Ein Herz für Drachen | Etüdensommerpausenintermezzo

Vor der Sommerpause des letzten Jahres, als wir noch die 10-Sätze-Variante spielten und die Wörter von der hochgeschätzten Frau Flumsel stammten, schrieb ich eine Etüde namens Mutprobe, in der es darin ging, dass ein cleverer Bäckerjunge bei einem öffentlichen Wettkampf einen Drachen überlistete und dafür einen Wunsch frei bekam. Sie endete folgendermaßen:

„Bäckerjunge“, sagte am Abend der Hauptmann der Königsleute bei der Audienz zu ihm, „von allen heute hast du am meisten Einfallsreichtum und Mut bewiesen; dafür gewähren wir dir einen Wunsch.“

„Wenn dem so ist, dann nehmt mich mit an den Hof“, sagte er ohne Zögern, denn er hatte auf die Frage gehofft, „ich respektiere das Handwerk, aber ich hasse die Backstube, ich will Drachenpfleger werden!“

Und nun setzt das Etüdensommerpausenintermezzo ein, und zwar mit dem vorgeschriebenen Satz.

 

Am nächsten Tag war alles anders.

Mittags trat der Hauptmann der Königsleute in die Backstube des Vaters und erkundigte sich, ob der Junge in drei Stunden aufbrechen könne. Der hatte sich bis dahin allerdings eingeredet, dass sein Sohn sich bei der Audienz einen unbedachten Scherz erlaubt hätte. Da der Hauptmann jedoch überall Aufsehen auf sich zog, wohin er auch ging, lief bald die gesamte Familie sowie das halbe Dorf in der Backstube zusammen. Das Ansehen des Bäckers stand auf dem Spiel.

„Er kommt nicht mit“, beschied er den Hauptmann daher brüsk. „In meiner Familie treten die erstgeborenen Söhne seit Generationen in die Fußstapfen ihrer Väter. Taro wird später meine Backstube übernehmen und nach ihm wird es sein Sohn tun.“

Der Hauptmann seufzte innerlich, aber selbst wenn er „sturer Dörfler“ dachte, so zeigte er es nicht. Dafür bestand er darauf, den Jungen selbst sprechen zu können. Sein Bruder wurde ausgeschickt, ihn zu holen. Als sie zurückkamen, trug der Ältere eine große Reisetasche und hielt den wütenden Blicken des Vaters stand.

„Bei allem Respekt dem Handwerk und dir gegenüber, Vater“, erklärte er höflich, „aber ich bin ungeeignet. Mein Herz gehört den Drachen. Ich werde mit dem Hauptmann an den Hof des Königs gehen.“

„Ob du geeignet bist oder nicht, bestimme immer noch ich“, brüllte der Vater erschrocken los. „Du bist erst sechzehn, was weißt du schon? Du hältst die Ohren offen und den Mund geschlossen und erlernst das Handwerk, das in unserer Familie liegt!“

„Das tut er doch sowieso bereits“, warf die Mutter begütigend ein, die neben ihren Mann trat. „Du selbst überlässt ihm doch seit fast zwei Jahren die Backstube und die ganzen Vorbereitungen für die Brote mitten in der Nacht, bevor du aufstehst. Hast du nicht neulich erst gesagt, dass er seine Sache gut macht, fast besser als du in seinem Alter?“

Der Vater nickte. Taro wechselte einen Blick mit Lado, seinem Bruder.

„Bitte, sag du es ihm“, flüsterte dieser. Taro nickte. Sie hatten dieses Geheimnis mit so vielen Mühen gehütet, aber jetzt mussten sie Farbe bekennen.

„Es ist er, nicht ich“, gestand er dann. „Du, Vater, hast es mich zu lehren versucht, und ich habe es an Lado weitergegeben. Seit zwei Jahren stehen wir nachts gemeinsam in der Backstube. Aber er weiß, was zu tun ist, mir gerät kein Handgriff. Er denkt sich Rezepte aus, nicht ich. Ich schleiche mich nachts davon, um die Spiele der Drachen am Himmel zu beobachten, und wünsche mich fort. Er wird einmal dein würdiger Nachfolger sein. Ich wünschte, er wäre an meiner Stelle als Erster geboren.“

Es war zu viel Wahrheit auf einmal. Der Vater starrte sie beide an, griff sich ans Herz, drehte sich abrupt um und verließ die Backstube. Seine Söhne eilten ihm nach, aber die Mutter stellte sich Taro in den Weg und ergriff ihn an den Schultern.

„Ich habe die ganze Zeit gewusst, dass du einen findigen und rebellischen Geist hast, mein Sohn“, sagte sie fest. „Wenn es deine Bestimmung ist, mit Drachen zu arbeiten, dann ist es jetzt an der Zeit für dich, dein Schicksal in deine eigenen Hände zu nehmen und uns zu verlassen. Geh mit meinem Segen und vergiss das Dorf nicht, aus dem du stammst.“ Sie küsste ihn liebevoll auf die Stirn und auf beide Wangen. „Komm noch einmal kurz vorbei, wenn ihr aufbrecht. Dein Vater wird es sich nicht verzeihen, wenn ihr euch nicht verabschieden konntet. Um den Rest kümmere ich mich. Und nun geht.“

So geschah es. Noch ein halbes Leben später, als Taro längst erster Drachenhüter des Königs war, trug er immer noch die Drachenkralle, die sein Vater ihm am Tag seines Fortgehens geschenkt hatte. Die Drachenkralle, die dieser gefunden hatte, als er noch ein Kind gewesen war, ein erster Sohn, der Drachen nicht lieben durfte.

 

Etüdensommerpausenintermezzo: Die Veränderung | 365tageasatzaday
Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Dies ist ein Beitrag für das Etüdensommerpausenintermezzo IV: Am nächsten Tag war alles anders.

„Taro“ und „Lado“ sind übrigens Namen, die angeblich „Erstgeborener“ und „Zweitgeborener“ bedeuten.

 

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Etüdensommerpausenintermezzo IV: Am nächsten Tag war alles anders

Die Tage der Statistik liegen hinter uns, liebe Etüdenschreibende und -lesende. Trotzdem möchte ich es nicht lassen, euch noch die Listen derer zu präsentieren, die mitgemacht haben. Man folgt ja nicht allen und hat auch nicht Zeit, alle zu lesen, und schon gar nicht weiß man meistens, welche Etüden oder Themen den anderen am Herzen liegen.

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Zur Sicherheit gefragt: Fehlt wer oder was? Bitte, ihr kennt das, es ist kein böser Wille, es kann sein, dass mir mal ein Link durchrutscht oder nicht ankommt. Meldet euch bitte!

 

 

Und nun, ihr Lieben, muss ich euch gestehen, dass ich ein kreatives Sommerloch habe. Ich bin sicher, dass es nicht an den Etüden liegt, aber ach: Ich bin eigentlich mehr als urlaubsreif und würde den Rechner gerne mal mehrere Tage sich selbst überlassen können, ohne dass es mir Nachteile brächte (man soll ja immer vorsichtig mit dem sein, was man sich wünscht, und ich hänge echt viel vor der Kiste. Ob ich das KÖNNTE, soll hier nicht diskutiert werden …).

Ich habe mir mehrere Schreibideen durch den Kopf gehen lassen und fand sie alle irgendwann – bemüht. Also habe ich mich schließlich für etwas ganz Schlichtes entschieden. Ihr habt, auch wenn ihr in eure Lieblingsetüden nicht der Öffentlichkeit vorstellen wolltet oder euch für keine entscheiden konntet, vermutlich in euren alten Sachen herumgelesen. Nehmt, und das ist jetzt die Aufgabe, eine alte Etüde, mit der ihr gefühlt noch eine Rechnung offen habt, und schreibt sie weiter. Die einzige Bedingung ist der erste Satz: „Am nächsten Tag war alles anders.“ Wobei dieser Satz (danke, dergl) auch: „Am nächsten Tag ist alles anders“, lauten kann, je nachdem, in welcher Zeit ihr schreibt. (Das dürft ihr gern für euch passend machen, solange klar bleibt, dass diese Veränderung nicht in der Zukunft liegt.)

Ob wirklich alles anders ist oder ob ihr das im übernächsten Satz schon wieder relativiert, ist mir dabei völlig egal. Ob die Veränderung positiv oder negativ ist, ist euer Ding. Ob ihr die Grenzen der Physik, des Verstandes oder des guten Geschmacks überwindet: völlig gleichgültig. Ob ihr das in 50, 100, 300, 3.000 oder 10.000 Wörtern macht: Es sei, wie es euch gefällt. Aber: Etwas sollte sich verändert haben, eure Figuren sollten dabei in Schwierigkeiten irgendwelcher Natur geraten sein und ihr, ihr müsst sie da herausbekommen (oder eben auch nicht). Ihr habt zwei Wochen Zeit. Ich freue mich.
Wie immer darf die Illustration verwendet werden, muss aber nicht.

 

Nach den zwei Wochen geht es mit den „normalen“ Etüden weiter, dann ist nämlich schon September, und die ersten Lebkuchen treffen in den Läden ein. Was heißt das außerdem? Genau, Mitte der Woche werde ich die Glücklichen ziehen, die Worte spenden dürfen. Ich glaube (und das hatten wir auch noch nicht), dass alle bereits öffentlich genickt haben, die als Wortspender infrage kommen (2 Etüden innerhalb des letzten „Trimesters“, ab Ostern bis zum Intermezzo). Ich bin schon sehr gespannt!

Und nun, ran an die Etüdenfortsetzung(en). Ihr dürftet natürlich auch mehrere schreiben …

 

Etüdensommerpausenintermezzo: Die Veränderung | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Die Meistgelikten und -kommentierten | Etüdengold

Gestern hatte ich die Meistgeklickten, heute geht es weiter mit den Etüden, die die meisten Kommentare sowie die meisten Likes abräumen konnten. Und, o Wunder, keinerlei Übereinstimmung 😉

Also kommen hier zuerst die Etüden mit den meisten Kommentaren.

 

Platz 3: Lotta schreibt ein Gedicht  (78 Kommentare, 55 Likes, 102 Aufrufe, Februar 2018)

Ich muss schon sagen, über Lotta habe ich mich gefreut, denn das war eine Etüde, bei der mir zuerst dieser Blödelreim einfiel, den ich dann Lotta untergeschoben habe. Lotta, die Nachwuchsdadaistin, wie Ulli sagte, in Kombination mit Grüner Soße, die ich ausgesprochen lecker finde.

 

Platz 2: Das Geständnis  (97 Kommentare, 49 Likes, 105 Aufrufe, März 2019)

Eine Fastenetüde. Genau gesagt, zum Thema Intervall-Fasten, sehr en vogue, kommt im Herbst bestimmt wieder, wenn es wieder Anlässe gibt, Diätphasen auszurufen. Die Kommentare waren dementsprechend, weil das etwas ist, zu dem eigentlich jede*r etwas beitragen kann. Ich mag die Diskussionen zur Sache auf meinem Blog sowieso und war bei dieser hier sehr erfreut.

 

Platz 1: Um Himmels willen (101 Kommentare, 48 Likes, 113 Aufrufe, November 2018)

Eine Etüde zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ mit fundamentalem (Milieu-) Einschlag. Ein Dauerbrenner-Thema, und mir war sehr wichtig, den Zeigefinger nicht so doll zu erheben. Es kann jede*r passieren, dass das Gegenüber durchdreht. Auch hier verweise ich wieder auf die Kommentarspalte.
Mich hat überrascht, dass ich nicht mehr Aufrufe hatte, bei den ganzen #schweigenbrechen-Aktionen, die da liefen. Aber okay, es ist, wie es ist.

 

Und nun … die Etüden mit den meisten Likes.

 

Platz 3: Nachhauseweg (57 Likes, 63 Kommentare, 117 Aufrufe, Dezember 2017)

Eine Etüde über einen Horror-Weihnachtsbesuch bei den Eltern, weil die dann trinken und ausfällig werden, und der Frage, wie man aus so was rauskommt und ob das, was mein Protagonist in der Etüde tut, realistisch ist. Ein Beitrag zu den Weihnachts-/Neujahrsetüden von 2017.
Ich liebe Weihnachten sehr. Aber je älter ich werde, desto mehr ist mir bewusst, dass andere meine Erinnerungen, die nie heiler sind als zu Weihnachten (na ja), nicht teilen können, weil bei denen Weihnachten regelmäßig in bösen Stress übelster Kajüte ausartet.

 

Platz 2: Lifestyle  (59 Likes, 74 Kommentare, 127 Aufrufe, Oktober 2017)

Eine Etüde, die erstaunlich gut gelaufen ist (obwohl ich die zweite dazu besser fand), mit den denkwürdigen Wörtern „Interpol, Honigpumpe, Trabantenstadt“. Es lesen eben doch mehr Frauen (Mütter!) als Männer mit, und ich vermute, dass so einige fett gegrinst und sich erinnert haben.

 

Platz 1: Ein ganzes Leben  (65 Likes, 42 Kommentare, 116 Aufrufe, Januar 2017)

Diese hier, ihr Lieben, ist die allererste Etüde, die ich für dieses schöne Projekt geschrieben habe, und zwar zum Etüdenstart, als Ludwig die Etüden noch hatte – auch ich bin/war vom Anfang an dabei. Die Wörter waren „Schnee, Buchladen, Rotwein“, und ich bin immer noch begeistert von meiner Idee, aus damals aktuellen Buchtiteln (von der SPIEGEL-Bestsellerliste) einen kurzen und knappen Text zu entwickeln, und finde nach wie vor, dass mir das richtig gut gelungen ist.

 

Etüde mit den meisten Aufrufen | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Dies ist ein Beitrag für das Etüdengold des diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzos.

 

Die Meistgeklickten | Etüdengold

Wenn ich mir anschaue, welche meiner Etüden bisher am meisten geklickt wurden, dann komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. WARUM gerade die? Ich kann es mir (wir hatten das Thema schon bei Myriade) nur so erklären, dass ich irgendwelche Begriffe verbraten habe, die in den Suchmaschinen zu dem Zeitpunkt „gut gerankt“ haben. Das würde übrigens auch ein hohes Ranking meiner „Löffellisten“-Etüde erklären. Es sind einfach Begriffe, die gefunden und aufgerufen werden, völlig unabhängig von dem Inhalt des Eintrags.

 

Platz 3: Wo ist die Liebe geblieben?  (145 Aufrufe, 52 Kommentare, 43 Likes)

Okay, ich glaube, hierbei war es Bourani, schließlich ist der Titel eine Textzeile aus dem verlinkten „Auf anderen Wegen“. Denn die Geschichte über den notorischen Fremdgeher, der darüber nachdenkt, seine Gattin, die zu viel Stress macht, mit Tabletten ins Jenseits zu befördern, kann es eigentlich nicht gewesen sein.

Ich erinnere mich dafür noch gut an die Diskussion, in der dergl meinte, das mit den Tabletten wäre zu billig als Ausweg. DAS überlege ich mir wirklich, wenn ich mal wieder meine, jemanden in einer Etüde meucheln zu wollen – wie lebensnah ist das, würde ich / mein*e Protagonist*in das tatsächlich tun, und ein bisschen auch: Will ich das wirklich, oder ist das so ein Deus-ex-machina-Ding, weil mir sonst keine Lösung einfällt?

 

Platz 2: Namen tanzen  (146 Aufrufe, 34 Kommentare, 39 Likes)

Denkt wer bei „Namen tanzen“ nicht an die Waldorfschulen und an mehr oder weniger dämliche Kommentare und Witze zu Eurhythmie und dem Konzept im Allgemeinen? Das Internet hat dazu einiges zu bieten, denn ich HABE es gegoogelt, ich wollte wissen, wie „Namen tanzen“ geht (Link zum Eurhythmie-Alphabet bei YT, schaut und staunt).

Prompt fiel mir beim Schreiben der Informatikstudent ein, der unter seiner Waldorf-Vergangenheit leidet, sich dann aber leider in ein Mädchen verliebt, dass mit ihm zum Sternenwandern möchte („Sternenwandern“ musste da nämlich auch noch rein) … ;-)
Jedenfalls ist das eine Etüde, bei der ich immer noch grinsen muss, wenn ich sie lese.

 

Platz 1: Die Bedrohung  (155 Aufrufe, 54 Kommentare, 49 Likes)

Hier ist es meiner Meinung nach eine Kombination aus zwei Faktoren: Zum einen Reizwörter wie „ergebnisoffen“ und „postfaktisch“ (und der „Quadratscheißer“, die einzubauenden Wörter, „Scheiße“ zieht bestimmt), zum anderen die Tatsache, dass sich in dieser Geschichte Anton versteckte, der bei mir ein Aquarium abgefischt hatte, noch relativ frisch Zombiekatze war und plötzlich auf diversen Blogs gesichtet wurde.
„Postfaktisch“ war Wort des Jahres 2016, „ergebnisoffen“ war vermutlich in der Auswahl zum Wort des Jahres 2017. Und auch, wenn es nur eine Etüde war, rein sprachlich war sie wohl topaktuell. Auch dies ist eine Etüde, die mich befriedigt nicken lässt, wenn sie wiederlese, aber die meisten Aufrufe … nee, echt nicht, sorry.

 

Etüde mit den meisten Aufrufen | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Lest in der nächsten Etüdengold-Ausgabe: Meine Etüden mit den meisten Kommentaren und Likes, eine Best-of-Liste, die meinem eigenen Gefühl sehr viel näherkommt.

Dies ist ein Beitrag für das Etüdengold des diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzos.

 

Weil es so Spaß macht | Lieblingsetüden

Beim Versuch, meine Etüden in Lieblinge oder nicht einzuteilen, verzweifle ich fast. Es gibt so viele, und es gibt auch so viele unterschiedliche. Und überhaupt ist heute Weltkatzentag, sollte ich dann nicht mindestens eine Kattitüde unterbringen?

Ich habe mich für ein paar Etüden entschieden, bei denen ich mich schon beim Schreiben diebisch gefreut und halb totgekichert, mit Lieblingsmenschen konferiert und sie auch anschließend immer noch mit Herzblut geliebt habe. Völlig unabhängig vom Erfolg auf meinem Blog. Vielleicht erinnert ihr euch.

Da sind zuerst einmal „Alles Fake!“ und „Sirenengesänge“, ganz frühe Etüden, in denen eine Meerjungfrau in einem Aquarium festsitzt und Pläne schmiedet, wie sie dort wieder herauskommt.

Später kam „Frau Zaunpfeifer strikes back!“, inspiriert von einem Radiospot der Radiozentrale, ich bin ziemlich sicher, dass viele Radiohörer noch diese großartige Stimme der Lehrerin im Ohr haben.

„Letzte Chance“ beschreibt ein Wiedertreffen nach vielen Jahren und einen Chor namens „Pissnelken“, Entschuldigung, „Fis-Nelken“. Ja, der Name ist immer noch belegt.

„The day after … Vatertag“ ist eine Nachricht einer abgeklärten Ehefrau an ihren bei einer Vatertagstour abgestürzten Göttergatten.

Und last but not least „Schröder, übernehmen Sie!“, wo es um eine Frau geht, die den Hals ziemlich voll hat, und um deeskalierende Maßnahmen …

 

Lieblingsetüde | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Dies ist ein Beitrag für die Lieblingsetüden des diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzos.

PS: Könntet ihr so langsam bitte mal in die Hufe kommen, was eure Beiträge zum Adventskalender angeht? Ihr habt nur noch bis zum Ende des Monats!

PPS: Dies ist der 1.000 Beitrag auf „Irgendwas ist immer!“ 😊

 

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2019-III: Zwischenfazit Herzen („Lieblingsetüden“) und Kronen

 

Lieblingsetüden: Zwischenfazit

Vielen Dank erst mal an die kleine, feine Runde, die mitgemacht hat! Es haben weniger Bloggende genossen, in ihren Erinnerungen zu kramen und ihre Schätzchen hervorzuholen, als ich vermutet hatte. Wer jetzt „Ach, schade, verpasst“ denkt: Nein! Da Sommer ist, gehe ich einfach davon aus, dass viele den Aufruf gar nicht gelesen haben, bzw. dass es Besseres zu tun gab, als am Rechner zu hängen, das war bei mir ja auch so (hallo Myriade!) Daher möchte ich die Lieblingsetüden spontan UM EINE WOCHE verlängern! Wer also noch nicht hat: HIER ist der ursprüngliche Aufruf, der alles erklärt. Wenn ihr „noch eine letzte Etüde“ habt: prima, es ist noch Zeit! Wer weiß, dass er*sie noch mal will (ich zum Beispiel), der*die weiß ja eh schon, wie es geht.
Parallel läuft jedoch ab heute wie angekündigt das „Etüdengold„, dazu gleich mehr.

Hier kommt jedoch erst mal die versprochene Liste. Viel Spaß beim Lesen!

dergl von Die Tintenkleckse sehen aus wie Vögel: hier, hier, hier, hier und hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Werner Kastens auf Mit Worten Gedanken horten bei mir in den Kommentaren (hier und hier) mit folgenden Links: hier und hier, später hier
Ulli aus dem Café Weltenall: hier, hier und hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier und hier
Natalie im Fundevogelnest: hier, hier, hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier, hier, hier und hier
Ludwig Zeidler auf Irgendwas ist immer: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier und hier
Bettina auf Wortgerinnsel: hier, hier und hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier und hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Rina auf Geschichtszauberei: hier

Habe ich wen/was vergessen, hat ein Link nicht geklappt? Ich habe einige nur per Zufall gefunden, weil nicht die „Herzen“ verlinkt wurden, sondern der Adventskalenderaufruf oder meine erste Lieblingsetüde.
Bitte also unbedingt melden, ihr wisst …

 

Kronen

Zur Idee: Das mit den Lieblingsetüden ist die eine Seite der Medaille, die persönliche Vorliebe. Jetzt frage ich nach der anderen. Welche von euren Etüden hatten die meisten Aufrufe, welche kam am besten an? Mögt ihr die auch noch mal vorstellen? (Ich weiß nicht, ob die Statistik noch andere Zahlen liefert, bezogen auf den einzelnen Eintrag, da dürft ihr mich gerne erleuchten.) Als ich diese Statistik bei mir entdeckt habe, habe ich jedenfalls sofort danach geschaut und war echt überrascht.

Laufzeit: 04.08.2019 (Sonntag) bis 17.08.2019 (Samstag) – zwei Etüdengold-Wochen

Okay, ich hör schon die*den eine*n oder andere*n fragen, wie man diese Statistik findet.

So: https://wordpress.com/stats/day/posts/xxxxxxxxxxxxxxxxxxx.wordpress.com?startDate=2019-08-04&summarize=1&num=-1
Ihr ersetzt jetzt bitte die xxxxx durch euren Blognamen, also z. B. dergl durch alpinerot, Ulli durch cafeweltenall, Myriade durch laparoleaetedonneealhomme etc. Ich weiß nicht, ob es bei denen, die ihren Tarif upgedatet haben, auch so geht, sollte eigentlich, wenn ihr weiterhin Jetpack am Start habt. Gerdas Link sollte demnach zum Beispiel

https://wordpress.com/stats/day/posts/ gerdakazakou.com?startDate=2019-08-04&summarize=1&num=-1

lauten. Wichtig ist auf jeden Fall das „?“ zwischen eurem Blognamen und dem Rest, wobei eigentlich jeder Buchstabe wichtig ist. Computer halt. Und nein, man kann keine fremden Statistiken aufrufen ;-)

Dann bekommt ihr eine Liste aller eurer Blogposts, sortiert von dem mit den meisten Aufrufen bis zu dem mit den wenigsten. Bei mir liegen ganz klar die Schreibeinladungen vor den Etüden, was natürlich gar nicht verwunderlich ist. Da ich nicht twittere und meine Sachen auch nicht auf Facebook oder Instagram teile, halten sich meine Zahlen in Grenzen, aber falls ihr Etüden habt, bei denen die Aufrufe „durch die Decke“ gegangen sind, und ihr wisst, weshalb, dann mögt ihr ja vielleicht die Geschichte dazu erzählen.

Mich würden ja auch die Etüden mit den meisten Likes interessieren, und natürlich die mit den meisten Kommentaren, in der Hoffnung, dass die die interessantesten Diskussionen widerspiegeln – ja, ich weiß selbst, ist oft nicht so. Aber ich habe keine Ahnung, wie und ob man das herausbekommen kann. Und NATÜRLICH ist das alles kein Kriterium für Qualität, jedenfalls nicht zwingend, viel eher eins dafür, wie gut eine Person/ein Blog vernetzt ist.

Veronika (siehe Kommentare) hat mir erklärt, wie man die Etüden mit den meisten Kommentaren findet, wenn man (ACHTUNG!) wie ich die Etüden in einer KATEGORIE abgelegt hat. So:

https://xxxxxxxxx.wordpress.com/wp-admin/edit.php?orderby=comment_count&order=desc&s&post_status=all&post_type=post&action=-1&m=0&cat=0&filter_action=Filter&paged=1&action2=-1

Die xxxxx wieder durch euren Blognamen ersetzen. Dieser Aufruf sortiert erst mal ALLE eure Posts nach Anzahl der Kommentare. Dann müsst ihr bei „Alle Kategorien“ eure Etüden-Kategorie auswählen und daneben auf „Filter“ klicken. Man scheint nicht nach Likes sortieren zu können, aber wenigstens stehen sie daneben. Vielen Dank, Veronika!

 

Ich bin gespannt auf euren Input. Die Zeit dafür läuft am 17. August ab, am 18. kommt was Neues, wo ihr dann wieder kreativ schreiben dürft, sozusagen zum Vorglühen für die nächste Etüdenrunde.

Und dürfte ich noch mal alle an die Sache mit dem Adventskalender erinnern? Bis jetzt sind vier Etüden eingetroffen, danke an die edlen Spender*innen!

Wer sich übrigens fragt, woher ich die bescheuerte Überschrift („Kronen“) habe: Ein Herz und eine Krone, nie gehört oder gesehen?

Die Illustration kann wie immer eingebunden werden, muss aber nicht.

 

Etüde mit den meisten Aufrufen | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Ludwigs Etüden | Etüdensommerpausenintermezzo

Wer lange genug hier mitliest und mitschreibt, der*die erinnert sich bestimmt an die unnachahmlich schrägen, eigensinnig poetischen, dahingeworfenen Texte von Ludwig, unserem Etüdenerfinder (der bis heute keinen neuen Blog hat, was auch so bleiben soll). Wer nicht, der*die hat meiner Meinung nach was verpasst ;-), aber der*die bekommt beim Lesen hoffentlich ein Gefühl dafür, ob/dass ihm*ihr was entgangen ist. (Ludwigs Illustrationen für die Etüden habe ich übrigens hier gesammelt.)

Was seine Texte angeht, so hatte ich bei ihm angefragt, ob alle seine Etüden den Bach runtergegangen seien oder ob er in den Tiefen seiner Festplatte noch welche wiederfinden könnte, die ich beim Etüdensommerpausenintermezzo veröffentlichen dürfte. Konnte er! Darf ich! Ich habe fünf Texte ausgewählt und leicht editiert.

Ladys and Gentlemen, Irgendwas ist immer proudly presents: abc.etüden von Ludwig Zeidler. Enjoy!
Meine Lieblingsetüde (aus dieser Auswahl) steht am Anfang; alle Etüden unterliegen dem Copyright von Ludwig Zeidler.

 

***

 

Sie hatten sich viel vorgenommen in dieser Minikombüse am Sylter Strand. Edgar und Victor wollten diesen verfluchten Stern, sie kochten wie zwei Höllenhunde aus einer anderen Welt, Erbsenspeckflunderschaum und Safranstaubkussspuren waren nur eine kleine Ouvertüre am Meerwassersandtheater. In den „Lukullischen Samstagnachtstunden“ spielten die Stockhauerbrüder live und ungeschminkt  Zwölfton-Irisreinkarnationslieder, während Victor die Speisenabfolge mit Zauberblüten sowie Meeresbitteralgen auf Knospenkollisionskurs eröffnete. Edgar legte nach, formte Kräuterchipsblätter mit Chiligelee und Hagebuttenknallrauchkaramell.

Sie waren auf einem neuen Weg, mitten in den Dünen, und Käthe mit o schrieb die Menükarten als Lesegedicht für Gaumentänzer. Feuerwerke erhellten den Wolkenspagat und zogen am Strand lange Schatten mit Salzwasserduft.

Eintritt nach Anmeldung.

(Schreibeinladung für die Textwoche 17/17, Wörter: Safranstaubkussspuren, Knospenkollisionskurs, Irisreinkarnationslied)

 

***

 

Bahnhof

Elmar Koschinsky war mehr als genervt. Es war so kalt wie im Tiefkühler von Bofrost, dazu schneidender Ostwind, und von der Seite peitschte ihm schnurdünner Regen auf seine Holzbrille, hinter der sich ihm das Hier mehr als trist offenbarte.

Unterkammerhofen, ein Ort, ein Bahnhof, wie aus den schlechtesten Romanen von Kammerwirt & Schuldlos, sogar Warten bekam hier eine Bedeutung, die man sich weder wünschte noch vorstellen wollte.

Abgesperrt, verschlossen, entmenscht, leblos, trostlos, verlassen, er drückte sich hier in eine Mauernische dieser Baukunstverlassenheit und musste warten, während sich 30 Kilometer weiter Karla Unstruht in Wolle packte, die Schlüssel für den alten Lancia suchte und im Begriff war, ihn abzuholen.

Elmar Koschinsky dachte derweil an Prag, an die Mopedfahrt durch Holland und die wilden Zirkusnächte im vergessenen Tempodrom. Einstürzende Neubauten und der Himmel über Berlin, er dachte sich das Warten schön. Beckett erschien ihm nun in einem völlig neuen Licht.

(Schreibeinladung für die Textwoche 6/17, Wörter: Prag, Moped, Zirkus)

 

***

 

Warten auf die Königin

Sie warteten am Busbahnhof.
Zäh, die Zeit tropfte in den Tag wie falsch angerührter Tapetenkleister, eine Atmosphäre jenseits von Korallenriffen und Backerbsenhochzeit.
Wladimir und Estragon schauten über den See, schauten auf die einfahrenden Busse, warteten auf SIE.
Morgennebel tauchte alles in eine Landschaft wie mit dem Blumensprüher benetzt, es war ein Freitag, Freitag sollte SIE kommen.
Womöglich war es ihre existenzielle, alles beherrschende Aufgabe zu warten.

Und wenn SIE nicht kommt? Und wenn es ein anderer Freitag ist?
Womöglich hat die Königin Godot getroffen, und SIE kommt gar nicht.

Wladimir und Estragon warteten.

(Schreibeinladung für die Textwoche 7/17, Wörter: Königin, Backerbsen, Korallenriff)

 

***

 

Ludmilla hatte sich gefreut, schön gemacht und war, wie es ihrer Art entsprach, alles andere als unpünktlich.

Vierzehn Uhr an der Bushaltestelle, und heute, neunzehnter Dritter. Sie schaute in ihrer Tasche nach ihren Habseligkeiten, nach den Unterlagen, dem tieferen Grund ihrer Verabredung. Er wollte ihr helfen, diese Textarbeit über den Zaunkönig fertigzustellen, er hatte es ihr wohlmeinend angeboten und sie sagte erfreut zu, warum sollte sie daran denken, dass er sie versetzen würde. Sie war mehr als sauer, keine Nachricht, kein Zeichen, nichts, sie kickte in ihrer Wut eine herrenlose Coladose mit solcher Wucht an, dass sie wie eine Murmel über den leeren tristen Platz schepperte und fast am anderen Ende dieser Windhosenarchitektur blechern zum Stillstand kam. Es war jetzt fast fünfzehn Uhr und in die langweilige Tristesse begann es nun auch noch zu tropfen, kaltes Himmelwasser in stetiger Zunahme, sie dachte an Estragon und verfluchte ihre Verabredung mit Georg. Er war schließlich nicht Godot.

Den weiteren Verlauf dieses Tages dürfen Sie sich gerne in freier Form ausmalen.

(Schreibeinladung für die Textwoche 12/17, Wörter: Murmel, Habseligkeiten, Zaunkönig)

 

***

 

Er hatte es sich einfach vorgestellt.

Doch bei genauerer Betrachtung war es die totale Verarschung. Er ließ sich ohne groß nachzudenken auf den Deal ein, sagte Ja und Amen zu diesem sehr eigenartigen Urteil. Und jetzt war Rewohlt auf dieser verdammten Insel, er, der Meeresfrüchte hasste und von Inseln so viel verstand wie sein blasser Bruder von Rimbaud-Gedichten.

Aber da musste er jetzt durch, er mimte den coolen Hausmeister, arbeitete sein Pensum in stoischer Unlust herunter und nützte ansonsten jede freie Minute, um auf dem verlodderten Campingplatz in seiner Hängematte Dostojewski zu lesen.

Er gab sich unspektakulär dem Wind hin.

(Schreibeinladung für die Textwoche 11/17, Wörter: Hängematte, Urteil, Meeresfrüchte)

 

 

Alle Illustrationen unterliegen dem Copyright von Ludwig Zeidler und wurden mir für die Etüden von ihm freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

 

Dies ist ein Beitrag für die Lieblingsetüden des diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzos.

 

Spacig! | Lieblingsetüden

Am 10. Januar 2018 meldete die Süddeutsche: „Ein internationales Astronomen-Team hat Signale eines besonders bizarren Himmelskörpers aufgefangen. Ein drei Milliarden Lichtjahre entferntes Objekt namens FRB121102 schießt demnach stoßweise Mikrowellen extremer Intensität quer durch den Kosmos.“ Natürlich gab es Spekulationen um die Ursache dieser Erscheinung (Schwarzes Loch, Zwerggalaxie, Supernova, Magnetar); aber im gleichen Artikel stand dann auch dieser Satz: „Weil der Entstehungsmechanismus der kurzzeitigen, extrem intensiven Strahlung nicht eindeutig geklärt ist, wollen die Experten nicht kategorisch ausschließen, dass eine hochentwickelte außerirdische Intelligenz am Werk ist.“ (Quelle) Ich hatte mich damals interessehalber ein bisschen belesen und irgendwo (ich find’s nicht mehr) entdeckt, dass, wenn man in den Himmel schaut, dieses Objekt irgendwo im oder in Richtung des Sternbildes Fuhrmann zu finden ist.

So weit, so nett, und ich hätte die Angelegenheit bestimmt schnell wieder vergessen, wenn nicht zu der Zeit eine neue Etüdenrunde gestartet wäre, ich Ludwig um Wörter gebeten hatte und er sich ausgerechnet „FRB 121102“, „ultraviolett“ und „Supernovaüberrest“ ausgesucht hätte.
Ja, herzlichen Glückwunsch! 10 Sätze zu WAS? „Herausforderung“ war da noch leicht untertrieben. Wenn ich mit irgendwelchen Wortspenden mal wirklich ernsthaft in Schwierigkeiten war, dann damit (mehr als mit der Honigpumpe und Interpol).

Und flugs produzierte mein Hirn die Geschichte eines jungen Mannes, der glaubt, dass er einer von „ihnen“ wäre, dass die Lichtblitze Signale seien, dass „sie“ unterwegs wären, ihn abzuholen. Nein, nicht unbedingt die freundliche E.T.-Variante. Falls ihr noch nie davon gehört habt: Es gibt Leute, die höchst ernsthaft von Kontakten mit UFOs/Außerirdischen berichten, es gibt dicke Bücher über außerirdische Rassen, Entführungen etc. Mir kommt vieles dabei ziemlich zwanghaft vor, Stichwort Glaubenssysteme, auserwählt. Ich kannte da mal wen, der sich dafür interessierte.

Zum Schluss jedenfalls fand ich meine Texte – denn es wurden drei, und sie steigern sich – richtig gut und war ziemlich stolz darauf. Daher kommen sie hier in der Reihenfolge, in der sie gelesen werden müssen, und sind nicht einfach verlinkt.

 

Bald würde es offenbar sein.

Nachts, wenn er die Augen schloss, zuckten neuerdings ultraviolette Blitze durch seinen Kopf und kamen stetig näher.

In den vergangenen Tagen und Wochen waren die einschlägigen Medien voll davon gewesen, voll von Berichten über schnelle, sich wiederholende Radiowellen im Millisekundenbereich, die sensationellerweise aus ein und derselben Quelle stammten. Das war das Zeichen, das musste es sein, er hätte schreien können vor Glück, so lange wartete er bereits darauf. Man hatte jener Quelle weit weg im Sternbild Fuhrmann sogar einen Namen gegeben, man nannte sie schlicht FRB 121102 und formulierte Hypothesen über Hypothesen über ihren Ursprung. Aber ob nun Pulsare, Supernovaüberreste, die Verschmelzung Weißer Zwerge, verdampfende Schwarze Löcher oder der Antrieb von Sonnensegel-Transportern von Kardaschow-II-Zivilisationen – ihm war das alles egal.

Denn er … WUSSTE.
Er war einer von ihnen.
Sie waren unterwegs, um ihn zu holen.

Endlich.

(„Nach Hause“, 16.01.2018)

 

Es war notwendig, das RICHTIGE zu tun, damit sie ihn erkannten, wenn sie kamen, und das beschäftigte ihn Tag und Nacht.

Den Gedanken, sich FRB 121102 auf den Kopf zu tätowieren, hatte er verworfen, schließlich war dies ein menschgemachter Name und er wusste noch nicht, wie die Fuhrmänner kommunizierten. Zwar glaubte er nicht daran, dass der Körper, den er kannte, nach dem Start der Raumschiffe noch von Nutzen sein würde, dennoch wollte er das unvollkommene Vehikel, das seinem Geist hier zur Verfügung stand, nicht unnütz beschädigen.

Irgendwann explodierte schließlich eine Gewissheit in ihm und bescherte seinem Geist quasi als Supernovaüberrest die Antwort: Blut.

Sofort begann er damit, sein Blut bestrahlen zu lassen. Nachts, wenn er die Augen schloss, sah er das angereicherte Blut ultraviolett leuchtend durch das Netz seiner Adern pulsieren und fühlte, wie es ihn für die höheren Frequenzen empfänglicher machte.

Das Blut war der Schlüssel.

Immer hatte er auf den Ruf gewartet, sein kleines, bedeutungsloses Leben aufzugeben, nun rauschte er in seinem Innersten und seine Stimme wurde jeden Tag verständlicher.

HALTE DICH BEREIT! WIR SIND NAH!

(„Stay tuned“, 18.01.2018)

 

Nachts, wenn er die Augen schloss, war das ultraviolette Rauschen in seinem Kopf inzwischen so stark, dass er nicht mehr schlafen konnte. Aber er machte sich davon nicht abhängig, er fand, Schlaf wurde sowieso überbewertet. Stattdessen vertiefte er sich lieber exzessiv in Konzentrations- und Meditationsübungen, um seinen Geist zu klären und von den Schlacken des Alltags zu befreien. Dass sein Herz schließlich zu stolpern begann, hätte ihn ernsthaft irritiert, wenn er in dem Pulsieren nicht Morsezeichen erkannt hätte: dit-dit-dah-dit  dit-dah-dit  dah-dit-dit-dit und so weiter, was in sehr langsamen, sich wiederholenden Sequenzen FRB 121102 ergab.

Noch ein Beweis mehr dafür, dass er auserwählt war.

Die breite Öffentlichkeit war des Geredes über 3 Milliarden Lichtjahre entfernte Strahlungsquellen, Schwarze Löcher, Supernovaüberreste und andere abstrakte astronomische Theorien allerdings schon längst wieder überdrüssig geworden und beschäftigte sich stattdessen mit dem nächsten Supermond.

Er hingegen lief Tag für Tag mit seinem stotternden Herzen durch die Stadt, ein menschlicher Funkturm im Dauereinsatz. Als sich sein körperlicher Zustand verschlechterte, brach er auf der Straße zusammen und wurde in ein Krankenhaus geschafft. Da er sich den empfohlenen Maßnahmen gegenüber völlig uneinsichtig zeigte, ordneten die Ärzte zunächst Zwangsernährung, später Zwangseinweisung an und sprachen von einer schwerwiegenden Persönlichkeitsstörung.

Das riesige Raumschiff tauchte in die Erdatmosphäre ein und stand, von allen irdischen Systemen unbemerkt, über der Stadt, aber es war bereits zu spät für ihn.

(„THE END“, 20.01.2018)

 

Lieblingsetüde | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Dies ist ein Beitrag für die Lieblingsetüden des diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzos.

Off topic: Ich habe versprochen, daran zu erinnern: Die ersten drei Etüden für den Adventskalender sind schon da!

 

Überraschung! | Lieblingsetüden

Wer ein bisschen länger bei mir liest, der kennt sie: Die Etüden, wo der*die geneigte Leser*in am Ende merkt, dass er*sie aufs Glatteis geführt wurde. Nicht wie in einem Krimi, wo man über die Auflösung nachdenken muss, nein, ganz direkt.

In der Kategorie habe ich einige Etüden, natürlich und speziell ein paar Kattitüden, wo sich der Protagonist irgendwann als ein gewisser Fellträger (Ähnlichkeiten zu lebenden Tieren nicht komplett ausgeschlossen) entpuppt. Klar. Die liebe ich aus den üblichen Gründen auch sehr.

Woran ich euch aber erinnern bzw. euch neu vorstellen möchte, ist eine Etüde aus dem Jahr 2017, Woche 36. Damals galt noch die 10-Sätze-Regel. Ich wollte gern mal etwas wirklich Kurzes schreiben, habe alles weggelassen, was nicht wirklich unbedingt notwendig war, und bin immer noch ziemlich stolz auf das Ergebnis.

 

„Wie viel?“
Sie sagte es ihm.
Bei manchen war die Frequenz, in der sie zu ihr kamen, ganz schön hoch. Immer am liebsten zu ihr, sie wusste auch warum, schließlich achtete sie pingelig auf Sauberkeit. Egal, sie konnte sie alle nicht ausstehen …
Hier gibts die komplette Etüde.

 

Na? Naaaaaaaa??? Was sagt ihr? 😀

Ja, die Kommentare sind da inzwischen zu (Spamschutz, ich finds so nervig). Aber hier nicht.

Dies ist ein Beitrag für die Lieblingsetüden des diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzos.

Off topic: Ich habe versprochen, daran zu erinnern: Die ersten beiden Etüden für den Adventskalender sind schon da!

 

Lieblingsetüde | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2019-II: Herzen

Zur Idee: Ludwig, der Etüdenerfinder, hat die Etüden im Januar 2017 ins Leben gerufen. Seit April 2017 hoste ich sie. Viele von euch schreiben mit, seit mein Blog die Etüden übernommen hat, einige sind aber auch von Anfang an dabei. Das heißt, die Etüden machen dieses Jahr zum dritten Mal Sommerpause. Aller guten Dinge sind drei? Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe in den drei Jahren 158 Etüden als abc.etüden gekennzeichnet, ich dachte mir, da wäre ein kleiner Rückblick doch fein, was es denn schon alles gab.

Laufzeit: 21.07.2019 (Sonntag) bis 03.08.2019 (Samstag) – zwei Lieblingsetüden-Wochen

Jede*r hat Lieblingsetüden. Jede*r hat Etüden, an denen sein*ihr Herz hängt. Sei es, dass ihr das Thema besonders mochtet, sei es, dass ihr gewisse Formulierungen (oder den kompletten Text) besonders gut gelungen/kühn/zum Dahinschmelzen fandet, sei es, dass euch das Feedback aus den Latschen gehauen hat: eure Sache.

Jede*r hat Lieblingsetüden. Verratet der Etüdenwelt, welche das sind! Rebloggt sie bei euch, schreibt einen Beitrag und verlinkt sie bzw. veröffentlicht sie neu! Euch ist völlig freigestellt, wie viele das sind. Wenn ihr mögt, erzählt die Geschichte dazu, wenn es eine gibt, und verlinkt euren Beitrag unbedingt hierher, ich mache zum Ende wieder mal eine Liste!
Meine Bedingung dabei ist nur, dass es die regulären Etüden sind (inklusive Extraetüden, die hatte ich vergessen, danke, dergl), also NICHT die von irgendeinem vergangenen Etüdensommerpausenintermezzo (und erst recht nicht die vom aktuellen), sonst, das schwöre ich euch, dürft ihr meinen „Wassermaler“ (den ich liebe) noch mal in voller Länge lesen, und das wollt ihr doch alle unbedingt, oder? 😉

Abgrenzung: Das müssen nicht unbedingt die Etüden mit den meisten Kommentaren, mit den meisten Likes oder mit den meisten Aufrufen sein. Eure Lieblingsetüde kann auch gerade mal fünf Likes und zwei Kommentare haben – ihr entscheidet. Schietegol, wie sie hier oben sagen. Es geht wirklich und ausschließlich um eure Lieblingsetüden, um die, die euch ans Herz gewachsen sind.

Die Illustration kann wie immer eingebunden werden, muss aber nicht.

Nur für alle Fälle: Den Aufruf für das mit dem Adventskalender habt ihr alle gelesen, ja?

 

Lieblingsetüde | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2019-I: Die Sache mit dem Adventskalender

Ich hoffe, ihr habt Kaffee und Kuchen parat, liebe Etüdenfans, -schreiber*innen und -leser*innen, dies hier wird etwas länger. Denn es gilt nicht nur, die letzte Etüdenrunde zu beleuchten, es gilt auch, zwei Teile des Etüdensommerpausenintermezzos einzuläuten. Dies ist der erste Teil, warum es geteilt ist, dazu später mehr.

Statistik first: Nachdem Gerhard uns zum ersten Mal seine Wörter zum Spielen überließ, hatte ich zwar gehofft, dass diese mehr Mitschreiber auf den Plan rufen würden, der Plan ging aber leider nicht auf. Die Statistik belegt, dass in den letzten beiden Wochen 31 Etüden von 20 teilnehmenden Blogs (Stand ohne Nachzügler) gemeldet wurden. An den Wörtern lag es sicher nicht, da bin ich sicher, wenn ich mir meine eigene Müdigkeit anschaue, dann hat es mich die beiden letzten Wochen überallhin gezogen, nur nicht zum Schreiben an den Rechner. Aber wir haben seit längerer Zeit mal wieder eine Neue: Begrüßt die Hoffende von ihrem Blog „ICH & MEHR“ in unserer Runde!
Die Spitzenplätze der Liste belegen die üblichen Verdächtigen: Werner Kastens mit fünf sowie dergl und Anna-Lena mit jeweils drei Etüden.

dergl von Die Tintenkleckse sehen aus wie Vögel: hier, hier und hier
Gerhard auf Kopf und Gestalt: hier und hier
Anna-Lena auf Meine literarische Visitenkarte: hier, hier und hier
Corly in Corlys Lesewelt: hier
LadyAngeli auf Mein Leben ist bunt: hier
Sabine auf Wortgeflumselkritzelkram: hier
Gerda von GERDA KAZAKOU: hier
Werner Kastens auf Mit Worten Gedanken horten: hier, hier, hier, hier und hier
Alice auf Make a Choice Alice: hier
Viola auf viola-et-cetera: hier
Myriade auf la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée: hier
Bernd auf Red Skies over Paradise: hier und hier
Die Hummel im Hummelweb: hier
Veronika auf vro jongliert: hier
Meine (Christiane) auf Irgendwas ist immer: hier und hier
Jacqueline auf Jacquelines Lebenstagebuch: hier
Die Hoffende auf ICH & MEHR: hier
Katharina auf Katha kritzelt: hier
Natalie im Fundevogelnest: hier
Nina vom Bodenlosz-Archiv: hier

Checkt wie immer bitte, ob alles mit euren Links okay ist, und meldet Fehler/Fehlendes oder ob sonst was falsch ist – wie immer, ihr kennt das Prozedere ja inzwischen zu Genüge. Ebenfalls wie immer vielen Dank an alle, die geschrieben, gelesen, gelikt und kommentiert haben – und an Gerhard fürs Vorbeischauen.

Die regulären Etüden starten wieder am 1. September, der passenderweise ein Sonntag ist.

 

Und nun zum *lufthol* Etüdensommerpausenintermezzo (wie ich dieses Wort liebe)!

In 157 Tagen ist Weihnachten, ohne jetzt irgendwen erschrecken zu wollen, und wenn die Etüden wieder losgehen, liegen auch schon wieder Lebkuchen in den Läden … In der Vorweihnachtszeit haben die meisten den Kopf voll mit allem Möglichen, und häufig hat das nicht sehr viel mit Schreiben zu tun. Wenn doch, denke ich nur an die ganzen Jahresrückblicke und diverse Mengen an Grußkarten mit allerherzlichsten Weihnachts- und Neujahrswünschen, die neben dem ganzen familiären Kram, der auch noch koordiniert werden will, zu erstellen sind.

Außerdem wollte ich schon immer mal einen Adventskalender auf meinem Blog … 🙂

Die Idee (hier noch mal die ursprüngliche Idee von dergl nachlesen) ist also, dass ihr jetzt während der Etüdensommerpause eine Etüde schreibt und (NICHT öffentlich!!!) an mich schickt (für die, die meine Mailadresse nicht haben: Ich habe ganz neu ein Kontaktformular), die ich im Dezember im Advent dann veröffentliche. Jeden Tag eine, irgendwann früh am Morgen auf meinem Blog, selbstverständlich mit der genauen Angabe, von wem/welchem Blog sie ist. Ihr kennt das. Und selbstverständlich dürft und sollt ihr rebloggen, ich habe dann die Reblogs auf (danke, Sabine!).
Online stellen möchte ich eure Etüden vom 01.12. bis zum 24.12. bzw., wenn genug Leute mitgemacht haben, bis Silvester. Das kommt dieses Jahr optimal hin, da der 1. Dezember gleichzeitig auch der erste Sonntag des Monats ist. (Das heißt auch, dass es im Dezember keine Extraetüden geben wird.)

Auch wenn in der letzten Zeit eher weniger Leute als zwanzig mitgeschrieben haben, sind wir trotzdem doch viel, viel mehr, und alle, die schon mal eine Etüde veröffentlicht haben, sind teilnahmeberechtigt. Daher geht ein Aufruf auch an die, die nicht regelmäßig dabei sind/sein können: JA, DU AUCH! GERN! (Und sollte irgendwer von euch bei „Etüden-Abtrünnigen“ lesen oder kommentieren: Erinnert sie! 🙂)

Sucht euch von den unten stehenden Wörtern drei aus und schreibt damit in bewährter Manier eine Etüde, soll heißen, mit nicht mehr als 300 Wörtern. Sie soll im Herbst/Winter spielen, und mir ist völlig egal, wo (und wann) der stattfindet, auf Alpha Centauri, in der Südsee, in Hamburg-Altona, in Hintertupfingen oder … Weihnachten kann drin vorkommen, muss aber nicht, es darf geliebt, gehasst und gelebt werden wie immer … eine normale Etüde eben.

Zeitrahmen: Ihr habt dafür Zeit vom (So) 21.07. bis (Sa) 31.08.2019, denn am 01.09. starten die regulären Etüden wieder. Sollten mich bis dahin nicht genügend Etüden erreicht haben, denke ich mir noch was aus bzw. komme zum Jammern rum. Sollten mich mehr Etüden erreichen, als der Dezember Tage hat, kann ich entweder a) losen oder b) frei nach Schnauze aussuchen. Sagt mir unbedingt, was euch lieber wäre. (Update: Nein, vergesst das, war hirnrissig. Keine Einsendung wird irgendwie unter den Tisch fallen. Wenn ich weiß, wie viele ich bekommen habe (also nach dem 1. September), dann sehen wir weiter.)

Ich bin ziemlich happy mit dem Ergebnis der Ziehung, weil es sowohl die „Nussallergie“ als auch die „Jungratte“ geschafft haben 🙂. Eigentlich wollte ich uns nur 15 Begriffe anbieten, uns hier ist aber beim Ziehen entgangen, dass sich zwei Zettel ineinander verhakt hatten. Daraufhin habe ich das als ein Zeichen genommen; sie sind jetzt beide drin. Ich glaube, es waren die beiden Herbst-Begriffe.

Für die, die Grafiken nicht aktiviert haben, dies sind die Wörter:

Armut, Bärenfell, Glatteis, Herbstdepression, Herbststurm, Hundegebell, Hunger, Jungratte, Kuscheltier, Nussallergie, Pudelmütze, Schneeflocken, Steinwüste, Teekanne, Weihnachtszauber, Wintersonnenwende

Hab ich noch was vergessen? Gibt es Kritik, gibt es Anmerkungen? „Mag ich / mag ich gar nicht, weil …“? Her damit! Ansonsten, wie immer: Viel Spaß und gute Ideen! Ich freue mich auf eure Geschichten.

So viel zum ersten Teil des Etüdensommerpausenintermezzos, der „Langläufer“. Ich habe euch ja mehrere Teile versprochen. Hier ist der nächste, der erste „Kurzläufer“! Etüdensommerpausenintermezzo 2019-II: Herzen.

 

Quelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

Etüdensommerpausenintermezzo 2019 – Hinter den Kulissen

Unser Etüdensommerpausenintermezzo besteht auch dieses Jahr wieder aus mehreren Teilen, so viel sei jetzt schon mal verraten. Dies ist das Vorgeplänkel zu dem Teil hinter den Kulissen.

Wer hier länger liest und schreibt, erinnert sich vielleicht an die Adventskalender-Aktion, die dergl vorschlug (hier nachlesen). Ich würde die gern aufgreifen, aber ein wenig abwandeln, Details erfahrt ihr nächsten Sonntag.

In guter Etüdensommerpausentradition brauche ich dazu jetzt erst mal Wörter von euch, aber Achtung, es geht um eine Etüde für einen Adventskalender! Ich möchte die Begriffe nicht unbedingt an die Vorweihnachtszeit geknüpft wissen, ich würde aber schon vorschlagen, dass eure Etüde im kühleren Halbjahr angesiedelt ist (ja, damit ist Oktober bis März gemeint). Und es müssen auch nicht zwangsläufig Naturbeschreibungen sein, ich nehme auch so was wie „Schokoladennikolaus“, „Nässe“ oder „Streusalz“.
Ach ja, ich hätte bitte gern nur Hauptwörter/Substantive: Jede*r darf drei, ich lasse später auslosen. Jede*r, der*die bei den abc.etüden schon mal mitgeschrieben hat, ist spendenberechtigt. (Bitte keine Wörter, die wir schon hatten, die Liste ist hier.) Schreibt eure Spende offen in die Kommentare, ich picke sie mir dann raus.

Die Wörterannahme schließt am Freitag, den 19.07., um 20:00 Uhr CEST.
Das Ergebnis lest ihr nächsten Sonntag, dann gibt es noch mehr Erklärungen und den offiziellen Startschuss.

Ich bin wie immer sooooooooo gespannt!

Oh, noch eine Off-topic-Frage: Weiß jemand, ob es eine Möglichkeit gibt, über die Statistik die Einträge mit den meisten Likes herauszufinden? Wie man an die mit den meisten Aufrufen kommt, weiß ich, aber das ist ja nicht deckungsgleich.

 

Etüdensommerpausenintermezzo goes Adventskalender | 365tageasatzadayQuelle: Pixabay, Bearbeitung von mir

 

 

Die aktuelle Liste, wird laufend ergänzt:

 

Abdeckplane

Apfelsine

Alpenglühen

Bärenfell

Eisbaden

Eisblume

Eisnebel

Engelshaar

Erkältungsbad

Flockengestöber

Gänsehaut

Geschenkpapier

Glatteis

Graupelschauer

Hagebutte

Herbstdepression

Herbststurm

Holzstapel

Honigeisaufguss

Hundegebell

Hunger

Jungratte

Kälte

Kamin

Kristall

Kuscheltier

Lawine

Nebelschwaden

Nussallergie

Pudelmütze

Rentier

Ruhe

Rumtopf

Schafwolle

Schneebesen

Schneeflocken

Schneekugel

Schneerose

Schwärze

Schweissperlen

See

Steinwüste

Sturmtief

Teekanne

Topfpalme

Torffeuer

Treibjagd

Wachskerze

Wanne

Weihnachtszauber

Windvogel

Winterschlaf

Wintersonnenwende

Wolkenbruch

Zauberelfe

Zimt