Ungebundene Sehnsucht – Freitag, 26. September 2014

Und immer ins Ungebundene gehet eine Sehnsucht …

(Friedrich Hölderlin)

 

„In jeder Hinsicht zieht mich das Unsagbare, Unbeschreibliche magisch an, und im Grunde glaube ich, dass sich dort immer auch die Liebe in all ihren verschiedenen Gewändern zeigt.“ Diesen Satz fand ich gestern bei Frau Coupar, und ich kann ihr nicht nur aus vollem Herzen zustimmen, ich bin sogar überzeugt, dass es so ist (was über „glauben“ hinausgeht).

Soweit ich weiß, ist das die Geisteshaltung der Mystiker, das Größere, Unsagbare, Unbeschreibliche zutiefst und demütig zu bewundern und zu lieben. Nun ist „Mystik“ allgemein kein besonders beliebtes Wort (und „Demut“ schon mal gar nicht), es wird entweder mit Esoterik oder Religion assoziiert, und aus guten Gründen gibt es gegen beides Einwände – es laufen einfach zu viele Fundamentalisten herum, die der Meinung sind, die Verkünder der einzig selig machenden Weisheit zu sein. Nein! Viele Flüsse fließen ins Meer. Aber es gibt ein Meer … und man kann es lieben …

 

nordlicht ungebunden sehnsucht – 365tageasatzadayQuelle: Pixabay

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