Froschkönig reloaded | abc.etüden

Mir hat die Geschichte keine Ruhe gelassen. Und da kommen mir die Extraetüden gerade recht, um meinen Nicht-Frosch aus seiner Zwangslage zu befreien.

Wer die anderen Teile nicht kennt:

Teil 1: Verflucht

Teil 2: Trübe Aussichten

 

* * *

 

„Der Frosch erinnert mich an Papa.“
„Wie jetzt?“
„Na, da bei der Wettervorhersage. Hörst du nicht, wie der spricht?“
„Du spinnst, seit wann sprechen Frösche denn? Das ist doch alles nur Fake. Außerdem, wenn das dein Vater wäre, dann hätte er mindestens eine Krone auf. Kennst ihn ja, der würde auf der Froschkönig-Nummer bestehen.“

Schweigen.

„Mama?“
„Mhm?“
„Denkst du noch oft an ihn?“

Eigentlich war sie froh, dass sie ihn los war. Die Scheidung war okay gelaufen, sie hatte ihn sich von der Seele geheult und ein neues Leben aufgebaut. Böse formuliert saß der einzige Gewinn aus dieser Beziehung gerade neben ihr und schaute mit ihr obskure Lokalnachrichten auf YouTube. Aber sagt man das seiner Tochter? Würde das bei irgendwas helfen? Sie glaubte es eher nicht.

„Und du?“
„Ich glaube, dass ihr euch getrennt habt, war unabwendbar. Spätestens, als er die Tussi hatte.“

Oh. Ja. Die.

Fakt war, dass er seit ein paar Monaten verschwunden zu sein schien, jedenfalls waren alle Papa-Tochter-Treffen wegen Nichterscheinens gescheitert. In was der sich wohl wieder reingeritten hatte? Sie seufzte. Nicht mehr ihr Bier.
Dieser Frosch hatte doch was von ihrem Ex-Mann. Der Gedanke an eine Spontanmutation erheiterte sie kurz, dann ließ sie ihn fallen.

 

Der Knall erschütterte sein Universum. Er wunderte sich. Sollte er nicht Matsch oder gegrillt sein? Er war sich ziemlich sicher, dass eben die schwere Baulampe in seinem Wetterfroschglas gecrasht war, weil Tobi, der Hirni, oder seine minderbemittelte Schwester wieder mal über ein Kabel in ihrem kleinen Heimstudio gestolpert waren. Großes Ding, Wetternachrichten mit einem sprechenden Frosch! Natürlich hatte ihnen keiner abgenommen, dass die Froschstimme echt war, aber man hatte es als Sommerloch-Gag witzig genug gefunden. Bis in die Lokalnachrichten auf YouTube hatte er es geschafft. Wahnsinn.
Er schlug die Augen auf und sah erst mal alles unscharf. Als sich sein Gesichtsfeld verengte, erkannte er, dass er auf einem Fußboden lag. In SEINER Küche. Interessant. Er hob eine Hand. Menschlich! Konnte alles nur ein trüber Traum gewesen sein?
Viel später gelang ihm die Koordination seiner Gliedmaßen und er tappte unsicher durchs Haus. Wo war Mimi? Weg, stellte er fest, ebenso wie alle ihre Sachen. Na, kein Verlust. Der Kühlschrank war auch leer. Er vertilgte eine Dose Ravioli aus der eisernen Reserve. Hauptsache was im Magen.

Auf seinem Schreibtisch erwartete ihn ein Brief mit Froschbildern und einer Nachricht.
„Also, tut mir leid, die Verwandlung war keine Absicht. Falls du das hier jemals liest, hoffe ich für dich, dass das Schicksal dir eine Chance gegeben hat und du nicht mehr der hässliche Frosch bist (siehe Fotos), den ich am Teich ausgesetzt habe. Ansonsten ist zwischen uns alles gesagt. Ich bin froh, wenn ich dich nie wiedersehen muss, und ich bin nicht die Einzige damit, wie ich inzwischen erfahren habe. Und das, mein Lieber, sollte dir zu denken geben. Ein schönes Leben noch. Mimi“

Schönes Leben noch?

Er ließ den Brief sinken.
War er wirklich so ein Arschloch?
Er hätte genauso gut tot sein können.

Das Haus war totenstill und er fühlte sich sterbensallein.

 

Extraetüden 27.19 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Ausgabe Extraetüden, Woche 27.2019: 5 Begriffe (aus 6), maximal 500 Wörter. Die Worte stammten dieses Mal von Werner Kastens und Viola, ich habe verwendet: unabwendbar, verengen, Froschkönig, trüb, helfen.

Die Auflösung: Mimi ist das ja so passiert, dass sie ihn verwandelt hat, also konnte sie ihn auch nicht zurückverwandeln. Außerdem hätte sie nicht gewollt. Das Mädel und ihr Bruder, die ihn finden, die hatten kein wirkliches Interesse. Und seiner Ex-Frau ist er ziemlich egal, die hätte VIELLEICHT Mitleid. Möglicherweise würde bei seiner Tochter was gehen, aber die hat er wiederum nicht auf dem Schirm. Er hat eigentlich niemanden auf dem Schirm außer sich selbst.

Ich habe mir also überlegt, dass sich „vertierte“ Menschen dann zurückwandeln (und dabei an den Ort des ursprünglichen Geschehens zurückkehren), wenn sie in ihrer Tiergestalt unfreiwillig sterben, wie es hier der Fall ist, denn eigentlich hätte er den Kurzschluss nicht überleben dürfen.

Schreibeinladung für die Textwoche 27.19 | Extraetüden

Der Sommer ist da und mit ihm die dritten Extraetüden dieses Jahres, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen. Heute ist der fünfte Sonntag im Monat Juni, was Extraetüden bedeutet, bis es am nächsten (ersten) Sonntag des Monats Juli zum letzten Mal vor der Sommerpause mit regulären Wörtern weitergeht. Ob was mit einem Etüdensommerpausenintermezzo geht, erzähle ich euch dann. (Natürlich geht was.)

Die Liste wie immer zuerst. Die Statistik zeigt, dass in den letzten beiden Wochen 35 Etüden von 22 teilnehmenden Blogs (Stand ohne Nachzügler) gemeldet wurden. Wie immer gilt mein Dank allen, die sich bei diesem schweißtreibenden Wetter hingesetzt und mitgeschrieben haben, wo es doch so viel einfacher wäre, irgendwas anderes zu tun … nichts zum Beispiel.
Die Spitzenplätze der Liste belegen die üblichen Verdächtigen: Werner Kastens mit fünf und dergl mit vier Etüden. Danach folgen schon die Nasen mit zwei Etüden. Dennoch hatte ich viel Spaß beim Schreiben und Lesen, mich beflügelte der Froschkönig, während er andere (nicht wahr, Herr fraggle) leider eher abzuschrecken schien.

dergl von Die Tintenkleckse sehen aus wie Vögel: hier, hier, hier und hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier und hier
Werner Kastens auf Mit Worten Gedanken horten: hier, hier, hier, hier und hier
Jacqueline auf Meine bunte Textewelt: hier
Viola auf viola-et-cetera: hier
Alexandra auf Blätterflug Gedankenschnuppen: hier und hier
Jacqueline auf Jacquelines Lebenstagebuch: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Die Hummel im Hummelweb: hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Bettina auf Wortgerinnsel: hier
Bernd auf Red Skies over Paradise: hier und hier
Gerda auf GERDA KAZAKOU: hier und hier
Jaelle Katz auf Jaellekatz: hier
fraggle auf reisswolfblog: hier und hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier

Nachzügler: Elke H. Speidel auf Transworte auf Litera-Tour: hier

Checkt wie immer bitte, ob alles mit euren Links okay ist, und meldet Fehler/Fehlendes oder ob sonst was falsch ist – wie immer, ihr kennt das Procedere ja inzwischen zu Genüge. Ebenfalls wie immer vielen Dank an alle, die geschrieben, gelesen, gelikt und kommentiert haben.

Wie das mit den Extraetüden geht? Ihr nehmt die Begriffe des abgelaufenen Monats, das sind sechs, sucht euch davon fünf aus und verpackt die in einen Text von maximal 500 Wörtern. Zeit: eine Woche!
Den Rest kennt ihr.

Dies waren die Juni-Wörter, gespendet von Werner Kastens und Viola:

Abweichung, unabwendbar, verengen
Froschkönig, trüb, helfen
.

 

Zum guten Schluss wieder der Etüden-Disclaimer: Die Headline für die Extraetüden heißt: 5 Begriffe in maximal 500 Wörtern.
Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt nicht auf die nächste Liste, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe, den Stress tu ich mir nicht an.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright. Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die nächsten regulären Wörter gibt es am 7. Juli 2019. Euch viel Schreiblust!

 

Extraetüden 27.19 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Extraetüden 27.19 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Trübe Aussichten | abc.etüden

Sie hielt sich nicht wirklich für den großen Tierkommunikator, aber dieser Frosch hatte gerade eben eindeutig „Küss mich“ gequakt. Verstohlen sah sie sich am Badeteich um. Keiner in ihrer Nähe. Nur der hässliche, große Frosch.

„Küss mich!“, quakte er erneut.

Sie war jetzt auch nicht so der Märchenfan, aber da hatte es doch etwas mit einem Frosch gegeben, da war sie sich sicher. In ihrem Kopf blitzten Bilder auf. Froschkönig. Genau. Verzauberter Prinz. Sie, die Auserwählte. Hochzeit. Reichtum. Ewiges Glück.

Und das alles, weil sie ihm half, seine ursprüngliche Gestalt wiederzuerlangen? Das konnte sie ja wohl bringen. Sie streckte die Hand aus, der Frosch sprang hinein, sie hob ihn zum Mund und küsste ungeschickt das Froschmaul. Iiiih.

Es geschah – nichts.

„Noch mal!“

Wieder nichts.

„Ey, ist das hier ‚Versteckte Kamera‘ oder was?“

Sie hätte schwören können, dass er genervt geseufzt hatte. „Süße, wenn ich erst mal meine wirkliche Gestalt wiederhabe, dann überschütte ich dich mit Rosen und Diamanten und bade dich in Champagner. Was du willst! Ich verspreche es! Ich bin ziemlich einflussreich! Komm schon, gib dir ein bisschen mehr Mühe. Kann doch nicht so schwer sein!“

Sie starrte ihn an. Okay. Aller guten Dinge waren schließlich drei.

Der Frosch blieb ein Frosch.

„Ich glaube, du bist echt zu blöd zum Küssen“, knurrte er. Es gab scheinbar keinen einfachen Weg aus der Misere. Die Kleine war nämlich nicht die Erste gewesen, mit der die Küsserei fehlgeschlagen war. Seine Ex-Geliebte konnte was erleben, das Miststück.

Ihr fiel etwas ein. „Du kannst nicht hierbleiben“, sagte sie und schüttelte eifrig Melonenstücke aus ihrer Vorratsdose, „ich nehme dich mit zu meinem Bruder. Der hat ein großes Terrarium und liebt Tiere.“

Er sah sich bereits auf seinem Leiterchen im Weckglas sitzen und das Wetter vorhersagen. Im Fernsehen. Wer hatte schon einen sprechenden Frosch?

Trübe Aussichten.

 

abc.etüden 2019 25+26 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 25/26.2019: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Viola und ihrem Blog viola-et-cetera und lauten: Froschkönig, trüb, helfen.

Wenn eine*r der beiden gewusst hätte, dass man laut Märchen den Frosch an eine Wand pfeffern muss, dann hätte es nur einen großen, matschigen Fleck und eine traumatisierte Frau gegeben. Wirklich. Glaubt mir.
Warum er jetzt plötzlich sprechen kann? Tja, gute Führung? Vielleicht lässt der Fluch nach? ICH weiß es nicht.

Ach so, dies ist die lose Fortsetzung dieser Etüde, die erklärt, wie der Frosch zum Frosch wurde …

Kommt gut durch die Hitze!

 

Verflucht | abc.etüden

 

Der Streit erreichte seinen Höhepunkt.

„Von wegen, bist du noch zu retten?“, kreischte sie. „Du bist es doch, dem hier nicht mehr zu helfen ist! Ich verfluche dich! Du sollst im Außen die Gestalt annehmen, die dein Inneres widerspiegelt!“
Sie verspürte einen leisen Druck auf den Ohren, dann machte es vernehmlich „Plopp!“. Vor ihr auf der Anrichte saß ein fetter Frosch.

Oh.
Verdammt.

Sie stülpte geistesgegenwärtig eine Vorratsdose über ihn, bevor er sie anspringen konnte. Man wusste ja nie. Durch das klare Plastik sah sie jedoch, dass er einfach nur vor sich hin glotzte.

Logisch. Schock.

Sie fasste einen Plan. Die Handykamera im Anschlag hob sie die Dose an.
„Kannst du sprechen?“, fragte sie.
„Quak!“

Offensichtlich nicht. Wahrscheinlich ging das nur bei Froschkönigen. „Königstochter, jüngste“, und so. War sie eh keine.

„Hör mal“, erklärte sie, „lass mich ein paar nette Fotos von dir machen, danach bringe ich dich an den Teich im Park. Zu deinen Artgenossen. Das dürfte deinem jetzigen Zustand angemessener sein als das Haus.“

Obwohl er ja eigentlich einer Kröte viel ähnlicher sah als einem Frosch.

Nachdem sie seine neue Gestalt von allen Seiten dokumentiert hatte, schubste sie ihn in die Vorratsdose, legte den Deckel drauf und ging nach draußen.

Der Teich war trüb. Frösche quakten. Sie öffnete die Dose und wartete, bis er sein Übergangsdomizil verlassen hatte. Wie lange hielt wohl so ein Fluch? Hoffentlich waren mit der Verwandlung auch die tierischen Instinkte aktiviert worden.

Sie fand sich kaum nachtragend.

„Und jetzt“, verkündete sie, „wird dein dummes Flittchen sein Leben wieder in die eigenen Hände nehmen. Deiner Frau werde ich die Bilder schicken. Falls sie fragt. Aber darauf solltest du besser nicht vertrauen.“

Bis zum Abend würde im Haus keine Spur mehr von ihr zu finden sein. Um alles andere konnte sie sich später kümmern.

 

abc.etüden 2019 25+26 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Für die abc.etüden, Wochen 25/26.2019: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Viola und ihrem Blog viola-et-cetera und lauten: Froschkönig, trüb, helfen.

Ich finde, in den meisten Geschichten kommt der Aspekt zu kurz, wie/warum der Frosch in diese doch eher missliche Lage gerät …

Falls ihr euch wundert: Ich hatte diesen Beitrag eben kurz drin, bis Sabine Wortgeflumsel mir sagte, dass er nicht bei ihr im Reader sei (danke!). Nachdem er in meinem auch nicht auftauchte, habe ich beschlossen, ihn rauszunehmen und eine Stunde später noch mal zu veröffentlichen, in der Hoffnung, dass sich der Reader bis dahin eingekriegt hat. Wie ist es bei euch, seht ihr ihn? Ich habe ihn jetzt.

 

Schreibeinladung für die Textwochen 25.26.19 | Wortspende von viola-et-cetera

Und schon wieder ist es fast Sommeranfang, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, ich bin immer wieder überrascht, wie schnell die Zeit vergeht. War gefühlt nicht eben erst Ostern? Jetzt sind bereits die längsten Tage des Jahres 2019 … und in gut sechs Monaten sind wir kurz vor Weihnachten. Unglaublich.

Die Etüdenstatistik hat sich zum letzten Mal leicht positiv (yay!) verändert: 38 Etüden von 20 teilnehmenden Blogs. Die Spitzenplätze der Liste der Liste teilen sich dergl, fraggle und Werner mit jeweils fünf Etüden. Vielen Dank, weiter so!

Hier ist die Liste zum Schmökern, checkt wie immer bitte, ob alles mit euren Links okay ist, und meldet Fehler/Fehlendes oder ob sonst was falsch ist – wie immer, ihr kennt das Procedere ja inzwischen zu Genüge.

dergl von Die Tintenkleckse sehen aus wie Vögel in meinen Kommentaren: hier, hier, hier, hier und hier
Jacqueline auf Meine bunte Textewelt: hier
fraggle auf reisswolfblog: hier, hier, hier, hier und hier
Werner Kastens auf Mit Worten Gedanken horten: hier, hier, hier, hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier, hier und hier
Elke H. Speidel auf Transworte auf Litera-Tour: hier
Viola auf viola-et-cetera: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Die Hummel im Hummelweb: hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Bernd auf Red Skies over Paradise: hier und hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier
Carmen aus der Wortwabe: hier und hier
Petra Schuseil auf Wesentlich werden: hier und hier
Gerda auf GERDA KAZAKOU: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier

Vielen Dank an alle, die geschrieben, gelesen, gelikt und kommentiert haben, und einen speziellen Dank an Werner Kastens, den Wortspender, der manches Mal schneller bei euch/den Etüdenschreibenden war als ich  ;-) Das ist so eine Freude.

Die Wörter für die Textwochen 25/26 des Schreibjahres 2019 kommen von Viola und ihrem Blog viola-et-cetera. Die neuen Begriffe (Märchenliebhaber, aufgepasst!) lauten:

Froschkönig
trüb
helfen.

 

Wer jetzt das Märchen vom Froschkönig nochmals nachlesen möchte: hier im Projekt Gutenberg.

Zum guten Schluss wieder der öde blöde Etüden-Disclaimer: Die Headline heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.
Eure Beiträge verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder postet den Link unten in einen Kommentar, damit eure Etüden auch ganz sicher von mir und von allen, die es interessiert, gelesen werden können. Wen ich nicht in den Kommentaren/Pings der Schreibeinladung finden kann (das ist hier), der kommt nicht auf die nächste Liste, ich merke mir nicht, was ich wann eventuell bei wem gelesen habe, den Stress tu ich mir nicht an.
Die Illustrationen unterliegen nach wie vor meinem Copyright, und glaubt mir, ich hatte echt Freude daran, sie dieses Mal zu illustrieren.
Wie immer behalte ich mir vor, Kommentare zu moderieren, wenn nötig.

Noch Fragen zu den Etüden? Hier habe ich das Kleingedruckte zusammengetragen. Wenn was fehlt – ihr wisst schon.

Die dritte Ausgabe der Extraetüden startet am 30.06.2019, die nächsten regulären Wörter gibt es am 7. Juli 2019. Euch viel Spaß und gute Ideen! Haut rein!

 

abc.etüden 2019 25+26 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

abc.etüden 2019 25+26 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

 

Toller Hecht | abc.etüden

Wie jetzt, das – äh – war schon alles? Ihre Stimmung befand sich so weit unter Null, dass sie fast erwartete, Eisrosen an den Fensterscheiben erblühen zu sehen.
Sabbeln konnte der Herr Kollege ja, das musste sie ihm lassen, sie hatte schon lange nicht mehr so viel von „Fallenlassen“, „Kernschmelze“ und „gliederlösendem Eros“  zu hören bekommen und war schließlich mehr als geneigt gewesen, es sich am eigenen Leibe beweisen zu lassen, dass er wirklich so ein toller Hecht war.

Tja, ach, der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Wobei es bei ihm allerdings mit dem Gliederlösen geklappt zu haben schien, das Schnarchen, das vom Bett her dröhnte, sprach von postkoitaler Müdigkeit und vielleicht auch von mehr.

Weggeworfene Zeit, stellte sie nüchtern fest. Und sie war durchaus nicht bereit, seine doch eher nicht vorhandenen Bemühungen um sie dadurch zu honorieren, dass sie noch anwesend war, wenn er aufwachte. Win-win-Situationen sahen anders aus.

Also schlüpfte sie rasch in ihre Kleidung, nahm sich von seinem achtlos auf den Tisch gedonnerten Hosentascheninhalt einen grünen Schein, zog die Tür leise hinter sich zu und ging mit schnellen Schritten in die hochsommerlich warme Nacht hinaus. Hoffentlich begegnete ihr bald ein Taxi.

 

2018_29_2_zwei lz | 365tageasatzadayVisuals: Ludwig Zeidler

 

Für die abc.etüden, Woche 29.2018: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von Viola von violaetcetera und lauten: Kernschmelze, grün, wegwerfen.

„Und, ist dir das auch schon mal passiert?“ – „Nein, ich hab eigentlich immer das Auto dabei.“
Scheeeeerz, Leute, Scheeeerz!  ;-)

 

Schreibeinladung für die Textwoche 29.18 | Wortspende von violaetcetera

Ich bin ja mal sehr gespannt, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, was ihr/wir (ich nehme mich da nicht aus) aus den Wörtern der nächsten Woche macht/machen. In wie viele Richtungen man ein Wort interpretieren kann, hat mich schon immer fasziniert. Früher nannte man das „Teekesselchen“, mit so vielen Bedeutungen wie möglich, kennt/kanntet ihr das auch (lest mal hier aus halbwegs aktuellem Anlass)? Na, egal.
Die Wörter der nun folgenden Textwoche 29.18 hat uns (erstmalig! Hurra!) Viola (violaetcetera.wordpress.com) zum Spielen überlassen. Sie lauten:

Kernschmelze
grün
wegwerfen.

 

Ankündigung: Das Etüdensommerpausenintermezzo tobt ab Anfang August los und geht bis Anfang September. Soll heißen, ich habe noch für die Wochen 29 (diese) und 30 Wörter, und dann, ja dann … ich melde mich rechtzeitig vorher, denn NATÜRLICH brauche ich eure Hilfe! Wer nachlesen will, was wir letztes Jahr in selbigem getrieben haben, kann das HIER tun.
Etüden-Disclaimer: Nach wie vor gilt, dass diese 3 Wörter bitte in maximal! 10! Sätzen unterzubringen sind. Wie gewohnt stammen die Illustrationen von dem werten Herrn lz., vielen Dank, Ludwig!
Euren Beitrag verlinkt ihr bitte wie gewohnt hierhin und/oder (am besten „und“) postet den Link unten in einen Kommentar (oder gleich die ganze Etüde, wenn ihr keinen Blog habt oder es bei euch nicht passt), damit eure Etüde auch ganz sicher von Viola und mir und von allen, die es interessiert, gefunden werden kann.

 

2018_29_1_eins lz | 365tageasatzaday

 

2018_29_2_zwei lz | 365tageasatzaday