sonst mit den Öffis gefahren und mochte es. Die Situationen, wo ich in volle bis überfüllte Busse oder S-Bahnen geraten bin, waren die üblichen Verdächtigen: Großveranstaltungen, Baustellen und Störungen, speziell jetzt im Sommer wird natürlich viel gebaut und repariert, und dass Busse im Stau stehen, weil es durch hohes Verkehrsaufkommen Staus gibt, ist auch kein Wunder. Meine Bahnen waren überwiegend sehr pünktlich, die oft geschmähte S-Bahn nach Harburg hell und sauber, wenn auch die Maskendisziplin mehr und mehr zu wünschen übrig ließ – der HVV fordert nach wie vor FFP2-Masken, kontrolliert aber kaum in Bahnen, dafür mehr in Bussen.
Würde ich öfter die Öffis nutzen, wenn die Preise sinken würden, dieses 29-Euro-Ticket, das gerade in Gesprächen herumgeistert? Ja, ich wäre dabei, vor allem, wenn ich kein Abo nehmen müsste. Übrigens soll der Ersatzverkehr wegen der beschädigten Elbbrücke die Pest sein, habe ich vorhin gehört, da geht offenbar einiges nicht so, wie es soll.


Richtung Süden | S-Bahn-Station Elbbrücken | 365tageasatzaday
Foto: S-Bahn-Station Elbbrücken, Richtung Süden

Das Fazit meiner Mitwanderin

Nach ihrer Meinung befragt bekam ich eine WhatsApp, deren Inhalt ich hier ohne Emojis zitieren möchte:

  1. Wandern macht Freude, trotz anfänglicher Schwierigkeiten: zu wenig Magnesium usw. Die Beweglichkeit kommt zurück und die Ausdauer – herrlich.
  2. Das Gebiet (Hamburg) aus dieser vielfältigen, facettenreichen Perspektive ganz neu erleben zu können.
  3. Durch Gebiete/Bereiche zu gehen, wo ich noch nie war und sie auch nicht kannte.
  4. Das Entzücken, dass das Hamburger Land so schön, grün und teilweise fast kitschig »märchenhaft« anmutet. Ein Geschenk!

Grüner Ring 2022, meine Etappe 1 | 365tageasatzaday
Foto: Zwei Wanderer, Etappe 1

Würde ich den Grünen Ring empfehlen? Würde ich ihn noch mal gehen?

Ja in beiden Fällen, wenn das mit dem Hin- und Zurückkommen zu und von den Etappen befriedigend geklärt werden könnte. Im Herbst/Winter sieht es dort bestimmt sehr anders aus, auch die Qualität der Wege dürfte eine andere sein, da rechne ich dann durchaus mit Matschecken: ein völlig anderes Wandererlebnis, und das direkt vor meiner Haustür ;-). Und auch meine Mitwanderin hat sich diesbezüglich ähnlich geäußert.


Grüner Ring Hamburg 2022, meine Etappe 3 | 365tageasatzaday
Foto: Hafenansicht, Fähre, Etappe 3

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Grüner Ring: Sechste Etappe

Es hat wirklich große Vorteile, U-Bahn- bzw. S-Bahn-Haltestellen zu Etappenanfangs- oder -endpunkten zu erklären: Man kommt wenigstens anständig hin. So geschehen am Sonntag, als wir bei Temperaturen von noch unter 20 °C zu meiner individuell geplanten Etappe Nummer 6 auf dem Grünen Ring Hamburg aufbrachen, und zwar von der U-Bahn-Haltestelle Trabrennbahn (auch von innen schick (Foto) und mit sehr nettem Kaffeeverkauf). Nein, dort ist keine Trabrennbahn, die einzige, die Hamburg noch hat, ist in Bahrenfeld. Aber dort war bis 1976 eine und sie war hochklassig, vermeldet der Artikel in der Wikipedia, der mir ansonsten auch einige Straßennamen erklärt hat.

Ich glaube, das, was ich fast am liebsten mag, ist, hinterher darüber nachzulesen, was ich auf der Etappe entdeckt habe. Umgekehrt wäre vielleicht klüger, aber weiß ich, was mir so alles auffallen wird? Und glaubt mir bitte, meine Zusammenfassungen sind rudimentär und ich bin für Nachfragen und Anmerkungen dankbar. Außerdem entdecke ich meine Abneigung dagegen, gefühlt immer gleiche Straßenzüge und langweilige Wege zu fotografieren, selbst zu Dokumentationszwecken, daher gibt es vorwiegend Grünes zu sehen, auch wenn es der x-te Teich ist … 😉

Unser Weg führte uns als Erstes durch den Park Trabrennbahn, der auch zwei Teiche umfasst (Foto) und wo wir irritiert nach dem Urheber flehentlicher Vogelrufe Ausschau hielten: ein hungriges Blässhuhnküken auf der Suche nach Mama (Foto)! Sehr schnell war ebenfalls klar, dass wir heute nicht überwiegend durch mehr oder weniger einförmige Kleingärtenanlagen wandern würden (sondern durch sehr abwechslungsreiche – Foto, Foto, Foto – ich habe wieder nicht tief in die einzelnen »Anwesen« hineinfotografiert), sondern häufig auf kleineren Straßen und Verbindungswegen, oft asphaltiert, die mehr oder weniger zufällig grün bestanden sind. Verspricht im Herbst interessante Durchblicke, wenn die Blätter gefallen sind. Wir ließen jedenfalls das Charlie Mills Quartier und die Deutsche Rentenversicherung hinter uns, nahmen den Halligenstieg, passierten dabei den Friedhof Hinschenfelde und erreichten den Wandsegrünzug. Die Wandse ist mit 20 Kilometern der längste Nebenfluss der Alster und eher ein breites Bächlein, das jedoch sehr angenehm gestaltete Parkanlagen durchfließt. Dort trafen wir auf ein überaus freundliches, hilfsbereites Ehepaar mit Hund, als wir uns kurz des einzuschlagenden Weges uneinig waren, die zwar auch keinen Plan hatten, uns aber bewunderten, als wir ihnen sagten, wohin wir wollten: Öjendorfer Park!
»Das ist aber noch ein ganzes Stück!«
Äh, ja. Ich bin sogar der Meinung, dass sie in die falsche Richtung deuteten, aber egal. Unsere weiße »11« auf grünem Grund tauchte kurz danach wieder auf, und Gugl Maps meinte, wir hätten ein Stückchen abgekürzt. Nun denn.



Wir folgten der Route (Foto), bis uns ein Schild mit der Aufschrift »KZ-Gedenkstätte« vom Weg weglockte und uns an den Rand eines Wohngebiets führte. Hier befand sich im Juni 1944 das Frauenaußenlager Drägerwerk des KZ Neuengamme. Die eher kleine Gedenkstätte besteht aus einer Skulptur, die zwei ineinander verschränkte und in Ketten gelegte Dreiecke zeigt (Foto, Foto), sechs Dreiecken mit Namen und erklärenden Tafeln (Foto). Der Text der Tafeln kann weitgehend auch unter folgenden Links nachgelesen werden: hier und hier. Danach war mir erst mal weniger fröhlich zumute, das war in aller Schlichtheit harter Tobak.



Meine Laune besserte sich langsam wieder, nachdem wir die Ahrensburger Straße überquert hatten und dem Lauf der Rahlau folgten: schmale, heimliche Pfade führten durch gemischte Bebauung, die Säume jedoch dicht bewachsen mit Brombeeren, die zwar teilweise schon dunkel, aber immer noch reichlich sauer waren – mjam! Es ist schade, dass ich mir nicht länger Zeit für den Versuch genommen habe, die Stimmung einzufangen, sie war besonders, so bisschen Lost Place (Foto) … Angeblich sind wir auch am Jenfelder Moor vorbeigekommen – der offizielle »Tourguide« (»Wandern auf dem Grünen Ring – Tourenvorschläge«) listet es – aber SEHEN, Freunde, tut man davon nichts, denn der Grüne Ring führt NICHT daran entlang.
Am Anfang der Charlottenburger Straße (Jenfeld) grüßte uns jedenfalls ein glänzendes, metallisches Kunstwerk (Foto) nicht weit von einem Wohnbunker mit bunten Balkonen (Foto), und ich habe mich durch diverse Listen suchen müssen, bis ich dazu Angaben gefunden habe *stolzguck*: »Raumskulptur« von Jörn Pfab, 1969/70 (mehr Infos).
Den »Affenkäfig« (ein vergitterter Spiel-/Ballsportplatz, Name laut Gugl) und zwei Hochspannungsmasten weiter stießen wir auf eine Tennisanlage, durcheilten den Grünzug »Schleemer Bach« (der Bach speist den Öjendorfer See) sowie wieder mal eine Kleingartenanlage (Foto) und trafen mit der Barsbütteler Str. erneut auf eine größere Durchgangsstraße.



Wir übersahen beide den Abzweig zum Tierfriedhof, der sich da angeblich befindet, da wir eine ältere Dame beobachteten, die vor uns ging und plötzlich stehen blieb und sichtbar verschnaufen musste. Eine freundliche Nachfrage seitens meiner Mitwanderin ergab, dass keinerlei Hilfe benötigt würde, sondern dass sie Schmerzen beim Gehen habe und ab und an innehalten müsse. Schaufensterkrankheit? Wir haben nicht weiter insistiert.
Links vor uns hätte jetzt der Weg abzweigen müssen, der war aber gesperrt (Foto, die rot-weiße Bake). Der zu nehmende Umweg hatte den unschlagbaren Vorteil, dass wir dabei an einer Toilette vorbeimussten: Die goldenen Bögen sind auf dem Foto deutlich erkennbar. Schräg gegenüber ging es nach links ab, nach wenigen Metern hatte uns der Grüne Ring wieder und dann standen wir auch bald auf der Brücke über die Autobahn. Das ist die A 24, die Berliner Autobahn, in Richtung Hamburg fotografiert (Foto). Nicht viel los, wenn richtig Betrieb ist, stockt der Verkehr bereits ab hier.



Und dann das große Wow: das ersehnte Highlight der heutigen Etappe, der Öjendorfer Park mit seinem See (Wikipedia) (mit zwei offiziellen Badestellen). Man kann ihn umrunden, was ich vorher auch nicht wusste, auf der anderen Seite befindet sich der Friedhof Öjendorf. Der nördliche Teil, woher wir kamen, ist Vogelschutzgebiet (Foto, Foto), aber »… am nord- und südöstlichen Ufer befinden sich die beiden Badestellen, an deren kleine Sandstrände sich jeweils eine ausgedehnte Liegewiese anschließt. Im Umfeld der Badeplätze befinden sich zahlreiche Freizeiteinrichtungen wie Spielmöglichkeiten, Minigolfplatz, Grillplätze, Kioske und Imbisse.« (Quelle: hamburg.de) Es ist wunderbar weitläufig und sehr grün (Foto) und war, als wir da waren, noch nicht so überfüllt, obwohl die ersten Großfamilien ihre Grills schon aufgebaut hatten und in Mannschaftsstärke dort lagerten. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob wir Vorbereitungen für einen Ballonstart gesehen haben, der Korb fehlte auf jeden Fall noch.
Der See hat in den letzten Jahren immer wieder von sich reden gemacht, weil speziell im Spätsommer die Blaualgenentwicklung zu stark war und man das Baden verboten hat. Erwähnen möchte ich, dass wir die Route am See entlang gewählt und dazu den Grünen Ring etwas freier interpretiert haben, der sich eigentlich ein bisschen mehr durch den Park schlängelt: Ich vermute, dass man versucht, die Radfahrer, und der Grüne Ring ist ja ursprünglich eine Radroute, und die Spaziergänger/Wanderer zu separieren.
Ich war wirklich noch nie dort, unglaublich! Allerdings frage ich mich, ob nicht vielleicht doch im Winter … und ich mich einfach nicht mehr erinnere, weil es dann mit Sicherheit sehr anders aussieht. Am südlichen Ende des Sees, bei Imbiss, Toiletten und Minigolfplatz, trafen wir dann auch den Grünen Ring wieder und verließen leise weinend (nein, Blödsinn) den Park.



Zurück zu meiner Überlegung vom Anfang, die Sache mit der Erreichbarkeit, denn eigentlich hatte ich die nächstgelegene Bushaltestelle als Endpunkt nach knapp 10 Kilometern geplant. Nur: Heim kommt man zwar immer, aber diese Bushaltestelle ist am Sonntagmorgen echt schlecht zu erreichen. Also, was lag näher, als den Etappenendpunkt zu verschieben? Wir wanderten weiter, erst die Glinder Straße (Foto, unerfreulich, heiß, laut), dann wieder den Schleemer-Bach-Grünzug (Foto) entlang, bis wir auf das Schwimmbad Billstedt stießen. Dort bogen wir dann in die Zivilisation ab und erreichten nach einem knappen weiteren Kilometer die U-Bahn-Station Billstedt (Foto).
Service-Anmerkung: Die U 4 fährt sonntags erst ab Horner Rennbahn, also zwei Stationen entfernt, und das steht scheinbar auf KEINEM Plan, auch nicht im Bahnhof, wir haben mit einem überaus erbosten Ehepaar ein paar Sätze dazu gewechselt. Ich wollte die U 4 aber gern ausprobieren, weil sie bei den Elbbrücken endet, Hamburgs neuester (?) und optisch auffälligster U- und S-Bahn-Station, und ich dort in die S-Bahn Richtung Harburg umsteigen kann, ohne die trubeligen Knotenpunkte (Hauptbahnhof, Jungfernstieg) durchqueren zu müssen. Gute Idee, werde ich wieder machen, die Station Elbbrücken ist zudem echt ein Hingucker. Der Bus setzte mich wie gewohnt nicht weit von mir ab.



Statistik? Etappenanfang: U-Bahn Trabrennbahn, neues Etappenende: U-Bahn Billstedt. Mithilfe von Herrn Gugl hatte ich eine Streckenlänge von ca. 9,8 Kilometern ab Etappenbeginn bis zu jener Bushaltestelle ermittelt, es kamen noch etwa zwei Kilometer dazu. Meine Schrittzähler zeigten jedoch insgesamt 21.924 Schritte an, was gemittelt 14,62 Kilometer entsprächen. Ehrlich gesagt ist es mir relativ egal, aber ich habe doch gemerkt, dass wir seit der letzten Etappe einen Sonntag ausgelassen hatten und ich eher weniger zu Fuß gegangen war: Mir taten die Füße mehr (und länger) weh als sonst, und nein, das war nicht der Temperaturanstieg. Bis auf die Strecke durch den Öjendorfer Park sind wir übrigens wieder überwiegend im Schatten unterwegs gewesen.

Auch Hamburg hat die Hitzewelle erreicht. Wenn sie bis Sonntag vorüber ist wie angekündigt, brechen wir nächstes Wochenende zu Etappe sieben auf, die uns unter anderem in die Boberger Niederung führen wird. Nach wie vor gilt: Ich freue mich schon drauf.


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Grüner Ring: Fünfte Etappe

Ein fröhlicher Sonntagmorgen, der versprach, nicht exorbitant heiß zu werden, nur sonnig. Keine schlechte Voraussetzung für unsere Wanderetappe fünf auf dem Grünen Ring Hamburg. Trotzdem hatte nicht nur die Morgenstund ein bisschen Blei im Knie, sondern es hakte auch sonst: Der Fellträger tauchte erst auf, als ich eigentlich schon dringend zum Bus musste, und die Öffis fuhren gefühlt … irgendwann. Das ist dann ärgerlich, wenn man kurze Umsteigzeiten hat und sich da, wo man hinwill, nicht wirklich auskennt. Da half es leider wenig, dass in der durchaus belebten S-Bahn jemand hinter mir vernehmlich schnarchte und vor mir beim Ausstieg eine junge Frau zu Musik aus ihren Kopfhörern tanzte – sie war offensichtlich bester Laune, unsere Augen (hinter den Masken, Hamburg hat in seinen Öffis FFP2-Maskenpflicht) trafen einander, wir lächelten uns zu – nein, beim dritten Umsteigen verpasste ich aufgrund einer Baustelle den Anschlussbus und musste meine Mitwanderin warten lassen. Ärgerlich. Statt wie verabredet um 9:30 Uhr war ich erst um kurz nach 10 am verabredeten Etappenstart, der Bushaltestelle Alsterdorfer Damm.

Aber dann ging es auch gleich richtig hinein ins Vergnügen: Wir überquerten die Alsterkrugchaussee und enterten den Alsterwanderweg. Die Alster ist nämlich nicht nur der große See im Herzen Hamburgs (hier klicken für meine Alsterumrundung), sondern wird (u. a.) von einem kleinen Fluss gleichen Namens gespeist. Entlang dieses Flüsschens verläuft von dessen Quelle in Henstedt-­Ulzburg bis zur Mündung in die Elbe der teilweise sehr idyllische Alsterwanderweg. Er ist nicht nur bei Spaziergängern/Wanderern mit und ohne Hunde und Kinder (und Radfahrern!) sehr beliebt (Foto), nein, auf der Alster und den angrenzenden Kanälen und Fleeten und Wasserläufen sind immer auch ungezählte Boote jeglicher Couleur unterwegs sowie SUPs (Foto), die ich letztes Jahr schon auf der Außenalster gesehen hatte, was ich bei Wind mutig finde. Je weiter wir kamen, desto belebter wurde es, klar, beste Sonntagvormittagspaziergehzeit.



Nach dem Durchqueren des Bahnhofs an der U-/S-Bahn Ohlsdorf führt der Grüne Ring in den Friedhof Ohlsdorf. Ohlsdorf ist wunderschön, wenn man nicht gerade eine Friedhofsphobie hat, denn es ist ein großer, weitläufiger Park, der eine sehr angenehme Ruhe ausstrahlt. Wikipedia sagt: »Der Friedhof Ohlsdorf […] wurde am 1. Juli 1877 eingeweiht und ist mit 389 Hektar der größte Parkfriedhof der Welt. Über das gesamte Areal verteilen sich 202.000 Grabstätten.« (Quelle) Petra hatte mich gebeten, ein paar Fotos zu machen, also habe ich extra die Augen offen gehalten, ob auf unserem Weg einer der beliebten Marmorengel durch die Bäume lugen würde: Leider nein, stattdessen hätte ich aber die Christusstatue aus weißem Marmor anzubieten (ein Werk des Schweizer Bildhauers Xaver Arnold (Wikipedia)), die direkt hinter dem Haupteingang auf einer Sandsteintreppe über dem Althamburgischen Gedächtnisfriedhof die Blicke auf sich zieht (Foto, Foto).
Unser Weg führte uns die Cordesallee entlang Richtung Wasserturm, und kurz bevor wir nach rechts abbiegen mussten, um den Friedhof schon wieder zu verlassen, machten wir einen kleinen Schwenk nach links und suchten das nahe gelegene Grab von Jan Fedder (Wikipedia). Jan Fedder war Schauspieler (bekannt u. a. auch, aber nicht nur, durch »Großstadtrevier«, »Neues aus Büttenwarder«) und ist Ende 2019 gestorben, seine Popularität in und um Hamburg war/ist extrem hoch; wir waren auch nicht die einzigen Besucher. Und ja, die Blumen am Torbogen sind künstlich, die Torflügel sind geöffnet, es steht wirklich ein Postkasten davor (»Post für Jan Fedder«) und die Leute lassen Kleinigkeiten dort. Interessant zu erfahren fand ich, dass dies ein Patenschaftsgrabmal ist, geschaffen zufällig ebenfalls von Xaver Arnold (hier mehr lesen).
Wir haben beide überlegt, als Einstieg mal einen Tag nur über den Friedhof zu laufen, denn Ohlsdorf ist ein Kosmos für sich. Dass sich dort auch Tiere ohne Ende beobachten lassen (hier mehr Infos), dürfte keinen verwundern, oder?



Wir traten aus dem Friedhof heraus und standen – na, erraten? – vor Kleingärten. Die Wolken, die im Park schon ein paar Tropfen verloren hatten, verzogen sich, wir passierten die Gärten und kamen sehr schnell an die ersten Ausläufer des Bramfelder Sees, auf dessen anderer Seite sich der Friedhof noch komplett entlangzieht. Auch hier: idyllisch, grün, belebt, von Zeit zu Zeit wunderbare Ausblicke auf den See (Foto). Wir rasteten mit Blick auf eine Graugans-/Kanadagansgruppe, die die Ruhe weg hatte. Am anderen Ende tauchten wir dann ziemlich überganglos in den Seebekgrünzug ein. Die Seebek ist ein Bächlein (Foto) (renaturiert, wie man lesen kann, schön geworden), der Weg führt rechts und links daran entlang, streift auch immer wieder mal Kleingärten (Foto) und spuckte uns dann auf die Bramfelder Chaussee.



Die Bramfelder Chaussee ist eine der Hauptdurchgangsstraßen von Nord nach Süd, entsprechend breit und hässlich und normalerweise noch viel belebter als am Sonntagmittag. Wir huschten darüber hinweg und kamen dann aus dem Schatten in die Sonne und vom Regen in die Traufe: Zwar mit ein bisschen Abstand, aber doch nah führte uns der Weg für den nächsten Kilometer (?) an der Steilshooper Allee (Ost-West-Verbindung, noch eine Durchgangsstraße) entlang. Ich mag diese Straße nicht (Foto), und war froh, als die auch diesmal wieder sehr zuverlässige grün-weiße »11« uns den Weg weg wies (an Beton entlang (Foto) in eine Kleingartenanlage) und das Rauschen des Verkehrs leiser wurde. Die Osterbek, deren Verlauf wir jetzt durch den Osterbekgrünzug folgen durften, erwies sich weitgehend als kaum sichtbar, aber der Weg war grün und kühl (Foto). Wir rasteten ausgiebig auf einem umgestürzten, vermodernden Baumstamm (Bänke Mangelware ab dem Bramfelder See) und gestanden einander ein, dass wir das Wetter drückend und die Route zwar schön, aber ermüdend fanden, uns beide schon mal besser gefühlt hatten und uns darauf freuten, bald am Endpunkt zu sein und den Weg nach Hause einschlagen zu können. Zum Glück war das heutige Etappenende schon fast in greifbarer Nähe: die U-Bahn-Haltestelle Trabrennbahn, an der der Grüne Ring vorbeiführt. Dort stiegen wir in die U-Bahn (Foto), aber in unterschiedliche Richtungen, ich wechselte am Hauptbahnhof in die S-Bahn und dann in den Bus. So früh waren wir noch nie wieder daheim (auch mal ganz schön), und der Fellträger war happy, statt meiner nach draußen wechseln zu dürfen.



Statistik. Etappenanfang: Bushaltestelle Alsterdorfer Damm, Etappenende: U-Bahn Trabrennbahn. Mithilfe von Herrn Gugl hatte ich eine Streckenlänge von ca. 9,8 Kilometern ab Etappenanfang ermittelt, die Kürze passte also echt gut. Meine Schrittzähler zeigten jedoch insgesamt 20.039 Schritte an, was 13,36 Kilometer entsprächen, also ziemlich genau gleich weit wie am Sonntag zuvor. Das kann ich mir eigentlich nicht erklären, denn ich hatte nicht das Gefühl, dass ich so viele Extrameter gelaufen bin, zusätzlich zu dem Weg zum Etappenanfang bzw. vom Etappenende heim, aber ehrlich gesagt ist es mir auch egal. Vielleicht habe ich mich bei der Planung auch vertan.

Ich erwarte übers Wochenende Besuch, meine Freundin, um die ich mir früher im Jahr so Sorgen gemacht habe, ist ante portas (hurra, ich freue mich sehr), daher werden wir am kommenden Sonntag nicht weiterlaufen und es wird auch nächste Woche Mittwoch keinen Bericht vom Grünen Ring geben. Ich warne euch nur schon mal vor.

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