Grüner Ring: Zehnte und letzte Etappe

Da hatte ich Petrus wohl zu früh gelobt. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn es auch zur letzten Etappe zum Wochenende abgekühlt hätte wie die Wochen zuvor. Leider nicht. Angekündigt waren über 30 Grad, und ich war wirklich skeptisch, ob das Wandern da noch der Müllerinnen Lust sein würde oder doch eher eine Plage. Pfeif doch auf die Pflicht, vor allem, wenn sie selbst auferlegt ist, wer zwingt dich denn, Wohlbefinden geht bei Hitze vor!

Was mich umstimmte, war, dass meine Mitwanderin vorschlug, in aller Herrgottsfrühe (na ja, relativ) loszulaufen, da der Bus zur Etappenanfangshaltestelle sowieso sonntags nur einmal pro Stunde fährt. Super! Nun ist jedoch gerade der S-Bahn-Verkehr Richtung Hamburger Süden gestört (das Feuer an den Elbbrücken, ich hatte davon erzählt, erheblicher Schaden, wird vermutlich erst zum 18. September wieder freigegeben (Quelle)), sodass sie beschloss, mit dem Auto zu mir zu kommen und mit mir gemeinsam aufzubrechen. Enden würde die Etappe ja eh bei mir, und auf die mit dem 9-Euro-Ticket erlaubte Nutzung der Regionalbahn zwischen Hauptbahnhof und Harburg hatte sie keine Lust, was ich um die Uhrzeit absolut nachvollziehen kann (aber funktioniert hätte). Nun gut, wir stiegen um 7:31 Uhr in den Bus, dann in die S-Bahn nach Wilhelmsburg (die erst noch abwarten musste, bis sie fahren durfte, nervig!) und schließlich um 8:04 Uhr in den Bus der Linie 351. Um 8:15 Uhr standen wir erwartungsfroh und hochgemut auf dem Deich über der Etappenstart-Bushaltestelle Stillhorner Weg (Foto). Es war sonnig und noch einigermaßen kühl, aber der Tag fühlte sich wie erwartet so an, als ob es warm werden würde. Denn man tau! Es macht Spaß, auf dem gemähten Deich zu laufen, wenn man nicht ständig in Schafmist tritt, aber der Deich ist verdammt trocken (und braun, Foto) und Mäuse und Maulwürfe (?, man konnte die Gänge sehen, zu klein für Kaninchen) und eifrige Hunde (?) haben das Ihrige dafür getan, dass die Deichkrone an ein paar Stellen bröckelt.



Wir gingen nach Westen in Richtung Autobahn (A 1), um die Süderelbe auf dem Grünen Ring über die Autobahnbrücke zu überqueren (Foto) – ich hätte gedacht, dass das verboten wäre wegen irgendwelcher Sicherheitsbestimmungen, aber nein … Es war echt laut und die Autobahn war belebt, aber alles andere hätte mich auch gewundert. Leider waren wir auf der Ostseite, und mit der kleinen Kamera kann ich nicht vernünftig gegen die Sonne fotografieren, also lasst euch versichern, dass im Foto die Elbe horizontal fließt (Foto), nicht von oben nach unten ;-). Aber es war genauso friedlich und wunderbar, wie es aussieht (Foto), und auch das Schild auf der anderen Seite stand genauso schief (Foto)!



Runter von der Brücke, unter der Autobahn durch und ziemlich schnell in den Hamburger Stadtteil Neuland rein (Foto), der uns mit einer 1-a-Brombeerhecke (Foto) empfing, die diesmal sogar meine Mitwanderin in Versuchung führte. Die Bürgersteige waren noch hochgeklappt, der Neuländer Elbdeich ist echt idyllisch am Sonntagmorgen (vermutlich nicht nur), lockere Bebauung, die wenigen Gassigeher lächelten bei einem freundlichen »Moin!«, die Hunde hatten oder machten Kulleraugen, wer wir denn wohl seien und ob man uns begrüßen oder verbellen müsse, und eine dreifarbige Katze belauerte im Feld vermutlich Mäuse. Direkt hinter dem alten Deich, auf dem wir immer noch gingen, standen Reetdachkaten, und wir überlegten, wie halsbrecherisch wohl im Winter der Zugang bzw. die Zufahrt wäre. Bei der schweren Sturmflut 1962 stand fast das gesamte Gebiet, das wir heute durchlaufen würden, unter Wasser, wie ich später herausfand.

Abrupt ging es nach links ab in den Wendts Weg, nicht weniger malerisch (Foto, Foto). Zumindest am Ende gab es auch endlich mal wieder Gartenbauvereine zu durchwandern, beim Rest bin ich mir nicht sicher.



Die Neuländer Straße, der wir danach ein Stück folgten, kannte ich bisher eigentlich nur als Autobahn- und Industriegebietszubringer (A 1, Abfahrt Harburg). Keine Ahnung, wie oft ich mit dem Auto schon dort rumgekurvt bin, schließlich wohne ich im, na ja, näheren Umfeld, auch wenn bis zu mir (Luftlinie) noch reichlich Straßen und Eisenbahnlinien zu überqueren wären, was das Hinkommen deutlich verhindert. Auf jeden Fall waren wir froh, wieder nach rechts in den Schatten (Foto) zum Neuländer See abbiegen zu können.

Je näher wir kamen, desto intensiver wurde ein ungewohntes Geräusch. Der See verfügt nämlich über eine Besonderheit: eine 5-Mast-Wasserskianlage (Foto)! Die Klötze im Wasser sind Sprungschanzen, aber ich habe wenige beobachtet, die sie nutzten, was, wie ich später herausgefunden habe, daran liegen könnte, dass sonntags von 10 bis 12 Anfängerkurse stattfinden. Die Anlage lief, und vor unseren begeisterten Augen flitzten kühne Wasserratten in Neopren auf Wasserski und/oder Wakeboards vorbei, die an Strippen hingen, ähnlich wie beim Skilift, rasant über die Schanzen (oder daran vorbei) und in die Kurven gezogen wurden und allesamt so wirkten, als ob sie mächtig Spaß hätten. Wir setzten uns entspannt an den Rand des Sees und rasteten.



Ein Stückchen Großmoordamm, stadtauswärts Richtung Friesenwerdermoor, mit Schwarzbunten (Foto), die ich dieses Jahr auch selten draußen gesehen habe und die sich im Schatten drängten, dann nach rechts rein, an einer Kleingartenanlage entlang (Foto). Der Weg hieß Nutriaweg, ich habe mich umgeschaut, ob der Name Programm sein könnte, aber die großen Nager mit den hässlichen orangen Zähnen nicht entdeckt. Ob die nun unter der derzeitigen himmlischen Wasserrationierung leiden (der Entwässerungsgraben neben dem Weg war reichlich trocken, aber noch nicht komplett vertrocknet) oder ob es ihnen einfach nur zu hell und zu warm war, weiß ich nicht, bei mir am Teich habe ich die Biester jedenfalls bisher eher abends gesehen.



Wir näherten uns dem Ziel, jedenfalls gefühlt: Jetzt ging es an der Eisenbahnlinie entlang und auf einen Teil der Harburger Industrie zu. Der Hörstener Weg ist asphaltiert, und obwohl dort offiziell keine Autos fahren, ist er eine Durststrecke – immer weniger Schatten, die Sonne brannte uns im Nacken und trieb uns vorwärts. Es war nicht mehr weit, und wenn man die Phoenix sieht (Foto) (Wikipedia-Artikel, heute ist da Continental drin), dann weiß man, dass man gleich am Harburger Bahnhof ist. Wir rasteten ein zweites Mal im Schatten der Unterführung der Wilhelmsburger Reichsstraße, denn jetzt war die Sonne schon anstrengend. Pralle Sonne erwischte uns dann auf der Schlachthof-Brücke neben dem Bahnhof (Foto), bevor wir dann an einer anderen Stelle gern erneut unter die Reichsstraße untertauchten. Der Grüne Ring führt parallel an der Phoenix entlang (Foto) und traf uns am Fußgängerüberweg wieder. Und dann nur noch wenige Schritte: The End! Meine allererste Etappenbeginn- und letzte Etappenendbushaltestelle, die direkt auf dem Grünen Ring liegt und deshalb von mir ausgewählt wurde: Reeseberg! (Foto)

Bis zu mir ist es von dort aus ein überschaubares Stück Weg und bis auf den letzten Teil schattig. Als wir (noch vor 12 Uhr!) bei mir saßen und ich die Glückwünsche meiner Mitwanderin entgegennahm, fragte ich sie, welche Etappe ihr am besten gefallen habe. Eine fehlt ihr ja, sie will sie noch im August nachholen, aber ich war trotzdem gespannt, ob ich bei ihrer Antwort in ein großes »Wie wenig wir einander doch kennen« ausbrechen würde. Nein. Stand letzten Sonntag favorisiert sie die beiden Dove-Elbe-Etappen, und das ist leicht nachzuvollziehen, denn die waren wirklich ein bisschen out of time, out of events – wie Urlaub. Ich überlege noch, ob ich eine Lieblingsstrecke habe. Auf jeden Fall bin froh, dass ich keine Wander-Sommerpause eingelegt, sondern das 9-Euro-Ticket einigermaßen kreativ genutzt habe. Aber dazu nächste Woche mehr.



Zum letzten Mal zur Statistik: Es war eine kurze Etappe, aber das wussten wir vorher und ich hatte damit kalkuliert. Etappenanfang: Bushaltestelle Stillhorner Weg, Etappenende: Bushaltestelle Reeseberg. Meine Gugl-Maps-Kilometerzahl lag bei circa 8 Kilometer, meine Schrittzähler zeigten jedoch insgesamt 14.554 Schritte an, was gemittelt 9,7 Kilometer entsprächen. Auf die Etappeneinteilung und sonstige Fragen/Überlegungen komme ich in meinem Fazit zurück, das ihr nächste Woche zur gewohnten Zeit erwarten könnt. Stay tuned, wie der Lateiner sagt!

Wem es noch nicht aufgefallen ist: Dies ist (auch) ein/mein Beitrag zum diesjährigen Etüdensommerpausenintermezzo, und da ich genügend Fotos in diesem Beitrag habe, ohne Illustration. Verwendete Wörter: Herrgottsfrühe, Kulleraugen, Regionalbahn, Schatten, Sommerpause, Wasserrationierung, Wasserratte. Mehr geht immer, und ich dachte, was ich hab, das hab ich, denn meine Schreiblust ist eher … wandern. Aber ich fand es nicht so ganz einfach, die geforderten Etüdenwörter unauffällig hineinzuschmuggeln, und ich hatte mir überlegt, entweder bringe ich sie im Fazit unter oder in dieser letzten Etappe, wo ich vielleicht ebenfalls etwas weitschweifiger werden könnte.


Mein ganzes Grüner-Ring-Gedöns als Kategorie zum Nachlesen: hier klicken!


45 Kommentare zu “Grüner Ring: Zehnte und letzte Etappe

  1. Pingback: 7 aus 12 | Etüdensommerpausenintermezzo II-2022 | Irgendwas ist immer

    • Ohlsdorf ist auf jeden Fall ein Höhepunkt auf jeder Strecke und hat erheblich mehr Aufmerksamkeit verdient, als wir ihm schenken konnten, ja. Danke, dass du mitgekommen bist, auch wenn dich das meiste scheinbar in die Flucht geschlagen hätte 😎
      Es ist ja primär als Radweg geplant gewesen, vielleicht ein guter Punkt … 😉
      Vormittagskaffeegrüße nach Wien! 🌞🌳☕🍪🌼👍

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  2. Das virtuelle Mitwandern hat viel Spaß gemacht und mir Hamburg nochmal ganz anders nahegebracht. Info und Genuss zu gleichen Teilen – das gefällt mir! Danke herzlich fürs Mitnehmen und Animieren. Wer weiß, vielleicht mache ich mich auch noch einmal auf die Socken – freilich nicht im Hochsommer.
    Dass du die Intermezzoetüde eingebaut hast, fiel mir nicht auf (die Wörter sind mir, außer „Schatten“, noch nicht geläufig. Über die Kulleraugen“ der Hunde wunderte ich mich ein bisschen, denn sie fielen aus dem Rahmen deines Berichtsstils.
    Sicher wirst du nun bald neue Wege auskundschaften?
    Liebe Grüße aus der heissen Mani (es darf heiß sein, das gehört so). Gerda

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    • Ich freue mich, dass du es mochtest. Mir ist schon klar, dass das am ehesten etwas für Leute ist, die auch hier leben oder einen Bezug zur Stadt haben. Und warum sollte man nicht auch einzelne Etappen nachwandern?
      Lohnen tut es sich.
      Danke für die Anmerkung zum Stil: Du hast völlig recht, bei den „Kulleraugen“ habe ich am meisten gezuckt, die hätte ich am liebsten nicht genommen, aber mir ist nichts eingefallen, wie/wo ich ein Tischtuch hätte unterbringen können 😉
      Ich schwanke, ob ich am Wochenende in den Wald oder auf die Heide (die angeblich blüht) möchte. Das 9-Euro-Ticket wäre auch noch da. Hm.
      Hier darf es auch heiß sein. Hamburg ist von der Wasserknappheit nicht überdurchschnittlich betroffen, aber ich weiß, dass es woanders sehr anders aussieht.
      Vormittagskaffeegrüße ans Meer! 🌞⛵☕🧊🌼👍

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      • Da besteht bei mir eindeutig Bildungsbedarf, ich habe keine Ahnung und echt ungern was auf dem Kopf. Baumwolle/Leinen? Ich dachte immer, bei Wanderkram darf es Mischgewebe etc. sein, weil es Feuchtigkeit ableitet? 🤔
        Und Schweißtuch … na, ich weiß nicht.

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      • Lustig – mir ging es um die Verwendbarkeit des Wortes … 😉
        Also um den Kopf möcht‘ ich kein Polyestergewebe gewickelt haben, nichtmal solches mit 5% Elasthan-Anteil.
        Schweißtücher hab ich bei sehr viel Sonne/Wärme jeweils eines um die Handgelenke. Wo/wie andere schwitzen und dies als unangenehm empfinden, weiß ich nicht – ich find’s unangenehm, wenn von der Stirn ausgehend, das Salz in den Augen brennt…

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      • Tja, und ich nutze natürlich gleich wieder die Gelegenheit, dich zu befragen und es auch noch ernst zu meinen, iih 😉
        Mir geht das mit dem Elasthan ähnlich. Danke für die Überlegungen, ich werde rumprobieren. 👍

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      • In einen Sombrero kann man leicht zusätzliche Löcher knipsen (lassen) und den guten alten Amihut gibt’s günstig im Armyshop 😉 … Polyesteranteile in der Wäsche sind eher was für den Winter, weil der Kunststoff wärmt; und die sündteure Funktionswäsche ist nach ein paarmal richtig Anschwitzen nicht mehr sauber=geruchsneutral zu kriegen, weil kapillar wirkend…

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      • Haaaa! Danke für die Idee mit dem Hut, du gehst völlig richtig davon aus, dass ich Army-Shops nicht auf der Rechnung habe. Gilt auch da, dass ein möglichst hoher Baumwollanteil besser ist? Sehr interessant!!! 🧡
        Von Geruchsproblemen bei Funktionswäsche habe ich schon gelesen, danke für die Warnung! 👍

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      • Je neuer desto mehr Plastik würd‘ ich generell sagen… die brauchbaren sind aus Leinen und aus Vietnamkriegszeiten, nämlich 100% Leinen; und man kann sie so klein wie ein Taschentuch falten; sind halt meist armygreen oder bestenfalls khaki. Ich verwende sowas (diesen Schnitt) aus recht dicker Baumwolle seit 20 Jahren, Kaufpreis waren 35 Eurocent – da geht kein Sonnenstrahl durch und daß ich das Ding von Zeit zu Zeit abnehme, stört mich nicht – ist nicht wegen Hitzestau, sondern weil ich auch nicht gern was auf dem Kopf hab. Und man kann sich die Stirn damit abwischen und das Gefühl ist angenehm, weil der Stoff viel weicher ist als Leinen.

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      • Das ist der Grund, weshalb ich dich so gern frage: Du denkst außerhalb der Bahnen. 35 Cent klingt nach Flohmarkt oder Grabbeltisch, und wenn man nicht genau weiß, was man sucht, sieht man das nicht. Danke dir sehr für die Antwort, jetzt weiß ich besser, wonach ich schauen will, ich weiß auch, welchen Schnitt du meinst. Es gibt Armyhüte aus Baumwolle online, bei denen bleibt die Frage der Größe (ich liege dazwischen) oder Einheitsgröße (mit Polyester). Aber ich denke, ich wandere bei Gelegenheit mal durch die Läden.
        Morgenkaffeegrüße aus Hamburg nach Regen ⛅☕🍪🌼👍

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      • Im Zweifel immer die größere Weite um den Kopf – bei Wind kann man das Ding so tiefer runterziehen (oder zusätzlich mit einem HAD-Tuch befestigen, das man um ein Handgelenk trägt, welches durchaus Elasthananteile haben darf, ;)). Isses zu klein, geht das nicht und/oder man schwitzt heftig an der Kontaktstelle; letzteres ist auch der Grund, weshalb ‚kein Plastik‘ obligat sein sollte…
        Der Preis f d praktische Kopfbedeckung war öS 5 bei Kick im Ausverkauf – daraus resultiert, daß ich es vor mehr als 20 Jahren kaufte, in Ösiland wurde der EUR 2001 eingeführt. Durch Läden ziehen um zu finden was man braucht, macht also durchaus Sinn, wenn man weiß, welche Kriterien einem selbst wichtig sind. An standardisiertes ‚Aussehen‘ nichtmal im Traum zu denken ist dabei hilfreich – und spart überteuerten modischen Schnickschnack mit Polyesteranteil, welcher durchaus funktionell aussieht, aber besser für’s SchickiMickiBeisl der Innenstadt taugt, als zum Wandern geeignet ist. Sich (auch) in Armyshops umzusehen macht deshalb Sinn, weil die angebotene Ware unter Extrembedingungen getestet ist. Vorsicht ist geboten bei allzu günstigen Angeboten: seit die SchickiMickeria den ‚modischen‘ Effekt von Armeekleidung entdeckt hat, gibt’s Online-Angebote en masse – das Klump kommt dann aus China und ist (in der Mehrzahl) zu 100% aus Polyester. Wie zB auch der Hut oben, der war aber bloß als Symbolfoto gedacht.

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      • Die Abweichung zwischen dem, was ich stylish finde, und dem, was ich ohne Probleme tragen würde, ist durchaus groß 😉
        Mir ist Funktionalität viel wichtiger als Show, mit der einen Bedingung, dass ich mich selbst damit einigermaßen mögen muss. Aber das, was du da als Rahmen absteckst, halte ich für sehr hilfreich bei der Entscheidungsfindung.
        Noch mal danke, ich bleibe bei dem Plan mit den Läden, ich muss nicht morgen irgendwas haben.

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  3. Das Bild mit der gelben Blume vor der Graffitiwand finde ich ganz toll, auch das mit den Windrädern gefällt mir!
    Mir sind auch zunächst die Kulleraugen aufgefallen und nachdem ich mich an die Wörter für die Sommeretüde erinnern konnte, habe ich sie dann beim Lesen auch gefunden. Abgesehen von den Kulleraugen, sind aber alle anderen völlig organisch eingebaut. Manche Wörter sind eben so, dass man sie nur in bestimmten Texten unterbringen kann.
    Nun bin ich schon sehr gespannt auf die (weiterführende?) Zusammenfassung.

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    • Ja, ging mir auch so. War gemischt, die Freude, es (endlich) geschafft zu haben, und das Bedauern, es (schon) geschafft zu haben. Nee, ist gut so, war eine gute Länge.
      Hier ist es auch schwül, ich höre es leise donnern, vielleicht regnet es ja später ⛈️🌧️
      Abendgrüße und danke! 🥵🥛🧊👍

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      • Danke. Es war viel Regen für Do / Fr versprochen, haben wir aber nicht bekommen, nur einzelne Tröpfchen, das, was ich „Mückenschiss“ nennen würde, genau wie heute. Wie soll man ohne einen Regentag in Schreibstimmung kommen? Naja, ich habe ja noch ein paar Tage. 🙂

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      • Der Regen ist bei uns geblieben, die Sorte, von dem man auch gern mehr genommen hätte. Wir hatten wenig Gewitter, aber nachts und vormittags war es echt nett.
        Hier hat es heute aufgeheitert, strahlende Sonne, aber nicht heiß. Schönes Wochenendwetter, wenn man die Trockenheit ausklammert.
        Die grauen Tage sind bestimmt bald wieder da …
        Nachmittagskaffeegrüße 🌞🌳☕🍪🌼👍

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  4. Die 10. Etappe liegt nun auch hinter Euch!
    Für mich wäre es eine eher wohltunde Etappe, mit knapp unter 10 km 🙂 , wobei ich nicht mal die Hälfte zur Zeit schaffen würde…
    Die Kulleraugen sind mir auch aufgefallen *lach* und ich wunderte mich.
    Die Fotos geben einen schönen kleinen Eindruck von der *kurzen* Tour Nr. 10 und mein Liebling ist das Brombeerenbild. Hier zu naschen hat sicher Freude gemacht, denn die späten Beeren, die dieses Jahr ein bissel früher reif geworden sind, waren sicher zuckersüß und schön saftig 🙂
    Mein zweites Lieblingsbild ist die Wand mit den unscheinbaren und doch so liebenswert gelben Blümchen. Ein Bild, so ganz nach meinem Geschmack, liebe Christiane.
    Liebe Grüße in den späten Abend von Bruni

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    • Die Brombeeren waren in der Tat mehr als erwähnenswert, liebe Bruni, und auch das gelbe Blümchen hat mich sehr bezaubert. Ich könnte ganze Wanderungen nur damit verbringen, Details zu fotografieren, aber als Bericht ist das eher suboptimal, da braucht es dann doch die Fotos, auf die man draufschauen und sagen kann, ach ja, da waren die. Das wird sich auch wieder ändern.
      War eine schöne Runde.
      Morgenkaffeegrüße nach Regen ⛅☕🍪🌼👍

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      • Genau das ist der Punkt. Es ist nicht möglich, eine derartige Route so zu gestalten, dass sie jedem immer gefällt, also muss ich damit klar kommen, dass die Strecke auch Ecken hat, die mir nicht gefallen. (Ich halte es sowieso für einen arroganten Anspruch, dass mir eine Gegend, in die ich zufällig verschlagen werde, zu gefallen hat, ich bin dort Tourist 😎!)
        Und ja, etwas zu erzählen sollte man als Schreiberling immer finden können … 😉👍

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  5. Pingback: Grüner Ring: Fazit | Irgendwas ist immer

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