Tag des Ohrwurms: Whenever I Say Your Name

Na schön, dieses Lied stammt von einer CD, die „Heilige Liebe“ („Sacred Love“) betitelt ist, ich sollte mich also vielleicht nicht wundern, dass es sich inbrünstig und intensiv auf der Grenze zwischen Mensch und Himmel bewegt. Man kann es als beides lesen: das absolute Liebeslied, die absolute Verschmelzung und Vergötterung mit dem/des anderen … und die absolute liebende Vereinigung mit dem Höheren. Letzteres allerdings ist heutzutage eher weniger populär, im Christentum fällt es unter „Mystik“, im Islam unter „Sufismus“, im Osten gibt es bestimmt auch viele Namen dafür. Sting nun wiederum, der über viele Tellerränder geschaut hat, traue ich zu, das Lied mit Absicht genau da angesiedelt zu haben.

Whenever the sun refuse to shine, whenever the skies are pouring rain | Whatever I lost I thought was mine whenever I close my eyes in pain | Whenever I kneel to pray, whenever I need to find a way | I’m calling out your name

Wann immer die Sonne sich weigert zu scheinen, wann immer Regen vom Himmel fällt | was immer ich verloren habe, was ich mein glaubte, wann immer ich meine Augen vor Schmerz schließe | Wann immer ich niederknie zum Beten, wann immer ich einen Weg finden muss | rufe ich deinen Namen

(Sting, Whenever I say your name, Text hier, deutsche Übersetzung hier)

Ich habe keine Ahnung, warum sich dieses Lied bei mir zum Ohrwurm entwickelt hat, ich bin nicht der Typ, einen Liebsten derart anzusingen (leider), aber ich habe seit ein, zwei Tagen die großartige Mary J. Blige im Duett mit Sting im Ohr, und zwar die Stellen, wo sie gemeinsam singen, wo sie sich in die Höhen aufschwingt … Gänsehautfaktor.

Kennt ihr das auch mit Ohrwürmern? Wodurch werden sie bei euch ausgelöst?

 

Und weil es so schön ist: das Kontrastprogramm mit der ebenfalls wunderbaren Jo Lawry – ganz anders, nicht weniger gut: