Schreibeinladung für die Textwoche 17.17 | Wortspende von bittemito

Hereinspaziert, hereinspaziert, liebe Etüden-Fans und solche, die es vielleicht noch werden wollen. Folgt mir in dieser Woche zu Silbersilbenspuren, Pupillenverhachungen und anderen Lebenslustschnappschussgrüßen von Madame Käthe Knobloch, ihres Zeichens Hüterin des Blogs bittemito.

Wie die Etüden zu derartig unnachahmlichen Wortungetümen kommen, wollt ihr wissen? Nun, ich habe die Etüden geerbt, wie ihr wisst, und dazu gehörte auch ein Beutelchen mit Wortspenden. Es ist mir eine Ehre, diese in die Runde zu werfen und das Versprechen an die Wortspender*innen damit einzulösen, bevor ich euch nach frischen Wortideen fragen werde.

Hier sind sie also nun, die Worte für die Woche 17.17:

Safranstaubkussspuren
Knospenkollisionskurs
Irisreinkarnationslied

Ja, die muss man langsam lesen und sich auf der Zunge zergehen lassen … wie Konfekt. Ja, Madame Käthe ist immer so. Ja, die Worte sollen so verwendet werden, wie sie da stehen, das heißt, eine Trennung wie in „Safranstaub hinterließ Kussspuren“  ist nicht im Sinne des Erfinders.

Ja, das stellt auch mich vor … eine Herausforderung, nicht nur euch. Ich hoffe, ihr mögt Wortknobeleien und entdeckt eure poetische Seele. Ich erzähle es auch keinem weiter. Ich doch nicht. Versprochen.

Nur zur Sicherheit erneut die Spielregeln für eventuelle Neuhinzukommer: Es geht darum, diese 3 Wörter in einer Geschichte unterzubringen, die maximal 10 Sätze umfasst. Die Reihenfolge ist egal, die Wörter sollen in dieser Form aber schon so verwendet werden.

Ach, und ihr dürft auch gern öfter als einmal pro Woche! Wartet also nicht auf eure beste Idee, schreibt einfach viele Etüden (Etüde = „Übungsstück, das spezielle Schwierigkeiten enthält“, sagt der Duden, ich finde diese Erklärung hinreißend und für unseren Fall mehr als zutreffend).

Das obligatorische Kleingedruckte:

  1. Bitte verlinkt diesen Beitrag unbedingt bei euren Etüden, wenn ihr sie veröffentlicht, damit es hier in den Kommentaren pingt, oder schreibt mir einen Link zu euren Etüden in die Kommentare. Sowohl der/die Wortspender/in als auch ich wüssten so gern, was ihr daraus macht, und wir folgen einfach nicht jeder oder jedem. Solltet ihr eure Etüde in die Kommentare schreiben wollen, weil sie aus irgendwelchen Gründen nicht in das Konzept eures Blogs passt, ihr einfach mal probieren wollt oder ihr gar keinen habt: herzlich gern!
    (Und wenn irgendwem unklar ist, wie man verlinkt, fragt einfach. Wir haben alle mal doof angefangen.)
  2. Die grandiosen Illustrationen stammen aller Unbill zum Trotz von Herrn lz. (vormals Blog textstaub/lz, jetzt Analog-Atelier ludwigzeidler.de, danke, Ludwig!). Sie können/dürfen als Beitragsbilder benutzt werden, dafür sind sie gedacht; ihr müsst aber selbstverständlich nicht.

 

lz abc.etueden schreibeinladung 1 kaethe 17.17 | 365tageasatzaday

 

lz abc.etueden schreibeinladung 2 kaethe 17.17 | 365tageasatzaday

 

lz abc.etueden schreibeinladung 3 kaethe 17.17 | 365tageasatzaday

 

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102 Kommentare zu “Schreibeinladung für die Textwoche 17.17 | Wortspende von bittemito

  1. Pingback: Die Tintenkleckse sehen aus wie Vögel

  2. Na, da bin ich ja auf die Ausbeute gespannt. Herr Textstaub selbst hätte da sicher was mit jonglieren können, diverse Poeten können es wahrscheinlich auch. Für Prosaiker/innen und Co. nicht ganz einfach, aber lustig.

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  3. Eben erreichte mich eine Etüde des Herrn lz. Grandios, Ludwig, danke! 😀
    Lest und genießt:

    Perlen am Strand

    Sie hatten sich viel vorgenommen in dieser Minikombüse am Sylter Strand.
    Edgar und Victor wollten diesen verfluchten Stern, sie kochten wie zwei Höllenhunde aus einer anderen Welt, Erbsenspeckflunderschaum und Safranstaubkussspuren waren nur eine kleine Ouvertüre am Meerwassersandtheater.
    In den Lukullischensamstagnachtstunden spielten die Stockhauerbrüder live und ungeschminkt 12 Ton Irisreinkarnationslieder, während Victor die Speisenabfolge mit Zauberblüten, Meeresbitteralgen auf Knospenkollisionskurs eröffnete. Edgar legte nach, formte Kräuterchipsblätter mit ChiliGelee und Hagebuttenknallrauchkaramell.
    Sie waren auf einem neuen Weg, mitten in den Dünen, und Käthe mit O schrieb die Menükarten als Lesegedicht für Gaumentänzer. Feuerwerke erhellten das Wolkenspagat und zogen am Strand lange Schatten mit Salzwasserduft.
    Eintritt nach Anmeldung.

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  4. Pingback: Wochenrückblick 17.04.17-23.04.17 | Geschichtszauberei

    • Weißt du, die Frage ist ja, wie hoch man die Latte für sich selbst legt. Bin ich gut in poetischen Texten? Selten, und das weiß ich nicht nur, wenn ich zu Ludwig schiele.
      Also sollte ich meine Stärken nutzen und daraus etwas machen, was ich kann, schreiberisch gesehen.
      Ich hab mir die Grafik auch schon ausgesucht, und mein Hirn kühlt gerade wieder ab. Später also mehr von dieser Baustelle. 😉
      Liebe Grüße, schönen Sonntag dir
      Christiane

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  15. Ich haue es dir einfach mal in die Kommentare, denn es passt nirgendwo hin und so toll ist es auch nicht. Inspiriert davon, dass der Atelier-Kind-Bruder, der nicht Ben(jamin) heißt offenbar einen Fan hat. *Das ist ja SO süß wenn der Kleine gebärdet* Wenn man nicht weiß worum es geht, kann man durch Ablesen übrigens wirklich auf unmögliche Wortkreationen kommen.

    Es gab in dieser Sprache Dinge, die einfach nicht existierten.

    Sie ließ sich nicht aufschreiben, das war das eine. Für so etwas Wichtiges wie „Ich habe“ oder „Du hast“ oder dasselbe mit allen anderen gab es nur „Sch“ mit einem Fingergegrabbel dazu, das war das andere.

    Den Dozenten konnte Andrea nicht fragen, der war gehörlos und das mit dem Lippenablesen nicht so wie sie immer gedacht hatte.

    Sie hatte immer gedacht, damit verstünde man alles, aber man konnte nur zwölf Buchstaben sehen und musste ungefähr wissen was gesagt wird.

    Da verstünde der Mensch noch Knospenkollisionskurs vor lauter o und u in irgendeinem harmlosen Wort oder Irisreinkarnationslied in irgendwas mit e und i wenn sie fragen würde Wie das denn nun mit der Grammatik wäre.

    Wenn diese Sprache schon eine hatte, das hatte sie sich nie vorstellen können. Aber wenn die Familie nebenan im Hausflur mit dem kleinen Benjamin „sprach“ und dessen kleine Patschhände flogen, dann war das so träumerisch schön… Wie Safranstaubkussspuren, kostbar und ehrlich.

    Jetzt fing sie auch noch mit nicht existenten Worten an!

    Gefällt 3 Personen

      • Da steht jetzt eigentlich nichts drin, dass du noch nicht weißt, aber für andere ist das sicher neu. Das Atelier-Kind-Bruder-Groupie *Wie süüüüüß der ist!* war auch etwas verwundert, die hat den Atelier-Kind-Eltern bis dato unterstellt nur nicht verstehen zu wollen.

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          • Ich MUSS es thematisieren. Schulplatz, Fußball, Kita… Je mehr Leute wissen wie das ist mit der Sprache, desto größer ist, wenn man an das Gute im Menschen glaubt, die Wahrscheinlichkeit, dass irgendeinem anderen Gehörlosen in der Situation der Kind zumindest mit Solidarität beigesprungen wird. Heute ist viel Ego- und Ellenbogenmentalität, aber es könnte dennoch den Fall geben, dass wenn einer sagt „Halt, lasst ihn/sie/es doch mitmachen, es ist nur eine andere Sprache“, plötzlich noch mehr sagen „Geben wir ihm/ihr/ihm eine Chance.“ Soll ich den Jungs erzählen alle Hörenden sind informationsresistent?! Abgesehen davon eignet es sich, wenn man wie ich beide Sprachen kann, gut für solche komplexeren Wörter. Die machen zum Beispiel für die Eltern genauso viel oder wenig Sinn wie „subkutan“ oder ähnliche gänguge Wörter aus bestimmten Fachrichtungen, die in Gebärdensprache einfach so nicht existieren sondern in verständlicheren Versionen.

            Gefällt 1 Person

  16. Pingback: abc.etüden 17/17 – Eine Frage am Tag

  17. Pingback: abc.etüden (15.1.) | Meine literarische Visitenkarte

  18. Pingback: Safranstaubkussspuren, Knospenkollisionskurs, Irisreinkarnationslied #abc.etüden | Jaellekatz

  19. Pingback: Aus dem Leben eines … | abc.etüden | Irgendwas ist immer

  20. Ich blogge nicht mit, doch natürlich will ich nicht versäumen, hoffentlich hier an richtiger Stelle für Euch ein kleines Krokusgedicht mit der Inklusion von Käthes Worten zu ersinnen. Möge sie wohl sein, ich hinterlege Feinferngrüße übern Knapp. ✨

    Manchmal wird mir so tamtam,
    dass ich Vögel auf Tapeten
    zwitschern hören kann.

    Gib mir ein Irisreinkarnationslied, Mann!
bitte ich den Krokusskönig
    in seinem Töpfchen,

    pack ihn mir
    auch gleich
 am Kröpfchen
    säusele…

    Es ist schon Lenz,
    die Nase hab‘ ich voll vom Schlenz.

    Mache Minne auf den Fluren

    hauchhuldige Safrankussspuren.


    Dazu klimpere ich,

    meine Augen aufschlagend
    wie zwei rohe Eier.

    Au weia.

    Komm doch mal näher,
    Frau schau, noch etwas näher.
    Stäubt der schlanke Blaublumenmann

    sich in mein Vertrauen
    und stülpt mit Verve und Trara

    seine Safrankrokusfühler

    in mein Langwellenhaar

    und dann…

    Sieh da!

    Ich bin total bekleckert
    
fatal mit Safranstaub bedeckert!

    Was hat der kroküssende Blumenlüstling
    damit bezweckert?


    Wo bleibt die Moral aus diesem Gedicht?

    Ganz genau.

    Die gibbet nicht.
    🙂

    Gefällt 2 Personen

  21. Pingback: abc-etüden … | wortgeflumselkritzelkram

  22. Pingback: Knospenkollisionskurs – eine Atlan-Geschichte – Blätterflug Gedankenschnuppen

  23. Hallo Christiane, kam diesmal ein Pingback?
    Die Worte waren sperrig und mir fiel lange nichts ein, heute dafür um so mehr.
    Hier ist als regulär kurze :

    Mädchengeburtstag
    https://blaetterfluggedankenschnuppendo … eburtstag/

    Hier die Überlänge-Version, die ohne diese Stichworte aber nie entstanden wäre. Es ist ein Crossover aus abc.etüben und PERRY RHODAN, eine Atlangeschichte:
    https://blaetterfluggedankenschnuppendo … eschichte/

    Danke an alle, die Wortspenden helfen enorm beim Schreiben. Ich brauche immer einen Startpunkt.

    Gefällt 1 Person

  24. Mir hat der liebe Gott gesagt, ich soll am besten nur einsilbige Wörter aussprechen, da verhaspel ich mich wenigstens nicht. 🙂 😉 Und diese drei Wörter oder Worte wären mir eindeutig zu kompliziert, so kann ich ja kaum denken, geschweige denn sprechen.
    Aber die drei Vorlagen sind sehr gut. Eigentlich müsste ich als bekennende Lilafanfrau die erste nehmen, aber ausnahmsweise würde ich die dritte wählen, wenn ich denn mitschrübe!!!
    Und tschüss!

    Gefällt 1 Person

  25. Pingback: Warum bloggen? Spielwiese für Geschichten, Kultur & Gedanken

Ja, eben. Und du so?

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