Latschen durch die Seeveniederung ;-)

Nachdem ich die letzten Male mehr oder weniger steile Wege über Stock und Stein erklommen hatte, wollte ich zur Abwechslung unbedingt mal wieder was Flaches, gerne am Wasser. Auf meine übliche Deichtreten-Runde hatte ich dann aber auch keine Lust. Warum nicht mal was Neues, zumindest halbwegs? Moment, war da nicht was?

Doch, da war was. Eine Runde durch die Untere Seeveniederung (Wikipedia), gefunden auf draussenlust.de (tolle Seite; hier klicken, da gibt es auch die Karte). Ich bin den Teil, der an der Seeve entlangführt, schon gegangen und hatte gar nicht registriert, dass es noch einen Parallelweg weiter östlich gibt. Kraft souveräner Willkür beschloss ich daher, an der Elbe bei Wuhlenburg zu starten und zuerst den unbekannten Teil zu erkunden.

Gesagt, getan. Joa. Ganz nett. Später Sonntagmittag, eigentlich bestes Ausflugswetter, sonnig, warm, in der Ferne aufziehende Wolken. Asphaltierte Straße, eigentlich klassisch für Fahrräder und autofahrende Anlieger (und Ortskundige). Ich hatte rechts Deich und links allerlei Häuser, Grünzeug und ab und an auch bisschen Teiche (Seerosen, Fische, Libellen, Wasserläufer etc., teilweise echt schön), später die Elbmarsch – und war nicht sonderlich erfreut, dass mich gefühlt ständig Radfahrer an den Rand klingelten. Also rauf auf den Deich – ein alter Deich, noch sehr steil – und nicht gemäht, aber dafür dann immerhin mit Aussicht (sehr plattes Land, merke: Niederung) nach beiden Seiten.
Ich war in einer leicht genervten Stimmung, ich gebe es zu, und stapfte leicht grimmig die ganze Zeit durch die Sonne vor mich hin. Immerhin wehte ein Lüftchen, sodass ich keine Probleme mit fliegendem bzw. beißendem Viehzeug hatte, anders als die Kühe, die ich linkerseits gelegentlich mit ihren natürlichen Fliegenklatschen wedeln sah.
Und natürlich entzückte mich der Hüpfer, der irgendwann auf meinem Arm landete und sich geduldig fotografieren ließ. Das nun wiederum ist etwas, was ich speziell am Sommer liebe und was die Begleitmusik beisteuerte: Die Konzerte von Heuschrecken und Grillen und was nicht noch allem, dieses unglaublich laute Zirpen in allen Tonlagen – und meist sind sie so klein, dass man keine Ahnung hat, wo sie sitzen, aber auf keinen Fall weit weg J
Was für eine Menge Geräusch von so einem vergleichsweise winzigen Tier!

 

Quelle: ichmeinerselbst, Anklicken macht groß!

 

Irgendwann fing die Sonne richtig an zu brennen, und ich war dankbar, dass ich vom Deich runter und abbiegen durfte, denn jetzt kam ein Teil, der ein bisschen Schatten versprach, und ich nutzte ihn gern. Ich bin dann am Rand von Stelle entlanggetrottet, was aber egal war, ich blieb diesseits der Bahnlinie, in diesem Fall die ICE-Trasse zwischen Hannover und Hamburg – sehr befahren, echt nah an der Straße. Muss man mögen. Ich frage mich, ob man das noch wahrnimmt, wenn man dort länger wohnt, denn die Häuser waren gepflegt und modern, es ist also keine unbeliebte Gegend. Vermutlich nicht.

Nicht so hübsch (ich war immer noch im Meckermodus) fand ich, dass meine Straße später wegen Bauarbeiten über ein ziemlich langes Stück aufgerissen und gesperrt war. Nun kommen Fußgänger überall durch, ich also auch, aber einen Abzug in der B-Note wegen Mühseligkeit gibt das schon. Snob, ich.

Schließlich aber näherte ich mich endlich dem, worauf ich nach der Beschreibung neugierig war: Seevengeti, ein Beweidungs-/Naturschutzprojekt (hier beim NABU mehr lesen). Gut gemacht, aber erst mal unspektakulär. Leider stellte ich beim Blick in den Himmel sehr schnell fest, dass ich mir besser nicht allzu viel Zeit nehmen sollte, um mich auf dem Aussichtsturm einzunisten und die Gegend sowie den Steller See zu bewundern: Der Wind hatte die Wolken inzwischen reichlich zusammengeschoben, wenn ich nicht nass werden wollte, war es ratsam, die Beine in die Hand zu nehmen und zu schauen, ob ich noch einigermaßen trocken am Auto ankommen könnte. Ich schätzte, dass ich ungefähr zwei Drittel der Strecke zurückgelegt hatte, und hastete voran.

Kurz hinter der Seevengeti überquerte ich die hier schnell fließende Seeve und war damit auf bekanntem Terrain. Die Wolkenwand sah inzwischen ziemlich amtlich dunkel aus (aber ohne Wetterleuchten), und ich fing an zu überlegen, ob ich da kein klassisches Eigentor geschossen hatte, denn wo war meine Regenjacke? Richtig, zu Hause, warm und trocken, wie sich das gehört. Aber mir blies der Wind ins Gesicht, und ich hoffte, dass er die Wolken über mir mitnehmen würde – und weiter vorne war es glücklicherweise hell. Sollte ich also eine Portion Wasser von oben abbekommen, würde das vermutlich nicht allzu lange andauern. Und wozu stehen an der Seeve Bäume?

Ich war schon ein gutes Stück vorwärtsgekommen, als mich die ersten dicken Tropfen trafen und ich einsah, dass es geboten war, mich in Erwartung von mehr sofort unterzustellen. Und jetzt erwies es sich als die beste Idee des Tages, trotz Wärme in den Wanderstiefeln losgelaufen zu sein, denn die dicken Sohlen erleichterten mir das Überqueren der überaus naturbelassenen und schafbefressenen Wiese deutlich.
Und so saß ich nach kurzer Zeit am Seeveufer auf einer Wurzel unter einer freundlichen Kopfweide, hörte den Regen auf das dichte Blätterdach fallen und spürte, wie die ganze Hektik des Tages und aller unterdrückter Ärger von mir abfielen, meine Lebensgeister neu erwachten und sich wie blöde freuten, einfach nur seelenruhig abzuwarten, bis die Wolken weitergezogen waren. Was übrigens verhältnismäßig bald war, von daher war meine Einschätzung völlig korrekt gewesen. Also bedankte ich mich bei dem Baum für seinen Schutz und brach wieder auf.
Es war nicht mehr weit, ich wanderte bester Laune vor mich hin und erreichte bei Elbkilometer 604,9 den Elbdeich und die Seevemündung. Von dort aus waren es nur noch ein paar Schritte bis zu meinem Auto.

 

Quelle: ichmeinerselbst, Anklicken macht groß!

 

Fazit: Angegeben ist eine Streckenlänge von 10,7 Kilometer. Meine Schrittzähler haben sich beide auf 15.605 Schritte eingeschossen, was im Mittel ca. 10,5 Kilometer sind, und dieses Mal glaube ich ihnen, da ich keine nennenswerten Steigungen überwunden habe.
Die Strecke ist flach und asphaltiert und bestimmt toll für Radfahrer (ohne die Baustelle). Aber ehrlich gesagt war das Aufregendste, was ich gesehen habe, ein Reh, das den Ashauser Mühlengraben durchwatete (und mich ignorierte). Oh, und das silberne »Alien« auf freiem Feld natürlich 😉 Sollte ich dort noch mal gehen, trabe ich wieder am Junkernfeldsee vorbei und mache einen Abstecher zur Seevengeti, der unbekannte, jetzt bekannte neue Teil hat mich nicht überzeugt. Aber vielleicht war das auch einfach nur die falsche Jahreszeit für die Strecke und ich bin im Sommerloch gelandet – oder ich müsste mehr botanisches Wissen haben. Im Frühling habe ich jedenfalls die Schachbrettblumenblüte verpasst.
Ich weiß nicht. Mein Favorit zum Deichtreten bleibt erst mal der Elbdeich.

 

Last but not least ist das ein Beitrag zum diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzo, verwendete Wörter: Eigentor, Fliegenklatsche, Konzert, Lebensgeister, Regen, Sommerloch, Wasserläufer, Wetterleuchten, Willkür. Kein Similaungletscher in der norddeutschen Tiefebene, sorry, Olpo. Nein, das ist nicht die Geschichte, ich die eigentlich schreiben will, aber wenn ich meine Unterwegs-Berichte nicht schnell online stelle, dann sind sie überholt – und dies Gelatsche ist von Mitte Juli.

Wer wissen möchte, welche Intermezzos wo schon online sind, kann hier klicken.

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2021 – 7 aus 12 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Adventüden | Etüdensommerpausenintermezzo I-2021

Achtung, Achtung, die Adventüden an den Start, die Adventüden bitte! Noch jemand zugestiegen, wir starten durch, ready for take-off 😀
Die reguären Etüden machen Sommerpause, ihr liegt alle hoffentlich unter irgendwelchen Sonnenschirmen und erholt euch, und wie im letzten und im vorletzten Jahr frage ich: Ist das nicht eine tolle Gelegenheit, eine spätherbstliche/winterliche/weihnachtliche Etüde zu schreiben, um nicht aus der Übung zu kommen? 😉
Ich spreche natürlich von den Adventüden, dem Etüden-Adventskalender. Natürlich!

Wer darf mitmachen? Jede*r, die*der schon mal eine Etüde geschrieben und in die Welt gesetzt hat und (wenn es seit September 2018 war) auf meiner Liste veröffentlicht wurde. Das heißt, dass das auch für Kommentaretüden gilt (hallo, Barbara, Karin und Christa!) 😉
Die meisten von euch haben vor einem Monat oder so schon mal unverbindlich ihre Absicht erklärt, wofür ich euch danke, aber jetzt wird es ernst 😉

Wie geht das? Ihr sucht euch aus der Liste unten mindestens 3 Wörter aus (mehr geht immer) und schreibt damit eine Etüde (Länge: maximal 300 Wörter), die irgendwann zwischen Oktober und Weihnachten spielt. Sie muss nicht heiter sein, sie muss nicht den typischen Weihnachtskitsch beinhalten (aber sie darf!), sie muss nur in die Jahreszeit passen. Und dann veröffentlicht ihr sie NICHT, sondern schickt sie still, heimlich und leise an mich, und zwar bis zum 5. September 2021. Das ist der Sonntag, an dem die neue Etüdenrunde startet. ACHTUNG: Bitte vergesst nicht, dass eure Adventüde eine Überschrift braucht! Ich muss erfahrungsgemäß bei ziemlich vielen dahingehend nachfragen. 😉
Bei den meisten von euch kommentiere ich regelmäßig, daher habt ihr meine Mailadresse, wer sie nicht hat, kann mir die Etüde über mein Kontaktformular (hier klicken) zuschicken. Ich lese dann noch mal drüber (Korrektur) und veröffentliche sie irgendwann im Advent hier bei mir – ihr bekommt rechtzeitig Bescheid. Ihr könnt eure Etüde dann natürlich rebloggen, damit wir die maximale Reichweite bekommen, eure Follower und meine. Wer sehen will, wie der Spaß letztes Jahr aussah, der klicke bitte hier, ich hatte eine Kategorie dafür eingerichtet.

Online stellen möchte ich die Etüden ab dem 1. Advent, der dieses Jahr auf den 28. November 2021 fällt, bis einschließlich Heiligabend. Sollte es mehr Einsendungen als freie Tage, nämlich 27, geben, werde ich zwei Etüden pro Tag veröffentlichen. Mit der Abgabe eurer Etüde erlaubt ihr mir, sie mit einer zweiten zu kombinieren, falls nötig, ihr könnt euch hier ein Beispiel ansehen, wie das letztes Jahr aussah. Wer das nicht will, möge bitte ausdrücklich widersprechen, ich versuche, dem nachzukommen und schreibe euch ggf. an.
Sollte ich weniger Einsendungen bekommen, als es Tage gibt, werde ich einzelne Leute fragen, ob sie eine zweite Adventüde beisteuern wollen und können.

Wenn ihr verbindlich mitschreiben wollt, dann lasst mir bitte einen Kommentar da, ich möchte einfach wissen, mit wem ich rechnen kann.
Wenn ihr verbindlich mitschreiben wollt, aber bis Ende August nicht könnt, weil das Leben halt so ist wie es ist: Bitte, sagt Bescheid. Wenn ihr mir einen Abgabetermin zusagen könnt, ist das alles kein Ding. Ich will nur nicht September, Oktober und November ständig noch irgendwelchen Nachzüglern hinterherrennen müssen, ich muss das Ganze ja auch noch blogfein machen.

Tanja, es tut mir ja für den Schweinehund leid, aber dafür habe ich Kekse für ihn … 😉 Überhaupt ist das eine relativ kalorienhaltige Auswahl 😀
Danke an euch für eure Wortspenden und an meine gute „Lotto“-Fee, ich bin so froh, dass ich die Auswahl nicht allein zu verantworten habe! 😉
Folgende Wörter sind aus der Lostrommel gehüpft (alphabetisch sortiert):

Aktentasche
Bratapfel
Doppelgänger
Eistee
Geborgenheit
Glitzer
Kartoffelsalat
Kekse
Kopfzerbrechen
Marzipan
Partitur
Schneeregen
Sehnsucht
Sturmwolkenblau
Weihnachtsschmuck

 

Etüdensommerpausenintermezzo goes Adventskalender 2021 – Wörter | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Wo der Aufruf zum 7-aus-12-Etüdensommerpausenintermezzo ist? Na, hier!

 

7 aus 12 | Etüdensommerpausenintermezzo II-2021

Liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, vielen Dank für eure zahlreichen und reichlich bunten und herausfordernden Wortspenden! Die Etüden gehen in die wohlverdiente Sommerpause, und wir widmen uns dem Etüdensommerpausenintermezzo.

Wie letztes Jahr möchte ich euch dazu aufrufen, eine Geschichte bzw. einen Text zu schreiben.

LÄNGE: egal. Aber eigentlich länger als eine Etüde. Deutlich länger! 😀
ORT UND ZEIT: egal.
ABER: Es gibt zwei Bedingungen.

  1. Ihr sucht euch aus der folgenden Liste (mindestens) 7 von den 12 großartigen Wörtern aus (mehr geht immer), und baut die ein. Ich steh auf solche Geschichten, wen wundert’s.
  2. Schreibt eine Geschichte, die zumindest zum Teil an einem echten Gewässer (Bach, Fluss, Strom, Kanal, Teich, See, Meer, Badewanne, seid kreativ …) spielt. Ich freue mich über jegliche konkrete Angabe, wo sich besagtes Gewässer befindet, vom Fluss-/Stromkilometer (ich finde Kilometrierung superspannend) bis hin zu Fotos von einer Strandpromenade etc. Ich möchte, dass wir als Leser*innen sozusagen mitreisen können.

Danke an euch für eure Wortspenden und an meine gute „Lotto“-Fee, ich bin so froh, dass ich die Auswahl nicht allein zu verantworten habe! 😉
Die Wörter aus der Ziehung sind in alphabetischer Reihenfolge (und ja, der Similaungletscher war WIRKLICH dabei, wenn ich gezogen hätte, hätte ich mir Manipulation unterstellt):

Dachbegrünung
Eigentor
Fliegenklatsche
Glühwürmchen
Konzert
Lebensgeister
Regen
Similaungletscher
Sommerloch
Wasserläufer
Wetterleuchten
Willkür

 

Zeit: Ihr habt bis zum Etüdenneustart am 5. September 2021. Es kann sein, dass ich noch mit etwas anderem um die Ecke komme, dann läuft das eben parallel.
Zur Zeit fühle ich mich aber bemerkenswert ideenlos, und generell habe ich das Bedürfnis, mal eine Zeit lang GAR NICHTS zu machen, höchstens bei euch zu lesen, ohne schlechtes Gewissen (ja, doch) blogfern sein zu können, vielleicht wirklich mal nur die Montagsgedichte zu hätscheln bzw. meine Wandergeschichten zu posten …

Wie immer gilt: Bitte hierher verlinken und/oder kommentieren, ich mache die übliche Liste und bin total gespannt, was euch so einfällt … ich freue mich! Viel Spaß beim Aussuchen und Schreiben!!!!!

Ich habe wieder ein paar Illustrationen gebastelt, die ihr gern verwenden dürft, aber nicht müsst. Alles wie immer also.

Wo der Aufruf zu den Adventüden ist? Na, hier!

Und unter den Illustrationen findet ihr die Beitragsliste.

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2021 – 7 aus 12 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2021 – 7 aus 12 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2021 – 7 aus 12 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Liste der bisher veröffentlichten Intermezzos

Olpo auf Olpo Olponator: Urlaub ahoi!
Judith auf Mutiger leben: Sonnenuntergang am Bodensee
Ulrike auf Blaupause7: Still ruht der See, Ab in den Norden, Die ideale Abwehr, Summer in the city
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: Sommertag am See
Maren auf Ich lache mich gesund: Sommerurlaub
Bernd auf Red Skies over Paradise: Grundlsee., Deutschlandfunk. 9 Uhr. Die Nachrichten.
Alice auf Make a Choice Alice: Urlaub, Irgendwo in Afrika
Puzzleblume auf Puzzle❀: Nicht allzu weit weg
Werner Kastens auf Mit Worten Gedanken horten: Hafenrundfahrt
Kain Schreiber auf Gedankenflut: Luisa
Gerda von GERDA KAZAKOU: „Geh aus, mein Herz“. Bebilderte Kata-Strophen, Hundstage
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: Sommerintermezzo 7 von 12
Katharina auf Katha kritzelt: Friedrich
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: Latschen durch die Seeveniederung 😉
Gerhard auf Kopf und Gestalt: Übers fotografische Schauen, Mitteilungen der Erde
Christian auf Wortverdreher: Die Willkür der Stadt, Aufgestaut



 

Etüdensommerpausenintermezzo 2021 – Hinter den Kulissen

Guten Morgen, Mittag, Abend, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen. Die Etüden sind tot, es leben die Etüden bzw. die Adventüden 2021 (hurra!) und das Etüdensommerpausenintermezzo 😉

Verabschieden wir also wie üblich zu Beginn die regulären Etüden. Die Statistik sagt, dass es in den letzten beiden Wochen 62 Etüden von 36 teilnehmenden Blogs auf den unterschiedlichsten Wegen auf die Liste geschafft haben. Das ist nach wie vor SEHR viel, und ich freue mich sehr darüber, dass wir dieses Jahr kein nennenswertes Sommerloch hatten.
Hier kommt die Liiiiiiiiiste! Gerhard führt sie an mit 7 Etüden, Christian folgt mit 6 und Maren mit 4 Etüden.
Danke an euch, die ihr mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert habt! Vielen Dank an jede*n, die*der mit durch die teilnehmenden Blogs gegangen ist und kommentiert/diskutiert/gelikt hat, und speziell an Monika, der wir die zauberhaften Wörter der letzten Wochen verdankten.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

paulpeterheinz in den Kommentaren auf Kopf und Gestalt: hier
Christa Hartwig in meinen Kommentaren: hier
Natalie vom Fundevogelnest in meinen Kommentaren: hier
Barbara von der Kulturbowle in meinen Kommentaren: hier
Christiane auf TravelLiteratureundArt: hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier und hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier
Heidi auf Erinnerungswerkstatt: hier
Heidi auf heidimariaskleinewelt: hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
anderes Mädchen auf das andere Mädchen: hier
Bruni auf Wortbehagen: hier
Christian auf Wortverdreher: hier, hier, hier, hier, hier und hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Werner auf Werner Kastens: hier und hier
Puzzleblume auf Puzzle❀: hier, hier und hier
Judith auf Mutiger leben: hier und hier
Maren auf Ich lache mich gesund: hier, hier, hier und hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Monika auf Allerlei Gedanken: hier und hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Torsten auf Wortman: hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier und hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier und hier
Tanja auf Stachelbeermond: hier
Bernd von Red Skies over Paradise: hier und hier
Lene auf HerzPoeten: hier und hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier
Ulrike auf Blaupause7: hier und hier
Yvonne auf umgeBUCHt: hier
Donka auf onlybatscanhang: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Doro auf DORO|ART: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier

ZUM VORMERKEN: Die nächsten regulären Wörter erscheinen am 5. September 2021. Bis dahin gibt es keine Etüden, nein. Ich möchte auch mal eine Pause … 😉

 

Etüdensommerpausenintermezzo goes Adventskalender 2021 | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Ich bin echt geschmeichelt, dass euch so viel an den Adventüden liegt, hab ich das schon mal gesagt? Also wird es dieses Jahr auch wieder welche geben, das heißt, einen Adventskalender mit Etüden, die ihr schreibt und die ich im Dezember (ab dem 1. Advent, das ist der 28.11.) veröffentliche. Mehr zum Prozedere noch mal nächsten Sonntag oder ihr schaut bei mir in die entsprechenden Kategorien, wie das ausgesehen hat (2020, 2019). Im Kleingedruckten ist dazu auch was.

In guter Etüdensommerpausentradition erbitte ich dazu jetzt erst mal Wortspenden von euch: Denkt dran, es geht um eine Etüde für einen Adventskalender! 😉
Weihnachten und die Vorweihnachtszeit ist für viele nicht unbedingt ein Fest der Freude, sondern vor allem ein Fest, das durch Stress und Ängste geprägt ist. Ich möchte eure Wortspenden daher keinesfalls auf den Weihnachtskontext limitieren, schon gar nicht auf den fröhlichen. Und es müssen auch nicht zwangsläufig Naturbeschreibungen sein, ich nehme auch so was wie »Eisspray«, »Winterschlussverkauf« oder »Lastenfahrrad«.

Ach ja, ich hätte bitte gern nur Hauptwörter/Substantive: Jede*r darf drei, ich lasse später auslosen. Jede*r, der*die bei den abc.etüden schon mal mitgeschrieben hat, ist spendenberechtigt und darf mitschreiben. Ihr verpflichtet euch damit NICHT, eine Adventüde zu schreiben, aber ich habe eure Absichtserklärungen dazu nicht vergessen 😀
Umgekehrt können natürlich auch alle Etüdenschreiber*innen mitschreiben, die keine Wörter gespendet haben.
Bitte keine Wörter, die wir schon hatten, maßgeblich sind die Listen, die ihr hier findet (alphabetisch und chronologisch), ansonsten streiche ich die einfach. Schreibt eure Wortspende offen in die Kommentare, ich hole sie dann raus und liste sie hier unter dem Bild.

Die Wörterannahme schließt am Freitag, den 09.07.2021, um 18:00 Uhr CEST – ich will abends auslosen (lassen).
Das Ergebnis lest ihr nächsten Sonntag, dann gibt es alle restlichen Erklärungen und den offiziellen Startschuss.

In den Lostopf wandern:

Glitzer
Dunkelheit
Rauch
Schaumbad
Kekse
Wolldecke
Partitur
Eiskratzer
Barbarazweig
Girlande
Rum
Depression
Frostigkeit
Sommersehnsucht
Geschenkewusel
Notdienst
Glöckchen
Bratapfel
Warteschlange
Impfung
Trostpflaster
Lametta
Marzipan
Endlosschleife
Arbeitslosengeld
Gartenschlauch
Orientierung
Sternsinger
Weihnachtsgurke
Kartoffelsalat
Doppelgänger
Glanz
Leinwand
Knusperhäuschen
Weihnachtsbaum
Weihnachtsschmuck
Walnusskuchen
Lederhandschuhe
Faszienrolle
Schneeregen
Schweinehund
Sternblau
Hintertür
Briefumschlag
Essenz
Sehnsucht
Ochs
Esel
Schneebruch
Beerdigung
Veränderung
Lederhose
Eistee
Tannenzapfen
Ruhe
Glücksgefühl
Oratorium
Wintereinsamkeit
Buchlust
Sturmwolkenblau
Kaktus
Lebensmut
Narben
Herzschmerz
Gänsebraten
Geborgenheit
Punsch
Puschen
Zimtparfait
Bauchweh
Mahlzeit
Kopfzerbrechen
Aktentasche
Kamelhaarmantel
Türklinke


 

Etüdensommerpausenintermezzo 2021 Sommerwörter gesucht! | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Und noch einmal. Für das eigentliche Etüdensommerpausenintermezzo, das, zumindest das erste, wieder aus »Schreibt eine Geschichte beliebiger Länge und bringt xx Wörter darin unter« (ja, ich steh auf so was) bestehen soll. Und diese xx Wörter erbitte ich jetzt von euch. Bitte jeweils hier nur ein Substantiv/Hauptwort, auch hier bitte keine Wörter, die wir schon hatten (Liste: hier und hier), ansonsten streiche ich die einfach. Ebenfalls schließt die Wörterannahme am Freitag, den 09.07.2021, um 18:00 Uhr CEST und auch diese Wörter werden ausgelost. Schreibt auch hierfür eure Spende offen in die Kommentare, ich hole sie dann raus und liste sie hier unter dem Bild.
Das Ergebnis lest ihr ebenfalls nächsten Sonntag, dann gibt es auch alle weiteren Infos.

In den Lostopf wandern:

Regen
Wellenrauschen
Konzert
Gewitter
Willkür
Similaungletscher
Lebensgeister
Abschied
Heuriger
Eigentor
Kulturschock
Weinschorle
Motorrad
Hormonpräparate
Sommerpause
Dachbegrünung
Drachen
Wetterleuchten
Sommerloch
Sternschnuppe
Tauperlenwiese
Kunstkuchen
Fliegenklatsche
Glühwürmchen
Unwetter
Wasserläufer

Fertig? Fertig. Euch weiterhin ein schönes Wochenende!

 

Alphabet | Etüdensommerpausenintermezzo III-2020

Ich bin müde, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, auch bisschen blogmüde. Mit äußerer Ruhe sieht es zwar momentan ganz gut aus, aber um meine innere Ruhe war es die letzte Zeit nicht so besonders bestellt – ich schaue, dass ich die freien Stunden des Tages irgendwie herumbekomme, muss höllisch aufpassen, dass nicht alle guten Vorsätze den Bach runtergehen und habe null Lust, irgendwie kreativ zu werden. (Nein, ich hätte die Challenge nicht lieber gelassen, aber … hm. Keine Sorge: Wird schon besser. Aber das kann man unterstützen oder behindern, und ich gebe mir Mühe, Letzteres zu vermeiden.)
Null Bock auf Schreiben ärgert mich aber dann doch, so nötig wie es ist, dass ich mir endlich mal wieder (zum Beispiel) Zeit zum Lesen nehme. Ich bemerke nämlich deutlich, dass sich in meinem Hinterkopf doch noch ein „7 aus 12“-Text aus dem Nebel formt. Und auch die Idee für die Adventüde kratzt schon und bittet um Einlass.

Demzufolge habe ich kraft souveräner Willkür beschlossen, dass die Zeit für mögliche „7 aus 12“-Texte weiterläuft. Wer also noch will, wer noch mal will: bitte schön, liebend gern! Gern hier oder drüben verlinken, ich suche sie mir dann zusammen.
Und weil wir gerade dabei sind: Hier kommt also erst mal der Zwischenstand der bisher eingegangenen „7 aus 12“-Texte. Die Liste führt Werner mit unglaublichen 3 Texten an, Ellen, Ulrike und Judith glänzen jeweils mit 2 Texten. Und ich begrüße hier auch noch mal einen Neuankömmling: Christian vom Blog wortverdreher, willkommen bei den Etüden bzw. beim Etüdensommerpausenintermezzo, schön, dass du uns gefunden hast! 🙂

Sagt bitte wie immer Bescheid, falls ihr euch oder jemanden vermisst. Und danke schön fürs Mitschreiben an alle!

Corly in Corlys Lesewelt: hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier und hier
Ellen auf nellindreams: hier und hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Ulrike auf Blaupause7: hier und hier
Olpo Olponator auf olpo run: hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Judith auf Mutiger leben: hier und hier
Carmen in der Wortwabe: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
René auf „Wer lesen kann, liest hier. Über Berlin“ – Der BerlinAutor: hier
Christian auf wortverdreher: hier
Yvonne auf umgeBUCHt: hier
Natalie vom Fundevogelnest: hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier
Puzzleblume auf Puzzle: hier

Und ich entschuldige mich explizit bei denen, die sich beeilt haben, ihren Text noch „just in time“ unterzubringen. Sorry, vor drei Wochen war mir das noch überhaupt nicht klar, dass ich selbst in Schwierigkeiten geraten könnte.

 

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2020 – Alphabet | 365tageasatzadayAlphabet ohne Oberthema | Quelle: ichmeinerselbst | Klick macht groß!

 

Was hat es nun mit dem „Alphabet“ auf sich? Die Idee ist nicht neu, ich greife sie hier von Jutta Reichelt auf, die sie in „F wie fiktiv! Alphabete als Schreibanregung“ vorgestellt hat.
Also, erstens: Ihr sucht euch ein Oberthema. Nehmen wir beispielsweise „Garten“. Dann sucht ihr euch zweitens euer Alphabet zusammen, das aus Begriffen bestehen sollte, die (für euch!) etwas mit „Garten“ zu tun haben: etwa B wie Blumen, G wie gießen, H wie Hecke, R wie Rasen, U wie Unkraut, P wie Party, N wie Nachbar … Und dann schreibt ihr drittens je nach Lust einen oder mehrere erklärende/illustrierende Sätze oder kleine Geschichtchen zu den Begriffen, ich fabuliere jetzt mal rum: Welche Blumen ihr pflanzt und warum, warum das Gießen die schönste Stunde des Tages/die reine Pest ist, warum eure H wie Hecke so hoch ist, dass N wie Nachbar nicht rüberschauen kann, wenn ihr P wie Party macht etc. Oder vielleicht ist ja auch alles ganz anders … 😉
Im Prinzip okay? Dann los. Falls nicht, dann fragt. Länge ist egal, es ist ja Intermezzo-Zeit. Ich habe jetzt für die Begriffe fast nur Hauptwörter gewählt, das ist Zufall, erlaubt ist, was für euch passt, und was nicht passt, wird passend gemacht.

Update: Um Missverständnisse auszuräumen, zitiere ich noch mal den Kommentar von Puzzleblume (siehe unten): „Verstehe ich es richtig, dass jeder sich ein ihm genehmes, beliebiges Haupthema suchen darf, um dazu sein persönliches Stichwort-ABC mit 26 innerhalb des Themas frei gewählten Wörtern zusammenzustellen?“ Jawohl, genau so ist das gedacht. Und diese frei gewählten Wörter können jede beliebige Wortart haben, ihr seid also nicht auf Hauptwörter beschränkt, obwohl das das ist, was mir immer als Erstes einfällt. Dafür MÜSSEN es auch alle 26 sein.
Update (03.08.): Ja, ich hatte mir eigentlich gedacht, dass aus dem Alphabet so eine Art „Lexikoneinträge“ erwachsen würden – euer persönliches Lexikon. Aber nachdem immer mehr Mitschreibende aus ihren 26 Begriffen eine Art Fließtext gießen, lese ich das gespannt und freudig und denke mir: Macht doch, was ihr wollt. Hauptsache, ihr verlinkt eure Texte hierher, damit wir anderen gucken kommen können.

 

Zeit für Alphabete und „7 aus 12“-Texte: Bis die regulären Etüden wieder starten, und das ist am 6. September 2020.
Länge: komplett egal

 

ADVENTÜDEN: Bisher sind erfreuliche 8 Texte da und 15 weitere sind versprochen. Danke an alle, deren Texte ich bereits habe! Es wäre nett, wenn bald noch ein paar mehr bei mir eintrudeln würden.

 

Natürlich habe ich für die Alphabete wieder (zwei) Illustrationen gebastelt, die verwendet werden können, aber nicht müssen. Viel Spaß euch und weiterhin einen guten Sommer!

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2020 – Alphabet | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | Klick macht groß!

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2020 – Alphabet | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | Klick macht groß!

 

7 aus 12 | Etüdensommerpausenintermezzo II-2020

Liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, vielen Dank für eure Wortspenden! Die Etüden gehen in die wohlverdiente Sommerfrische (zumindest hier in Hamburg ist es gerade reichlich frisch) und wir widmen uns den Etüdensommerpausenintermezzoaufgaben. Plural? Ja, Plural, in drei Wochen geht es weiter.

Heute aber möchte ich euch wieder mal dazu aufrufen, eine Geschichte bzw. einen Text zu schreiben.
LÄNGE: egal.
ORT UND ZEIT: egal.
ABER: Es gibt zwei Bedingungen.

  1. Ihr sucht euch aus der folgenden Liste (mindestens) 7 von den 12 Wörtern aus (mehr geht immer), und baut die ein.
  2. #stayathome, #supportyournachbarschaft etc.: Wenigstens ein Teil eurer Geschichte spielt an einem echten (öffentlichen) Ort, den man wiedererkennen kann, den ihr gut kennt. Damit hatte ich ursprünglich zwar im engeren Sinne euren Wohnort gemeint, aber das will bestimmt nicht jede*r und es wohnt ja auch nicht jede*r in einer größeren Stadt. Ich weiß nicht, wie ihr das am besten löst. Die Idee ist jedenfalls, dass jemand, der eure Geschichte liest, an diesen Ort kommt, sich umschaut und denkt: Aha, ich erkenne das Setting wieder. Und ich würde ziemlich gern mit euch durch – keine Ahnung – Berlin, Bremen, Hamburg, Köln, Frankfurt, Hannover, Freiburg, Wien etc. … irgendeine Strandpromenade eines Kaffs an Nord-, Ost-, Boden-, Neusiedler See 😉 oder Adria 😉 laufen …

Die Worte, die die Ziehung ausgespuckt hat, sind in alphabetischer Reihenfolge (und oh, eins vom Etüdenerfinder ist auch drin, danke, Ludwig):

Blaupause
Diätwahn
Herzschmerz
Kantine
Kommentar
Ohrenkneifer
Sahnewölkchen
Stoppelfeld
Strandkorb
Vulkan
Windjammer
Zwischentöne

 

Zeit: Ihr habt 3 Wochen. Anfang August, (am So., den 02.08.) komme ich mit etwas anderem um die Ecke.

Wie immer gilt: Bitte hierher verlinken und/oder kommentieren, ich mache die übliche Liste und bin schon SO gespannt, was euch so einfällt … ich freue mich! Viel Spaß beim Aussuchen und Schreiben!!!!!

Ich habe wieder ein paar Illustrationen gebastelt, die ihr gern verwenden dürft, aber nicht müsst. Alles wie immer also.

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2020 – 7 aus 12 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2020 – 7 aus 12 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2020 – 7 aus 12 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, bearbeitet von mir

 

 

Adventüden | Etüdensommerpausenintermezzo I-2020

Jetzt geht’s loooos! Jetzt geht’s loohoos! Die Etüden machen Sommerpause, bei einigen von euch ist es über 30 °C heiß, bei anderen (wie bei mir) zeigt das Thermometer gerade mal die Hälfte … ist das nicht eine tolle Gelegenheit, eine spätherbstliche/winterliche/weihnachtliche Etüde zu schreiben? Ich spreche natürlich von den Adventüden, dem Etüden-Adventskalender, der letztes Jahr allgemein so gut angekommen ist, dass ich gefragt wurde, ob wir davon eine zweite Ausgabe machen könnten. Klar, können wir.

Wer darf mitmachen? Jede*r, die*der schon mal eine Etüde geschrieben und veröffentlicht hat.

Wie geht das? Ihr sucht euch aus der Liste unten 3 Wörter aus (mehr geht immer) und schreibt damit eine Etüde (Länge: maximal 300 Wörter), die irgendwann zwischen Oktober und Weihnachten spielt. Sie muss weder heiter sein, noch den typischen Weihnachtskitsch (sorry) beinhalten, sie muss nur in die Jahreszeit passen. Und dann veröffentlicht ihr sie NICHT, sondern schickt sie still, heimlich und leise an mich, und zwar bis zum 6. September 2020. Das ist der Tag, an dem die neue Etüdenrunde startet.
Bei den meisten von euch kommentiere ich regelmäßig, daher habt ihr meine Mailadresse, wer sie nicht hat, schickt mir die Etüde über mein Kontaktformular (hier klicken). Ich lese dann noch mal drüber und nehme in Absprache mit euch evtl. Typos raus und veröffentliche sie irgendwann im Advent – ihr bekommt rechtzeitig Bescheid. Ihr könnt eure Etüde dann natürlich rebloggen, damit wir die maximale Reichweite bekommen, eure Follower und meine. Wer sehen will, wie der Spaß letztes Jahr aussah, der klicke bitte hier, ich hatte eine Kategorie dafür eingerichtet.

Online stellen möchte ich die Etüden ab dem 1. Advent, der dieses Jahr auf den 29. November fällt, bis einschließlich Heiligabend. Sollte es mehr Einsendungen als freie Tage geben, werde ich zwei Etüden pro Tag veröffentlichen, zuerst an den Adventssonntagen. Sollten ich weniger Einsendungen bekommen, als es Tage gibt, werde ich rechtzeitig laut und deutlich schreien und mich mit euch beraten.

Wenn ihr unbedingt und gern mitschreiben wollt, dann lasst mir bitte einen Kommentar da, ich möchte einfach wissen, mit wem ich rechnen kann.
Wenn ihr unbedingt und gern mitschreiben wollt, aber bis Ende August nicht könnt, weil das Leben halt so ist wie es ist: Bitte, sagt Bescheid. Wenn ihr mir verbindlich einen Abgabetermin zusagen könnt, ist das alles kein Ding. Ich will nur nicht September, Oktober und November ständig noch irgendwelchen Nachzüglern hinterherrennen und betteln müssen, ich muss das Ganze ja auch noch blogfein machen.

Dies sind die Wörter, die gezogen wurden, und eine Wortspende vom Etüdenerfinder ist auch mit dabei – und Frau Flumsel hat ganz groß abgeräumt 😉

 

Etikett
Gin
Käsekuchen
Kuscheldecke
Lebkuchen
Lichtermeer
Märchenbuch
Minnesang
Nebelschwaden
Schlittenfahrt
Semmelknödel
Streicheleinheiten
Wichtel
Wunschpunsch
Zugvogel

 

Hab ich noch was vergessen? Gibt es Kritik, gibt es Anmerkungen, gibt es Fragen? Ansonsten, wie immer: Viel Spaß und gute Ideen! Ich freue mich auf eure Etüden.

 

Etüdensommerpausenintermezzo goes Adventskalender 2020 – Wörter | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2020 – Hinter den Kulissen

Ich hoffe, ihr seid mit Kaffee und Kuchen am Start, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, dies hier wird etwas länger. Denn ich möchte nicht nur die letzte Etüdenrunde abfeiern, sondern auch die Adventüden 2020 und das eigentliche Etüdensommerpausenintermezzo einläuten.

Also, starten wir kurz und schmerzlos mit Statistik und Liste. Es wurden von 23 teilnehmenden Blogs 34 Etüden eingereicht. Das ist verdammt wenig, verglichen mit sonst, andererseits verstehe ich gut, dass man neben dem sommerlichen Offline-Leben vielleicht auch eher Lust auf zeitaufwendige Challenges oder Awards hat. Ging mir ja selbst nicht anders, ich war die letzten zwei, drei Wochen zudem so selten wie fast noch nie online, und ich denke, die Etüdenbetreuung hat darunter schon gelitten.
Die Liste führt mit 4 Etüden Judith an, gefolgt von mit jeweils 3 Etüden Katharina und Werner, herzlichen Dank dafür!

Vielen Dank wie immer an alle, die mitgeschrieben, mitgelesen, gelikt und kommentiert haben! Vielen Dank an alle, die auch durch die teilnehmenden Blogs gegangen sind und kommentiert/diskutiert/gelikt haben.

Wie ebenfalls immer bitte ich euch, die Liste zu kontrollieren, ob jede eurer Etüden dort verzeichnet ist oder ob euch sonst was komisch vorkommt. Ich trage gerne nach, wenn irgendwas nicht stimmt, speziell jetzt habe ich das Gefühl, dass sich vielleicht nicht alle verlinkt hatten oder so.
Bereit für die Liste? Dann los.

Disclaimer: Nach intensiver Diskussion bleibt das Setzen von Inhaltshinweisen (CN/Triggerwarnungen, z. B. in den Schlagwörtern) jedem teilnehmenden Blog freigestellt.

Melina auf Innen-Reise-Wege: hier
Tanja auf Stachelbeermond: hier
Jane auf Blood, Tears, Gold & Minds: hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
Werner auf Werner Kastens: hier, hier und hier
Lea auf kommunikatz: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Kain Schreiber auf Gedankenflut: hier
Ulrike auf Blaupause7: hier
Ellen auf nellindreams: hier und hier
Judith auf Mutiger leben: hier, hier, hier und hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier und hier
fraggle auf reisswolfblog: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier, hier und hier
Anja auf Annuschkas Northern Star: hier
Donka auf onlybatscanhang: hier
Yvonne von umgeBUCHt: hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier und hier
Stepnwolf auf Weltall. Erde. Mensch … und Ich.: hier und hier
Puzzleblume auf Puzzle: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier und hier

Veronika auf vro jongliert: hier

ZUM VORMERKEN: Die nächsten regulären Wörter gibt es am 6. September 2020.

 

Etüdensommerpausenintermezzo goes Adventskalender 2020 | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Auf vielfachen Wunsch wird es im Dezember wieder Adventüden (hier klicken) geben, also einen Adventskalender mit Etüden, die ihr schreibt und die ich im Dezember (ab dem 1. Advent, das ist der 29.11.) veröffentliche. Mehr zum Prozedere nächsten Sonntag, oder ihr lest bei mir im Blog nach.
In guter Etüdensommerpausentradition erbitte ich dazu jetzt erst mal Wortspenden von euch: Es geht um eine Etüde für einen Adventskalender! Ich möchte die Begriffe nicht unbedingt streng auf den Weihnachtskontext limitieren, ich würde aber schon vorschlagen, dass eure Etüde im vierten Vierteljahr angesiedelt ist (Oktober bis Dezember). Und es müssen auch nicht zwangsläufig Naturbeschreibungen sein, ich nehme auch so was wie „Nikolausstiefel“, „Scheißkälte“ oder „Rutschpartie“.
Ach ja, ich hätte bitte gern nur Hauptwörter/Substantive: Jede*r darf drei, ich lasse später auslosen. Jede*r, der*die bei den abc.etüden schon mal mitgeschrieben hat, ist spendenberechtigt. Ihr verpflichtet euch damit NICHT, eine Adventüde zu schreiben, aber es wäre schon fein, wenn ihr eine Absichtserklärung abgeben würdet, falls ihr wollt. Umgekehrt können natürlich auch alle Etüdenschreiber*innen mitschreiben, die keine Wörter gespendet haben.
Bitte keine Wörter, die wir schon hatten, maßgeblich sind die Listen, die ihr hier findet (alphabetisch und chronologisch), ansonsten streiche ich die einfach. Schreibt eure Spende offen in die Kommentare, ich hole sie dann raus und liste sie unter dem Bild.

Die Wörterannahme schließt am Freitag, den 10.07., um 20:00 Uhr CEST.
Das Ergebnis lest ihr nächsten Sonntag, dann gibt es alle restlichen Erklärungen und den offiziellen Startschuss.

Im Lostopf sind bisher:

Amaryllis
Baby-Mammut
Backwahn
Empathie
Etikett
Festtagstrubel
Flaschenpost
Flugverkehr
Gin
Goldschmuck
Griffigkeit
Grünkohl
Heimlichkeit
Hosenträger
Käsekuchen
Kamin
Katzenhaare
Keksteller
Kindheitserinnerung
Kordel
Kuscheldecke
Lachkrampf
Lametta
Lebkuchen
Legosteine
Lichterfest
Lichtermeer
List
Märchenbuch
Mandarinenschale
Minnesang
Mogelpackung
Monarchie
Nebelschwaden
Niesreiz
Parkuhr
Rabauke
Quasselstrippe
Regenwolken
Schlaflosigkeit
Schlittenfahrt
Schneeflucht
Schneefrau
Schneegestöber
Sehnsucht
Semmelknödel
Smoking
Spekulatius
Straßenmusiker
Streicheleinheiten
Strickzeug
Stromausfall
Ugly-Sweater
Vanillekipferl
Vitaminbombe
Vorabend
Weihnachtsembargo
Weihnachtsgurke
Wichtel
Winterschlaf
Wunschpunsch
Zimtplätzchen
Zugvogel

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2020 Wortspende gesucht | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Wie jetzt, noch eine? Ja, noch eine. Für das eigentliche Etüdensommerpausenintermezzo, das, zumindest das erste, wir haben ja Zeit, wieder aus „Schreibt eine Geschichte beliebiger Länge und bringt xx Wörter darin unter“ bestehen soll. Und diese xx Wörter suche ich jetzt von euch. Bitte nur ein Substantiv/Hauptwort, bitte keine Wörter, die wir schon hatten (Liste: hier und hier), ansonsten streiche ich die einfach, und ja, es wird eine #stayathome-Zusatzaufgabe geben. Dies nur vorweggeschickt. Dafür gilt ebenfalls, dass die Wörterannahme am Freitag, den 10.07., um 20:00 Uhr CEST schließt und dass ich auslosen lasse. Schreibt eure Spende offen in die Kommentare, ich hole sie dann raus und liste sie unter dem Bild.
Das Ergebnis lest ihr ebenfalls nächsten Sonntag, dann gibt es auch alle weiteren Infos zu Zeiten etc.

Im Lostopf sind bisher:

Aquamarin
Blaupause
Dampfmaschine
Diätwahn
Festspiele
Fracksausen
Geisterfahrer
Herzschmerz
Himbeeren
Kantine
Kommentar
Kugelbahn
Ohrenkneifer
Pustekuchen
Sahnewölkchen
Schwebfliege
Stadion
Stoppelfeld
Strandkorb
Stressgas
Vulkan
Windjammer
Wolkenflug
Zeltplatz
Zwischentöne

 

So, uff. Euch weiterhin ein schönes Wochenende!

 

Ein Herz für Drachen | Etüdensommerpausenintermezzo

Vor der Sommerpause des letzten Jahres, als wir noch die 10-Sätze-Variante spielten und die Wörter von der hochgeschätzten Frau Flumsel stammten, schrieb ich eine Etüde namens Mutprobe, in der es darin ging, dass ein cleverer Bäckerjunge bei einem öffentlichen Wettkampf einen Drachen überlistete und dafür einen Wunsch frei bekam. Sie endete folgendermaßen:

„Bäckerjunge“, sagte am Abend der Hauptmann der Königsleute bei der Audienz zu ihm, „von allen heute hast du am meisten Einfallsreichtum und Mut bewiesen; dafür gewähren wir dir einen Wunsch.“

„Wenn dem so ist, dann nehmt mich mit an den Hof“, sagte er ohne Zögern, denn er hatte auf die Frage gehofft, „ich respektiere das Handwerk, aber ich hasse die Backstube, ich will Drachenpfleger werden!“

Und nun setzt das Etüdensommerpausenintermezzo ein, und zwar mit dem vorgeschriebenen Satz.

 

Am nächsten Tag war alles anders.

Mittags trat der Hauptmann der Königsleute in die Backstube des Vaters und erkundigte sich, ob der Junge in drei Stunden aufbrechen könne. Der hatte sich bis dahin allerdings eingeredet, dass sein Sohn sich bei der Audienz einen unbedachten Scherz erlaubt hätte. Da der Hauptmann jedoch überall Aufsehen auf sich zog, wohin er auch ging, lief bald die gesamte Familie sowie das halbe Dorf in der Backstube zusammen. Das Ansehen des Bäckers stand auf dem Spiel.

„Er kommt nicht mit“, beschied er den Hauptmann daher brüsk. „In meiner Familie treten die erstgeborenen Söhne seit Generationen in die Fußstapfen ihrer Väter. Taro wird später meine Backstube übernehmen und nach ihm wird es sein Sohn tun.“

Der Hauptmann seufzte innerlich, aber selbst wenn er „sturer Dörfler“ dachte, so zeigte er es nicht. Dafür bestand er darauf, den Jungen selbst sprechen zu können. Sein Bruder wurde ausgeschickt, ihn zu holen. Als sie zurückkamen, trug der Ältere eine große Reisetasche und hielt den wütenden Blicken des Vaters stand.

„Bei allem Respekt dem Handwerk und dir gegenüber, Vater“, erklärte er höflich, „aber ich bin ungeeignet. Mein Herz gehört den Drachen. Ich werde mit dem Hauptmann an den Hof des Königs gehen.“

„Ob du geeignet bist oder nicht, bestimme immer noch ich“, brüllte der Vater erschrocken los. „Du bist erst sechzehn, was weißt du schon? Du hältst die Ohren offen und den Mund geschlossen und erlernst das Handwerk, das in unserer Familie liegt!“

„Das tut er doch sowieso bereits“, warf die Mutter begütigend ein, die neben ihren Mann trat. „Du selbst überlässt ihm doch seit fast zwei Jahren die Backstube und die ganzen Vorbereitungen für die Brote mitten in der Nacht, bevor du aufstehst. Hast du nicht neulich erst gesagt, dass er seine Sache gut macht, fast besser als du in seinem Alter?“

Der Vater nickte. Taro wechselte einen Blick mit Lado, seinem Bruder.

„Bitte, sag du es ihm“, flüsterte dieser. Taro nickte. Sie hatten dieses Geheimnis mit so vielen Mühen gehütet, aber jetzt mussten sie Farbe bekennen.

„Es ist er, nicht ich“, gestand er dann. „Du, Vater, hast es mich zu lehren versucht, und ich habe es an Lado weitergegeben. Seit zwei Jahren stehen wir nachts gemeinsam in der Backstube. Aber er weiß, was zu tun ist, mir gerät kein Handgriff. Er denkt sich Rezepte aus, nicht ich. Ich schleiche mich nachts davon, um die Spiele der Drachen am Himmel zu beobachten, und wünsche mich fort. Er wird einmal dein würdiger Nachfolger sein. Ich wünschte, er wäre an meiner Stelle als Erster geboren.“

Es war zu viel Wahrheit auf einmal. Der Vater starrte sie beide an, griff sich ans Herz, drehte sich abrupt um und verließ die Backstube. Seine Söhne eilten ihm nach, aber die Mutter stellte sich Taro in den Weg und ergriff ihn an den Schultern.

„Ich habe die ganze Zeit gewusst, dass du einen findigen und rebellischen Geist hast, mein Sohn“, sagte sie fest. „Wenn es deine Bestimmung ist, mit Drachen zu arbeiten, dann ist es jetzt an der Zeit für dich, dein Schicksal in deine eigenen Hände zu nehmen und uns zu verlassen. Geh mit meinem Segen und vergiss das Dorf nicht, aus dem du stammst.“ Sie küsste ihn liebevoll auf die Stirn und auf beide Wangen. „Komm noch einmal kurz vorbei, wenn ihr aufbrecht. Dein Vater wird es sich nicht verzeihen, wenn ihr euch nicht verabschieden konntet. Um den Rest kümmere ich mich. Und nun geht.“

So geschah es. Noch ein halbes Leben später, als Taro längst erster Drachenhüter des Königs war, trug er immer noch die Drachenkralle, die sein Vater ihm am Tag seines Fortgehens geschenkt hatte. Die Drachenkralle, die dieser gefunden hatte, als er noch ein Kind gewesen war, ein erster Sohn, der Drachen nicht lieben durfte.

 

Etüdensommerpausenintermezzo: Die Veränderung | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Dies ist ein Beitrag für das Etüdensommerpausenintermezzo IV: Am nächsten Tag war alles anders.

„Taro“ und „Lado“ sind übrigens Namen, die angeblich „Erstgeborener“ und „Zweitgeborener“ bedeuten.

 

Etüdensommerpausenintermezzo IV: Am nächsten Tag war alles anders

Die Tage der Statistik liegen hinter uns, liebe Etüdenschreibende und -lesende. Trotzdem möchte ich es nicht lassen, euch noch die Listen derer zu präsentieren, die mitgemacht haben. Man folgt ja nicht allen und hat auch nicht Zeit, alle zu lesen, und schon gar nicht weiß man meistens, welche Etüden oder Themen den anderen am Herzen liegen.

Lieblingsetüden: Fazit

dergl von Die Tintenkleckse sehen aus wie Vögel: hier, hier, hier, hier und hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Werner Kastens auf Mit Worten Gedanken horten bei mir in den Kommentaren (hier und hier) mit folgenden Links: hier und hier, später hier
Ulli aus dem Café Weltenall: hier, hier und hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier und hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier und hier und hier
Natalie im Fundevogelnest: hier, hier, hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier, hier, hier und hier
Ludwig Zeidler auf Irgendwas ist immer: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier und hier
Bettina auf Wortgerinnsel: hier, hier und hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier und hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Rina auf Geschichtszauberei: hier
fraggle auf reisswolfblog: hier

 

Etüdengold: Fazit

dergl von Die Tintenkleckse sehen aus wie Vögel: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Werner Kastens auf Mit Worten Gedanken horten bei mir in den Kommentaren (hier und hier) mit folgenden Links: hier, hier und hier, später hier, hier und hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier und hier
Rina auf Geschichtszauberei: hier
Petra Schuseil auf Wesentlich werden: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier
Bettina auf Wortgerinnsel: hier

Zur Sicherheit gefragt: Fehlt wer oder was? Bitte, ihr kennt das, es ist kein böser Wille, es kann sein, dass mir mal ein Link durchrutscht oder nicht ankommt. Meldet euch bitte!

 

 

Und nun, ihr Lieben, muss ich euch gestehen, dass ich ein kreatives Sommerloch habe. Ich bin sicher, dass es nicht an den Etüden liegt, aber ach: Ich bin eigentlich mehr als urlaubsreif und würde den Rechner gerne mal mehrere Tage sich selbst überlassen können, ohne dass es mir Nachteile brächte (man soll ja immer vorsichtig mit dem sein, was man sich wünscht, und ich hänge echt viel vor der Kiste. Ob ich das KÖNNTE, soll hier nicht diskutiert werden …).

Ich habe mir mehrere Schreibideen durch den Kopf gehen lassen und fand sie alle irgendwann – bemüht. Also habe ich mich schließlich für etwas ganz Schlichtes entschieden. Ihr habt, auch wenn ihr in eure Lieblingsetüden nicht der Öffentlichkeit vorstellen wolltet oder euch für keine entscheiden konntet, vermutlich in euren alten Sachen herumgelesen. Nehmt, und das ist jetzt die Aufgabe, eine alte Etüde, mit der ihr gefühlt noch eine Rechnung offen habt, und schreibt sie weiter. Die einzige Bedingung ist der erste Satz: „Am nächsten Tag war alles anders.“ Wobei dieser Satz (danke, dergl) auch: „Am nächsten Tag ist alles anders“, lauten kann, je nachdem, in welcher Zeit ihr schreibt. (Das dürft ihr gern für euch passend machen, solange klar bleibt, dass diese Veränderung nicht in der Zukunft liegt.)

Ob wirklich alles anders ist oder ob ihr das im übernächsten Satz schon wieder relativiert, ist mir dabei völlig egal. Ob die Veränderung positiv oder negativ ist, ist euer Ding. Ob ihr die Grenzen der Physik, des Verstandes oder des guten Geschmacks überwindet: völlig gleichgültig. Ob ihr das in 50, 100, 300, 3.000 oder 10.000 Wörtern macht: Es sei, wie es euch gefällt. Aber: Etwas sollte sich verändert haben, eure Figuren sollten dabei in Schwierigkeiten irgendwelcher Natur geraten sein und ihr, ihr müsst sie da herausbekommen (oder eben auch nicht). Ihr habt zwei Wochen Zeit. Ich freue mich.
Wie immer darf die Illustration verwendet werden, muss aber nicht.

 

Nach den zwei Wochen geht es mit den „normalen“ Etüden weiter, dann ist nämlich schon September, und die ersten Lebkuchen treffen in den Läden ein. Was heißt das außerdem? Genau, Mitte der Woche werde ich die Glücklichen ziehen, die Worte spenden dürfen. Ich glaube (und das hatten wir auch noch nicht), dass alle bereits öffentlich genickt haben, die als Wortspender infrage kommen (2 Etüden innerhalb des letzten „Trimesters“, ab Ostern bis zum Intermezzo). Ich bin schon sehr gespannt!

Und nun, ran an die Etüdenfortsetzung(en). Ihr dürftet natürlich auch mehrere schreiben …

 

Etüdensommerpausenintermezzo: Die Veränderung | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Die Meistgelikten und -kommentierten | Etüdengold

Gestern hatte ich die Meistgeklickten, heute geht es weiter mit den Etüden, die die meisten Kommentare sowie die meisten Likes abräumen konnten. Und, o Wunder, keinerlei Übereinstimmung 😉

Also kommen hier zuerst die Etüden mit den meisten Kommentaren.

 

Platz 3: Lotta schreibt ein Gedicht  (78 Kommentare, 55 Likes, 102 Aufrufe, Februar 2018)

Ich muss schon sagen, über Lotta habe ich mich gefreut, denn das war eine Etüde, bei der mir zuerst dieser Blödelreim einfiel, den ich dann Lotta untergeschoben habe. Lotta, die Nachwuchsdadaistin, wie Ulli sagte, in Kombination mit Grüner Soße, die ich ausgesprochen lecker finde.

 

Platz 2: Das Geständnis  (97 Kommentare, 49 Likes, 105 Aufrufe, März 2019)

Eine Fastenetüde. Genau gesagt, zum Thema Intervall-Fasten, sehr en vogue, kommt im Herbst bestimmt wieder, wenn es wieder Anlässe gibt, Diätphasen auszurufen. Die Kommentare waren dementsprechend, weil das etwas ist, zu dem eigentlich jede*r etwas beitragen kann. Ich mag die Diskussionen zur Sache auf meinem Blog sowieso und war bei dieser hier sehr erfreut.

 

Platz 1: Um Himmels willen (101 Kommentare, 48 Likes, 113 Aufrufe, November 2018)

Eine Etüde zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ mit fundamentalem (Milieu-) Einschlag. Ein Dauerbrenner-Thema, und mir war sehr wichtig, den Zeigefinger nicht so doll zu erheben. Es kann jede*r passieren, dass das Gegenüber durchdreht. Auch hier verweise ich wieder auf die Kommentarspalte.
Mich hat überrascht, dass ich nicht mehr Aufrufe hatte, bei den ganzen #schweigenbrechen-Aktionen, die da liefen. Aber okay, es ist, wie es ist.

 

Und nun … die Etüden mit den meisten Likes.

 

Platz 3: Nachhauseweg (57 Likes, 63 Kommentare, 117 Aufrufe, Dezember 2017)

Eine Etüde über einen Horror-Weihnachtsbesuch bei den Eltern, weil die dann trinken und ausfällig werden, und der Frage, wie man aus so was rauskommt und ob das, was mein Protagonist in der Etüde tut, realistisch ist. Ein Beitrag zu den Weihnachts-/Neujahrsetüden von 2017.
Ich liebe Weihnachten sehr. Aber je älter ich werde, desto mehr ist mir bewusst, dass andere meine Erinnerungen, die nie heiler sind als zu Weihnachten (na ja), nicht teilen können, weil bei denen Weihnachten regelmäßig in bösen Stress übelster Kajüte ausartet.

 

Platz 2: Lifestyle  (59 Likes, 74 Kommentare, 127 Aufrufe, Oktober 2017)

Eine Etüde, die erstaunlich gut gelaufen ist (obwohl ich die zweite dazu besser fand), mit den denkwürdigen Wörtern „Interpol, Honigpumpe, Trabantenstadt“. Es lesen eben doch mehr Frauen (Mütter!) als Männer mit, und ich vermute, dass so einige fett gegrinst und sich erinnert haben.

 

Platz 1: Ein ganzes Leben  (65 Likes, 42 Kommentare, 116 Aufrufe, Januar 2017)

Diese hier, ihr Lieben, ist die allererste Etüde, die ich für dieses schöne Projekt geschrieben habe, und zwar zum Etüdenstart, als Ludwig die Etüden noch hatte – auch ich bin/war vom Anfang an dabei. Die Wörter waren „Schnee, Buchladen, Rotwein“, und ich bin immer noch begeistert von meiner Idee, aus damals aktuellen Buchtiteln (von der SPIEGEL-Bestsellerliste) einen kurzen und knappen Text zu entwickeln, und finde nach wie vor, dass mir das richtig gut gelungen ist.

 

Etüde mit den meisten Aufrufen | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Dies ist ein Beitrag für das Etüdengold des diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzos.

 

Die Meistgeklickten | Etüdengold

Wenn ich mir anschaue, welche meiner Etüden bisher am meisten geklickt wurden, dann komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. WARUM gerade die? Ich kann es mir (wir hatten das Thema schon bei Myriade) nur so erklären, dass ich irgendwelche Begriffe verbraten habe, die in den Suchmaschinen zu dem Zeitpunkt „gut gerankt“ haben. Das würde übrigens auch ein hohes Ranking meiner „Löffellisten“-Etüde erklären. Es sind einfach Begriffe, die gefunden und aufgerufen werden, völlig unabhängig von dem Inhalt des Eintrags.

 

Platz 3: Wo ist die Liebe geblieben?  (145 Aufrufe, 52 Kommentare, 43 Likes)

Okay, ich glaube, hierbei war es Bourani, schließlich ist der Titel eine Textzeile aus dem verlinkten „Auf anderen Wegen“. Denn die Geschichte über den notorischen Fremdgeher, der darüber nachdenkt, seine Gattin, die zu viel Stress macht, mit Tabletten ins Jenseits zu befördern, kann es eigentlich nicht gewesen sein.

Ich erinnere mich dafür noch gut an die Diskussion, in der dergl meinte, das mit den Tabletten wäre zu billig als Ausweg. DAS überlege ich mir wirklich, wenn ich mal wieder meine, jemanden in einer Etüde meucheln zu wollen – wie lebensnah ist das, würde ich / mein*e Protagonist*in das tatsächlich tun, und ein bisschen auch: Will ich das wirklich, oder ist das so ein Deus-ex-machina-Ding, weil mir sonst keine Lösung einfällt?

 

Platz 2: Namen tanzen  (146 Aufrufe, 34 Kommentare, 39 Likes)

Denkt wer bei „Namen tanzen“ nicht an die Waldorfschulen und an mehr oder weniger dämliche Kommentare und Witze zu Eurhythmie und dem Konzept im Allgemeinen? Das Internet hat dazu einiges zu bieten, denn ich HABE es gegoogelt, ich wollte wissen, wie „Namen tanzen“ geht (Link zum Eurhythmie-Alphabet bei YT, schaut und staunt).

Prompt fiel mir beim Schreiben der Informatikstudent ein, der unter seiner Waldorf-Vergangenheit leidet, sich dann aber leider in ein Mädchen verliebt, dass mit ihm zum Sternenwandern möchte („Sternenwandern“ musste da nämlich auch noch rein) … 😉
Jedenfalls ist das eine Etüde, bei der ich immer noch grinsen muss, wenn ich sie lese.

 

Platz 1: Die Bedrohung  (155 Aufrufe, 54 Kommentare, 49 Likes)

Hier ist es meiner Meinung nach eine Kombination aus zwei Faktoren: Zum einen Reizwörter wie „ergebnisoffen“ und „postfaktisch“ (und der „Quadratscheißer“, die einzubauenden Wörter, „Scheiße“ zieht bestimmt), zum anderen die Tatsache, dass sich in dieser Geschichte Anton versteckte, der bei mir ein Aquarium abgefischt hatte, noch relativ frisch Zombiekatze war und plötzlich auf diversen Blogs gesichtet wurde.
„Postfaktisch“ war Wort des Jahres 2016, „ergebnisoffen“ war vermutlich in der Auswahl zum Wort des Jahres 2017. Und auch, wenn es nur eine Etüde war, rein sprachlich war sie wohl topaktuell. Auch dies ist eine Etüde, die mich befriedigt nicken lässt, wenn sie wiederlese, aber die meisten Aufrufe … nee, echt nicht, sorry.

 

Etüde mit den meisten Aufrufen | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Lest in der nächsten Etüdengold-Ausgabe: Meine Etüden mit den meisten Kommentaren und Likes, eine Best-of-Liste, die meinem eigenen Gefühl sehr viel näherkommt.

Dies ist ein Beitrag für das Etüdengold des diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzos.