Ein Lächeln in der Tristesse

In welchem Kontext auch immer dieser sagenhafte Ausspruch jemals stand (er grassiert im Netz als Zitat ohne Herkunftsangabe); da die Häuser so aussehen, als könnten dort demnächst weitere größere Umgestaltungsmaßnahmen (sprich: Abriss) vor sich gehen, habe ich das Handy mal schnell durch den allgegenwärtigen Bauzaun gehalten: Baby it was real and we were the best.

Klingt ja schon fast wieder wie eine Geschichte. Bestimmt eine Liebesgeschichte, oder? Das Ende? Ein Anfang?  😉
Ich überlasse es euch und bin gespannt auf eure Vermutungen.

 

Baby it was real | 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

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Fanfare for the Common Man

Meine Erfahrung lehrt mich, dass der gemeine Hamburger und der, der es werden will, also der Tourist, wasser- und lichtbegeistert ist. Gern in Kombination. Wo drängeln sich die meisten Leute? Na? Richtig, zum Feuerwerk über den Landungsbrücken oder an der Alster. Reinfallen inklusive. Schön, das Geknalle mag dazu beitragen.

Aber um eine ziemlich geile Kombination aus Wasser und Licht zu genießen, muss mensch gar nicht auf diese Highlights warten. Sofern kalendarisch Sommerhalbjahr und das Wetter einigermaßen ist, reicht es, sich Kind und Kegel zu schnappen, sich eine Decke unter den Arm zu klemmen und sich nach Planten un Blomen an den Parksee zu begeben und den Einbruch der Dunkelheit abzuwarten. Und dann beginnen sie. Atemberaubend, umsonst und draußen: die Wasserlichtkonzerte. Seit 1973, was auch schon ganz schön lange ist. Die Musik dagegen wechselt alle zwei Wochen.

Stellt euch Fontänen vor wie in einem Springbrunnen, die abwechselnd bunt angeleuchtet und in der Stärke (= Höhe) reguliert bzw. auch mal gar nicht zugeschaltet werden. Das alles rhythmisch, synchron und live zu Musik vom Band. Ja? Nur dass es nicht 2 oder 3 Düsen sind, auch nicht 10, sondern 99.

An der Wasserlichtorgel, ‚Lichtklavier‘ genannt, „sind 762 Scheinwerfer mit bis zu 500 Watt in Schaltgruppen unterschiedlicher Farbe zusammengefasst. Das Lichtklavier hat allein 95 weiße Tasten. Zwei Pumpen saugen das Wasser aus dem Fontänenbecken an. Durch 99 Wasserdüsen wird das Wasser in virtuosen Formen versprüht. Der Hauptstrahl kann eine Höhe von 36 Metern erreichen.“ (Quelle)

Das Spektakel dauert ca. eine knappe halbe Stunde und beginnt immer mit der „Fanfare for the Common Man“ von Aaron Copland. Nun gibt es heute, 15 Jahre nach 9/11, mehr als genug Gründe, dem „gewöhnlichen Menschen“ eine Fanfare darzubringen. Und obwohl man 9/11-Gerede dieser Tage nicht entkommt, ist es nicht speziell mein Anliegen, daran zu erinnern, das tun andere zu Genüge. Nein, ich war einfach gestern Abend bei wunderbarem Wetter mit meiner Kamera (und ohne Decke zum Draufsitzen, selbst schuld, der Rasen war echt nass) auch wieder mal dort und … bezaubert.

 

Quelle: ichmeinerselbst

 

(Fotografische Anmerkung: Es war dunkel. Also wirklich dunkel, bis auf die Tatsache, dass natürlich rund um den See Laternen stehen. Ich hatte kein Stativ mit und die Kamera auf dem Knie aufgestützt, also habe ich die ISO-Zahl entsprechend hochgedreht und zum Teil die Blende runter. Der Kasten, den man auf einigen Bildern im Vordergrund sieht, ist der Lautsprecher (unbeweglich, scharf), ich habe also nicht gewackelt, sondern die Belichtungszeiten sind für sich schnell bewegendes Wasser einfach zu lang. Sozusagen echte Bewegungsunschärfe. (Wer sich auskennt: Ich war auf der „falschen“ Seite.) Ich habe versucht, zu entrauschen und bisschen zu bearbeiten, aber na ja.)

Hier ist ein Eindruck per Video. Aber nichts schlägt live.

 

 

Man sieht sich!

 

Sommerstreifen

*prust* Nein, ich meine jetzt nicht die Spuren, die ein Bikini an meinem sonst selbstverständlich makellos geformten und gut gebräunten Körper hinterließe *IronieAUS*. Noch weniger würde ich die vorzeigen, selbst wenn ich einen Bikini besäße.

Aber da die Wettervorhersage hartnäckig behauptet, ab Dienstag bekämen wir hier Temperaturen jenseits der 25 °C-Grenze, möchte ich mich sozusagen bildlich schon mal vorfreuen. Ich nenne diese Kunstform „Streifenbilder“, ich mache sie horizontal und vertikal. Beides schult das Sehen, sowohl das Fotografieren als auch das Bearbeiten macht mir unter diesem Aspekt zusätzlichen Spaß.
Das sind übrigens alles Bilder aus dem Stadtgebiet, und auch wenn sie zugegebenerweise nicht aus der Innenstadt sind, so könnten sie es dennoch sein, denn Hamburg ist, auch in der City, grün und wasserreich.

Am faszinierendsten finde ich den Kirchturm auf dem obersten Streifen, der in der flirrenden Hitze über dem Feld verschwimmt (Bild anklicken macht groß, wirklich!). Der Reiher mausert sich inzwischen zu einem festen Gast auf meiner Teichrunde (ich habe mit einer Dame gesprochen, die behauptete, es gäbe DREI am Teich, bei zweien ginge ich ja noch mit), und mein Schwanengedöns kennt ihr ja inzwischen zu Genüge – es sind immer noch sieben Jungschwäne.

Euch ein schönes Wochenende, sonnig oder nicht!

 

Sommerstreifen – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS!

 

Illusionen

Bilder meiner Stadt. Diesmal aus einer etwas kargeren Ecke.

Ich weiß nicht, was zuerst da war, der Schriftzug (der schon Jahre da ist) oder das Schild. Möglicherweise wirklich der Schriftzug. Ich bin mir allerdings so gut wie sicher, dass kein inhaltlicher Zusammenhang beabsichtigt war. Vielleicht ist es arrogant, aber ich trau denen das nicht zu. Keiner Seite.

Oder auch (zugegeben aus dem Zusammenhang gerissen):

Wer auf sein Elend tritt, steht höher.

(Friedrich Hölderlin, Hyperion, Kapitel 55, Quelle)

Die Umgebung wird hübscher, wenn man von dieser Straße wegkommt.

Schönen Sonntag euch!

 

Gegen das Warten auf bessere Zeiten! – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Entscheidung

Aus gegebenem Anlass und überhaupt und überhaupt.

Die Ratten töten, die meine Kirschen fressen, wozu? Ich kaufe mir lieber ein halbes Pfund Kirschen als ein halbes Pfund Rattengift.
Jules Renard (1864 – 1910), französischer Roman- und Tagebuchautor (Quelle)

Ich glaube nicht, dass es darum geht, nicht das zu tun, was zu tun ist. Ich glaube nicht, dass die Aussage getroffen wurde, weil Kirschen billiger sind/waren als Rattengift. Ich glaube, dass das eine grundlegende Aussage ist: eine Lebenshaltung. Wenn dem so ist, stimme ich so was von zu …

(Obligatorischer Korinthenkacker-Disclaimer: Ich habe keine Ahnung, ob das Zitat korrekt ist, es ist nicht in den gängigen Zitatesammlungen mit Quellenangabe und ich kann es dank mangelnder Sprachkenntnisse nicht weiter überprüfen. Bin für Hinweise dankbar.)

UPDATE: Dank der Freundlichkeit von Frau Myriade liegt das Zitat inzwischen im Original vor. Und zwar:

Tuer les rats qui mangent mes cerises, pourquoi ? J’aime mieux acheter une demi-livre de cerises qu’une demi-livre de poudre. (Quelle, Juli 1896, fast ganz unten)

Und nun, wertgeschätzte Sprachexperten, dürft ihr miträtseln/aufklären, warum die Übersetzerin aus „poudre“ (Pulver) „Rattengift“ gemacht hat, wie Frau Karin zu berichten wusste, die das Buch auf Deutsch besitzt.

 

Kirschblüte in Hamburg – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst mitten in Hamburg

 

Welcome to our Beach Bar

Bilder meiner Stadt. Heute. Hamburg hatte ja schon immer einen etwas trockenen, um nicht zu sagen, manchmal einen leicht garstigen Humor. Muss man lieben. Wie ich.

 

beach bar – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst

 

Hamburg-Eimsbüttel, typischer Rotklinkerbau aus (keine Ahnung) vermutlich spätestens den 60ern.

Erdgeschoss/Hochparterre. Wo man halt so parkt … 🙂

 

Up the shut f*ck

Bilder meiner Stadt. Gestern. Näheres entnehmen Sie ggf. bitte der Tagespresse, Stichwort Nachtleben & Party. Ach so, nee, war schon.

 

uptheshutfuck, Waagenbau – 365tageasatzadayQuelle: IchmeinerselbstanderAmpel

 

Neben der Sternbrücke – Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße, Hamburg: Altonaer Waagenbau, rechts Astra-Stube.

Dies ist mal ein schönes Beispiel für ein Bild, das durch perspektivische Korrektur nicht zu retten ist. Okay, irgendwas geht immer, aber es gibt Bilder, da muss ich hinterher einfach zugeben, dass ich nur einfach entzückt (boah, wirklich großer bunter Vogel mit Hut) und mehr als eilig auf den Handy-Auslöser gedrückt habe (ROT-Phase an der Ampel), letzteres hat die Möglichkeiten für einen gescheiten Bildaufbau doch ziemlich reduziert.

Ja, da besteht eine Verbindung zu „Unterm Strich sind alle Katzen blau„, das war auch da, bisschen weiter rechts.

Nun denn. Auch wenn das nicht meine Musik ist, euch einen guten Mittwoch!

 

Schwimmendes Hochhaus

Bilder meiner Stadt: Hamburg gibt an. Gestern war mal wieder Halsrecken angesagt: Der bislang größte Kreuzfahrer, den Hamburg je gesehen hat, kam für letzte Arbeiten vor der offiziellen Übergabe ins Dock Elbe 17. 326 Meter lang, Platz für 4.200 Passagiere, ein Schiff der Breakaway-Plus-Klasse. Ein schwimmender Superlativ, ein Hotelhochhaus, das sich nach seiner feierlichen Taufe in Miami in der östlichen Karibik herumtreiben soll, wie man lesen konnte.

Nun finde ich die meisten Kreuzfahrer hässlich, und sie hier ist keine Ausnahme. Spannend ist jedoch immer, die Dinger beim Rangieren auf der Elbe zu beobachten, frei nach dem Motto: Kann ich anlegen, kann ich auch drehen … es ist (Zenti-) Meterarbeit und erfordert ziemlich viel Logistik, die großen Pötte in das Schwimmdock zu bekommen. Und nicht vergessen: Das ist das Hauptfahrwasser, und auch, wenn die ganz großen Containerriesen nicht an den Landungsbrücken vorbeimüssen, herrscht im Hafen an Betrieb dennoch kein Mangel. Das Dock steht nicht für die Touristen mal so eben vor den Landungsbrücken rum.

Dementsprechend waren die Landungsbrücken und die umliegenden Hänge gut gesäumt mit Schaulustigen mit und ohne Kameras. Ich war auf dem Nachhauseweg und musst natürlich anhalten und mein Handy zücken …

Für Ortsfremde: Der Torbogen ist an den Landungsbrücken, es ist einer der Durchgänge nach unten. Die Landungsbrücken sind eine riesige Pontonanlage, da Hamburg ein Tidehafen ist, steigt und fällt sie mit den Gezeiten … und ein Schiff, das so groß ist, dass es den ganzen Bogen ausfüllt, das ist schon fett! Danach bin ich nach weiter unten gegangen. Schon beeindruckend.

 

 

 

Bei Störungen bitte anrufen

Bilder meiner Stadt. Gestern. Hamburg lächelt manchmal schon sehr bezaubernd, finde ich. Dieses Lächeln findet sich auf einem Kasten an den Landungsbrücken …

Hamburg Hafen Stromkasten – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Und ja, das im Hintergrund ist ein Schiff, nämlich die brasilianische Fregatte Navia Escola Brasil mit Heimathafen Rio de Janeiro, ein Schulschiff auf einer mehrmonatigen Ausbildungsfahrt für seine Kadetten, das den Hafen bis zum Sonntag besucht (mehr Infos hier). Es gibt ein Open Ship, aber ich war nicht drauf, ich finde Fregatten (also diese modernen Blechschiffe) nämlich potthässlich. (Okay, das U-Boot, das hier auch liegt … aber das ist eine andere Geschichte.)

Hamburg Hafen NE Brasil – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Übrigens gehört die Telefonnummer zur Hamburg Port Authority, falls sich das jemand fragt. 🙂

 

Liebe!

Bilder meiner Stadt. Gestern. Mehr kann ich auch nicht dazu sagen: Liebe ist manchmal ein karges Geschäft …

Liebe Palmaille Hamburg – 365tageasatzadayQuelle: ichmeinerselbst | KLICK MACHT GROSS

 

Mein Bild ist für diese Straße keineswegs repräsentativ und zeigt das Haus an der Ecke Palmaille/Max-Bauer-Allee. Der braune Kasten in der Wand ist ein Relief, etwas dazu sowie weitere Bilder finden sich hier.

Die Palmaille (in Hamburg-Altona) ist eine der ältesten Straßen der Stadt. Sie wurde 1638 als Spielbahn für das dem Croquet ähnliche Ballspiel Palla a maglio angelegt.

„Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts entstanden beiderseits der Straße überwiegend repräsentative Gebäude. Insbesondere die Bauten, die der klassizistische dänische Architekt Christian Frederik Hansen und sein Neffe Johann Matthias Hansen 1786–1825 errichteten, prägen das Gesicht dieser Prachtstraße. […] Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurde die Straße zu einer bevorzugten großbürgerlichen Wohngegend. […] Der Dichter Detlev von Liliencron wohnte von 1892 bis 1901 in Haus Nr. 5 und in dem erhaltenen Haus Nr. 100.

1905 wurden die fast 200 Jahre alten Linden gefällt. Durch Nachpflanzung wölbt sich inzwischen wieder ein (allerdings nur noch zweireihiges) Blätterdach über dem breiten autofreien Mittelstreifen. […] Heutzutage ist die Palmaille eine vierspurige Hauptstraße, die die Hamburger Innenstadt und den Altonaer Fischmarkt mit dem Altonaer Rathaus und der Elbchaussee Richtung Elbvororte verbindet.“ (Quelle: Wikipedia)

Kommt gut durch den Tag!